Forum


 

Forscherstreit : WHO lehnt Zensur der Supervirus-Daten ab

dpaDie Debatte über das hochgefährliche, im Labor gezüchtete Grippevirus geht weiter: Das US-Gremium für Biosicherheit rät dringend zu einer Zensur der Studienergebnisse. Die WHO jedoch fordert eine vollständige Veröffentlichung aller Daten - aber auf keinen Fall sofort.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...816089,00.html
  1. #1

    Viren als Waffe.

    .
    Wenn man bedenkt, dass manipulierte Viren auch als Waffe benutzt werden könnten, sollte allein schon die Herstellung unter Strafe gestellt werden.
    Was bezweckt die Wissenschaft mit der Herstellung solcher Viren? Wenn beim Forschen gefährliche Kombinationen entstehen, gehören diese sofort vernichtet. Es gibt bestimmt Menschen, die ganz scharf darauf wären im Besitz solcher biologischen Erzeugnisse zu sein.
  2. #2

    wie ein Wettlauf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Studien haben gezeigt, dass das Risiko einer Pandemie durch veränderte H5N1-Viren sehr groß ist", so Fukuda. Auch die Viren in freier Wildbahn könnten sich schnell verändern und zu einer Gefahr für die Menschheit werden.
    Forscherstreit: WHO lehnt Zensur der*Supervirus-Daten ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Ja klar, "auch die Viren in freier Wildbahn könnten sich schell verändern", da hat er schon recht. Aber die Viren in der perversen und immer weiter eskalierenden Massentierhaltung können sich noch extrem viel viel schneller verändern als in der freien Wildbahn.

    Das Ganze ist quasi ein Wettlauf der Gefahren, die Frage ist nur wo es zuerst zum Wegbrechen bzw. Umkippen kommt. Entweder geht das von den Tierhöllen aus oder dadurch dass die rasant wachsenden Rechenkapazitäten dafür sorgen dass eine Herstellung von noch viel extremeren Superviren als der jetzt hergestellte sehr leicht wird (irgend jemand setzt das dann schon um).

    Wie der Wettlauf ausgeht wird sich m.E. schon sehr viel schneller zeigen, als mas es gemein hin glaubt.
  3. #3

    Zitat von .freedom. Beitrag anzeigen
    Wenn man bedenkt, dass manipulierte Viren auch als Waffe benutzt werden könnten, sollte allein schon die Herstellung unter Strafe gestellt werden.
    Die Natur bringt ständig neue gefährliche Viren und Bakterien hervor, einige davon sind auch waffentauglich. Muß man die Natur dann dafür bestrafen? ;-)

    Zitat von .freedom. Beitrag anzeigen
    Was bezweckt die Wissenschaft mit der Herstellung solcher Viren?
    Indem man versteht, was solche Viren gefährlich macht, erhofft man sich Erkenntnisse zu deren Bekämpfung. In meinen Augen eine sehr redliche Absicht.

    Zitat von .freedom. Beitrag anzeigen
    Wenn beim Forschen gefährliche Kombinationen entstehen, gehören diese sofort vernichtet. Es gibt bestimmt Menschen, die ganz scharf darauf wären im Besitz solcher biologischen Erzeugnisse zu sein.
    Das kann man deutlich einfacher haben. Außerdem dürften die fraglichen Forschungsergebnisse nur schwer reproduzierbar sein, da der Zufall dabei eine Rolle gespielt hat:

    Zitat von http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,800528,00.html
    Die Experimente von Fouchiers Team beinhalteten zwei Schritte: Zunächst führten die Forscher drei Mutationen gezielt in das Erbgut des H5N1-Virus ein. Sie allein genügten aber noch nicht, um die Ansteckungsfähigkeit zu erhöhen. Das erledigte erst Mutter Natur.

