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Folgen der Euro-Krise: Neues Deutschland - totes Europa

Angela Merkels taktische Spielchen beim Euro-Gipfel haben gezeigt, was für ein Trugbild die europäische Solidarität ist, die berechenbare deutsche Europapolitik ist Geschichte. Wir erleben eine Zeitenwende, an die wir uns später einmal erinnern werden. Vermutlich mit großem Bedauern.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...841660,00.html
  1. #1

    Versteh kein Wort. Warum reden immer alle über Frau Merkel? Die europäische Solidarität haben doch gar nicht die Deutschen aufgekündigt!
    Es wäre vielleicht mal gut wenn die Deutschen ganz nüchtern anfingen sich mehr mit der konkreten Situation in ihren Nachbarländern auseinander zu setzen und konkrete Ziele der deutschen Europapolitik zu definieren.
    Die Deutschen neigen dazu die Politik den anderen zu überlassen da müssen sie sich nicht wundern wenn die anderen die Politik gestalten.
  2. #2

    So lange ich lebe...

    ...impliziert, dass Frau Merkel wohl bis an ihr Lebensende Kanzlerin sein will, obwohl sie es nicht kann. Bitte, bitte liebe Landsleute: Diese Frau nicht mehr wählen, es geht uns nämlich nun an den Kragen!
  3. #3

    Null Durchblick

    Zitat von bernd_senftig Beitrag anzeigen
    Versteh kein Wort. Warum reden immer alle über Frau Merkel? Die europäische Solidarität haben doch gar nicht die Deutschen aufgekündigt!
    Es wäre vielleicht mal gut wenn die Deutschen ganz nüchtern anfingen sich mehr mit der konkreten Situation in ihren Nachbarländern auseinander zu setzen und konkrete Ziele der deutschen Europapolitik zu definieren.
    Die Deutschen neigen dazu die Politik den anderen zu überlassen da müssen sie sich nicht wundern wenn die anderen die Politik gestalten.
    Der Diez hats nicht drauf. Null Durchblick, er sollte bei Kultur bleiben, da kennt er zumindest den Kontext.
  4. #4

    Geburtsfehler des Euro

    Die EU und der Euro haben einen entscheidenden Geburtsfehler, der in diesem Zusammenhang nicht oft genug wiederholt werden kann. Wir haben eine gemeinsame Währung bekommen, aber alles andere sollte weiterhin national geregelt werden. Wie soll das funktionieren? Das ist der Geburtsfehler des europäischen Gedanken. Wie kann ein deutscher Politiker ernsthaft behaupten, Deutschland dürfe nicht für die Schulden anderer Staaten zur Rechenschaft gezogen werden, wenn das schon längst passiert. Es passiert über die gemeinsame Währung. Wenn die als "Schuldenstaaten" beschimpften südeuropäischen Länder durch ihre Politik die ganze Währung in Bedrängnis bringen - wie in Gottes oder in drei Teufels Namen kann sich dann ein deutscher Politiker ernsthaft hinstellen und etwas davon faseln, dass es keine Vergemeinschaftung der Schulden geben darf. Die Schulden sind durch den Euro schon längst vergemeinschaftet. Und der Preis, der zu zahlen ist um da raus zu kommen, hat zwei Varianten. Entweder man steigt teuer aus dem Euro aus und führt das eigene Land so in eine extrem ungewisse Zukunft. Oder man schultert die Schulden der anderen Staaten gemeinsam, bevor diese zusammenbrechen. Ergo: Die Schulden sind längst vergemeinschaftet. Den Geburtsfehler der EU zu beheben ist dennoch möglich. Es muss endlich alles vergemeinschaftet werden. Auch und vor allem der politische Prozess. Die EU braucht eine demokratisch legitimierte Regierung. Entweder gewählt durch das EU-Parlament oder direkt von allen EU-Bürgern gewählt. Daraus geht dann eine gemeinsame Fiskalpolitik hervor. Und dann würden wir sehen, ob es einen Ausweg aus dem Schlamasel gibt, oder nicht. Aber um einen solchen Schritt zu gehen, fehlt den machtversessenen Politikern der Nationalstaaten der Wille. Also werden wir weiter vor uns hinwurschteln, was uns weiter an den Rand des Abgrunds führt. Hoffentlich nicht darüber hinaus.
  5. #5

    Vergleich Schweiz - Deutschland

    Die Schweiz gehört auch zu Europa und steht heute viel besser da als Deutschland.
    Das war nicht immer so. Deutschland könnte heute mindestens so gut dastehen mit ca. 3 % Arbeitslosigkeit und einem Durchschnittseinkommen weit über dem heutigen Schnitt.
    Nur alles zusammen geht nicht: Ein ständig erhöhte Steuerlast, um kleine Wohltaten zu verteilen und Wähler zu bestechen. Ein Staatsquote, bei der vielleicht wenige Reiche reicher werden, aber der Mittelstand zerbricht usw.
    Übrigens: Die Schweiz schrieb bei viel geringeren Steuern in den letzten Jahren immer schwarze Zahlen.
    Das alles könnte D auch haben - aber nur ohne Brüssler Selbstbedienungsbeamte.
  6. #6

