Forscher-Posse beim DIW: Was nicht passt, wird passend gemacht

So unfrei kann*Forschung sein: Ein Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bezeichnet den Fachkräftemangel als "Fata Morgana". Weil das nicht zu Aussagen des Präsidenten passt, verschob*das DIW*die Veröffentlichung der Studie - und trimmte sie auf Hauslinie.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...729831,00.html
  1. #290

    "... den Laden überlassen."

    Zitat von naphthalin Beitrag anzeigen
    Wenn Sie selbst nicht arbeiten wollen, am Besten der Friseurin den Laden überlassen.
    Mal so unter uns...
    Wenn ich höre dass jemand 5 € Stundenlohn bekommt dann frage ich mich auch warum diese Person nicht für 50 € einen Gewerbeschein löst und als freier Unternehmer sein Glück versucht.
    Die 10 € verdienende Friseurin die (so wie Sie) glaubt dass der böse Arbeitgeber vom Endkundenpreis 10 € "Marge" hat lernt dann dass nach Umsatzsteuer noch 16,80 € übrig bleiben.

    6,80 € Marge?
    Nur wenn man in der Südtürkei den Schemel auf den Marktplatz stellen kann. In D erwarten die Kunden einen Friseursalon mit der üblichen Betriebsaustattung (Sessel, Spiegel, Betriebsmittel, etc.). Passende gewerblich nutzbare Räume gibt es selten unter 100 qm. Also 1500 € Kaltmiete, und weil man im Dunklem schlecht schneiden kann und die Kunden auch nicht frieren sollen veranschlagt sie 2000 € Warmmiete.

    Dann lernt unsere Friseurin dass es Posten gibt über die sie sich in der Vergangenheit keine Gedanken gemacht hat.
    Gewerbesteuer, IHK-Beiträge, AG-Anteil der Krankenkassenbeiträge, Betriebs-Haftpflichtversicherung, etc. und sie sieht ihre "Marge" schrumpfen wie Schnee in der Sonne.

    Posten wie Marketing, Finanzbuchhaltung, Steuerberater?
    Als Unternehmer wird man ja heutzutage für jede nicht gelesene Verwaltungsvorschrift als böswilliger Steuerhinterzieher gebrandmarkt. Das will alles gemacht werden und die Friseurin lernt jetzt was der Unternehmer so am Wochenende liest oder was mit ihrer "Marge" passiert wenn man alles an den externen Experten "outsourcen" will.

    Und nach einem Jahr (falls sie so lange durch hält) hat sie ein Gefühl was von 3 € Endkundenpreiserhöhung (mit dadurch etwas verringerter Kundenzahl, weil der eine oder andere wieder in der eigenen Küche den Schnitt für 10 € bekommt) bei ihr als Unternehmeranteil hängen bleibt.

    Sie würde verstehen was es bedeutet den Laden um 18 Uhr zu schließen oder was Samstagslohnzuschlag für die Marge bedeutet. Oder dass der Unternehmer von jedem € Lohn 5% - 10% Rücklagen bilden sollte (je nach Mitarbeiter) weil der AN Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat und manche AN das auch über 10% hinaus ausreizen.
  2. #291

    Gewinne

    Zitat von pom_muc Beitrag anzeigen
    Eigentlich lernt man bereits im Kindergarten dass durch einen Tausch ...
    .
    Ihre Beispiele haben da leider einen Hacken - sie sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen!
    Kein Land der Welt besitzt alle Rohstoffe selber, also werden diese "normal" durch Tauschhandel oder Geld besorgt.
    Kuba kann aber seine "Fehlenden Resourcen schlichtweg nicht einhandeln, da das US Embargo den "Aussenhandel" schlicht unterbietet - Sprich, Kuba besitzt kein Volkswirtschaftliches System was funktionieren kann - und daraus leiten sie deren "Versagen her?" das ist schlichtweg mehr als Hanebüchen!

    Und, natürlich ist das "Wenn ein Unternehmen Gewinne macht , dann müssen andere dafür Verluste machen" schon mit recht einfacher Mathematik nachweisbar.
    Ein "Gewinn" in Geld ist nur durch Umverteilung gegenüber einer wie immer gearteten Geldmenge zu erreichen - oder, man muss die Geldmenge laufend erhöhen. Für diese Erhöhung brauchen sie aber Leute die Schulden machen, aber Schulden sind "Verluste" weil sie diese mit Zinsen zahlen müssen!

    In Praxis findet beides gleichzeitig statt - deshalb nimmt die "Unverteilung" der Vermögen zu .. 10% der Menschen besitzen 90% der Vermögen, aber auch die "Schuldenaufnahme" der Staaten und Privatpersonen folgt den "Gewinnen" in ihrer Höhe - inzwischen sind schon die Babys verschuldet bevor sie gebohren sind!

    In Fakt können in Systemen mit einer "konstanten Geldmenge" schlicht Gewinne nur durch Umverteilung gemacht werden .. gibt ja kein "mehr an 'Banknoten'".
    In Systemen die aber eine "laufende Geldmengen Vermehrung haben" (heute) muss das "mehr an Geld und Gewinn" schlichtweg irgendwo "produziert" werden - und das wird über Schuldscheine gemacht, die die Illusion des Gewinns auf den "ja irgendwann erwirtschafteten Mehrwert" zurückführen.
    Das dabei aber das "Mehr" mit einem "sinkenden Anteil" am "Mehr" erkauft wird, das man also schlichtweg einfach seinen Selbsterschaffenen Schulden hinterher "arbeitet" muss wird dabei eben übersehen!

