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Forschung: Das ganz normale Traumpaar

Getty ImagesWer wüsste nicht gern das Geheimnis einer langen, glücklichen Beziehung? Sozialwissenschaftler und Sexualforscher versuchen, dem Mysterium auf die Spur zu kommen.

http://www.spiegel.dewissen/0,1518,831820,00.html
  1. #20

    vielleicht auch mal andere Spuren verfolgen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer wüsste nicht gern das Geheimnis einer langen, glücklichen Beziehung? Sozialwissenschaftler und Sexualforscher versuchen, dem Mysterium auf die Spur zu kommen.

    http://www.spiegel.dewissen/0,1518,831820,00.html
    Z.B. diese: Aktuelles Angebot

    Der Biologe William Jordan hat das zwar schon vor fast 20 Jahren zusammengetragen, dennoch erscheinen mir seine Interpretationen der Paar-Stabilität doch um einiges überzeugender als all das hier genannte. Das gilt vor allem für das Kapitel, das dem Buch seinen Namen gab: "Wenn Möven auseinander gehen". Der Blick auf die Bindungsfähigkeit bei anderen Spezies weist deutlich auf biochemische Korrelate hin, die für dieser Fähigekeit in der Natur schlechthin zu gelten scheinen.

    Ich fürchte, die physiologiefreie Betrachtung der Psyche des Menschen - wie hier durchgängig in allen Arbeiten anzutreffen, auf die der Artikel verweist - ist nichts als ein Selbstbetrug von uns Menschen.
  2. #21

    sehr fein bemerkt

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Z.B. diese: Aktuelles Angebot

    Der Biologe William Jordan hat das zwar schon vor fast 20 Jahren zusammengetragen, dennoch erscheinen mir seine Interpretationen der Paar-Stabilität doch um einiges überzeugender als all das hier genannte. Das gilt vor allem für das Kapitel, das dem Buch seinen Namen gab: "Wenn Möven auseinander gehen". Der Blick auf die Bindungsfähigkeit bei anderen Spezies weist deutlich auf biochemische Korrelate hin, die für dieser Fähigekeit in der Natur schlechthin zu gelten scheinen.

    Ich fürchte, die physiologiefreie Betrachtung der Psyche des Menschen - wie hier durchgängig in allen Arbeiten anzutreffen, auf die der Artikel verweist - ist nichts als ein Selbstbetrug von uns Menschen.
    Die Körper müssen sich vertrauen. Es mag ja irgendwo im Körper eine Seele herumgeuistern, aber im Normalfall wird alles das darunter verstanden, was man eben nicht versteht oder gar kennt. Von der Seele reden ohnehin nur Phantasten wie Theologen, Psychologen, Politiker und Dichter. Nur die letztgenannten haben etwas Ahnung. Und natürlich die Fußballtrainer. Die reden von Mentalitäten.

    Womöglich wahrscheinlich vielleicht vermutlich anscheinend mutmaßlich eventuell denkbarer Weise ganz ungefähr könnte man, gäbe man sich ungeheure geradezu übermenschliche Mühe, aus dem Artikel etwas herauslesen, was ganz wahnsinnig interessant und sensationell wäre. Eins ganz sicher nicht: eine auch nur entfernte Ähnlichkeit mit der Überschrift. Genau das war vermutlich die Übungsaufgabe.
  3. #22

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    .........
    Ich sage es mal mit Precht, der sehr richtig erkennt: "Der Mensch ist von Natur aus monogam veranlagt. Aber er ist auch von Natur aus untreu." Sprich, er kann durchaus mit einem Menschen 75 Jahre zusammen leben, aber währenddessen einige Male fremdgehen. Biologie kann man eben nicht mit Moral aushebeln, selbst wenn das immer wieder versucht wird.
    Ich habe noch etwas ganz unromantisches, was ich als Kitt für eine gute Ehe auffasse, das ist z.B. gemeinsame Arbeit, ein gemeinsames Ziel, gemeinsame Verantwortung. Meine Frau und ich kennen uns seit Kindertagen, meine Frau ist 7 Jahre älter ich war bei unsere Kennenlernen 3 Jahre alt. Sie wohnte eine Treppe höher.

    Als ich 18 war, verliebten wir uns, mit 20 Habe ich sie geheiratet und von da an, haben wir an unserer Zukunft gearbeitet. Sie hat mir bei der Meisterprüfung geholfen, dann haben wir uns selbständig gemacht und uns voll aufeinander verlassen. Natürlich gab es auch Streit, aber aus unserem Elternhaus kennen wir keinen verletzenden Streit und der alte Spruch, wir haben uns immer vor dem Einschafen vertragen, hat sich bewährt.

    Ich glaube, das unbedingte Vertrauen in uns, hat uns am meisten geholfen. in 3 Monaten sind wir 50 Jahre verheiratet, es war nicht immer Zuckerschlecken, aber an Fremdgehen haben wir beide nicht gedacht.

