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Flughafen-Chef Rainer Schwarz: Berlins unbeliebtester Manager
dapdEr gilt als Hauptverantwortlicher für das Berliner Airport-Desaster. Flughafen-Chef Rainer Schwarz wird fast täglich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Doch so schnell dürfte der Manager nicht gehen, zu teuer wäre sein Rückzug. Nun soll ein Bericht seine Verfehlungen nachweisen - hoffen die Gegner.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...851537,00.html
- #1 22.08.2012 18:28 von
Wer versagt hat
ist der Aufsichtsrat bzw. die Gesellschafter. Der Artikel sucht ein Bauernopfer, sonst nichts. Wie kann ein einziger für dieses Desaster verantwortlich sein, nebenbei bemerkt.
- #2 22.08.2012 18:33 von
Mir scheint, als ob hier viel zu schnell vergessen wird, dass es immerhin die Politik, namentlich Wowereit und Platzeck sowie deren Vorgänger, waren, die hier von Anfang an versagt haben.
Jedem mit etwas Sachverstand ist bewusst, dass bereits am Beginn des Bauprojekts klar war, dass weder der Kostenrahmen noch die Bauzeit eingehalten werden können. Es ist doch mittlerweile mehr als bekannt, dass politische Bauprojekte am Anfang immer zu günstig gerechnet werden, um sie überhaupt realisieren zu können.
Weshalb jetzt der Geschäftsführer als Sündenbock herhalten soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Der kann auch nicht zaubern und die Kosten auf das Wunschdenken der Politiker senken.
Die Betreuung eines so großen Bauprojekts kann ja wohl nicht die primäre Aufgabe eines Geschäftsführers sein, der in erster Linie auch den laufenden Betrieb der zwei bzw. vormals drei Flughäfen zu verantworten hat; zumal es noch einen expliziten TechnikVORSTAND gab, der für das Bauprojekt zuständig war.
Der Geschäftsführer ist seit 2006 in Berlin. Bis zum Bekanntwerden der Blamage der Nichteröffnung war in den letzten 5 bis 6 Jahren nicht zu vernehmen, dass er seinen Posten schlecht erfüllt hätte.
Das sieht mir hier alles viel zu viel nach Bauernopfer aus, dessen Kopf einfach fallen muss, weil man eben einen öffentlichkeitswirsamen Sündenbock benötigt.
Der GF scheint in einer beklemmenden Situation zu sein. Selbst wenn er die Probleme und die Verzögerungen frühzeitig erkannt hat (bzw. hätte), hätte er diese doch nie öffentlichkeitswirksam kommunizieren können. Wowereit und Platzeck hätten das auf jeden Fall verhindert. Jetzt sind die Probleme da und der GF soll die Verantwortung für ein seitens der Politik unrealitisches und größenwahnsinniges Projekt tragen. - #3 22.08.2012 18:50 von
Der Staat als Beute einiger weniger.
In was für einer (Bananen)Republik leben wir eigentlich? Da verdient der Manager des mit Steuergeldern finanzierten Flughafens mehr als ein Bundeskanzler, verursacht offensichtlich wegen Unfähigkeit Schäden in unvorstellbarer Höhe und bleibt weiter auf seinem Posten, um mehr zu verdienen als die Bundeskanzlerin. Wer macht so bescheuerte Verträge, dass Manager, die ihre Unfähigkeit bewiesen haben, nicht wegen Unfähigkeit gefeuert werden können? Jeder normale Arbeitnehmer, der seinem Arbeitgeber schadet, fliegt sofort ´raus. Wer in unserer Gesellschaft solch bescheuerte Verträge macht, sollte gleich mit gefeuert werden.
Dazu passt dann, dass ein technischer Geschäftsführer dieses Projekts zwar auch mehr verdient hat als die Bundeskanzlerin, das Ganze aber wohl als Promotionsstipendium betrachtet hat, denn er hat während seiner Tätigkeit für den Flughafen an seiner Promotion in Westdeutschland gearbeitet. Auch der Mann wurde nicht gefeuert, sondern, wie ich das verstanden habe, nur in der Position zurückgestuft, bekommt aber immer noch ein exorbitant hohes Gehalt.
Wodurch also unterscheidet sich unser Land von einer Bananenrepublik, in der der Griff in die Staatskassen zum täglichen Leben gehört?
Gruß - #4 22.08.2012 18:50 von
unfair!
....Herrn Schwarz so unvermittelt zum unbeliebtesten Manager zu küren.
Schliesslich hätten wir ja noch die ehemaligen Chefs der Landesbank oder den Chef der S-Bahm, Hr. Prof. Z.U.Späth in petto! - #5 22.08.2012 19:09 von
Dummdreist
muss man es nennen, wenn Wowereit den neuen Eröffnungstermin mit 17.3.2012 klar nennt. Bekanntermassen wird auch dieser Termin nicht zu halten sein, dass sich Wowereit auf den Tag genau festlegt, zeigt doch dass er keine Ahnung hat... wer geistig so tief fliegt, braucht keinen Flughafen, sondern eine U-Bahn
- #6 22.08.2012 19:11 von
Natürlich suchen Sie kein Bauernopfer. Und es ist auch kein Widerspruch, wenn Sie erst einen Schuldigen präsentieren und 2 Sätze weiter konstatieren, dass es keinen einzelnen Schuldigen geben kann...