    Selbst wenn das "Schuldenzurückzahlen" funktioniert, dann verändert sich der "Anteil des Einzelnen" eben auch mit höheren Ziffern.
    Wer also ca. 1980 bei einer Geldmenge von sagen wir mal 6.000 Mrd Euro genau 1 Mrd. "besaß" der muss bei einer "heutigen" Geldmenge von 10.000 Mrd. Euro eben "1/6000stel" besitzen - damit er nicht "ärmer" geworden ist.. also 1,6 Mrd. Euro ..
    Sein "Gewinn" sind höhere Ziffern, wenn er das schafft - aber das heißt nicht das er "Gewinn = Reicher" geworden ist!

    "Gewinn" definiert sich nicht über "Ziffern in Euros" sondern über das Verhältnis zur Gesamtmenge - da gelten schlicht die Regeln der Mengenlehre ...

    Aber dieses "System" des Schuldens zurückzahlen klappt auch längst nicht mehr .. es bleiben schlichtweg immer mehr Schuldscheine übrig die "ungedeckt" sind und dennen auch keine "die werden mal abbezahlt erwartung gegenübersteht!

    Das "Gewinne" machen funktionierte nur solange wie man immer neue "Mitspieler" dieses Pyramdienspiels gefunden hat - in einer "globalen Weltwirtschaft" gibts aber keine neuen die sich Verschulden .. so verbleiben schlichtweg immer grössere Mengen an Schuldscheinen übrig - und die gegen die "Gewinne" aufgerechnet ergibt schlicht auf diesem Planeten inzwischen ein dickes Minus!

    Und nebenbei .. einen "Gewinn in Waren" können sie durchaus machen - aber keinen in "Geld" ..
  3. #292

    Real existierender Sozialismus

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Ihre Beispiele haben da leider einen Hacken - sie sind schlichtweg an den Haaren herbeigezogen!
    Kein Land der Welt besitzt alle Rohstoffe selber, also werden diese "normal" durch Tauschhandel oder Geld besorgt.
    Kuba kann aber seine "Fehlenden Resourcen schlichtweg nicht einhandeln, da das US Embargo den "Aussenhandel" schlicht unterbietet - Sprich, Kuba besitzt kein Volkswirtschaftliches System was funktionieren kann - und daraus leiten sie deren "Versagen her?" das ist schlichtweg mehr als Hanebüchen!
    Dass der Niedergang des sozialistischen Kuba an den USA liegt ist doch das letzte Märchenkonstrukt mit dem die Sozialisten das Scheitern Kubas begründen wollen.

    Tatsächlich konnte Kuba mit allen Ländern dieser Erde Handel treiben. Allerdings hatte Kuba mit jedem sozialistischen Regierungsjahr weniger anzubieten.

    Also was hat die USA damit zu tun dass Kuba seinen Handelspartnern China, Russland und Europa außer Tourismus nichts mehr anzubieten hat?

    Und das USA-Embargo sollte man auch etwas differenziert sehen.

    Natürlich haben die USA kein Interesse daran ihre Technologie an einen Staat zu liefern der "Freiheitskämpfer" nach Südamerika und Afrika entsendet oder die UDSSR einlädt Atomraketen vor der Küste Floridas zu installieren.

    Aber real ist die USA heute der größte Lebensmittellieferant für Kuba. Ob mehr chinesische oder amerikanische Touristen harte Dollars an Kubas Stränden lassen brauchen wir auch nicht diskutieren oder ob die Überweisungen der USA-Exilkubaner mehr Devisen ins Land bringen als der gesamte kubanische Außenhandel.

    Existierte kein Teilembargo würden Leute wie Sie die amerikanischen Banken und deren Zinseszinspolitik für das Scheitern Kubas verantwortlich machen!

    Letztendlich sieht man heute das Ergebnis sozialistischer Planung in der eine akademische Ausbildung an das Parteibuch gekoppelt ist und man zur Durchsetzung der gewünschte klassenlosen Gesellschaft Akademiker aufs Feld zum Pflügen schickt bzw. deren Kinder den Zugang zur Universität verweigert.

    Genau so verfuhr man übrigens auch in der DDR. Manchem Akademikerkind wurde dort (trotz entsprechender Qualifikation) der Zugang zur Universität verwehrt und eine handwerkliche Tätigkeit zugewiesen.


    Zu ihren Ausführungen bzgl. Zins, Geldmenge, etc. gehe ich nicht weiter ein zumal Sie unbelehrbar sind.

    Tatsache ist dass Angebot und Nachfrage den Zins bestimmt. Wer sich kein Geld leiht der muss auch keine Zinsen zahlen. Wenn im Urlaubsweltmeisterland manche meinen sie mussten zu 17% ihren Urlaub finanzieren, dann sollen sich diese Leute später nicht beschweren dass das Kapital ungleich verteilt ist.

    Ich habe auch noch keinen Linken gesehen der für ein staatliches Verschuldungsverbot eingetreten ist. In welchen Bundesländern haben die Linken noch einmal ein in der Verfassung verankertes Verschuldungsverbot zum Ziel?

    Wo ist es bereits realisiert?