a) Das Kerosin darf gemäß der Chicago-Konvention von 1944 bei grenzüberschreitenden Flügen nicht besteuert werden, das würde nur für innerdeutsch oder bei (nicht realistischen) EU-Harmonisierungen gehen, aber dann auch nur für europäische Fluglinien. Man bekommt ja nicht einmal eine einheitliche Mehrwertbesteuerung hin, ergo ist ein Flug dann Märchensteuer-frei im Gegensatz zu einer Bahnreise auf gleicher Strecke.
b) Außer in Notfällen lässt kein Zivilflugzeug Kerosin ab, das können übrigens nur Langstreckenjets, ein A320 beispielsweise nicht. Das wird schon ganz genau durchgerechnet in Anbetracht der Spritpreise. Es ist also ein Höchstlandegewicht wegen der Struktur des Flugzeugs, und eine Mindestspritmenge aus Sicherheitsgründen - von ausschütten kann also keine Rede sein.
c) So sehr ich für eine Gleichbehandlung der Verkehrsträger untereinander bin (s. Bsp. MWSt oben) brauchen wir auch eine moderne Infrastruktur - dass dann BBI (jetzt BER) so geplant wurde war ein Fehler, liegt aber auch anteilig an unserem Föderalismus. Ein 24 h - Drehkreuz in einer strukturschwachen Region, sei es zwischen Berlin und Leipzig oder eventuell sogar zwischen Berlin und Hamburg hätte man mit etwas mehr Mut in den frühen 90ern angehen können, mit ICE oder Transrapidanschluss, anfangen als Frachtflugplatz auf einem alten "Russenflugplatz" oder ähnlich, um organisch zu wachsen. Jetzt hat man in Fuhlsbüttel und BER so viel verbuddelt dass es nicht mehr abänderbar ist.
d) Bei München 3 wäre ich mir da nicht so sicher, auch wenn mich persönlich trotz Luftfahrtaffinität die Durchführung von Volksentscheiden freut. Ein Drehkreuz muss einen anderen Anspruch an sich stellen, was seine Leistungsfähigkeit angeht. Wer weiß ob wir nicht in sagen wir 5 - 8 Jahren unter neuen Rahmenbedingungen andere Mehrheitsverhältnisse in München zu sehen bekommen.
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