Unglaublich. Vor 11 Jahren bin ich spontan nach Monaco gefahren. Ohne Job und Perspektive in meinem dörflichem Idyll glich Monaco nach 15 stündiger Fahrt einem fernen Planeten. Zum Dank an meinen alten Kadett fuhr ich ihn bestimmt noch 20 Runden um den Kurs in dieser Samstag Nacht. In unserem Auto sahen wir wahrscheinlich aus, wie die letzten Heckenpenner. Doch das nächtliche Partyvolk enlang der Stecke trank Champagner und winkte uns zu, als würden sie sagen: Hey, ich glaub ihr seid hier falsch, aber alles Gute für die Zukunft!
Im Hafen tanzten die Menschen auf den Yachten, überall Frauen, so schön und perfekt, wie in einem französischen Werbespot für Parfüm. Djs beschallten von jedem Boot die ganze Bay mit Housemusik. Man spürte die Egos so groß, wie Champangnerflaschen und Yachten nur sein können. Was für eine Party. Doch wir waren nicht eingeladen.
Der große Star an diesem Wochenende war jedoch ein kleiner KFZ Mechaniker aus einem kleinen Kaff namens Kerpen. Einer wie ich eigentlich.
Dieses Wochenende erweckte mich irgendwie aus einem Schlaf und zeigte mir auf, was mit Leidenschaft und Ehrgeiz alles so möglich ist.
Für den Herrn Schumacher freut es mich sehr. Seine Leidenschaft scheint bis heute so groß,dass es immernoch reicht um mir eine Scheibe davon abzuschneiden.
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