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Foodwatch-Studie: Fast alle Kinder-Lebensmittel sind zu süß und fett

Immer mehr Kinder sind zu dick - und die Hauptschuld daran trägt laut einer Foodwatch-Studie die Lebensmittelindustrie. Der Vorwurf: Mit Werbung, Lobbyarbeit und viel zu süßem und fettem Kinderessen machen die Konzerne die Kleinen zu Junkfood-Junkies.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...820932,00.html
  1. #260

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    So sieht es aus.

    Die Fertiggerichte sollten verbessert werden, der eine oder andere Hersteller bemüht sich ja auch schon darum.
    Das kann man dann auch kaufen.
    Damit machen wir es uns mal wieder schön einfach... Wenn ich mich ausgewogen und gesund ernähren will, dann finde ich Wege, das zu tun. Wenn ich es nicht will, finde ich Ausreden - oder Fertiggerichte.
  2. #261

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Daher glaube ich kaum (auch wenn ich Glutamat grundsätzlich als Geschmacksverstärker ablehne), dass es die "Fressbremse" ausschaltet. Ansonsten wären Asiaten, die das Zeug in weitaus größeren Mengen in sich hineinschütten, in der Mehrzahl dick, und das sind sie nicht.
    Was sie glauben ist egal. Wichtig sind die wissenschaftlichen Ergebnisse. Googeln sie ruhig mal ein bisschen.
  3. #262

    ... zu kurz gegriffen

    Das Problem nur auf die Industrie zu beziehen ist zu kurz gedacht. Schaut man mal in Restaurants auf die Kinderkarten, wird man feststellen, dass denen dort auch nur "Müll" wie Pommes rot/weis, Nuggets oder Kartoffelpuffer aus der Tiefkühle angeboten werden.

    Das Prinzip belohnen durch "wohlschmeckende" Nahrung ist Hauptgrund für falsche Ernährung. Die Industrie lehrt das den Eltern ("gesunde Vitamine naschen") und die nutzen das Muster überall, auch in Restaurants.

    Hier muss es einen Wertewandel geben.
  4. #263

    Zitat von iman.kant Beitrag anzeigen
    Ich komme aus dem Bereich Katgoriemanagement / Merchandising und kann jeden nur sagen - Leute Ihr habt nicht die geringste Chance dieser Manipulation zu entkommen.
    na, da ist wohl der wunsch der vater des gedanken.

    Zitat von iman.kant Beitrag anzeigen
    Wir sind cleverer und haben die Mittel die wir brauchen um diese Manipulation zu betreiben. Die Mähr vom rationalen Konsumenten ist falsch. Kapiert es doch endlich. Schaut Euch um. Manipulation überall.
    ja, und überall leute, die alles, alles kaufen, was ihnen in der werbung suggeriert wird. das ist wie schon erwähnt wunschdenken, damit man nicht an seiner berufswahl zweifelt.

    denn wenn sie recht hätten, würden ja auch leute autos kaufen, die keinen führerschein hätten, oder früher als es noch zigarettenwerbung gab sind die nichtraucher ja auch nicht losgezogen und haben sich zigaretten gekauft.

    der effektivste werbeträger ist die mundpropagande. als jemand aus der branche sollten sie das wissen.
  5. #264

    Nebenkriegsschauplätze

    Hier gehts nicht um das Rezeptionsverhalten einzelner zur Werbung. Es geht nicht darum, dass Eltern immer etwas besser machen könnten. Darüber wirds zu gegebener Zeit einen Artikel geben und dann darüber diskutieren können. Wer denkt, er könne weiter denken als andere und das Kernthema aus den Augen verliert täuscht sich selbst. Zur Erinnerung:

    "Immer mehr Kinder sind zu dick - und die Hauptschuld daran trägt laut einer Foodwatch-Studie die Lebensmittelindustrie. Der Vorwurf: Mit Werbung, Lobbyarbeit und viel zu süßem und fettem Kinderessen machen die Konzerne die Kleinen zu Junkfood-Junkies. "

    Was halten Sie vom Geschäftsgebaren der Nahrungsmittelindustrie?
    Sind Werbung und aufgedruckte Produktinformationen irreführend und/oder absichtlich missverständlich?
    Sollte daran etwas geändert werden?
    Wenn Ja - was?