    die wenigsten

    nicht die Deutschen haben die aktuellen Probleme verursacht und sie helfen mehr als was sie eigentlich leisten können. Kein Pole, Franzose, Italiener oder Spanier würde auch nur einen Finger für die deutschen krumm machen. Stattdessen würden sie die Gunst der Stunde nutzen, den deutschen noch mehr zu schaden. hier sieht sich der deutschen Linke in seinem Selbsthaß und seinem Schuldkomplex prima aufgehoben.
    die wenigsten Länder haben die EU so mit Herzblut betrieben wie die BRDt. Die meisten unserer Nachbarstaaten sehen die EU jedoch einzig als deutsche Melkkuh und betreiben hammerharte nationalistische Politik gegen die BRDt. Warum sollen wir uns das länger gefallen lassen, warum sollten wir diese Instrument der deutschen Knechtschaft jemals vermissen. Es wird Zeit die EU zu verabschieden und eine neue Union mit vertrauensvollen Ländern zu beginnen.
    Jetzt!
  7. #7

    altersstarr und dement ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkels taktische Spielchen beim Euro-Gipfel haben gezeigt, was für ein Trugbild die europäische Solidarität ist, die berechenbare deutsche Europapolitik ist Geschichte. Wir erleben eine Zeitenwende, an die wir uns später einmal erinnern werden. Vermutlich mit großem Bedauern.

    Georg Diez über Angela Merkel und die Zukunft Europas - SPIEGEL ONLINE
    Aus gutem Grund sprechen wir von Altersstarrsinn, wenn man zwanghaft an überkommenen Verhaltens- und Denkmustern festhält, obwohl die Faktenlage eindeutig ist und gegen diese Denkmuster spricht. Hier scheint also jemand früh gealtert zu sein. Dem Autor scheint die Ironie seiner Worte gar nict bewusst zu sein, wenn er beklagt, daß "die berechenbare deutsche Europapolitik Geschichte" sei.

    Man konnte bisher so sicher mit Deutschlands Geld rechnen, wie mit dem Amen in der Kirche. Allerdings begnügten sich die Bittsteller doch eher, mit ihren Wünschen im Dekaden~ bis Jahrestakt auf DE zuzugehen.
    Heute erleben wir knallharte Forderungen im Wochen- bis Tagestakt. Das ist schon eine andere Hausnummer. Zum Altersstarrsinn gesellt sich häufig auch eine freundliche Demenz, die weniger wichtige Dinge, wie etwa DEs bisher geschulterte "Solidarität" in Höhe von über einer Billionen Euro, die sich so unglaublich erfolgreich in den verschiedenen "Instrumenten" der EU zur Vergemeinschaftung des Schuldenrisikos verstecken konnten ( u.a. LTRO, ELA, Target-2, EIB ), daß zugegebenermaßen Demenz in dieser Hinsicht leicht fällt und weit verbreitet ist.

    Meine Erinnerung an diese Zeit wird wohl immer von der erfahrung geprägt sein, wie es die Finanzindustrie geschafft hat, ein vielfältiges Europa zugrunde zu richten, die Bürger in nationalen Lagern gegeneinander aufzuhetzen und dabei die ausgemolkene und ausgebrannte Kuh als den eigentlichen Brandstifter zu markieren. Daß Club Med sich die Chance nicht hat entgehen lassen, auf dem Trittbrett mitzufahren, ist der Todesstoß für eine friedliche europäische Union gewesen und im Sinne der Völkerverständigung der wirklich schmerzende Skandal.
  8. #8

    Und nun ???

    Nur Beschwerden und keine Lösungsvorschläge in dieser theatralischen Rede ... hach, was kann ich erhaben daherschreiben :-( ...

    Das Grundproblem ist in der alten BRD entstanden, nämlich als man irgendwo Ende der 60er, Anfang der 70er zuließ, das die Staatsverschuldung beherrschbare Grenzen übersteigt. Damit hat man erreicht, daß die Politik sich den Banken unterordnen muß. Damit hat man erreicht, daß über eine gewisse Zeit hinweg der reiche Teil der Bevölkerung weniger Steuern zahlen brauchte als der Staat eigentlich nötig hatte. Die Vereinigung hat das Problem verschärft, denn sie lieferte den Vorwand um gigantische Mengen Steuergelder in die Taschen der immer reicher werdenden Topbesitzer zu spülen und die soziale Gerechtigkeit der alten BRD abzuschaffen. Damit wurde dieses Land konkurenzfähiger und erpresst nun den Rest Europas zu ähnlichen "Reformen", nur das die anderen Völker genau wissen, wem sie den Mist zu verdanken haben. Das Ziel der Steigerung der Arbeitsproduktivität müßte doch sein, daß es den Menschen im Laufe der Zeit besser geht, oder ? Nun jedenfalls sind alle Staaten überschuldet, auch Deutschland und genau das ist es, was die Banken bedroht, denn diese haben das Geld ja verliehen. Das Geld selbst ist noch da - auf den Konten der Superreichen. Und von dort sollte es genommen werden und das Problem zu lösen.
  9. #9

    Aussage?

    Was bitte ist der der Sinn dieses merkwürdigen Kommenars von Georg Diez. Auch nur ein irgendwie logisches oder relevantes Statement ?


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