21.12.03, 19:51
Schröder attackiert Schumi & Co.
Hamburg - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat heftige Kritik an prominenten deutschen Steuerflüchtlingen geübt. "Wir können die Freizügigkeit nicht einschränken, aber wir sollten dieses Verhalten gesellschaftlich ächten", forderte er in der "Bild am Sonntag". Der Kanzler bekräftigte: "Solche Leute verhalten sich unpatriotisch. Mit denen kann man keinen Staat machen."
In Anspielung auf den bayerischen Milchkonzern Müller Milch, dessen Besitzer in die Schweiz ziehen will, um die Zahlung von Erbschaftssteuern zu vermeiden, sagte Schröder, "solche Fälle können mir den Joghurt verleiden".
Annehmlichkeiten ja, Steuern nein
Die Steuerflucht prominenter deutscher Sportler stufte Schröder "in dieselbe Kategorie" ein. "Diese Leute nehmen alle Annehmlichkeiten dieses Landes in Anspruch", sagte der SPD-Chef. "Polizei, Schulen, Universitäten, Straßen und Schienen - das alles wird doch aus Steuergeldern bezahlt, und das darf nicht nur eine Sache der kleinen Leute sein."
Schröder kritisierte: "Da ist ein Geist entstanden nach dem Motto: Für die Dinge, die ich nutze, sollen die anderen sorgen, solange ich alleine gut zurecht komme." (md/dpa/AFP)
Meine Meinung: Recht hat er, allerdings ist die Erbschaftssteuer ein Problem, sobald es um Firmen geht, die durch die Steuer pleite gingen...