    Die Wissenschaftler infizierten Frettchen, die seit Jahren als Tiermodell für die menschliche Grippe in Labors genutzt werden, mit dem modifizierten Virus. Aus den Nasenschleimhäuten der erkrankten Tiere isolierten sie dann die Viren und übertrugen sie auf ein weiteres Tier. Nach zehn Passagen war der Erreger zwei weitere Male mutiert
    Also ich find es gut, was die WHO jetzt fordert. Wenn wirklich jemand Bioterrorismus betreiben wollte, gäbe es praktischere Alternativen als diesen Virus.
    Natürlich muss man bei solchen Experimenten strengste Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Nichtsdestotrotz ist diese Debatte für meinen Geschmack etwas zu hysterisch. Zumal man noch nicht mal weiß, ob der Virus nicht nur für Frettchen sondern auch für Menschen gefährlich sein könnte.
  4. #4

    der knopf wird dann grün sein

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Debatte über das hochgefährliche, im Labor gezüchtete Grippevirus geht weiter: Das US-Gremium für Biosicherheit rät dringend zu einer Zensur der Studienergebnisse. Die WHO jedoch fordert eine vollständige Veröffentlichung aller Daten - aber auf keinen Fall sofort.

    Forscherstreit: WHO lehnt Zensur der*Supervirus-Daten ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    na hoffentlich läuft das
    nicht mal auf auf die
    industrialisierte/reglementierte

    produktion und verbreitung von
    mikrobiologischen destrukten
    hinaus
  5. #5

    e

    Ich glaub nicht, daß die Mehrheit der Menschen gerade kapiert, was hier vor sich geht. Es geht um eine Biowaffe, die hier gerade von den USA und Europa gezüchtet wurde, eine die tödlicher und ansteckender ist, als jegliche zuvor.

    Jetzt sollte möglichst schnell ein Antidot dagegen gefunden werden, denn sollte dieses gezüchtete Virus mal frei werden, haben wir hier ein erfreuliches Massensterben der Spezies Mensch + Schwein + Wasservögel, was vor allem den Wasservögeln nicht gerecht werden würde, denn die haben das schon seit nen paar Äonen länger ertragen müssen.
  6. #6

    Man nimmt Frettchen...

    Zitat von lotoseater Beitrag anzeigen
    Die Natur bringt ständig neue gefährliche Viren und Bakterien hervor, einige davon sind auch waffentauglich. Muß man die Natur dann dafür bestrafen? ;-)


    Indem man versteht, was solche Viren gefährlich macht, erhofft man sich Erkenntnisse zu deren Bekämpfung. In meinen Augen eine sehr redliche Absicht.


    Das kann man deutlich einfacher haben. Außerdem dürften die fraglichen Forschungsergebnisse nur schwer reproduzierbar sein, da der Zufall dabei eine Rolle gespielt hat:



    Also ich find es gut, was die WHO jetzt fordert. Wenn wirklich jemand Bioterrorismus betreiben wollte, gäbe es praktischere Alternativen als diesen Virus.
    Natürlich muss man bei solchen Experimenten strengste Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Nichtsdestotrotz ist diese Debatte für meinen Geschmack etwas zu hysterisch. Zumal man noch nicht mal weiß, ob der Virus nicht nur für Frettchen sondern auch für Menschen gefährlich sein könnte.
    ...weil diese auf Grippeviren ähnlich reagieren wie Menschen. Steht zumindest im gedruckten Spiegel.
    Um das genauer zu erfahren, müssten wohl echte Menschen mit diesem Virus infiziert werden.
    Überhaupt: Ihr Vergleich mit "natürlichen" Mutationen hinkt. Viren sind Mikroorganismen und haben natürliche Feinde, die aber in einem sterilen Labor nicht vorkommen.
    Aber es kann ja nix passieren, alles absolut sicher. Hat man von den Reaktoren in Fukushima auch geglaubt.
  7. #7

    wozu gefährliche Viren erschaffen?

    Zitat von lotoseater Beitrag anzeigen
    Indem man versteht, was solche Viren gefährlich macht, erhofft man sich Erkenntnisse zu deren Bekämpfung. In meinen Augen eine sehr redliche Absicht.
    richtig.
    Wenn wirklich jemand Bioterrorismus betreiben wollte, gäbe es praktischere Alternativen als diesen Virus.
    es ist auch immer wieder lustig, wenn man lesen muss, dass man islamischen Fundamentalisten u.a. Terroristen ohne weiteres zutraut, Viren "nachzubauen", wenn Forscher ihre diesbezüglichen Forschungsergebnisse veröffentlichen sollten.