    Dieses Verhalten habe ich auch bei anderen Paaren beobachtet, die zusammen gearbeitet haben. Handwerker, Landwirte, alles Menschen die oft 24/7 zusammen sind. Das war für uns nie eine Belastung;o).

    MfG. Rainer
  4. #23

    Ein Mann, der alles hat, das wär doch mal was. Ein Traummann! Hollywood und Cosmopolitan wissen, wie der sein muss: Er sieht fantastisch aus, ist aber treu wie ein Hund. Er ist intelligent und hat einen tollen Job, er ist kinderlieb, verlässlich und bietet eine starke Schulter zum Ausweinen, zugleich schmeißt er mich auf die Bretter wie ein wildes Tier. Er bietet mir eine solide Version von einer gemeinsamen Zukunft, und lässt mir alle Freiheiten, die ich brauche. Er ist ein Fels in der Brandung, ein gefühlvoller Macho, der mich in jeder Situation versteht, auch dann, wenn ich mal keine Lust auf Sex habe. Er hat tolle Freunde, ich stehe aber selbstverständlich bei ihm an erster Stelle, und keine seiner Exfreundinnen wird je erwähnt. Ich bin seine Freundin, seine Geliebte, seine Gesprächspartnerin, die Mutter seiner Kinder und sein feuchter Traum in einer Person und er hat mir versprochen, dass er beim Wichsen nur an mich denkt.

    Das sind so ungefähr die Dinge, die sich Frauen meiner Generation unter dem Traummann vorstellen.
    Wenn der reale Mann mal einer heißen Blondine auf den Hintern guckt, kann die Idee von Harmonie bereits auf eine harte Probe gestellt werden. Dann fühle ich mich natürlich ungeliebt und unattraktiv und heule mich stundenlang bei meinen Freundinnen aus, und rufe so lange nicht an, bis er anruft. Dann stoße ich mit meinen Freundinnen darauf an, dass er angerufen hat, und nicht ich.

    Ganz ehrlich, ich hab aufgehört, da mitzuspielen. Ich bin jetzt Mitte zwanzig, ich freue mich, wenn ich einen Mann treffe, den ich mag, oder wenn ich einen treffe, mit dem es im Bett knallt. Vielleicht wird eine schöne Geschichte draus, vielleicht sogar eine lange.
    Aber ich werde sicher nicht Ewigkeit schwören oder Schwüre fordern. Ich werde nicht seien Macken ändern wollen. Und wenn er mal einer heißen Blondine auf den Arsch guckt, freue ich mich über seine gesunde Libido.
  5. #24

    ?

    Zitat von bjuv Beitrag anzeigen
    nach Jahren nur noch lust auf die monatliche Pflichtnummer hat: Dann sollten aus der Beziehung auch keine Kinder entstehen. Denn eines ist vorprogrammiert: Fremdgehen (denn Hormone lassen sich nicht abschalten!),
    Ich kann da keinen kausalen Zusammenhang erkennen. Welche Hormone meinen sie?
  6. #25

    Druck?

    Zitat von bjuv Beitrag anzeigen
    ist für den Mann der Wunsch nach gutem Sex, auch nach dem 3-5.Jahr. Das ist eine Voraussetzung für eine erfüllte Beziehung. NUR: Während der starke Druck des Kinderkriegens spätestens mit dem ersten auch das Sexleben enden lässt, bleibt ein ebenso starker Druck bei den Männern bestehen.
    Was für ein Druck bleibt bei Männern bestehen? Ich bin ein Mann, wir haben zwei Kinder. Ich bin beruflich sehr engagiert, meine Frau ebenso. Wir versuchen möglichst viel Zeit mit unseren (noch kleinen) Kindern zu verbringen. Abends bin ich häufig todmüde und ehrlich gesagt so müde, dass ich keine Lust auf Sex verspüre, weder mit meiner Frau noch mit jemand anderem. Ich verspüre keinen Druck. Höchstens Druck genügend Geld zu verdienen, aber das meinen sie glaub ich nicht, oder?
  7. #26

    ..........

    Zitat von Florentinio Beitrag anzeigen
    Was für ein Druck bleibt bei Männern bestehen? Ich bin ein Mann, wir haben zwei Kinder. Ich bin beruflich sehr engagiert, meine Frau ebenso. Wir versuchen möglichst viel Zeit mit unseren (noch kleinen) Kindern zu verbringen. Abends bin ich häufig todmüde und ehrlich gesagt so müde, dass ich keine Lust auf Sex verspüre, weder mit meiner Frau noch mit jemand anderem. Ich verspüre keinen Druck. Höchstens Druck genügend Geld zu verdienen, aber das meinen sie glaub ich nicht, oder?
    Ich denke, dieses Problem legt sich...ich bin eine Frau, wir haben drei mittlerweile schon große Töchter ( 20, 14,12) und gab Zeiten, da lebten wir fast wie im Zölibat. Meinen Mann und mich plagte streckenweise ein permanentes Schlafdefizit, weil irgendeine Tochter immer gerade zahnte, fieberte oder nicht durchschlief.....

