Folge des Erdbebens: Japan stürzt in die Rezession

Das Jahrhundert-Desaster setzt Japans*Wirtschaft zu: Die Folgen des Erdbebens und der Atomkatastrophe in Fukushima sind massiv. In den ersten drei Monaten des Jahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung doppelt so stark wie von Experten erwartet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...763481,00.html
  1. #10

    Bestands- und Stromgrößen

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen
    Außerdem tragen die Reparaturmaßnahmen ja überall (auch korrekt abgebildet) zum Wachstum bei, während der massive Schaden nirgends ausgebucht wird, sofern er sich auf Privatvermögen oder nicht bilanziertes öffentliches bezieht.
    Das BIP ist eine Stromgröße, die die Wirtschaftsaktivitäten im Verlauf eines Jahres misst. Schäden sind Bestandsveränderungen und werden als solche grundsätzlich nicht im BIP erfasst.

    Die Fragen, inwieweit Japans Wirtschaftskraft (abgebildet im BIP) getroffen ist und inwieweit das Land als insgesamt Schaden genommen hat (in einer Art Japan-Bilanz, die es m.W. nicht gibt) müssen daher voneinander unterschieden werden.

    Vermögensverluste sind also in einer BIP-Betrachtung grundsätzlich nicht enthalten. (Eher im Gegenteil: Je größer die Zerstörung, desto intensiver der notwendige Wiederaufbau desto höher das BIP, bei gleichzeitigem Vermögensverlust).
  2. #11

    Titel vergessen

    Zitat von fleischwurstfachvorleger Beitrag anzeigen
    Experten haben sich um ca. 50 % geirrt .... Wirtschaftswachstum sank doppelt so stark......
    Experten befürchten...........
    Ich als Laie meine, die Experten haben keine Ahnung, vielleicht sollten sie ihre Kristallkugel mal polieren, oder einfach mal die Klappe halten.
    Experten (insbsondere die bei Rating-Agenturen) sind schlimmer als Wahrsager. Sie gehören auf dem Scheiterhaufen der Intelligenz verbrannt.
    Schön ist es auch immer wieder, solches zu lesen: "Experten warnen vor dem Betreten dünner Eisflächen"
    "Viele Tote nach Beben, Experten befürchten Ausbruch von Krankheiten" "Starkregen, Experten warnen vor Hochwasser"

    Es ist erstaunlich, wofür wir alles Experten brauchen. Irgendwann werden mir die Experten noch sagen müssen, dass nach Sonnenuntergang mit dem einbrechen der Nacht zu rechnen ist.
  3. #12

    Mal was ganz neues

    Zitat von lorenzkleist Beitrag anzeigen
    Das BIP ist eine Stromgröße, die die Wirtschaftsaktivitäten im Verlauf eines Jahres misst. Schäden sind Bestandsveränderungen und werden als solche grundsätzlich nicht im BIP erfasst.
    Grundfalsch.
    Statistisch lässt sich nämlich nicht genau herausrechnen was das für eine wirtschaftliche Aktivität war.
    Es werden die Aktivitäten erfasst.
    In der BIP gibt es keine Bestandsbuchungen.
  4. #13

    Na klar....

    Zitat von gerthans Beitrag anzeigen
    Von dem verheerenden Erbbeben von Kobe 1995 hat Japan sich ja wieder erholt und ist wirtschaftlich wieder auf die Beine gekommen. Trotzdem bin ich für die Gegenwart pessimistisch. Denn.....
    ..den Völkern mit hohem Bevölkerungswachstum bzw. vielen jungen Menschen, geht es ja auch viel, viel besser - also Indien, die arabischen Länder, Afrika, Spanien, Griechenland sind ja tops ;.)
  5. #14

    japan ist ein schönes beispiel für deutschlands zukunft ausserhalb europas

    was hier teilweise für ein nonsense gepostet wird...der redakteur ging im übrigen auch nicht mit einem wort darauf ein, dass japan schon vor dem erdbeben 12.000 mrd schulden hatte bei 6.000 mrd BIP (in dollar versteht sich). die nation war schon vor der katastrophe im märz pleite oder wie würden sie eine 200prozentige schuldenquote sonst umschreiben?

    japan sollte allen EU- und eurobashern ein echtes mahnmal sein. denn selbst als einst technologieführende exportnation wurde das land durch währungsspekulanten und finanz predatoren innerhalb einer dekade in den ruin getrieben.
    japan ist ein tolles beispiel dafür, was aus einer exportnation wird, wenn die schulden aus dem ruder laufen und wenn ihre währung absurd hochgetrieben wird, oder worin sehen denn die hobby ökonomen hier im forum die logik der yen bewegung. ein staat dessen schuldenquote immer weiter steigt, wieso sollte dieser eine starke währung haben?

    ein ähnliches schicksal könnte deutschland mit einer wiedereingeführten DM blühen. nur noch schneller, denn die deutschen sind nicht annähernd so produktiv wie die japaner. und sie sind sicher nicht bereit bis zum 70. lebensajhr zu arbeiten und auf feirtage und pausen und urlaube zu verzichten, wie die japaner es tun.

    was hats geholfen?

    nada. die populistsiche renten- und urlaubstage diskussion in südeurpa ist das dämlichste, was die kanzlerien in diesem kontext bislang fabriziert hat. produktivität schützt einen staat nicht vor der pleite. nur kompetente politiker können das und die sehe ich weder in deutschland noch in europa.

