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Forderung des WDR-Rundfunkrats: ARD soll Talkshows "konsequent reduzieren"

ARDWeniger Sendungen mit klarer unterscheidbaren Formaten: Der Rundfunkrat der größten ARD-Anstalt fordert eine deutliche Reform der abendlichen Talk-Schiene - zu oft glichen sich bislang Themen und Gäste. Auch das entsprechende NDR-Gremium soll sich zurzeit mit dem Problem befassen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,828078,00.html
  1. #20

    Positiv zu nennen...

    ...sind Beckmann und Jauch. Beckmann bringt immer wieder recht unterhaltsame Gespräche zusammen (die Abwesenheit von Publikum wirkt dabei Wunder), Jauch ist einfach ein guter Moderator, obwohl oder gerade weil er relativ passiv agiert.

    Insgesamt fragt man sich allerdings, ob es in D nicht möglich sein müsste, eine breitere Gästepalette zu erschliessen und mehr Sachverstand und Fakten in die Diskussionen zu bringen. Wieso sitzt denn da z.B. kein Wikipedia-Freak hinter den Kulissen, und checkt zumindest die wildesten Thesen der Gäste live gegen oder wirft die wesentlichen Zahlen und Kurven live an die Wand?

    Und dann wäre da noch Schramms Talkshow-Traum: "Ich habe Sie jetzt dreimal was gefragt, Sie sind dreimal nicht auf meine Frage eingegangen. Sie dürfen bleiben, aber wir schalten Ihnen jetzt das Mikrofon ab."
  2. #21

    Selektiver Wahrnehmung? Eher chaotischer Abfall. Gut, dass der WDR Rundfunkrat gesprochen hat.
  3. #22

    Gute Idee!

    Zitat von wb99 Beitrag anzeigen
    ...sind Beckmann und Jauch. Beckmann bringt immer wieder recht unterhaltsame Gespräche zusammen (die Abwesenheit von Publikum wirkt dabei Wunder), Jauch ist einfach ein guter Moderator, obwohl oder gerade weil er relativ passiv agiert.

    Insgesamt fragt man sich allerdings, ob es in D nicht möglich sein müsste, .....
    Letzteres wünsche ich mir auch. Bis auf die zwei genannten gebe ich ihnen recht. Ich habe diesbezüglich einen Verbesserungsplan ausgearbeitet und hoffe, der wird hier demnächst freigeschaltet.
  4. #23

    Verbesserungsplan

    Bitte die Quasselsendungen nicht abschaffen. Sonst fangen die an zu kochen oder nerven mit Quizsendungen, die eine Beleidigung für jeden durschnittlichen Mensch sind.
    Vorschlag zur Güte:
    1. Als erstens das Publikum raus aus dem Studio. Damit ist Politikern das Beifallsheischen genommen.
    2. Weg mit den Kärtchen! Diese unsäglichen "Vorsager" nehmen viel Spontanität weg.
    3. Redaktionen instalieren, die gut recherchieren und ihre Chefs auf alle (!) Eventualitäten vorbereiten.
    4. Karl Lauterbach, Olaf Henkel, Arnulf Baring, Gertrud Höhler, Ronald Pofalla, Phillip Rössler, Claudia Roth, Pfarrer Hintze, Petra Pau, FDP-Lindner, Professor Unsinn und alle "Adeligen" - um nur mal ein paar Dauergäste zu nennen - mit einer "Platzsperre" belegen.
    5. Mut zu unberechenbaren Gästen, die auch querdenken können. Weg mit dem mittelmäßigen Mainstream.
    6. Nur noch solche "Einspieler", die altbekannte und vorhersehbare Politikerbhauptungen widerlegen.
    7. Keine Placebo Themen, sondern solche, die für Gesellschaft und demokratische Bildung notwendig sind. Dazu gehört m.E., dass auch mehr über Kultur und das Arbeitsleben diskutiert wird.
    Und wenn dann noch der Herr ARD-Chefredakteur ins sich geht, sich reflektierend neben sich stellt und das Gequatsche von der "selektiven Warnehmung" sein läßt, könnte ein guter Weg beschritten werden.
  5. #24

    ohne

    Ich sehe Diskussionsrunden am liebsten, die sich um ein Thema drehen. Keine Talkshows, wo Leute über ihr Leben plaudern. Deshalb freue ich mich über jede dieser Runden. Wenn ich allerdings in allen fünf Runden das gleiche Thema wiederfinde, ist das ärgerlich. Ist Grass angesagt, gibt es überall Grass. Dito bei Wulff oder Guttenberg. Ein Thema wird zu Tode gequatscht. Das darf nicht passieren. Es gibt ja auch noch die Phoenix-Runde und den Presseclub, wo es leider auch oft um die gleichen Themen geht. Das philosophische Quartett bringt jedoch was anderes. Auch Nachtstudio. Also, eine bessere Absprache untereinander wäre begrüßenswert, eine Reduzierung nicht.

