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Flughafen Berlin-Schönefeld: Bundesamt genehmigt umstrittene Flugrouten

Die Behörden haben den umstrittenen Flugrouten über dem Süden Berlins ihren Segen erteilt. Der neue Hauptstadtflughafen Schönefeld hat eine wichtige Hürde*genommen - die Proteste gegen das Projekt sind damit jedoch nicht beendet.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...811516,00.html
  1. #20

    Moskau hat vier Flughäfen...

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Richtig, der Fehler wurde am Anfang gemacht. Ob der Standort Sperenberg wirklich so viel besser gewesen wäre, angesicht der dort völlig fehlenden Verkehrsanbindung, weiß ich nicht.

    Meiner Meinung nach war der Fehler ein ganz anderer:
    Dass man immer vom Neubau des Mega-Riesen-Drehkreuz-Metropolen-Hauptsadtflughafen Berlin-Brandenburg-Deutschland-Galaxis Infernal gesprochen hat, anstatt ganz bescheiden das Ganze als das zu benennen, was es ist:
    Ausbau und Modernisierung des vorhandenen Flughafens Schönefeld.
    Warum nicht Tegel und Schönefeld ?In den letzten Jahren hat die Flughafengesellschaft noch kräftig in Tegel investiert.
    Solange die Flugzeuge über den Ossies kreisen sollten war es den Westberlinern sowieso egal.Als man dann feststellte das sie über die Villen am Wannsee fliegen würden erboste sich der alte Westberliner.
    Dumm gelaufen.
  2. #21

    Experten und Politiker

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Das Problem ist dass die Proteste nie das Ganze sondern immer Teilaspekte in der Vordergrund stellen. Experten nehmen ebenfalls nur Bewertungen von Partialaspekten vor. Es gibt neben politische, juridische, technische, ökonomische und Verfahrensaspekte zu berücksichtigen. Heraus kommen immer Kompromisse.
    Alle Experten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen haben Sperenberg bevorzugt. Selbst die Fluggesellschaften, weil dort uneingeschränkter Nachtflug möglich gewesen wäre.

    Verkehrstechnisch hätte die B101 um ca. 15 km verlängert werden müssen.
    Vom Berlin Hbf kommt man mit dem Regionalzug in 40 Minuten ohne umsteigen nach Luckenwalde. Wie ist den BBI angebunden?

    Letztendlich hat hier irgendein Politiker aus dem Bauch heraus entschieden.
  3. #22

    titel

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Richtig, der Fehler wurde am Anfang gemacht. Ob der Standort Sperenberg wirklich so viel besser gewesen wäre, angesicht der dort völlig fehlenden Verkehrsanbindung, weiß ich nicht.

    Meiner Meinung nach war der Fehler ein ganz anderer:
    Dass man immer vom Neubau des Mega-Riesen-Drehkreuz-Metropolen-Hauptsadtflughafen Berlin-Brandenburg-Deutschland-Galaxis Infernal gesprochen hat, anstatt ganz bescheiden das Ganze als das zu benennen, was es ist:
    Ausbau und Modernisierung des vorhandenen Flughafens Schönefeld.
    Das ist es eben nicht. Es ist ein kompletter Neubau der als Folge zur Schließung der 3 Berliner Flughäfen führt. Beim Hub war sicher der Wunsch Vater des Gedanken, aber auch da sollte man vorsichtig die Entwicklung abwarten, denn im Grunde ist der neue airport fast schon wieder an der Kapazitätsgrenze angekommen.
  4. #23

    Ich wohne seit Jahren im Wedding. Die Flugzeuge fliegen vom Flughafen Tegel im Minutentakt über meine Wohnung und auch der wunderschöne Badesee am Flughafen und der Teglersee und das dortige Ausflugsgebiet waren jahrelang betroffen. Wir haben damit gelebt. Aber wir sind halt vorwiegend kleine weddinger und reinickendorfer Mieter. Nun sind es die reichen Vorortbewohner oder Seegrundstückbesitzer im Süden Berlins. Wenn die sich gegen die Route erfolgreich zur Wehr setzen, dann sind andere betroffen. Was soll das? Irgendeinen trifft es immer und so ist das eben, wenn man Berliner sein will, die Großstadt hat ihren Preis - für uns alle!
  5. #24

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Alle Experten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen haben Sperenberg bevorzugt. Selbst die Fluggesellschaften, weil dort uneingeschränkter Nachtflug möglich gewesen wäre.
    Wie gesagt, Experten können keine Gesamtbeurteilunge abgeben sondern nur Teilaspekte bewerten. Sonst könnte man sich die ganzen Verfahren sparen und einfach an einen Experten delegieren.
  6. #25

    So ist es!