    die bankster spielen alle 3 ligen drüber.
  6. #15

    Alter verträgt Radioaktivität besser als Jugend

    Zitat von gerthans Beitrag anzeigen
    Von dem verheerenden Erbbeben von Kobe 1995 hat Japan sich ja wieder erholt und ist wirtschaftlich wieder auf die Beine gekommen. Trotzdem bin ich für die Gegenwart pessimistisch. Denn 1995 war Japan jünger, heute hat seine Vergreisung ein ernstes Stadium erreicht. Eine alte philosophische Tradition mit Wurzeln in der Antike sieht Völker als Organismen oder Körper. Und wie der Körper eines einzelnen Menschen biologischen Gesetzen unterliegt und irgendwann altert, hinfällig wird und stirbt, so wird auch ein Volk, das ja aus einzelnen Menschen besteht, irgendwann altersschwach und stirbt aus. Nun weiß jeder Arzt, dass ein alter Mann einen Schlag oder Sturz schlechter wegsteckt als ein junger. Das gilt auch für eine vergreisende Nation. Es sieht nicht gut aus.
    Es heisst aber auch, dass alte Menschen eine Überdosis Radioaktivität besser wegstecken als Kinder. Insofern dürften die Japaner Fukushima gut überstehen.

    Auch D hätte aus demselben Grund keine schlechten Chancen, im Falle eines Gaus noch einmal mit einem blauen Auge davon zu kommen.
  7. #16

    So, so

    Zitat von lorenzkleist Beitrag anzeigen
    Das BIP ist eine Stromgröße, die die Wirtschaftsaktivitäten im Verlauf eines Jahres misst. Schäden sind Bestandsveränderungen und werden als solche grundsätzlich nicht im BIP erfasst.

    Die Fragen, inwieweit Japans Wirtschaftskraft (abgebildet im BIP) getroffen ist und inwieweit das Land als insgesamt Schaden genommen hat (in einer Art Japan-Bilanz, die es m.W. nicht gibt) müssen daher voneinander unterschieden werden.

    Vermögensverluste sind also in einer BIP-Betrachtung grundsätzlich nicht enthalten. (Eher im Gegenteil: Je größer die Zerstörung, desto intensiver der notwendige Wiederaufbau desto höher das BIP, bei gleichzeitigem Vermögensverlust).
    Ei, wo haben Sie studieren lassen ?

    Bestandsveränderungen sind eine Stromgröße. Aber nett, dass sie wenigstens sonst einiges vom BIP-Aufbau mitbekommen haben.
  8. #17

    Der nächste bitte ...

    Zitat von luke_skytrader Beitrag anzeigen
    was hier teilweise für ein nonsense gepostet wird...der redakteur ging im übrigen auch nicht mit einem wort darauf ein, dass japan schon vor dem erdbeben 12.000 mrd schulden hatte bei 6.000 mrd BIP (in dollar versteht sich). die nation war schon vor der katastrophe im märz pleite oder wie würden sie eine 200prozentige schuldenquote sonst umschreiben?

    japan sollte allen EU- und eurobashern ein echtes mahnmal sein. denn selbst als einst technologieführende exportnation wurde das land durch währungsspekulanten und finanz predatoren innerhalb einer dekade in den ruin getrieben.
    japan ist ein tolles beispiel dafür, was aus einer exportnation wird, wenn die schulden aus dem ruder laufen und wenn ihre währung absurd hochgetrieben wird, oder worin sehen denn die hobby ökonomen hier im forum die logik der yen bewegung. ein staat dessen schuldenquote immer weiter steigt, wieso sollte dieser eine starke währung haben?

    ein ähnliches schicksal könnte deutschland mit einer wiedereingeführten DM blühen. nur noch schneller, denn die deutschen sind nicht annähernd so produktiv wie die japaner. und sie sind sicher nicht bereit bis zum 70. lebensajhr zu arbeiten und auf feirtage und pausen und urlaube zu verzichten, wie die japaner es tun.

    was hats geholfen?

    nada. die populistsiche renten- und urlaubstage diskussion in südeurpa ist das dämlichste, was die kanzlerien in diesem kontext bislang fabriziert hat. produktivität schützt einen staat nicht vor der pleite. nur kompetente politiker können das und die sehe ich weder in deutschland noch in europa.

    die bankster spielen alle 3 ligen drüber.
    Der nächste Vollpfosten.

    "Japan" hat die Schulden per Saldo bei sich selbst, was soll denn daran pleite sein, wenn das Nettoauslandsguthaben gleichzeitig noch höher ist, als das bundesdeutsche ?

    Herr ...
  9. #18

    Erstaunlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Jahrhundert-Desaster setzt Japans*Wirtschaft zu: Die Folgen des Erdbebens und der Atomkatastrophe in Fukushima sind massiv. In den ersten drei Monaten des Jahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung doppelt so stark wie von Experten erwartet.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...763481,00.html
    .....

    Es ist ja wohl eher erstaunlich, daß der Einschnitt nicht weit drastischer ausfiel.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  10. #19

    noch so einer

    Zitat von Andreas Heil Beitrag anzeigen
    Der nächste Vollpfosten.
    selbsterkenntnis ist bekanntlicherweise, na ja, den rest kennen sie ja. so ein unausgegorenen unfug muss man sonst relativ selten hier lesen.

    noch so eine separatist oder DM verfechter oder einfach nur ignorant?