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Forderung der EU: Autohersteller sollen Spritverbrauch realistischer messen

dapdBeim Spritverbrauch liegen Herstellerangaben und Realität weit auseinander - meist verbrauchen die Autos deutlich mehr, als im Verkaufsprospekt angegeben. Nun will die EU neue Richtlinien zur Verbrauchsmessung einführen. Das erstaunliche daran: Die Industrie will das Vorhaben sogar unterstützen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...837162,00.html
  1. #1

    Der ECE-Verbrauch ist eine Richtlinie, mehr nicht. Er gibt vor, wie Sparsam man unterwegs sein kann, WENN MAN BOCK HAT. Zudem geht die ECE-Richtlinie von einem 120-Limit auf Autobahnen aus, wie es in den meisten EU-Staaten gang und gäbe ist.

    In Deutschland dagegen wird mit 200 über die Autobahn geballert und dann wundert man sich, warum die Karre mal eben 40 % mehr verbraucht.

    Jeder Autofahrer hat seinen ihm eigenen Fahrstil, weshalb man schon dedeswegen keinen "Einheitsverbrauch" errechnen kann. Es gibt Autofahrer, die orgeln im 3. Gang durch den Stadtverkehr, ist doch kein Wunder das da selbst Kleinwagen anfangen zu saufen.

    Den ECE-Verbrauch im Alltag zu erreichen war für mich noch nie ein Problem. Auf der Autobahn Tempomat auf 130, im Stadtverkehr nicht über 2.000 U/min, vor Ampeln ausrollen lassen. So spart man Sprit - sogar mit V6, V8 und V12. Wenn man solche Autos ausfahren will, gibts genug Rennstrecken, wo man am Wochenende ein paar Runden drehen kann.

    Ich habe in den USA einen Dodge Avenger R/T (3.6 Liter V6, 6,3 sek 0-100, 6-Stufen-Automatik) durch Georgia bewegt. Bei 65 Meilen schnurrte der mit 1.700 U/min über den Highway. Das Ding hat über 2.500 km rund 8 l/100 km verbraucht - bei 290 PS! Und Spaß hats trotzdem gemacht.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Spritverbrauch liegen Herstellerangaben und Realität weit auseinander - meist verbrauchen die Autos deutlich mehr, als im Verkaufsprospekt angegeben.
    Der ECE-Verbrauch ist eine Richtlinie, mehr nicht. Er gibt vor, wie Sparsam man unterwegs sein kann, WENN MAN BOCK HAT. Zudem geht die ECE-Richtlinie von einem 120-Limit auf Autobahnen aus, wie es in den meisten EU-Staaten gang und gäbe ist.

    In Deutschland dagegen wird mit 200 über die Autobahn geballert und dann wundert man sich, warum die Karre mal eben 40 % mehr verbraucht.

    Jeder Autofahrer hat seinen ihm eigenen Fahrstil, weshalb man schon dedeswegen keinen "Einheitsverbrauch" errechnen kann. Es gibt Autofahrer, die orgeln im 3. Gang durch den Stadtverkehr, ist doch kein Wunder das da selbst Kleinwagen anfangen zu saufen.

    Den ECE-Verbrauch im Alltag zu erreichen war für mich noch nie ein Problem. Auf der Autobahn Tempomat auf 130, im Stadtverkehr nicht über 2.000 U/min, vor Ampeln ausrollen lassen. So spart man Sprit - sogar mit V6, V8 und V12. Wenn man solche Autos ausfahren will, gibts genug Rennstrecken, wo man am Wochenende ein paar Runden drehen kann.
  3. #3

    Naja ...

    ... die Verbrauchsangaben sollen vergleichbar sein.
    Daher würde es eigentlich ausreichen, zu sagen
    '0.6 Liter im NEFZ' oder ähnliches.
    Was wirklich dortsteht hat ja eher psychologische Vorteile
    a la "Meine Karre braucht bei mir 7 Liter, das Modell da wird
    mit 5.5 Litern beworben, also braucht der weniger. "
  4. #4

    Ich ärgere mich immer darüber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Spritverbrauch liegen Herstellerangaben und Realität weit auseinander - meist verbrauchen die Autos deutlich mehr, als im Verkaufsprospekt angegeben. Nun will die EU neue Richtlinien zur Verbrauchsmessung einführen. Das erstaunliche daran: Die Industrie will das Vorhaben sogar unterstützen.

    Autohersteller sollen Spritverbrauch realistischer messen - SPIEGEL ONLINE
    ...wenn gesagt wird, dass man die "theoretischen" Wert nicht erreichen kann. Ich fahre seit 1987 alle drei Jahre ein neues Auto. Mir ist es bisher jedesmal gelungen, den angegebenen Wert zu erreichen. Ist einfach eine Frage der Fahrweise. Mit 180 auf der Autobahn schaffe ich das natürlich nicht.
  5. #5

    Die Autobahnfahrt müsste mit 80 % der Höchstgeschwindigkeit erfolgen ... das wäre realistisch. Autos mit vielen PS (und hohen Endgeschwindigkeiten) würden dadurch erheblich beim Verbrauch zulegen. Die CO2-Einordnung wäre dann wieder sehr interessant. Die Hersteller müssten dann massiv Hybridsysteme vorantreiben, was am Ende dann auch den Kleinwagen zugute kommen würde.
  6. #6

    Werbesprüche

    Die Messwerte werden im Labor gemessen. Der Luftwiderstand spielt dort keine Rolle, obwohl er zum Quadrat einfließt.
    Früher wurden die Messwerte auf der Landstrasse, der Autobahn und der Stadt ohne großes Brimborium gemessen. Das waren tatsächliche Werte.
    Heute ist es Betrug. Die tatsächlichen Verbrauchswerte von damals und heute unterscheiden sich bei weiten, nicht so sehr, wie es uns glauben gemacht wird.

