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Forscher als Politikberater: "Der Welt rettende Professor ist gescheitert"
Der Gipfel von Durban enttäuschte, die Umweltpolitik steckt fest. Schuld seien gerade Klimaforscher, die aus Eitelkeit und Missionarseifer auf die Senkung des CO2-Ausstoßes fixiert seien, schreiben die Wissenschaftler Nico Stehr und Hans von Storch in einem Gastbeitrag. Sie fordern eine offene Debatte über Maßnahmen gegen die Erwärmung.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...802850,00.html
- #60 12.12.2011 09:08 von
Sind denn ...
... alle Befürworter so weit weg von den Esoterikern? Viele Klimaforscher beschwören nur zu gerne den Weltuntergang und den Tod allen Lebens herauf. Scheune Sie sich nur im TV all diese Untergangsszenarien an. "Was passiert wenn ´...", jeder Klimaflatus wird als absolut neues Phänomen bezeichnet. Stürme, Dürren und Überflutungen hat es immer gegeben.
Der Jadebusen ist im Mittelalter so entstanden. Und nu mal ehrlich, so viele Autos sind damals noch nicht unterwegsgewesen, auch der internationale Flugverkehr war noch nicht so ausgeprägt.
In den 70ger Jahren fürchteten die Wissenschaftelr nach ein paar kalten Wintern eine neue Eiszeit.
Es gibt genug Wissenschaftler, die jeden Flatus ihrerseite als unumstössliche Wahrheit sehen. - #61 12.12.2011 09:16 von
Die Intention des Beitrages ist völlig unverständlich. Die Naturwissenschaftler haben schlicht das gemacht, was Naturwissenschaftler so tun. Sie haben den Treibhauseffekt versucht zu verstehen und Zukunftsszenarien entwickelt. Was Politik und Gesellschaft damit machen, ist nicht ihre Sache. Und die machten nicht Viel draus. Es passierte jahrelang gar Nichts. Geisteswissenschaftler haben sich auch nicht eingemischt. Kein Naturwissenschaftler hat etwas dagegen, wenn Politologen, Soziologen, Psychologen oder Kulturwissenschaftler helfen, den wissenschaftlichen Diskurs in eine politische und gesellschaftliche Diskussion zu überführen. Niemand weiß besser als Naturwissenschaftler, dass der Mensch nicht automatisch richtig und logisch handelt, nur weil tolle wissenschaftliche Prognosen dies eigentlich erfordern.
Wenn hier jemand versagt hat, ist es die Politik und die Geisteswissenschaften. Bzw. der Mensch an sich. Denn es war eigentlich immer utopisch, dass so viele Parteien mit unterschiedlichen Eigeninteressen sich zusammenraufen und Kompromisse schliessen können.
Und von welchen "Optionen" sprechen die Autoren da die ganze Zeit? Die Wissenschaften haben ja durchaus auch an technischen Lösungen geforscht, den Klimawandel abzubiegen. Ob nun alternative Energien, Co2 Speicherung oder direkte Beeinflussung des Klimas; Alles untersucht. Aber es gibt eben keine allgemein anerkannte Lösung, die kurzfristig umsetzbar, ökonomisch, ausreichend wirksam und oder überhaupt in relavanten Zeitmaßstäben einsetzbar ist.
Und dann dieses Argument, dass die Wissenschaftler nicht so schwarz malen sollten. Aha - dann wäre die Welt eher bereit gewesen zu handeln? ES ist keine Schwarzmalerei, sondern offensichtlich, dass z.B. die Ernährung bei wachsender Bevölkerung und zunehmenden Temperaturen und Dürre in vielen Gebieten definitiv ein Desaster für viele Menschen darstellt.
Was genau wollen die Autoren eigentlich? Das ist mir völlig unklar. - #62 12.12.2011 09:41 von
Was genau ist gefälscht?
Wer hat denn was genau gefälscht? War CO2 nie mehr IR-aktiv? Gibt es keine DLR (downward longwave radiation)?
Die 2-Grad-Grenze ist selbstverständlich willkürlich festgelegt worden, wie Ihnen Herr Schellnhuber auch gerne bestätigen wird (tut er in jedem Interview), weil die Politik nun mal klare Ziele braucht und 2 Grad die Grenze dessen ist, was die Menschheit aus der eigenen Geschichte noch kennt. - #63 12.12.2011 09:46 von
Nö nö nö.
Genau DAS haben die "Klimawissenschaftler" NICHT gemacht.
Sie haben ihre Sache zu der so genannten "Postnormalen Wissenschaft" erklärt. Sie haben versucht, die Politik AKTIV zu steuern.
Dabei wurde der Grundprinzip der Wissenschaft - die Skepsis zu den eigenen Resultaten - zuerst als zweitrangig deklariert, und dann komplett Verbannt. Die Unsicherheiten der "Modelle" wurden tot verschwiegen. Die Unstimmigkeiten der Beobachtung wurden unter Teppich gekehrt. Die Resultate solange modifiziert und getrickst, bis das "gewünschte" Ergebnis herauskam. Alle Kritiker wurden aktiv ins Abseits gedrängt.
