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Formel 1 in Bahrain: Motoren übertönen Granaten

DPAAm Sonntag fährt die Formel 1 in Bahrain - ungeachtet der seit Monaten andauernden Unruhen in dem Emirat. Auch wenn Bomben explodieren und die Polizei gegen Protestierer vorgeht: Fahrer und Verantwortliche der Formel 1 schauen weg. Weil finanziell zu viel auf dem Spiel steht.

http://www.spiegel.de/sport/formel1/...828501,00.html
  1. #1

    Tja,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Sonntag fährt die Formel 1 in Bahrain - ungeachtet der seit Monaten andauernden Unruhen in dem Emirat. Auch wenn Bomben explodieren und die Polizei gegen Protestierer vorgeht: Fahrer und Verantwortliche der Formel 1 schauen weg. Weil finanziell zu viel auf dem Spiel steht.

    Formel 1 in Bahrain: Motoren übertönen Granaten - SPIEGEL ONLINE
    Geld, oder Menschenleben? Die Frage erübrigt sich, oder sollte es zumindest.
    Arme verkehrte Welt
  2. #2

    Papperlapapp!

    Die sollen halt mal für ein paar Tage eine Revolutionspause einelegen - ist doch nicht zu viel verlangt! Geht schliesslich um 'n Haufen Geld und Spass!

    Da muss man schon mal Rücksicht nehmen. Ehrlich, so egoistisch kann man doch nicht sein und 200 Millionen Zuschauern weltweit den Sport vermiesen nur weil den paar Bachreinern deren Leben nicht mehr passt!

    Pfui, sowas von selbstsüchtig sind die!
  3. #3

    F1, Fußball EM, Olympia...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Sonntag fährt die Formel 1 in Bahrain - ungeachtet der seit Monaten andauernden Unruhen in dem Emirat. Auch wenn Bomben explodieren und die Polizei gegen Protestierer vorgeht: Fahrer und Verantwortliche der Formel 1 schauen weg. Weil finanziell zu viel auf dem Spiel steht.

    Formel 1 in Bahrain: Motoren übertönen Granaten - SPIEGEL ONLINE
    Wer hier laut nach "Stopp, dort nicht..." ruft, der musste und müsste dies auch bei der Fußball-EM dieses Jahr sagen; hätte laut aufheulen müssen bei der Olympiade in China, etc., etc.!

    Das F1-Rennen in Bahrain ist nur ein einziges Event in diesem Staat - wenngleich das weltweit beachtetste...

    Mir drängt sich, bei allem Verständnis für die Protestbewegung, jedoch der Verdacht auf, dass man 12 Monate lang (letztes Jahr war´s ja noch schlimmer) die Füße still gehalten hat um passend zum F1-Wochenende wieder loszulegen mit Protest...?!

    Dieser Protest gegen das F1 Rennen schadet nicht allein der F1, sondern vermutlich auch vielen Menschen in Bahrain, die nichts mit dem Königshaus zu tun haben!

    Das Fahrer wie Teams sich politisch bedeckt halten, ist nur allzu verständlich:
    Sie müssten sich sonst nämlich eine dezidierte Meinung zum Protest bilden, bevor sie was sagen.
    Frage: Ist das die Aufgabe von Sportlern und Firmen, wenn sie in ein Land reisen (müssen) um ihrerseits gültige Verträge zu erfüllen?!

    Auf der anderen Seite würde mich nicht wundern, wenn Bernie nach dem erfolgreichen Rennen in Bahrain dem König die Pistole auf die Brust setzt! Bernie ist kein Weichei - und kein Unmensch!
    Das ist zumindest meine Lesart zu diesem Riesenzwerg!
  4. #4

    Vorbild MS

    Der traurige Rest der Fahrer und beteiligten Firmen scheinen das Fairplay unseres honorigsten und charakterlosesten Motor-Sportlers MS auch nur zu kopieren.
  5. #5

    Menschenrechte interessiert die Formel 1 nicht, Hauptsache fett Kohle machen, das ist echt traurig, aber von Ecclestone ist auch nichts anderes zu erwarten.
    Was wirklich bedauernswert ist, ist die Tatsache, dass es den Fahrern anscheinend auch egal zu sein scheint und sich niemand traut den Finger zu erheben, nicht einmal Vettel, der das ja nach einem Rennen gerne macht.