    Zitat von Golfkiller8443 Beitrag anzeigen
    Ich kann es nicht mehr hören! Dieses ewige Genörgel und Gezeter. Es ist heutzutage nicht mehr möglich, irgend ein Projekt, egal welcher Art, zu planen, ohne dass sich sofort ein Dutzend Bürgerinitiativen gründen, die das verhindern wollen. Wohl nach dem Motto: "Hier wird demonstriert? Ich mach....
    Dem anen sin Ul is dem annern sin Nachtigall. Und wenn ich an die startenden Flugzeuge über der Schöneberger Strasse in Tempelhof denke, dann klagen die Leutchen am Müggelsee doch auf recht hohem Niveau.
  7. #26

    Zitat von siehmal Beitrag anzeigen
    Das ist es eben nicht. Es ist ein kompletter Neubau der als Folge zur Schließung der 3 Berliner Flughäfen führt. Beim Hub war sicher der Wunsch Vater des Gedanken, aber auch da sollte man vorsichtig die Entwicklung abwarten, denn im Grunde ist der neue airport fast schon wieder an der Kapazitätsgrenze angekommen.
    Wenn ich mich nicht sehr irre, dann ist die nördliche Start- und Landebahn von BER so ziemlich in gleicher Lage wie die ehem. südliche SLB von SXF. Und die ehemalige nördliche Startbahn von SXF wurde geschlossen.
    Also könnte man das Ganze auch als Bau eines neuen Terminals und Verschiebung einer SLB im Flughafen Schönefeld nennen.
  8. #27

    Eben!

    Zitat von Golfkiller8443 Beitrag anzeigen
    Ich kann es nicht mehr hören! Dieses ewige Genörgel und Gezeter. [...] Ich wohne seit 1951 in Berlin-Reinickendorf - direkt in der Einflugschneise vom Flughafen Tegel. Über meinem Haus sind sie im Landeanflug noch 120 Meter hoch und bei Ostwind beim Start sind es etwa 500 Meter. Damit lebe ich und viele zig-Tausend Andere seit 50 Jahren und nie hat jemand für die armen Reinickendorfer oder Spandauer demonstriert
    Genau das ist der Punkt: Sie leben seit 50 Jahren da und tun dies von Anfang an mit dem Bewusstsein, dass Ihnen der nahe gelegene Flughafen die akustische und sonstige Umwelt verpestet. Nun, warum soll jemand etwas dagegen haben, wenn dies FÜR SIE akzeptabel ist?

    Offensichtlich ist es aber für ANDERE nicht akzeptabel, erst belogen zu werden vom Partypräsidenten Wowereit, und dann plötzlich in der Einflugschneise zu wohnen. Sie akzeptierten offenbar den Flughafen und die damit verbundenen "kleinen Unannehmlichkeiten". Wie wäre es denn aber, wenn nun plötzlich jemand auf dem verlassenen Tegeler Flughafengelände – so ganz in Ihrer Nachbarschaft – eine stinkende Müllverbrennungsanlage bauen würde (obwohl es außerhalb einen viel besseren Standort gäbe)? Hätten Sie auch kein Problem, stimmt's?
  9. #28

    Lieber Golfkiller,

    Zitat von Golfkiller8443 Beitrag anzeigen
    Ich kann es nicht mehr hören! Dieses ewige Genörgel und Gezeter. Es ist heutzutage nicht mehr möglich, irgend ein Projekt, egal welcher Art, zu planen, ohne dass sich sofort ein Dutzend Bürgerinitiativen gründen, die das verhindern wollen. Wohl nach dem Motto: "Hier wird demonstriert? Ich.....
    Es tut mir wirklich leid, dass Sie nichts mehr hören. Das muss wohl eine Folge der brutalen Dauerbeschallung in Tegel sein.
    Aber haben Sie bitte Verständnis, dass wir nicht das gleiche Schicksal erleiden wollen wie Sie.
  10. #29

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Alle Experten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen haben Sperenberg bevorzugt.
    Mit Ausnahme der Experten, die für Schönefeld waren.
    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Selbst die Fluggesellschaften, weil dort uneingeschränkter Nachtflug möglich gewesen wäre.
    Das Märchen glauben sie wirklich?

    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Vom Berlin Hbf kommt man mit dem Regionalzug in 40 Minuten ohne umsteigen nach Luckenwalde. Wie ist den BBI angebunden?
    Besser.
    Zitat von DonCarlos Beitrag anzeigen
    Letztendlich hat hier irgendein Politiker aus dem Bauch heraus entschieden.
    Na sicher. Und die 10-jährige Gerichtsverhandlung hat es nie gegeben.

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Also könnte man das Ganze auch als Bau eines neuen Terminals und Verschiebung einer SLB im Flughafen Schönefeld nennen.
    Könnte man, macht man aber nicht.








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