Somit hat die "Klimawissenschaft" sich selbst deklassifiziert. Es ist keine Wissenschaft mehr. Nicht mehr in dem traditionellen Sinne. - #64 12.12.2011 09:48 von
- #65 12.12.2011 09:55 von
Welchen Beweis genau gibt es nicht?
Was meinen Sie? Was gibt es nicht oder ist nicht bewiesen?
1. CO2 ist nicht IR-aktiv,
2. eine Erhöhung der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre führt zu einer Erhöhung der DLR (downward longwave radiation),
3. die CO2-Konzentration ist über die letzten 200 Jahre kontinuierlich und messbar angestiegen,
4. die Emissionen aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen sind für den Anstieg verantwortlich,
5. das Ganze wird sich auf das Erdklima auswirken, da Punkt 2 zu einer Veränderung der Oberflächentemperatur führt.
Unter Klimawissenschaftlern ist eigentlich nur das Ausmaß von 5. umstritten, und zwar aus gutem Grund. Wenn Sie da irgendwas widerlegen wollen, fangen Sie am besten dort an. Und? - #66 12.12.2011 10:01 von
Bijektive Definitionen?
"Eineindeutig" können Sie auf Abbildungen anwenden, aber nicht auf Definitionen. Als Mathematiker würde ich schlicht sagen, dass eine "Definition", die nicht eindeutig ist, keine ist, und daher nur von Definitionen und deren Fehlen reden. Aber was eine "eineindeutige" Definition sein soll, müssten Sie mir schon erklären.
Ansonsten: Klar, die Definition gibt es. Der "atmosphärische Treibhauseffekt" ist die Existenz von DLR (downward longwave radiation), womit die überwiegend von IR-aktiven Atmosphärengasen emittierte elektromagnetische Strahlung gemeint ist, die die Erdoberfläche erreicht.
Ist das genau genug für Sie? - #67 12.12.2011 10:11 von
Das haetten Sie wohl gerne...
Die von Ihnen angeprangerten Unsicherheiten werden nicht totgeschwiegen. Es gibt zig Publikationen zu den Modellen wo die Unzulaenglichkeiten diskutiert werden. Das Urteil des IPCC zum anthropogenen Klimawandel ist "very likely" (60-90%). Wenn das nicht in jedem SPON Artikel so deutlich herauskommt ist das etwa das Problem der Wissenschaft?
Wenn Sie lieber Leuten glauben den Leuten glauben die Ihnen erzaehlen, dass die Wahrscheinlichkeit eines anthropogenen Klimawandels exakt 0 ist und sich damit die Absolution erteilen, dann ist das Ihre Entscheidung aber dann muessen Sie sich wohl auch den Stempel des religioesen Fanatikers gefallen lassen. - #68 12.12.2011 10:12 von
An die eigene Nase fassen
Dass ausgerechnet der Spiegel plötzlich die "Klima-retten-wollenden" Wissenschaftler verdammt, wirkt merkwürdig, hat doch gerade er jahrelang gegen alles getrommelt, was sich dieser Tendenz entgegenstellt, von "Klimaskeptikern" und "Klimaleugnern" war die Rede. Die Autoren dieses Artikels mögen kompetent sein, doch die Journalistenzunft, die sich nun ihrer bedient, soll sich an die eigene Nase fassen. Ihre von keinerlei Fachwissen getrübten ideologischen Artikel haben die Situation so hoch getrieben.
Die Mehrheit der Wissenschaftler war schon immer gegen die Presse-Hype, die um ein paar Klimaforscher veranstaltet wurde, nur die kam ja nicht zu Worte bzw. wurden verunglimpft. Die Politik mischte mit, indem solche "Klimaleugner" keine Forschungsgelder mehr bekammen, so dass sich durch Presse und Politik gestützt, die paar Klimaretter durchsetzen konnten und ihre antidemokratischen Machtspielchen beginnen. Wie gesagt gut gestützt von der Politik, denn es war Umweltminister Röttgen, der z.B. einen individuellen Höchstausstoß von Kohlendioxid forderte. Was wollte er denn mit den Menschen machen, die diesen überschritten hätten? Da sind wohl der Phantasie kaum Grenzen gestzt. Wer A sagt, muss auch B sagen.
Die Wissenschaft kann niemals Orientierung geben, sondern sie bedarf der Orientierung. Nun aber die "Wissenschaftler" an sich zu schelten, ist ein Versuch, von der Verantwortung der anderen Mitspieler abzulenken. - #69 12.12.2011 10:14 von
Rollenkonflikte
Sie haben natürlich Recht, dass man nicht Wissenschaft und Politik gleichzeitig betreiben kann, ohne in einen schweren Rollenkonflikt zu geraten. Ein Wissenschaftler muss sich selbst immer anzweifeln, ein Politiker, der das tut, ist schnell keiner mehr.
Dass einige Klimawissenschaftler wie Hansen sich in diesem Konflikt aufreiben und dabei auch mal eher als Politiker denn als Wissenschaftler auftreten, sollte Sie nicht zu dem Schluss verleiten, dass es keine verlässliche Klimaforschung mehr gibt.
Hochenergiephysiker sind übrigens auch nicht zimplerich beim Hypen ihrer Ideen, wenn es um das Eintreiben von Forschungsgeldern geht.
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