    Zu Stelzis Kommentar: Das kann man ja hoffentlich nur als Ironie verstehen, andernfalls tust du mir leid mit deiner Einstellung.
  6. #6

    Ein politisches und humatitäres Bewußtsein zu haben ist wohl ein zu kostspieliges Hobby für Schuhmacher, Vettel und Co.!
    Dann wäre vielleicht ein Boykott Seitens der Zuschauer eine Alternative? Ich schalte NICHT ein und Sie?
  7. #7

    Zitat von Thrillhouse0580 Beitrag anzeigen
    Geld, oder Menschenleben? Die Frage erübrigt sich, oder sollte es zumindest.
    Arme verkehrte Welt
    Klar bekommt man ein mulmiges Gefühl, wenn man diesen ganzen Glamour um den Formel-Eins-Zirkus auf der einen Seite und die Proteste und Menschenrechtsverletzungen auf der anderen Seite sieht.
    Aber in welcher Relation stehen dann die Rennen in China oder Abu Dhabi?
    Und wie steht es dann mit Beteiligungen von "Unrechts-Staaten" z.B. an Veranstaltungen wie Weltmeisterschaften oder Olympiaden?
    Wo soll man da die Grenze ziehen?
    Sollten Sportveranstaltungen nicht unabhängig von politischen Verhältnissen sein.
    Ich finde, das ist kein einfaches Thema, weil man zwar auf der einen Seite durch große Sport-Events keine "Werbung" für "Unrechtsregime" machen möchte, aber auf der anderen Seite Sport eine völkerverbindende Funktion hat
  8. #8

    Hier könnte Ihre Werbung stehen...

    Zitat von Yoolaa Beitrag anzeigen
    Ein politisches und humatitäres Bewußtsein zu haben ist wohl ein zu kostspieliges Hobby für Schuhmacher, Vettel und Co.!
    Dann wäre vielleicht ein Boykott Seitens der Zuschauer eine Alternative? Ich schalte NICHT ein und Sie?
    Ich schalte auch nicht ein. Es sei denn, einige Fahrer entschließen sich zu einer Art Protest. Kann ein Aufkleber auf dem Helm sein, oder ein Interview, da sind der Kreativität Tür und Tor geöffnet.
    Es macht nur den Anschein, dass die Fahrer und Teams alle einen Maulkorb bekommen haben. Anders kann ich mir diese Stille nicht vorstellen. Also bevor wir jetzt auf den Fahrern herumhacken, erst einmal beobachten. Vielleicht hat ja doch der eine oder andere den Mut, für eine gewisse Überzeugung einzustehen.

    Ich fände so ein Zeichen dennoch gut. Gerne auch in anderen Ländern übrigens. China eingeschlossen.
  9. #9

    -

    Zitat von Thrillhouse0580 Beitrag anzeigen
    Geld, oder Menschenleben? Die Frage erübrigt sich, oder sollte es zumindest.
    Arme verkehrte Welt
    Geld oder Menschenleben? Was für ein Unsinn!
    Wer stirbt denn jetzt aufgrund der Formel 1 in Bahrain? Warum sollten das die zwei Alternativen sein?

    Im Gegenteil ist es doch sogar so, dass sich im Rest der Welt kein Mensch für die Situation der Menschen in Bahrain interessiert. Nur durch die Formel 1 geht dieses Thema doch durch die Medien. Dies wird das ganze Wochenende so sein und die Zuschauer und Leser beschäftigen sich neben dem Rennen auch damit.
    Um in der Weltöffentlichkeit nich schlecht darzustehen, werden die Machthaber sich eventuell auch toleranter gegenüber der Opposition verhalten. So könnte das Rennen sogar einen positiven Effekt haben, was ich allerdings auch als unwahrscheinlich ansehe.

    Ich sehe aber nicht, warum man das Rennen absagen muss. Es sei denn, die Sicherheit der Zuschauer an der Strecke und der Teams sind ist im Besonderem gefährdet. Hier muss man jedoch anmerken, dass z.B. das Rennen in Brasilien auch ziemlich gefährlich ist. So wurde Jensen Button vor ein paar Jahren hier fast entführt.








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