    Ganz allgemein:
    je mehr PS, je höher die Geschwindigkeit, desto höher der Verbrauch.

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Ich ärgere mich immer darüber......wenn gesagt wird, dass man die "theoretischen" Wert nicht erreichen kann. Ich fahre seit 1987 alle drei Jahre ein neues Auto. Mir ist es bisher jedesmal gelungen, den angegebenen Wert zu erreichen. Ist einfach eine Frage der Fahrweise. Mit 180 auf der Autobahn schaffe ich das natürlich nicht.
    Sie können die Werte nicht erreichen. Es sei denn, sie fahren in einem Modus wie Autobahn und vergleichen mit Stadt+Land+Autobahnfahrt. Oder sie bremsen und beschleunigen nur sanft usw. .

    Auf jedenfall sind die Laborwerte immer "geschönt". Hier gilt ganz klar:
    zurück zu den Testmethoden der 80 er Jahre ist Fortschritt. Auch wenn uns die Laborfuzzis was anderes unterjubeln wollen.
  7. #7

    Theorie und Praxis

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...wenn gesagt wird, dass man die "theoretischen" Wert nicht erreichen kann. Ich fahre seit 1987 alle drei Jahre ein neues Auto. Mir ist es bisher jedesmal gelungen, den angegebenen Wert zu erreichen. Ist einfach eine Frage der Fahrweise. Mit 180 auf der Autobahn schaffe ich das natürlich nicht.
    Der genormte Messzyklus NEFZ für die Bewertung des Benzin-Verbrauches beinhaltet Beschleunigungen von 0 auf 50 km/h innerhalb 26 Sekunden. Mehr Beschleunigung kostet natürlich mehr Sprit. Wenn es Ihnen tatsächlich immer gelungen ist die Hersteller-Verbrauchswerte einzuhalten, sind Sie vermutlich ein Verkehrshindernis.
  8. #8

    ...

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Die Messwerte werden im Labor gemessen. Der Luftwiderstand spielt dort keine Rolle, obwohl er zum Quadrat einfließt.
    Kleiner Tipp: Den Luftwiderstand kann man simulieren :-)
    Wirkt dann zwar nicht auf die Karosse, sondern auf die Räder, macht
    aber keinen Unterschied. Wirklich.
    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Früher wurden die Messwerte auf der Landstrasse, der Autobahn und der Stadt ohne großes Brimborium gemessen. Das waren tatsächliche Werte.
    Heute ist es Betrug. Die tatsächlichen Verbrauchswerte von damals und heute unterscheiden sich bei weiten, nicht so sehr, wie es uns glauben gemacht wird.
    Inwiefern wird es uns denn glauben gemacht?

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Ganz allgemein:
    je mehr PS, je höher die Geschwindigkeit, desto höher der Verbrauch.
    Naja, stimmt jetzt so Allgemein nicht. Nur weil ein Auto mehr PS hat braucht es nicht Automatisch mehr Sprit. Ich glaube ein Vergleich
    Polo vs. Porsche bei 180 km/h würde da mal etwas nutzen ...

    Es ist eher so, dass die "Supi Spritsparwunde" z.b. bei den US-
    Fahrzyklen wirklich abkacken.
    Aber im Groben und Ganzen stimmt es.
    Vgl. http://www.uni-due.de/imperia/md/con...uli_2009_2.pdf .

    Die sogenannten "Spritsparwunder" kacken ab, manche Autos
    verbrauchen beim FTP sogar weniger :-)


    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Sie können die Werte nicht erreichen. Es sei denn, sie fahren in einem Modus wie Autobahn und vergleichen mit Stadt+Land+Autobahnfahrt. Oder sie bremsen und beschleunigen nur sanft usw. .

    Auf jedenfall sind die Laborwerte immer "geschönt". Hier gilt ganz klar:
    zurück zu den Testmethoden der 80 er Jahre ist Fortschritt. Auch wenn uns die Laborfuzzis was anderes unterjubeln wollen.
    Auf Focus.de (darf man das hier schreiben ...) wird bei den Verbräuchen auch der Drittelmix angegeben.
    Einfach diese Zahlen mal zu gemüte führen und mit früher vergleichen....
  9. #9

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Die Messwerte werden im Labor gemessen. Der Luftwiderstand spielt dort keine Rolle, obwohl er zum Quadrat einfließt.
    ...
    Auf jedenfall sind die Laborwerte immer "geschönt". Hier gilt ganz klar:
    zurück zu den Testmethoden der 80 er Jahre ist Fortschritt. Auch wenn uns die Laborfuzzis was anderes unterjubeln wollen.
    Ganz so praxisfremd ist es nicht, selbstverständlich werden Luft- und Rollwiderstand einbezogen (und als Widerstand auf dem Rollenprüfstand wiedergegeben - selbstverständlich so berechnet, dass der Widerstand mit der Geschwindigkeit den physikalischen Gesetzmäßigkeiten entsprechend steigt).

    Hauptproblem ist eher, dass der Fahrzyklus unrealistisch ist. Die "Innenstadt-"phase entspricht vielleicht der Realität in einer Kleinstadt. Daneben besteht die Überlandphase in weiten Teilen aus Geschwindigkeiten zwischen 60 und 80 km/h, dann steigt V auf 100 und maximal werden kurzzeitig 120 erreicht.








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