CorbisDie Europäische Zentralbank pumpt immer neue Milliarden in den Geldkreislauf - doch bei den Unternehmen und Verbrauchern kommt davon kaum etwas an. Wo bleiben bloß all die neuen Euros? Droht bald die große Inflation? Eine Spurensuche.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-873065.html
"So sieht der Geldkreislauf aus, der in jedem volkswirtschaftlichen Lehrbuch beschrieben wird. Man könnte auch sagen: so sieht die ideale Welt aus." - Sie stellten die Frage, wo das Geld bleibt. - Nun, weil Geld aus Krediten bzw. aus Schulden besteht, wird es vollkommen ausgebucht, wenn der Schuldner seinen Kredit getilgt hat. Dieses Geld steht dann dem Geldkreislauf nicht mehr zur Verfügung. – Wenn keine Neuschuldner auf der Bühne erscheinen, tritt zwangsläufig die Deflation ein.
Der Beitrag ist sehr interessant zu lesen, zeigt aber auch, dass mit dem Begriff "Geld" völlig unterschiedliche Dinge zusammengefasst werden. Daher auch immer wieder das Märchen von den "Geld schöpfenden Banken". Es gilt zu unterscheiden zwischen GELD einerseits und Schulden/Guthaben andererseits. Geld ist das, was in der Wirtschaft als offizielles Zahlungsmittel zirkuliert und nur von der Zentralbank erschaffen werden kann. Wer Banknoten nachmacht, wird bestraft!!! Das Vergeben von Krediten bewirkt, dass auf der einer Seite Schulden und auf der anderen Seite Guthaben entstehen. In dem Falle wechseln Geldscheine vom Gläubiger zum Schuldner. Die GELDmenge steigt dadurch nicht an. Wenn der Schuldner seine Schuld mit dem Geld begleicht, dann wechseln Geldscheine wieder zurück zum Gläubiger; Schulden und Guthaben werden so getilgt, die GELDmenge bleibt wiederum gleich. Aber man macht immer den Fehler, Guthaben und zirkulierendes Geld als "Geldmenge" zusammenzufassen. Dass selbst die Währungshüter hier schon nicht mehr klar unterscheiden, ist sehr bezeichnend für die Situation, in der wir uns befinden.
Ich habe keine Ahnung von Wirtschaft, man möge mich also korrigieren, aber wenn es für JEDES Wertpapier einen Ausgabeaufschlag gäbe (wo der hinfließen soll, ist eine andere Frage), würde das nicht diese Art von Schweinereien (plus eine Menge andere) verhindern?
Da wird mal wieder das sinnvolle Prinzip "Fördern und Fordern" vergessen. Wenn man in der EZB arbeitet, sollte man schon
a) einen Plan haben, warum man diese Geldmengen hin und herschiebt
b) das (auf Grund des Plans) gewünschte Verhalten einfordern, und sonst halt das Geld zurückhalten.
Was nicht klar ist, sind die Verantwortlichen zu dumm, oder einfach (sie haben ja selber ein hinreichend grosses Einkommen) nicht interessiert.
Hallo ich schenk ihnen 1000 Euro, den ich weiß ich werde davon profitieren wen sie dann in meinen Laden einkaufen.. sagt der doch: Wieso den, ich kauf mir davon lieber Staatsanleihen.
Die Politiker sind nicht doof, sie sind korrupt.
.... macht man ausnahmsweise nicht mal einen Schuldenschnitt bei den privaten Gläubigern? Alleine die Hypo Real Estate bekam vom Steuerzahler ca. 130 Mrd. Euro geschenkt, als Ausgleich für die grob-fahrlässig herebeigeführten Verluste. Da wäre es doch nur rechtens, jetzt auch den privaten Häuslebauern und Darlehnsnehmern etwas zugute kommen zu lassen und damit die Konjunktur ankurbeln. Angesichts von Rekord-Steuereinnahmen und rückläufiger Neuverschuldung erscheint mir so etwas nicht utopisch.
Wenn die EZB das Geld für 0,75 % vergibt und die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH für ihre Anleihen lediglich 0,4 % zahlt, macht das ein Minus für jede Bank die dort ihr Geld parkt. Was daran habe ich nicht verstanden?