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Forderung der EU: Autohersteller sollen Spritverbrauch realistischer messen

dapdBeim Spritverbrauch liegen Herstellerangaben und Realität weit auseinander - meist verbrauchen die Autos deutlich mehr, als im Verkaufsprospekt angegeben. Nun will die EU neue Richtlinien zur Verbrauchsmessung einführen. Das erstaunliche daran: Die Industrie will das Vorhaben sogar unterstützen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...837162,00.html
  1. #50

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    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Ok. Ich meinte die Steuerzeiten. Je länger die Ventile offen bleiben, und sich die Steuerzeiten von Einlass/Ausslassventile sich überschneiden, desto mehr wird "durchgespült" (habe ich von meinen Prof.).
    Das scheint aber eher ein Prof-Aussage von 1901 zu sein, oder aber der Prof ist eher Gewerbelehrer.

    Lesen Sie sich lieber mal in das Thema Brennverfahren ein, und dann werden Sie verstehen, daß man mit einer vollvariablen Ventilsteuerung schöne und sinnvolle Sachen anstellen kann. "Spülen" gehört definitiv nicht dazu!

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Auch heute noch ist das üblich, und nicht verboten. Es kommt nur auf die Konstruktion (je nach Abgasnorm) an.
    Gerade erst hat KTM ein neues Motorrad herausgebracht. 350 ccm, 23 - 28 PS, 6 l Verbrauch. Hier ist überdeutlich zu sehen was ich mit "durchspülen" meine.
    Anderes Beispiel:
    In Nepal fahre ich manchmal eine 125er. Großer 11L Benzintank, Verbrauch 1,5 -2 L. Dort wurden die steuerzeiten auf Sparsamkeit ausgelegt.
    Sie vergleichen zusammenhangslos Äpfel mit Birnen und erhalten Bananen als Ergebnis.

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    In der Welt, in der es meistens Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 50-70 Km/h gibt. Auf der bei Autobahnen meistens ebenso Beschränkungen gibt. Das sich einige nicht daran halten und anstatt ihre Brieftasche zücken,, ist eine andere Welt.
    Ah ja, also in der Tat Parallelwelt!

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Außerdem lebe ich in einer Welt, in der die meisten Leute Autos mit hohen PS und Verbrauch haben und nie ausnutzen. Immer wieder die Mercedesfahrer mit Hut und 30 km/h.
    Hahaha! Die gibt es natürlich auch, aber das sind AUsnahmen. Waren Sie in Ihrem Leben schon mal auf der Autobahn (wo ich rumfahren, ist die übrigens größtenteils unlimitiert), auf der die Cayennes dieser Welt ordentlich getreten werden?
  2. #51

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    Zitat von TylerD. Beitrag anzeigen
    Das mag der aktuelle Stand der Dinge sein aber es wird nicht mehr all zu lang so bleiben.
    BMW ist zum Beispiel mit der Zusammenarbeit mit der SGL Group recht gut dabei. Momentan wird an den ersten bezahlbaren Vollcarbonteilen und Baugruppen für die Großserienproduktion gearbeitet.
    Leichtbau ist die Zukunft und wenn die Entwicklungsarbeit so weiter geht, werden wir in ein paar Jahren auch wirtschaftliche und gleichzeitig sichere Lösungen haben.
    Das weiß ich, aber noch gibt's das nicht. Für einzelne Teile mögen solche faserverstärkten Kunststoffe sinnvol sein, aber wenn das flächendeckend kommt, gibt's auch gleich das nächste Problem: Blech läßt sich leicht recyclen, faserverstärkte Kunststoffe jedoch garnicht...
  3. #52

    Aber klar doch, die anderen sind doof

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Das scheint aber eher ein Prof-Aussage von 1901 zu sein, oder aber der Prof ist eher Gewerbelehrer.
    Nein. Prof. für Kraft- und Arbeitsmaschinen. Aber stimmt, das war 1997. Allerdings, wenn ich mir die Technik ansehe, aus welcher Zeit die beruht. (1920-1950, bei E-autos noch viel früher). Wirklich innovative Neuerungen sind selten, sehr selten.

    Lesen Sie sich lieber mal in das Thema Brennverfahren ein, und dann werden Sie verstehen, daß man mit einer vollvariablen Ventilsteuerung schöne und sinnvolle Sachen anstellen kann. "Spülen" gehört definitiv nicht dazu!
    Könnte man, wenn es sie in Normalfahrzeugen geben würde. Dann könnte man sparsam und "sportlich" fahren. "Spülen" natürlich bei "sportlich".

    Sie vergleichen zusammenhangslos Äpfel mit Birnen und erhalten Bananen als Ergebnis.
    Ich könnte auch eine alte DR350 mit ca.3,8 L Verbrauch vergleichen und die KTM Freeride 350 mit ca. 6L. Ist das jetzt besser für sie?

    Hahaha! Die gibt es natürlich auch, aber das sind AUsnahmen. Waren Sie in Ihrem Leben schon mal auf der Autobahn (wo ich rumfahren, ist die übrigens größtenteils unlimitiert), auf der die Cayennes dieser Welt ordentlich getreten werden?
    Ich wohne in der nähe der A2 und der A30. In Meklenburg Vorpommern sieht es vielleicht etwas anders aus.
  4. #53

    Wieso kann man den nicht erreichen?