    Oder ihr lasst euch einfach weiter verhohnepipeln und diskutiert über...
    ...Nebenkriegsschauplätze.
  6. #265

    Unterbewusstsein...

    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Werbung in Zeitungen und Zeitschriften nehme ich wirklich nicht wahr. Und wenn mal eine schöne Frau im Bikini für was wirbt, schaue ich schon hin, aber das Produkt nehme ich nicht wahr. Radio ... nur öffentlich rechtlich mit viel Info und vielfältiger Musik ... Werbung nehme ich auc dort nicht wahr ... werde aber mal genau drauf achten.
    Im Kino ... da versuche ich immer etwas später, d.h. pünktlich zum Hauptfilm zu kommen. Und wenn, dann bin ich einfach nicht die Zielgruppe. Wir konsumieren wenig "stark beworbene Produktgruppen".

    In der Stadt habe ich meine "Routen", je nach dem was ich suche. Sehe kaum nach rechts und links. Bei Jeans habe ich zwei Produkte (Marken + Model) die ich immer kaufe, solange nichts daran geändert wird ... aber nicht wegen der Marke sondern weil die passen und ich nicht so gerne suche (neudeutsch "shoppe").
    Bei Freunden/Bekannten lasse ich mich nur von denen "beeinflussen", denen ich ein objektives Urteilsvermögen, frei vom Marken- Qualitäts- und Lifestyledünkel zugestehe.
    Ganz frei sicher nicht .... aber sehr sehr wenig.
    Es gibt schon Argumente auf die ich reinfalle: z.B. Bier und Getränke möglichst lokal hergestellt und nicht am anderen Ende Deutschlands. Da ich das nicht überprüfe, könnte es auch eine Lüge sein.
    Sie sind vielleicht ein sehr bewusster Kunde und können einiges vermeiden. Ich hatte aber über die Werbung, die Sie nicht "aktive" wahrnehmen geschrieben. Sie denken, dass Sie die Werbung nicht wahrgenommen haben. Aber, Sie wissen nicht, was in Ihr Unterbewusstsein eingedrungen ist. Auch dafür gibt es spezielle Werbetricks. Wenn man vor der Entscheidung steht zu wählen zwischen einer Ware mit bekannten oder unbekannten Namen, dann fällt die Entscheidung meistens zu Gunsten der ersten Ware. Es sei denn, man kann sie nicht bezahlen. Deshalb legt die Industrie so viel Wert auf "Wiedererkennung" der Markenname und wirbt fleissig und teuer dafür. Das macht die Ware zwar teuer, aber wir nehmen sie dankbar an, mit guten Gefühlen.
  7. #266

    .

    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Es geht darum, dass man entgegen der Intention handelt.
    Vordergründig einfach. Aber spätestens dann, wenn man seinem "Bauchgefühl" (womit tatsächlich die meisten Kaufentscheidungen getroffen werden) nicht mehr trauen kann, weil es ja beeinflusst sein könnte (was sehr wahrscheinlich tatsächlich auch der Fall ist), wird es schwierig.
    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Dazu muss man natürlich Freude daran haben, Aussenseiter zu sein.
    Die Motivation ist dann aber nicht, z.B. bessere Lebensmittel zu haben, sondern gegen den Strom zu schwimmen - unabhängig vom eigenen Nutzen.
    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Ich richte mich nach der Aussage des Spruchs "Leute fresst Scheisse, Millionen Fliegen können sich nicht irren".
    Und treffen dann im Zweifel auch Entscheidungen gegen Ihren Nutzen?
    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Ich fahre bspw. ein rumänisches Auto, weil es bei der Masse einen schlechten Ruf hat (Marke).
    ... und nicht, weil dieses Auto Ihren Bedürfnissen genügt?
    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Bei Mobiltelephonen gehörte ich 1996 zu den early adopters. Seit knapp zehn Jahren habe ich aus Distinktionsgründen keines mehr.
    Und auch hier: Das Motiv Ihres Handelns ist, "anders" zu sein. Und nicht die Erkenntnis, dass Sie eigentlich gar kein Mobiltelefon brauchen?