    Offensichtlich stellt sich Otto Normalverbraucher das so vor, dass eine wissenschaftliche Publikation so etwas wie ein Kochrezept wäre, das man ganz ohne akademische Ausbildung, ein Hochsicherheitslabor und ohne jegliche Erfahrung nachkochen könnte.

    Woran tausende erfahrene Forscher und Nachwuchswissenschaftler jahrelang arbeiten, das schüttelt Osama binAli aus dem Ärmel. Und, nein, er geht beim Nachkochen natürlich nicht gleich selbst drauf und nimmt auch nicht seine Terrorgrupee mit ins Jenseits. Sondern, klar doch, der Typ lebt lange genug, um den Rest der Welt zu infizieren.

    Nur gut, dass das mit dem "gefährliche-Viren-basteln" doch etwas komplizierter ist...und wieso sollten potentielle Bioterroristen sich überhaupt die Mühe machen, ein <neues Virus> mühsam selbst zu züchten? Wo sie sich doch einfach bei einem Ebola-Infizierten bedienen könnten...
  8. #8

    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    richtig.

    es ist auch immer wieder lustig, wenn man lesen muss, dass man islamischen Fundamentalisten u.a. Terroristen ohne weiteres zutraut, Viren "nachzubauen", wenn Forscher ihre diesbezüglichen Forschungsergebnisse veröffentlichen sollten.

    Offensichtlich stellt sich Otto Normalverbraucher das so vor, dass eine wissenschaftliche Publikation so etwas wie ein Kochrezept wäre, das man ganz ohne akademische Ausbildung, ein Hochsicherheitslabor und ohne jegliche Erfahrung nachkochen könnte.

    Woran tausende erfahrene Forscher und Nachwuchswissenschaftler jahrelang arbeiten, das schüttelt Osama binAli aus dem Ärmel. Und, nein, er geht beim Nachkochen natürlich nicht gleich selbst drauf und nimmt auch nicht seine Terrorgrupee mit ins Jenseits. Sondern, klar doch, der Typ lebt lange genug, um den Rest der Welt zu infizieren.

    Nur gut, dass das mit dem "gefährliche-Viren-basteln" doch etwas komplizierter ist...und wieso sollten potentielle Bioterroristen sich überhaupt die Mühe machen, ein <neues Virus> mühsam selbst zu züchten? Wo sie sich doch einfach bei einem Ebola-Infizierten bedienen könnten...
    Das ist für Lieschen Müller halt nicht nachvollziehbar. Bombe bauen ist doch auch einfach. Schwefel, Salpeter, Kohle, schon machts RUUUMS! Der Terrorist von heute bevorzugt aber Kunstdünger.

    Das Viren aber Lebewesen sind (ich weiß, man kann darüber streiten) und so ihren eigenen Kopf haben, ist den Menschen nicht klar. Selbst mit meiner Ausbildung hätte ich keine Ahnung wie ich ein Supervirus züchten sollte. Mit Viren hab ich auch noch nie gearbeitet.

    Vom ganzen Equipment mal abgesehen, man braucht auch erstmal überhaupt die DNA/RNA des Virus mit den entsprechenden Genen. Und die gibts nunmal nicht irgendwo zu kaufen.
  9. #9

    .

    Solange die Veröffentlichung eine dann nicht mehr zu kontrollierende Forschung an solchen potentiellen Biowaffen zulässt bin ich trotzdem dagegen.

    Mag ja sein, dass es nach der Veröffentlichung immer noch nicht ganz trivial ist, den Supervirus nachzubauen. Mir reicht dann allerdings schon, dass ein möglicherweise interessierter "Anwender" eben nur ein einziges mal Glück während seiner vielleicht hunderten von Versuchen haben muss, damit er die Waffe in den Händen hält - seine "Opfer" müssen in jedem einzelnen seiner Versuche Glück haben, damit er sie nicht bekommt!








TOP



TOP