    Also mal ehrlich, mein Auto braucht unter dem ECE-Verbrauch den der Hersteller angibt. Und ich fühle mich nicht als Verkehrshindernis. Okay, man muss mitdenken und entsprechend handeln, aber 10% drunter, das ist locker zu erreichen.
  5. #54

    Was auch zu netten Vorgängen

    Zitat von horstwende Beitrag anzeigen
    Wobei wir da bei dem eigentlichen Problem sind: Wer kauft Mittel-/Oberklassenfahrzeuge? Meist sind die heute doch geleast von Firmen. Wenn der Privatmensch mehr kaufen würde, würden die Verbräuche auch runter gehen, man würde ja schließlich sein eigenes Geld für 3 Sekunden Beschleunigungsvorteil und 20 Km/h mehr Endgeschwindigkeit (Beides total wichtig. Bringt bei normalen Straßenverhältnissen auf 100KM bestimmt ganze 2 Minuten Vorteil!) zum Auspuff rausblasen.
    an der Grenze führt. Es wird noch in Deutschland vollgetankt obwohl 5 km weiter der Sprit 10 Cent billiger ist. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
    Es sind halt immer die anderen die die Gesellschaft abzocken. Eigenverantwortung wäre der Weg zu Besserung. Die ist aber selbst bei den größten Schreihälsen nicht gewünscht.


    Gott zum Gruß
  6. #55

    Letztendlich ist es eine Frage des Geldes. TECHNISCH bedingt (der Fahrer gehört da nicht zu) hängt der Verbrauch an:
    - Gewicht
    - Schlepplast
    - Motoren-/Antriebstechnik
    - tatsächliche Windlast (nicht cw-Quotient), bzw. Bauart

    Letzteres ist wenig zu beeinflussen, wer ein hohes Würfelaufo braucht, braucht es eben. Nicht jeder passt bequem in einen Gallardo.

    Ausgefeilte Motoren, technische Finessen aufwändige Materialien kosten eine Unmenge Geld und werden nach 10 Jahren oft einfach verschrottet. Das ist der Irrsinn.

    Jemand ohne Geld kann sich nur konventionelle Technik kaufen, Schwere Stahlbleche, konventionelle Sitze alte Motorentechnik und bei der Kurzlebigkeit lohnt sich keine Investition in einen Motor, den er nicht ins nächste Auto verpflanzen kann.

    Die Resourcen sollten uns zwingen Langlebigkeit, Modularität, Qualität i.A. Vorrang einzuräumen vor kurzfristigem Profitstreben. Das entspricht dem menschlichen Naturell eher, als den Menschen die Wegwerfgesellschaft erst anzulernen.
  7. #56

    Meine Vorschläge für eine grünere Zukunft

    1. Fahrzeuge mit mehr als 160 km/h bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit dürfen nicht mehr neu zugelassen werden. Spart Motorradtote und verdammt viel Sprit

    2. Allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen von 140 km/h

    3. Strenge Lärmauflagen für Fahrzeuge. Weg mit den Krachmopeds und den Phallus-Sportwagen mit elektronischem Sounddesign

    4. Strenge Abgasvorschriften für Fahrzeuge

    5. Harte Verbrauchsobergrenzen nach dem neuen Messzyklus. Fahrzeuge mit mehr als 10 l/100 km sind nicht mehr als Neufahrzeuge zulassungsfähig. Ausnahmen sind NICHT notwendig, bzw. lediglich für Nutzfahrzeuge wie LKW, Kraftomnibusse etc.

    Was wäre daran so schlimm?
  8. #57

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    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    . . . .
    Kann es sein, daß Sie's nicht verstehen wollen?

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Ich wohne in der nähe der A2 und der A30. In Meklenburg Vorpommern sieht es vielleicht etwas anders aus.
    Erstens heißt das Mecklenburg-Vorpommern, zweitens wohne ich in einem westdeutschen Ballungszentrum.
  9. #58

    Das versteh ich auch nicht

    Zitat von franneck Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wie die bei dem Golf 1.4 TSI (6,2l nach NEFZ) auf einen Verbrauch von über 8l kommen? Wahrscheinlich einen sehr nervösen rechten Fuß ...
    Ich hab den großen Bruder von dem Golf also den A3 1.4TFSI. der hat nen Normverbrauch von 5,9, mein Durchschnitt seit Sommer 2009 liegt bei 5,8 und das mit Wohnort Köln, also alles andere als freie Fahrt
  10. #59

    Immer die 80er Jahre

    Zitat von horstwende Beitrag anzeigen
    In den 80ern gab es eine Limousine mit knapp unter 5 Metern länge, dem Kofferraum einer heutigen S Klasse, dem Raumgefühl einer heutigen S Klasse (imho sogar besser) mit Seitenaufprallschutz, ABS, in den späten Versionen sogar Airbag und mit einem realistischen Benzin-Verbrauch von 6-7 Litern. Raten sie doch mal, ein Tipp: Den Wagen gab es auch schon als Hybrid. Na klar der Beschleunigungswert von 11 Sekunden von 0-100 und eine Spitze von 190 sind für den heutigen Autobahn-Wichtigtuer natürlich nicht mehr akzeptabel.
    Wobei wir da bei dem eigentlichen Problem sind: Wer kauft Mittel-/Oberklassenfahrzeuge? Meist sind die heute doch geleast von Firmen. Wenn der Privatmensch mehr kaufen würde, würden die Verbräuche auch runter gehen, man würde ja schließlich sein eigenes Geld für 3 Sekunden Beschleunigungsvorteil und 20 Km/h mehr Endgeschwindigkeit (Beides total wichtig. Bringt bei normalen Straßenverhältnissen auf 100KM bestimmt ganze 2 Minuten Vorteil!) zum Auspuff rausblasen.
    Also wenn ich ein neues Auto zu den Bedingungen der 80er Jahre bauen dürfte, also Euro 0 keine Fußgängerschutzrichtlinie, viel weniger Komfortansprüche der Kunden, dann wäre so ein Vergleich realistisch


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