Getty ImagesVierter Sieger im vierten Rennen: Die internationale Presse bejubelt nach dem Erfolg von Sebastian Vettel in Bahrain das spannendste Formel-1-Jahr seit langem. Der Red-Bull-Pilot habe auf dem Kurs von Bahrain "seine Flügel wiederentdeckt".
http://www.spiegel.de/sport/formel1/...829199,00.html
... da können die Fahrer wohl am allerwenigsten dafür! Die sind weder Anhänger des Regimes noch haben die den Demonstranten überfahren. Die werden für´s Rennfahren bezahlt und machen nur Ihren Job. Den Ecclestone müsste man einsperren und die Funktionäre der FIA gleich dazu ...
Freudentänzchen ob des Sieges, Champagnerdusche etc., alles nicht angemessen in einem Land, in dem ein Teil der Bevöklerung gegen die Diktatur aufsteht. Den Funktionären die gesamte Schuld in die Schuhe zu schieben ist billig. Niemand hat den Fahrern und Mechanuikern verboten zu denken. Ein geschlossener Protest und Bernie hätte mitsamt seinem Bahrainkönig in den Erbsen gestanden.
Nein, ein Unrecht gegen das andere aufrechnen ist inakzeptabel.
Dennoch: wer erinnert sich daran, wer alles in China Sport getrieben hat und was alles auf dem Platz des himmlischen Friedens sowie in Tibet geschehen ist und was noch heute dort geschieht?
Was geht in der Ukraine vor sich, wo Regierung und Mafia im Wettbewerb um die übelsten Machenschaften stehen?
Immer geht es um Geld.
Da bleibt für Solidarität nichts übrig.
Das ganze Aufjaulen, weil sich die die Formel 1, im besonderen aber die Fahrer nicht poltisch korrekt verhalten, ist doch bigott bis zum Anschlag.
Wer von denen, die sich jetzt aufplustern, hat denn vor der Veranstaltung überhaupt Notiz genommen von Bahrein und den dortigen Verhältnissen???
Aber es ist ja so bequem, sich u.a. über einen Sebastian Vettel mit seinen gut zwanzig Jahren aufzuregen, dessen junges Leben aus nichts als Rennfahren bestand und besteht. Wäre das anders, so wäre er nicht so erfolgreich.
Und so einer muss sich jetzt von Leuten anmosern lassen, die selbst den Arsch nicht aus dem Sessel bekommen?
Wie gesagt: Bigott.
Calato
Genauso falsch, wie Ihre Annahme, dass es "Champagnerdusche" gab....es war nur Fruchtsaft, so falsch ist die Annahme, dass Sportler die Funktion der Politik uebernehmen sollten.
Im uebrigen geht es hier vor allen Dingen wiederum um religioese Animositaeten, ein weiterer Grund, sich NICHT um diese Demos zu stoeren.
Ich fände es angemessen, wenn sich die Formel 1 den allgemeinen Protesten wie Öl-Embargo, Merzedes Handels embargo und Waffen Embargo anschließen würde.
Schließlich haben unser Aussenminister und unsere Kanzlerin ein eindeutiges Statement abgegeben.
Wie ? Sowas gibt es bisher nicht ?
Ist es jetzt Aufgabe der Formel 1, die Aussenpolitik zu bestimmen ?