    Wenn dann wirklich mal Ruhe war, wollten wir beide nur noch eins- schlafen. Und zwar allein!

    Ein Vorposter erwähnte: "Sie wollen nicht wissen, an wen Ihr Mann beim Sex mit Ihnen denkt!"
    Nein, will ich nicht! Die Gedanken sind bekanntlich frei. Und "Fremdgehen in Gedanken" ist nicht verwerflich. Und sollte er wirklich so eine Art Supertraumfrau im Kopf haben- er lässt es mich nicht merken. Da sich dieses Wunderwesen kaum hierher verirren wird, muß ich mich auch nicht unnötig aufregen....

    Ich finde Sex wichtig- in einer langjährigen Beziehung ( wir kennen uns jetzt über 20 Jahre ) verändert er sich wohl. Aber das finde ich relativ normal...das bedeutet ja nicht, daß es langweilig, eintönig wird- oder Sex gar nicht mehr stattfindet.
    Wenn man es gerne anders hätte, als es ist- dann sollte man mit seinem Partner darüber reden können. Und nicht drauf warten, daß er oder sie von alleine drauf kommt- womit wir wieder beim Thema Gedanken wären- Gedanken lesen kann wohl kaum jemand....

    Wenn sich nun eine richtige Schieflage einstellt- dann wird es natürlich schwierig. Aber das Frauen naturgemäß nach dem ersten, zweiten Kind zum asexuellen Wesen mutiert, halte ich für ein Gerücht...es mag Frauen geben, bei denen es so ist.
    Aber meist liegen dieser "Unwilligkeit" ganz andere Ursachen zugrunde.
  8. #27

    Glückliche Beziehungen entstehen im WIR

    Solange ein Mensch in ICHEN und MEINEN gefesselt ist, so lange kann der keine glückliche Beziehung auf Dauer führen. Steht aber bei den Paar das WIR – begründet durch die Beziehung – vor den ICHEN und MEINEN, so entsteht eine glückliche Beziehung wie von selbst. Das ist der ganze Trick dabei, mehr gehört nicht dazu ……… 
    Wer nicht blind durch Leben laufen möchte, der sollt auch mal über den größten Trick der Natur –SEX – nachdenke. Wer tief genug denkt, wird bald erkennen, dass er nur zur Vermehrung von der Natur geschaffen wurde …… 
  9. #28

    Frust ohne Ende

    Zitat von peterlek Beitrag anzeigen
    Solange ein Mensch in ICHEN und MEINEN gefesselt ist, so lange kann der keine glückliche Beziehung auf Dauer führen. Steht aber bei den Paar das WIR – begründet durch die Beziehung – vor den ICHEN und MEINEN, so entsteht eine glückliche Beziehung wie von selbst. Das ist der ganze Trick dabei, mehr gehört nicht dazu ……… 
    Wer nicht blind durch Leben laufen möchte, der sollt auch mal über den größten Trick der Natur –SEX – nachdenke. Wer tief genug denkt, wird bald erkennen, dass er nur zur Vermehrung von der Natur geschaffen wurde …… 
    So man verstehen könnte, was gemeint ist. Das Wir ist Instrument, den Partner glattzubügeln. Der Normalfall sind zwei ausgesprochene Egoisten, die wie durch Zauberhand voneinander abhängig sind, der eine mehr, der andere weniger (nähere Ausführungen machen der Sysope ganz schlechte Vibes). Jeder von den beiden meint, der andere würde ihn für ganz toll und einzigartig halten, und das entspricht ziemlich genau den eigenen Überzeugungen. Die humane Antithese bringt viel mehr: der Partner ist genauso bekloppt, bösartig, illusionsgeplagt, unfähig und behindert wie man selbst. Es geht um Toleranz und Akzeptanz, um Ausgleich, und nicht um Macht und Vorherrschaft. Das scheint allerdings häufig befriedigend zu sein. Bei den meisten Paaren scheint einer höchst zufrieden, wenn der andere extrem unzufrieden ist. Das Gegenteil bringt weit mehr. Hat sie gute Laune, habe ich auch etwas davon. Der Egoist muß in sich stimmig sein. Das schafft Akzeptanz. Man will einen ganzen selbstzufriedenen Menschen als Gegenüber. Wer einen Sklaven für sein Ego braucht ist ein bemittleidenswerter Trottel.

    Ich kennen nicht nur einen Mann, der von seiner Gattin regelmäßig wenn auch nicht oft betrogen wird. Für das Ego nicht besonders gut, aber der Mann hat auch etwas davon, nämlich eine gutgelaunte Frau.
  10. #29

    Ach sooo, und woher.......

    Ja stimmt, alle Männer gehen fremd, aber woher kommen all die Frauen, mit denen die ach so verteufelten Männer das tun?


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