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Flugreisen: Luftfahrt leidet unter Ticketsteuer

DPASie weichen auf Flughäfen in Frankreich, Belgien und der Niederlande aus. Passagiere umgehen so die Steuer auf Flugtickets in Deutschland. Deutsche Airlines gehen von fünf Millionen entgangenen Kunden aus. Die Bundesregierung spricht von zwei Millionen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...840288,00.html
  1. #20

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie weichen auf Flughäfen in Frankreich, Belgien und der Niederlande aus. Passagiere umgehen so die Steuer auf Flugtickets in Deutschland. Deutsche Airlines gehen von fünf Millionen entgangenen Kunden aus. Die Bundesregierung spricht von zwei Millionen.

    Ticketsteuer kostete zwei Millionen Passagiere in Deutschland - SPIEGEL ONLINE
    Das sollte doch eher eine positive Nachricht sein.
    Wer keine 20 EUR mehr für ein Ticket zahlen kann, hat in einem Flugzeug ohnehin nichts verloren. Und wenn die Passagiere abwandern, erspart man sich die schuldfinanzierten Zusatzstartbahnen in Ffm. und MUC, den Fluglärm für die Anwohner, die darüber krank werden, die Umweltzerstörung. Flugbwegungen in Mitteleuropa sind aufgrund der Wartezeiten, Anfahrt, Einchecken, Kofferkontrolle, Gepäckabholung, der Lage der Flughäfen ( München:
    1 Stunde !! S-Bahnfahrt bis in die Stadt), sowieso der reine Reisehorror. Dann lieber Bahn oder Auto.
  2. #21

    Zitat von pwbaumann Beitrag anzeigen
    es gibt steigende passagierzahlen - laut artikel.
    trotzdem sollen passagiere in das benachbarte ausland ausweichen - bei den low cost carriern.

    nun mehrere fragen:
    - glaubt jemand ernsthaft, dass wirklich die paar euro steuer passagiere dazu veranlassen eine länger anreise, ggf. sogar noch zoll-kontrollen in kauf zu nehmen? wegen einer steuer, für deren gegenwert man keine 2 tassen kaffee am flughafen bekommt???
    - ist den verfassern des artikels bekannt, dass auch andere länder eine luftverkehrsabgabe erheben?
    - zum beispiel auch frankreich (im text extra als ausweichland erwähnt), österreich, dänemark, die niederlande ...
    - die lufthansa jammert. zählt sich die lufthansa nun zu den low cost carriern?

    in einer heute veröffentlichten erklärung (siehe auch spon) kündigt die AFR stellenstreichungen an. 5000.
    auch eine folge der luftverkehrsabgabe - oder eher eine reaktion auf die augenblickliche lage der branche?
    aber ohne deutsches gejammer.
    Die Lufthansa ist sicher bei den Ticketpreisen nicht low cost, wohl aber beim Service. Darin dürfte wohl eher die Antwort auf das Problem sinkender Passagierzahlen zu suchen sein.
  3. #22

    Zitat von jos4711 Beitrag anzeigen
    Und überhaupt: Wo kann man denn mal schnell auf ausländische Flughäfen ausweichen? Das geht im äußersten Südwesten (Zürich) und meinetwegen ganz im Westen (Amsterdam und Brüssel). Aber in der Mitte, im Süden, im Norden oder gar im Osten? Wohl kaum. Im Gegenteil: Viele Polen fliegen von Berlin, Dänen von Hamburg usw.
    In den LongTerm-Parkhäusern am Düsseldorfer Airport stehen auch überwiegend Autos mit holländischen Kennzeichen.
    Ich schätze, das ist das branchenübliche Gejammer.
  4. #23

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    das war bekanntlich schon immer kochs ammenmärchen. faktisch ist nicht ein einziger neuer arbeitsplatz gekommen und es wird auch keiner mehr kommen. das ist längst erwiesen.
    Es mag ja nicht schaden, ein wenig Reserve nach oben zu haben, aber tausende neue Arbeitsplätze schafft heute niemand mehr. Dazu noch, wo im Transport- und Lagersektor auch immer mehr automatisiert wird.
    She. Cargoliner, die doppelte Frachtmengen mit nur 1 Fahrer transportieren, Hochregallager, in denen kaum ein Mensch mehr zu sehen ist. Aber die Politiker müssen etwas haben, was sie dem geneigten Wahlvieh unterbuttern können, um ihre Irsinnsprojekte durchzuboxen.
  5. #24

    Das Gejammer der Fluggesellschaften ist total verlogen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie weichen auf Flughäfen in Frankreich, Belgien und der Niederlande aus. Passagiere umgehen so die Steuer auf Flugtickets in Deutschland. Deutsche Airlines gehen von fünf Millionen entgangenen Kunden aus. Die Bundesregierung spricht von zwei Millionen.