    Kann es sein, dass Sie ziemlich viel Wert auf die Meinung anderer legen?
  8. #267

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Ich rede nicht von der Herstellung. Ich rede vom Würzverhalten.
    Glutamat war als Geschmacksverstärker hier völlig unbekannt. Hierzulande kennt man vier verschiedene Grundgeschmäcker (salzig, süß, sauer, bitter), im asiatischen Raum fünf, nämlich den von Glutamat. (finden Sie beispielsweise in Sojasauce, die man hier früher nicht kannte)

    Mit der Globalisierung ist dann Glutamat auch nach Europa gekommen.
    also das stimmt nicht. ich habe schon vor 30 jahren glutamat im gewürzregal kaufen können. von fuchs gewürze...

    und die globalisierung gab es schon immer, auch wenn uns suggeriert wird, die sei erst im jahr 2000, bzw. 2002 (nach der €-einführung) über uns gekommen.
  9. #268

    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Werbung in Zeitungen und Zeitschriften nehme ich wirklich nicht wahr. Und wenn mal eine schöne Frau im Bikini für was wirbt, schaue ich schon hin, aber das Produkt nehme ich nicht wahr. Radio ... nur öffentlich rechtlich mit viel Info und vielfältiger Musik ... Werbung nehme ich auc dort nicht wahr
    Doch, Sie nehmen es wahr und es beeinflusst Sie. Sie brauchen es nicht bewusst zu erinnert. Das übernimmt Ihr Unterbewusstsein für Sie.
    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    ... werde aber mal genau drauf achten.
    Machen Sie das. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.
    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Im Kino ... da versuche ich immer etwas später, d.h. pünktlich zum Hauptfilm zu kommen.
    Wie erfahren Sie eigentlich, was im Kino läuft?
    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Und wenn, dann bin ich einfach nicht die Zielgruppe.
    Sie konsumieren, also sind Sie Zielgruppe.
    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Wir konsumieren wenig "stark beworbene Produktgruppen".
    Zunächst: Um eine "stark beworbene Produktgruppe" von einer schwach beworbenen unterscheiden zu können, müssten Sie Werbung wahrnehmen (was Sie sicher auch tun) und entsprechend handeln. Und dann: Es gibt in den meisten Produktgruppen Produkte, die weniger offensiv beworben werden. Aber es geht eigentlich nicht vordergründig um die Stärke der Werbung, sondern um das, was Sie vermitteln.

    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Es gibt schon Argumente auf die ich reinfalle: z.B. Bier und Getränke möglichst lokal hergestellt und nicht am anderen Ende Deutschlands. Da ich das nicht überprüfe, könnte es auch eine Lüge sein.
    Na ja, reinfallen ist vielleicht das falsche Wort. Ihnen wurde eine Produkteigenschaft aufgezeigt (kommt aus der Region). Damit verknüpfen Sie weitere Eigenschaften oder Nutzen (...wurde nicht durch halb Deutschland gekarrt). Daraus ergibt sich für Sie die Verbindung mit einer anderen kommunizierten Information (es ist schlecht, wenn Produkte weit transportiert werden). Und dann kaufen Sie. So funktioniert (stark vereinfacht) Werbung.
  10. #269

    Zweifel

    [QUOT7990E=Hagbard;981]Die Motivation ist dann aber nicht, z.B. bessere Lebensmittel zu haben, sondern gegen den Strom zu schwimmen - unabhängig vom eigenen Nutzen.

    Und treffen dann im Zweifel auch Entscheidungen gegen Ihren Nutzen?[/QUOTE]

    Im Zweifel ja. Wenn ich nicht zweifele, was meistens der Fall ist, nicht. Dass viele etwas wählen, ist jedenfalls, wenn auch kein Ausschlusskriterium, so doch ein Handicap.

    [QUOT7990E=Hagbard;981] ... und nicht, weil dieses Auto Ihren Bedürfnissen genügt?

    Und auch hier: Das Motiv Ihres Handelns ist, "anders" zu sein. Und nicht die Erkenntnis, dass Sie eigentlich gar kein Mobiltelefon brauchen?[/QUOTE]

    Ich brauche es nicht, das ist richtig. Die Bedürfnisse werden andere, wenn man "gegen den Strom schwimmt".

    [QUOT7990E=Hagbard;981]Kann es sein, dass Sie ziemlich viel Wert auf die Meinung anderer legen?[/QUOTE]

    Nein. Jedenfalls wünsche ich keine Anerkennung. Es wäre mit "Aussenseiter" nicht vereinbar.


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