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Foodwatch-Studie: Fast alle Kinder-Lebensmittel sind zu süß und fett

Immer mehr Kinder sind zu dick - und die Hauptschuld daran trägt laut einer Foodwatch-Studie die Lebensmittelindustrie. Der Vorwurf: Mit Werbung, Lobbyarbeit und viel zu süßem und fettem Kinderessen machen die Konzerne die Kleinen zu Junkfood-Junkies.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...820932,00.html
  1. #130

    Zustimmung..

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen
    ...Mancmal wünsche ich mir an den Schulen wieder das Fach Hauswirtschaftslehre zurück.
    Zustimmung. Hauswirtschaftslehre und Ernährung. Wäre auch interessant zu wissen, welche Partei dafür und wer dagegen ist.
  2. #131

    Alter Hut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Kinder sind zu dick - und die Hauptschuld daran trägt laut einer Foodwatch-Studie die Lebensmittelindustrie. Der Vorwurf: Mit Werbung, Lobbyarbeit und viel zu süßem und fettem Kinderessen machen die Konzerne die Kleinen zu Junkfood-Junkies.

    Foodwatch-Studie: Fast alle Kinderlebensmittel sind zu süß und fett - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Spezielle Snacks für Kinder gibt es schon lange und es wurde auch schon immer kräftig dafür geworben - mit den abstrusesten Argumenten und schrillen Werbespots. All diese Lebensmittel waren schon immer zu süß und zu fett.

    Meiner Meinung nach sind sich auch die allermeisten Eltern bewusst, dass solche Produkte eben nicht besonders gesund sind - egal, was in der Werbung darüber gesagt wird. Wer Werbeslogans blind glaubt, der ist generell weltfremd. Das gilt für Lebensmittelwerbung genauso, wie für Werbung für alle anderen Produkte. Für die Kinder selbst sind Argumente, dass etwas besonders gesund ist, erfahrungsgemäß ohnehin völlig uninteressant.

    Dass Eltern Ihren Kindern ab und zu erlauben, etwas Süßes oder Fast Food zu essen, finde ich nicht verwerflich. Die generelle Ernährung über den Tag hinweg muss stimmen. Meine Eltern haben es mir früher auch erlaubt, Süßigkeiten für Kinder zu naschen und Cerealien zu essen und weder bin ich heute dick noch ernähre ich mich ungesund - ganz im Gegenteil. Solange die Hauptmahlzeiten gesund, ausgewogen und selbst gekocht werden, ist ein süßer Snack zwischendurch, wie ich finde, durchaus in Ordnung. Hält man alles, was nicht zu 100% gesund ist, von Kindern komplett fern, wird es dadurch auch gleich doppelt so interessant.

    Eltern müssen mit ihren Kindern über das Thema Ernährung reden und den Kleinen erklären, was gesund ist und was nicht. Kinder verstehen so viel und so schnell. Man muss den Kindern die Unterschiede zwischen gesunden und vollwertigen Mahlzeiten und Fast Food bzw. Süßigkeiten aufzeigen. Alles schmeckt gut, aber nicht alles kann und muss zu jeder Zeit gegessen werden.

    Eltern, die ihre Kinder von morgens bis abends mit Junk Food vollstopfen, lassen sich sicher auch nicht durch irgendwelche Maßnahmen (Warnhinweise, Ampeln, Verbote, etc.) belehren. Da fehlt es in der Regel an grundsätzlicher Ernährungsberatung, auch für die Eltern selbst. Für solche Kinder ist Ernährungserziehung in der Schule, sofern es sie gibt, hilfreich.

