Zitat von
Barath
Das muß ich mir erstmal genauer durchlesen.
Mein Kenntnisstand (in Bezug auf Einkommen, Führungspositionen und sexuellen Missbrauch) war bisher der, daß auch heute noch Frauen deutlich benachteiligt werden.
Das es auch Benachteiligung von Männern gibt, schließe ich damit nicht aus und rechtfertige es auch nicht.
In jedem Fall ist gegen Sexismus (egal von welcher Seite) vorzugehen. Mehr sage ich eigentlich gar nicht, deswegen bin ich über den erbitterten Widerstand doch recht überrascht.
Ich wollte die Männer aus dem Grund "da kurz aussen vor lassen", weil bei Frauen vor Gericht jahrzehntelang in der BRD pauschal eine Mitschuld an ihrer Vergewaltigung unterstellt wurde, bzw. Vergewaltigung in der Ehe überhaupt nicht strafbar war. Soll heissen: Den Frauen wurde weil sie Frauen waren auf diese Art Unrecht getan. Eben das ist es wogegen Frauenbewegung und Feminismus ursprünglich angingen und woraus sie ihre Existenzberechtigung zogen.
In Verbindung damit, daß Frauen deutlich häufiger sexuell missbraucht werden als Männer schien mir der Einwand, daß Männer auch vergewaltigt werden, am Thema vorbeizugehen.
Sexismus ist weder unser einziges noch unser dringlichstes Problem, aber es ist ein Problem.
Es ging mir um die reale Existenz von Diskriminierung der Frauen in der BRD. Auch wenn sich das mittlerweile geändert haben sollte (wovon ich noch nicht überzeugt bin) kann man doch wohl kaum bestreiten das es lange in der BRD diese Diskriminierung gab.
Oder?
Eben das leugnete der Mitforist aber mit Verweis auf das Frauenwahlrecht
Deeswegen mein Provokantes Beispiel mit der Vergewaltigung: Nur weil sie wählen dürfen sind sie nicht automatisch gleichberechtigt. Und auch wenn sie vor dem Gesetz gleichberechtigt sind, heißt dies noch nicht, daß es keine Strukturen mehr gibt, die dazu führen das sie aufgrund ihres Geschlechts von anderen benachteiligt werden.
Erklären sie mir also doch bitte, was an meiner Position so falsch ist, daß sie meinen der abwegigen Aussage des Mitforisten, seit 1919 gäbe es keinen Sexismus gegen Frauen mehr, beistehen zu müssen.