Abgesehen davon verstehe ich nicht, wieso die Aufseher schuld sein sollen, diejenigen, auf die sie aufpassen, jedoch nicht.
Die Fehlplanungen, die Bauverzögerungen, die fehlenden Genehmigungen hat jedenfalls nicht Wowereit und der restliche Aufsichtsrat verbockt. Er hat sie maximal nicht rechtzeitig bemerkt. - #7 22.08.2012 21:09 von
BBI: Das ist eine „Erfolgsstory“; so sagte Wowereit.
Nicht Schwarz sollte gehen, sonder der „agierente Partymeister (Wowereit) und dessen Adlatus (Platzeck).
Aber sie sind ja „Politiker“ und somit für nichts verantwortlich.
BBI: Wir schreiben das Jahr 2050
BBI ist immer noch nicht eröffnet.
Berlin und Brandenburg stellen eine Eröffnung noch vor der Jahrhundertwende in Aussicht.
Die Kosten belaufen sich mittlerweile auf >500MrdDM (der € wurde 2013 abgeschafft).
Auf der Baustelle wurden vergoldete Statuen von Wowereit und Platzeck errichtet.
Quelle: FAZAuf dem nagelneuen Flughafen ist zwar noch nie ein Flugzeug gelandet, doch Provinzfürst Carlos Fabra hat sich trotzdem eine monumentale Statue an den Eingang bauen lassen. Ein modernes Sinnbild dafür, was alles falsch läuft in der spanischen Pleiteregion Valencia.
"Der Koloss von Castellón"
Flughafen Valencia: Der Koloss von Castellón - Ausland - FAZ
Zwischen Berlin und Castellón gibt es - fast - keinen Unterschied. Berlin lebt nur noch Dank des LFA.
Intermezzo
Bericht aus einem Paralelluniversum:
Im jahre 2010 A.D. wurde in Berlin nach einer kurzen Bauzeit von nur 9 Monaten der modernste Flughafen der Welt in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten lagen unter einer Milliare Euro. Als Dank für ihre „vorausschauend Planung“ wurden Wowereit und Platzeck ins Goldene Buch des BBI aufgenommen.
Zu ihren Ehren wurden vor dem Eingang Statuen errichtet.
PS: Die unwirtschaftlich arbeiteten Airports Frankfurt und München werden demnächst geschlossen. - #8 22.08.2012 21:51 von
Sie vergessen das einige Politiker
Warum vergessen Sie immer den Dritten im Bunde. Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesverkerkehrsminister Ramsauer (CSU) hält 26% der Anteile am Flughafen BER. Im Aufsichtsrat wird der Minister Ramsauer von seinem Staatssekretär Bomba vertreten.
Weiterhin seit einem Jahr im Aufsichtsrat vertreten, der Berliner Innensenator Henkel (CDU).
Wenn Sie den Rücktritt von Wowereit und Platzek verlangen, müssen Sie auch den Rücktritt der Herren Ramsauer vertreten durch Staatssekretär Bomba und des Berliner Innensenators Henkel verlangen. Denn alle hatten die selben Informationen und keiner hat gehandelt. Weder Ramsauer (CSU) noch Henkel (CDU). Sie alle waren und sind für die Aufsicht von BER zuständig.
Das scheint aber nicht in Ihr Weltbild zu passen. - #9 22.08.2012 22:06 von
Der Geschäftsführer ist verantwortlich
Der Geschäfttsführer ist kein Bauernopfer. Er hat die Verantwortung für die operative Geschäft des Unternehmens. Dazu gehört auch der Bau des neuen Flughafens. Wenn er diese Aufgabe nicht erfüllt, muss er gehen. Denn er ist schließlich dafür angestellt und erhält dafür ein sehr gutes Gehalt.
Woher wollen Sie wissen, dass Schwarz den Aufsichtsrat über die Verzögerungen unterrichtet hat und Wowereit und Platzek die Tatsachen zur Kenntnis genommen haben? Haben Sie bei den Aufsichtsratssitzungen unterm Tisch gesessen? Sonst ist es doch ein billiger Trick, seine Vermutung als Tatsache hinzustellen und von Wowereit und Platzek aufgrund Ihrer Fantasien Konsequenzen zu verlangen.
Übrigens sind weitere Aufsichtsratsmitglieder der Statssekretär im Bundesverkehrsministerium Bomba in Vertretung für den Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) und der Berliner Innensenator Henkel (CDU). Auch diese Aufsichtsratsmitglieder hätten dann davon wissen müssen.
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