    Überhaupt frage ich mich, warum ein Thema, das ein so alter Hut, jeden Tag allgegenwärtig und in allen Elternratgebern vertreten ist, durch einen neuen Bericht, vollgestopft mit altbekannten Aussagen, in der Presse als so neu und revolutionär wahrgenommen werden kann. Es ist alles nicht so schwer und mit genügend übernommener Eigenverantwortung ist es eigentlich überhaupt nicht der Rede wert.
  3. #132

    Kinder

    Zitat von wll Beitrag anzeigen
    Na Gott sei Dank, die böse Lebensmittelindustrie wars! Und ich hatte schon für einen Moment befürchtet, die Schuld könnte bei den Eltern dieser Moppel liegen - immerhin kaufen sich die Kleinen den Schund ja nicht selbst.

    Es wäre ja auch eine Zumutung, dem Nachwuchs etwas Anständiges zu kochen oder diesem ein Stück Obst als gesunde Süßigkeit näher zu bringen. Und bevor mir jetzt jemand mit den Standardausreden kommt: nein, gesundes Essen muß nicht zwangsläufig mehr kosten, schlechter schmecken oder länger dauern...
    sind sehr stur, penetrant und werden manchmal zu Monstern, wenn man ihnen irgendwelche Ü-Eier oder ähnliches nicht kauft. Versuchen Sie es, sich immer zu wehren. Und viel zu viele Eltern, die diesen Unfug von Cerealien/Kinder-Schokolade/Nimm2 kaufen, glauben dran, dass sie gesunde Sachen kaufen, weil sie eben von Werbung hirngewaschen werden und gar nicht auf Zutaten/kcal etc gucken!
  4. #133

    Wo bleibt sie denn, die Verantwortung der Eltern?

    Zitat von Themostikles Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit erzieht ihre Kinder falsch, da sind erst einmal noch die Nachwehen der "antiautörtären Erziehung", die für die Eltern den Vorteil hat, dem Kind einen guten Teil der Verantwortung für sich selbst aufbürden zu können. Dann kann man sagen, "das Kind will ja dieses Zeug, und ich will keinen Stress". Also Bequemlichkeit der Eltern.
    Wo bleibt sie denn, die Verantwortung der Eltern? Na da, wo sie ist, bei den Eltern.

    Dass niemand gepeitscht wird, irgendwas zu kaufen, ist keine aufregende Erkenntnis.

    Aber unsere geheiligte Wirtschaft könnte den Eltern ihre Erziehung doch schon etwas leichter machen. Indem man deutlich sagt, dass eine Süßigkeit eine Süßigkeit ist, also eine kleine Sünde. Und nicht ein vorzügliches, vollwertiges Nahrungsmittel.
    Ich wundere mich, mit welcher Überheblichkeit viele Foristen hier anderen, die ihr Leben nicht so gut im Griff haben wie sie selbst ("ich lasse mir von niemandem was vormachen") attestieren, sie seien halt verantwortungslos, saublöde und daher in jeder Hinsicht selbst schuld an ihrer Schädigung.

    Ein kleines bisschen Verantwortungsbewußtsein sollten wir durchaus von unserer Lebensmittelindustrie und unserem Staat verlangen. Diesen kleinen Luxus gönne ich mir. Das ist nicht gleich Kommunismus, gar Entmündigung.
  5. #134

    Zitat von Babs50+ Beitrag anzeigen
    Genau da liegt das Problem: Wenn Junkfood zur Belohnung wird, wie soll ein Kind dann echtes Essen schätzen lernen?
    Ich praktizierte das Gegenteil: 4 Teile von MC Doof auf einmal, hintereinander runterwürgen lassen, bis zum Erbrechen. War ne Sauerei, hat aber gewirkt.
    Mein grosser (12) schafft 4 Burger. Mit Fritten. Locker. Und eine Apfeltasche und ein Eis hinterher.
    Kein Problem fuer den. Keine Ahnung, wo er das "hinisst".
    Mit irgend etwas muss man doch ein reizueberflutetes Kind von heutzutage belohnen.
    'Echtes Essen' weiss er auch zu schaetzen.
    Auf frisch geernteten rohen Kohlrabi aus dem Garten fahren Kinder im Allgemeinen voll ab.
    Mein Tomatenfisch mit Reis dens gestern gab ging auch weg wie nix.
    Spinatlasagne wird auch gerne gegessen.
    Wir haben, Gott sei Dank, in unserem Haus noch eine funktionierende Gemeinschaft. Da wird sehr oft fuereinander gekocht und zusammen gegessen.
  6. #135

    Sorry...