    Weshalb immer dieselben Gäste eingeladen werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Gibt es keine anderen? Kommen die anderen nicht? Werden die bekannten Namen als Magnet benutzt? Das sollte auch mal öffentlich diskutiert werden. Andererseits mag ich es auch, wenn ich auf bekannte Gesichter treffe, hätte aber nichts dagegen, wenn neue Gesichter auftauchten. Vor allem Betroffene sollten häufiger eingeladen werden, Menschen von der Straße. Haben die Veranstalter da Angst, dass diese sich nicht artikulieren können? Da gab es mal eine Abgeordnete, die jetzt als Putzfrau arbeitet. Interessante Person. Nur leider tauchte diese Frau dann in allen themenrelevanten Sendungen auf. Gab es nur diese eine Putzfrau in der gesamten Bundesrepublik, die man hätte zu Wort kommen lassen können?
  6. #25

    Zitat von Asirdahan Beitrag anzeigen
    Ich sehe Diskussionsrunden am liebsten, die sich um ein Thema drehen. Keine Talkshows, wo Leute über ihr Leben plaudern. Deshalb freue ich mich über jede dieser Runden. Wenn ich allerdings in allen fünf Runden das gleiche Thema wiederfinde, ist das ärgerlich. Ist Grass angesagt, gibt es überall Grass. Dito bei Wulff oder Guttenberg. Ein Thema wird zu Tode gequatscht. Das darf nicht passieren. Es gibt ja auch noch die Phoenix-Runde und den Presseclub, wo es leider auch oft um die gleichen Themen geht. Das philosophische Quartett bringt jedoch was anderes. Auch Nachtstudio.
    Das Philosophische Quartett haben sie beim ZDF im Rahmen ihrer "Qualitätsoffensive" ja jetzt rausgeschmissen.
  7. #26

    Zitat von Asirdahan Beitrag anzeigen
    Vor allem Betroffene sollten häufiger eingeladen werden, Menschen von der Straße. Haben die Veranstalter da Angst, dass diese sich nicht artikulieren können? Da gab es mal eine Abgeordnete, die jetzt als Putzfrau arbeitet. Interessante Person. Nur leider tauchte diese Frau dann in allen themenrelevanten Sendungen auf. Gab es nur diese eine Putzfrau in der gesamten Bundesrepublik, die man hätte zu Wort kommen lassen können?
    Das wirft die Frage nach dem Wert von Fallbeispielen auf. Ich halte ihn für nicht sehr hoch, da diese sowieso willkürlich bzw. nach nicht nachvollziehbaren Kriterien gegriffen werden. ME. sollten daher Betroffene und Zuschauermeinungen eher reduziert werden und die interessanten Gedanken interessanter Gäste in den Mittelpunkt rücken.
  8. #27

    Augenwischerei ist TV ohnehin

    Genau genommen spielen die Talkshows die Rolle eines Ersatzparlaments für das tumbe Volk. Da wird richtig gedacht, gemacht, problematisiert, ernsthaft diskutiert. Im Grunde wird hier entschieden, auch wenn nachher immer alles ganz anders ist. Eine Art Alibifunktion für politische Meinungsbildung. Als würde unser hehrer Präsi nicht mehr reichen, um den gemeinen Bürger zu beruhigen. Man braucht Bilder und man braucht Schwätzer. Es muß halt was passieren.
  9. #28

    HD Talkshows

    ARD und ZDF in HD, bin begeistert über so viel Bildqualität, doch muss man diese fast jeden Abend für Talkshows vergeuden. Talkshows benötigen doch keine visuelle Ausstrahlung, im Rundfunk wären die viel besser untergebracht, Produktion ohne Schminke, Kameras, große Räume mit Publikum, die Lachnummer der Extraklasse oder Klatscher. Auch der Empfang einer Talkshow über einen Radioempfänger wäre ein Beitrag zur Energieeinsparung.


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