    Ticketsteuer kostete zwei Millionen Passagiere in Deutschland - SPIEGEL ONLINE
    Angesichts der völlig intransparenten Preisgestaltung der Fluggesellschaften ist die Ticket-Steuer herzlich irrelevant. Wenn die Preise für Interkontinentalflüge innerhalb von Minuten um € 100 schwanken, kann das Problem mit den Steuern ja wohl nicht so groß sein. Wenn der kropfüberflüssige innerdeutsche Flugverkehr durch die Steuer reduziert würde, wäre das ein Segen für unsere Nerven und unsere Umwelt.
  6. #25

    Vieleicht hat der Passagier-Schwund auch etwas damit zu tun dass sich immer mehr Raucher weigern sich von den Flughafenbetreibern diskriminieren und verarschen zu lassen und deshalb weniger fliegen?
  7. #26

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Angesichts der völlig intransparenten Preisgestaltung der Fluggesellschaften ist die Ticket-Steuer herzlich irrelevant.
    1. Was an der Preisgestaltung ist intransparent (außer den Pseudo-Low-Cost-Fluglinien)? Man gibt in einer beliebigen Ticketsuchmaschine die gewünschten Flugdaten ein und erhält innerhalb von Minuten eine wunderbare Übersicht mit dem Endpreis. Möchten Sie etwa, daß die Airlines ihre interne Kalkulation offenlegen, oder wie soll Ihrer Meinung nach die Preistransparenz erzielt werden?

    2. Ich hab' gerade privat einen Interkontinantalflug gebucht, der 705 € kostet und sich wie folgt aufspaltet.
    - 335 € Ticketpreis
    - 370 € Steuern und Gebühren
    Steuern und Gebühren sind demnach höher als das, was die Fluggesellschaft bekommt. Meinen Sie nicht, daß das auch schon ohne die neue "Ticket-Steuer" mehr als unverschämt hoch ist?

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Wenn die Preise für Interkontinentalflüge innerhalb von Minuten um € 100 schwanken, kann das Problem mit den Steuern ja wohl nicht so groß sein.
    Das hätte ich gern mal am lebenden Beispiel gesehen!

    Normalerweise schwanken die Flugpreise ein wenig, weil die deutschen Preise bei ausländischen Fluglinien tagesaktuell auf Basis des jeweiligen Umrechnungskurses berechnet werden. Also nix "innerhalb von Minuten um € 100"! Was passieren kann, ist ein Preissprung, weil die letzten Tickets des billigsten Kontingents gerade verkauft wurden und man nur noch Tickets des nächstteuren Kontingents kaufen kann. Dann schwankt der Preis aber nicht, sondern geht für diesen Flug dauerhaft nach oben. Das ist nachvollziehbar und das weiß auch jeder, der öfters fliegt.

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Wenn der kropfüberflüssige innerdeutsche Flugverkehr durch die Steuer reduziert würde, wäre das ein Segen für unsere Nerven und unsere Umwelt.
    Nicht unbedingt! Wo die Bahn eine direkte ICE-Verbindung hat, ist Fliegen nicht sehr sinnvoll, aber wenn man mit dem Bummelzug zum nächsten ICE-Bahnhof fahren muß, dann mit dem ICE in die Nähe des Ziels und dort wiederum mit dem Bummelzug ans Ziel, fliegt man in der gleichen Zeit incl. Ein- und Auschecken locker hin und wieder zurück.

    Weiterhin kann ich durchaus verstehen, daß man sich den Service der Bahn, der ja noch weitaus desaströser als der der Lusthansa ist, nicht freiwillig antun will.


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