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Ganz wichtig: MIt dem SUV in den Drive in.

    Bisschen plakativer gehts nimmer, oder?
    BTW: Mc Doof ist nciht pauschal schelcht.
    Sie haben natürlich Recht. Weder habe ich was gegen SUVs noch gegen die "amerikanische Botschaft". Auch ich konsumiere dort gelegentlich.

    Mir ging es jedoch im Wesentlichen darum, dass es heutzutage den Kleinsten schon quasi in den Munde gelegt wird (im wahrsten Sinne des Wortes!), dass man anstatt frische Lebensmittel selbst zuzubereiten, man doch bequem zum Fertigessen bzw. Fastfood greift. So konditioniert haben es diese Kinder schwer, auch gesund zu essen, und daran sind im höchsten Maße die Eltern schuld.
  7. #136

    tja

    Zitat von oldharold Beitrag anzeigen
    ...und die böse, böse Industrie!
    Wo sehen eigentlich die Eltern ihre Aufgabe?
    beim Kindergeld kassieren natürlich für alles andere ist der "Staat" zuständig
  8. #137

    Fett und Zucker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Kinder sind zu dick - und die Hauptschuld daran trägt laut einer Foodwatch-Studie die Lebensmittelindustrie. Der Vorwurf: Mit Werbung, Lobbyarbeit und viel zu süßem und fettem Kinderessen machen die Konzerne die Kleinen zu Junkfood-Junkies.

    Foodwatch-Studie: Fast alle Kinderlebensmittel sind zu süß und fett - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Als ich ein Junge war, waren wir im Winter auf dem Rodelhang, fuhren hinunter, zogen dann den Schlitten nach oben, den ganzen Nachmittag bis es dunkel wurde. Anschließend gab es Schwarzbrot mit Schweineschmalz, bestreut mit Salz und Pfeffer und Pfefferminztee mit Kandiszucker.
    Im Sommer waren wir oft stundenlang im Wasser (auch bei 20°C) bis die Lippen blau waren.
    Anschließend gab es Butterbrot, bestreut mit Zucker und Leitungswasser mit Himbeersirup.
    Auch nicht gerade gesund, oder?
    Es kommt doch auf die Bewegung an.
    Bei uns gab es ganz selten dicke Kinder, eher Untergewichtige. Man konnte bei uns die Rippen „zählen!“
  9. #138

    .

    Zitat von phrasenmaeher Beitrag anzeigen
    Schön, wenn man sich bei einem Artikel in seinem Beitrag auf das wirklich Wesentliche konzentriert...
    Dann danke ich für Ihre Aufmerksamkeit. Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, emotionale Zufriedenheit zu erreichen.
    Sie düfen jetzt weiter meckern.
  10. #139

    Zitat von grouchomax Beitrag anzeigen
    Ein kleines bisschen Verantwortungsbewußtsein sollten wir durchaus von unserer Lebensmittelindustrie und unserem Staat verlangen. Diesen kleinen Luxus leiste ich mir. Das ist nicht gleich Kommunismus, gar Entmündigung.
    Doch. Wenn ich als gesunder Erwachsener meine geliebten Zuckerbomben nicht mehr kaufen darf oder FastFood Restaurants verboten werden, nur weil "die Regierung" es nicht schafft, die Bevoelkerung vernuenftig aufzuklaeren, dann sehe ich das schon als Bevormundung.
    Wohin Verbote statt Aufklaerung fuehren sieht man ja am verlorenen 'Krieg gegen Drogen'.








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