Football-Team: Der Todesfluch der San Diego Chargers

Getty ImagesSuizid, Flugzeugabsturz, Blitzeinschlag: Auf einer legendären US-Football-Mannschaft liegt offenbar ein Todesfluch. Bereits acht Spieler des San-Diego-Teams von 1994 sind seit dem größten Erfolg verstorben - zuletzt Junior Seau. Die Überlebenden sind fassungslos und fragen sich, wen es als Nächstes trifft.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,831271,00.html
  1. #20

    Hä....

    Zitat von drmtiede Beitrag anzeigen
    seit 1994 sind fast zwanzig jahre vergangen... dass von beruehmten sportlern nach zwanzig jahren nicht mehr allzuviele leben (im vergleich zu nicht-beruehmtheiten) ist wohl statistisch einfach nachzupruefen - ein vergleich mit der mannschaft der 49ers von 1994 waere interessant und auch einfach gewesen. aber das journalistische niveau von spiegelbild-online gibt das wohl nicht her. bin ja selber schuld, dass ich den artikel gelesen habe. mea culpa
    was ist denn das bitte für ein Unsinn?
    Die meisten Spieler waren 20-30 Jahre alt und jetzt dann also 40-50 Jahre alt. Da ist es wohl doch eher ungewöhnlich zu sterben!
    Wenn von den ganzen damaligen Bundesligaspielern 8 gestorben wären wäre das schon einiges.
  2. #21

    »Marjorie Rosenberg, Professorin für Versicherungswesen und Biostatistik an der Universität von Wisconsin, bestätigte diese Vermutung. Sie bezeichnete die Wahrscheinlichkeit derartiger Vorfälle gegenüber der "Washington Post" damals "geringer als ein Prozent".«

    Das heißt: bei einer von mehr als hundert Mannschaften passiert sowas. Wieviele Footballteams gibt es in den USA?
  3. #22

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    »Marjorie Rosenberg, Professorin für Versicherungswesen und Biostatistik an der Universität von Wisconsin, bestätigte diese Vermutung. Sie bezeichnete die Wahrscheinlichkeit derartiger Vorfälle gegenüber der "Washington Post" damals "geringer als ein Prozent".«

    Das heißt: bei einer von mehr als hundert Mannschaften passiert sowas. Wieviele Footballteams gibt es in den USA?
    Ja, das Gesetz der grossen Zahl. Ein Lotto 7er (6+ZZ) liegt bei 1:140 Mio, und dennoch klappt es fast jeden zweiten Samstag oder Mittwoch. Es müssen nur genug mitmachen beim grossen Wahrscheinlichkeitslotto, dann treten irgendwann auch die unwahrscheinlichsten Dinge ein.
  4. #23

    Das Gesetz der großen Zahl

    Zitat von Moewi Beitrag anzeigen
    Ja, das Gesetz der grossen Zahl. Ein Lotto 7er (6+ZZ) liegt bei 1:140 Mio, und dennoch klappt es fast jeden zweiten Samstag oder Mittwoch. Es müssen nur genug mitmachen beim grossen Wahrscheinlichkeitslotto, dann treten irgendwann auch die unwahrscheinlichsten Dinge ein.
    beschreibt etwas Anderes. Aber gut:

    Bei 28 NFL-Teams im Jahr 1994 mit im Durchschnitt 53 Spielern wäre es unwahrscheinlich, wenn kein Team 8 Todesfälle in 28 Jahren zu verzeichnen hätte (selbst ohne die besonderen Risikofaktoren ehemaliger Football-Profis wie Doping, Hirnverletzungen, Depressionen).

    Der Durchschnitt liegt selbstverständlich deutlich unter 8 Todesfällen, aber es ist geradezu unwahrscheinlich, dass nicht mindestens 1 Team 8 Todesfälle zu verzeichnen hat.

    Um diese Zeit und mit 40 Jahren Abstand zur Wahrscheinlichkeitsrechnung kriege ich das nicht mehr hin. Aber vielleicht kann ja ein BWLer (ach nee, die haben ja eigentlich von nichts eine Ahnung) oder ein Mathematiker aushelfen.
  5. #24

    Ein bisschen Hintergrund....

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    Sie machen allen Ernstes eine Gerschichte auf die auf statistisch zusammengewursteten Zufälligkeiten basiert?
    Gibt es nicht auch eine Häufung von Hypertonie bei Besitzern chinesischer Nackthunde? Mal recherchieren.
    Die Geschichte wird in den etwas fachkundigeren US Medien schon ein wenig genauer untersucht.

    Das eigentliche Thema sind die Gesundheits Checks der AFL/NFL. Wer sich Footballspiele ansieht, der beobachtet mehr und mehr unfaire „High Tackles“ die eine Gehirnerschütterung nach sich ziehen. Auch bei fairen Tackles kann das natürlich passieren. Wegen mangelhafter ärztlicher Sorgfalt, werden anscheinend zu viele Spieler zu früh wieder eingesetzt, und Spätfolgen sind unvermeidbar. In Sn Diego weiss man sogar, dass sich Seau in Brust geschossen hat, damit sein Hirn auf solche Schäden nach seinem Tod untersucht werden kann!
    Wie zB vor ein paar Wochen aufflog bezahlten die New Orleans Saints ihre Verteidiger mit einem Extra Bonus, wenn sie Gegner bei Tackles so schwer verletzten, so dass diese nicht weiterspielen konnten.
    Sogar der FC Chelsea hatte früher mit Vinny Jones einen Spieler in seinen Reihen, der genau dafür berühmt wurde, und dies auch nach Karriere Ende zugab....
    Selber Chargers Fan, habe ich Seau und seinen, sich selber gegenüber rücksichtslosen Stil jahrelang beobachtet und musste dann mit Ansehen wie ihn, der Verein m it einem „Du wirst nicht mehr gebraucht“ in die Wüste schickte.
    Sportvereine in den USA sind ja im Privatbesitz einer einzelnen Person, die alles entscheiden kann.

    Wer einen guten Einblick in das Football Business will, der sollte sich den Oliver Stone Film „Any given Sunday“, mit Al Pacino und Cameron Diaz anschauen….. der beantwortet alle Fragen zum US Profi Sport.
  6. #25

    Noch gruseliger ...

    ... wird es, wenn man die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die 1954 Weltmeister geworden ist, betrachtet: Aus dem Kader von 22 Spielern leben heute nur noch 3 Spieler, d.h. mittlerweile sind 86% der Spieler auf die eine oder andere Weise ums Leben gekommen - und selbst der Trainer ist gestorben ...
  7. #26

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Die Geschichte wird in den etwas fachkundigeren US Medien schon ein wenig genauer untersucht.

    Das eigentliche Thema sind die Gesundheits Checks der AFL/NFL. Wer sich Footballspiele ansieht, der beobachtet mehr und mehr unfaire „High Tackles“ die eine Gehirnerschütterung nach sich ziehen. Auch bei fairen Tackles kann das natürlich passieren. Wegen mangelhafter ärztlicher Sorgfalt, werden anscheinend zu viele Spieler zu früh wieder eingesetzt, und Spätfolgen sind unvermeidbar. In Sn Diego weiss man sogar, dass sich Seau in Brust geschossen hat, damit sein Hirn auf solche Schäden nach seinem Tod untersucht werden kann!
    Völlig richtig. Zumal Seau nicht der erste ehemalige Spieler ist, das so vorging. Wenn ich mich recht erinnere gab es im letzten Jahre mindestens 2 andere Ex-NFL Spieler, die sich durch Schüsse in die Brust töteten und in ihrem Abschiedsbrief sogar explizit erklärten diese Art des Selbstmordes gewählt zu haben, damit ihre Gehirne untersucht werden könnten.
  8. #27

    In der Tat ...

    Zitat von Nanstein Beitrag anzeigen
    Tut mir leid Heiko, aber das war schwach. Ich lebe in den USA und die Diskussion hier ist über Gehirn Verletzungen und Steroide. Darüber sollten Sie schreiben und nicht zufällige Ereignisse. Wenn ich so was lesen will schaue ich in die BILD oder FOX news.
    Zustimmung, Depressionen und Herzinfarkte zählen zu den wohlbekannten Nebenwirkungen anaboler Steroide. Wenn Profi-Footballspieler umfallen wie bulgarische Gewichtheber, sollte der journalistische Ehrgeiz mehr hergeben als eine schwach recherchierte Gruselstory.
  9. #28

    Ich fand den Artikel trotzdem unterhaltsam. Der Tod durch zweimaligen Blitzeinschlag klingt kurios. Aber Unfalltod durch überhöhte Geschwindigkeit, Herzinfarkte, Drogentod und Selbstmord beruhen meiner Meinung nach auf einer gewissen Selbstverschuldung.

    Hätten die Chargers 1994 den Superbowl gewonnen, dann wären sie wohl glücklicher dahingeschieden.
  10. #29

    es sind 18 Jahre

    Zitat von widower+2 Beitrag anzeigen
    beschreibt etwas Anderes. Aber gut:

    Bei 28 NFL-Teams im Jahr 1994 mit im Durchschnitt 53 Spielern wäre es unwahrscheinlich, wenn kein Team 8 Todesfälle in 28 Jahren zu verzeichnen hätte (selbst ohne die besonderen Risikofaktoren ehemaliger Football-Profis wie Doping, Hirnverletzungen, Depressionen).

    Der Durchschnitt liegt selbstverständlich deutlich unter 8 Todesfällen, aber es ist geradezu unwahrscheinlich, dass nicht mindestens 1 Team 8 Todesfälle zu verzeichnen hat.

    Um diese Zeit und mit 40 Jahren Abstand zur Wahrscheinlichkeitsrechnung kriege ich das nicht mehr hin. Aber vielleicht kann ja ein BWLer (ach nee, die haben ja eigentlich von nichts eine Ahnung) oder ein Mathematiker aushelfen.