dapdDie verschobene Eröffnung des Hauptstadt-Flughafens war eine große Pleite für Klaus Wowereit. Jetzt gibt der Berlins Regierende Bürgermeister ein Versprechen ab: Am 17. März sollen die ersten Flugzeuge vom neuen Airport abheben.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...833676,00.html
bahn-chef, äh, air-berlin-boss mehdorn will mit seinem schlagzeilen trächtigen gepolter die öffentlichkeit - den anonymen(!?) steuerzahler - schon mal auf eine gigantische schadensersatzforderung vorbereiten - schließlich färben seit jahren die verluste von air berlin die bilanzen tief rot.
ein völlig normales verhalten im show-geschäft, äh wirtschaftsleben - für den 1,65 meter mann und bekennenden napoleon verehrer sowieso. ;-)
Warum sollten die Leute nach Frankfurt oder München Fahren um zu fliegen. Berlin hat bis zur Inbetriebnahme zwei funktionsfähige Flughäfen mit Tegel und Schönefeld alt. Weiter sollen ab dem Winterflugplan die Flüge erheblich ausgeweitet werden. Es gibt also keinen Grund von anderen Städten zu fliegen.
Nicht der Senat hat die Sache mit dem Flughafen BER in den Sand gesetzt, sondern die am Bau beteiligten Unternehmen, die es nicht auf die Reihe gebracht haben, eine funktionsfähige Abgasanlage zu installieren. Hier hat die Wirtschaft eklatant versagt und nicht die Politik. Hier haben die Fachleute in Form von Bauleitern und Koordinatoren eklatant versagt. Wenn Sie sich einmal umsehen, es gibt in diesem Land kein Großprojekt, welches von der Wirtschaft zum vorgesehenen Preis und Übergabetermin fertiggestellt wird. Hier sollten doch mal die Unternehmen ihr Geschäftsgebaren kritisch analysieren, denn die Unternehmen versagen in den letzten Jahren eklatant. Hier scheint wieder einmal bei einigen Unternehmen die Gewinnmaximierung und nicht das eigentliche Produkt im Vordergrund gestanden zu haben.
Da werden wieder die Erinnerungen wach an ein Großprojekt, bei dem ich im Auftrag eines renommierten deutschen Unternehmens einen kleinen Teilauftrag für einen Kunden im fernen Ausland übernahm.
Anruf vom (Teil-)Projektleiter:
Ende nächsten Monats hat sich der zuständige Minister zu Einweihung des Projekts angemeldet. Bis dahin müssen die Restarbeiten erledigt werden. Also alles andere stehen und liegen lassen und Reisevorbereitungen treffen.
Ich tat, wie mir befohlen wurde:
Visumantrag im Internet runterladen und ausfüllen. Vom der zuständigen Landesniederlassung ein Einladungsschreiben anfordern. Schlips umbinden und zum Fotografen eilen, um Passfotos machen zu lassen. Den ganzen Kram zur örtlichen Visastelle bringen. Diese schickte meinen Visaantrag zusammen mit den Änträgen weiterer Personen per Eilboten zur zuständigen diplomatischen Vertretung nach Berlin. Flugbuchung.
Einige Tage später:
Am nächsten Tag sollte die Reise stattfinden. Anruf bei der Visastelle, ab mein Pass schon wieder da sei. Antwort: Nein, vielleicht morgen! Am Abend packte ich schon mal vorsorlich meinen Koffer. Am nächsten Morgen Anruf von der Visastelle, ich könne meinen Pass abholen. Schnell ein Taxi gerufen und ab zum Flughafen.
Nach der Ankunft beim Kunden erst mal Bestandsaufnahme:
Nein, die notwendigen Vorrausetzungen waren seitens der Kunden immer noch nicht geschaffen, damit ich meine Arbeiten fertigstellen konnte.
Ich erledigte, was machbar war, dann Rückreise nach D.
1 Jahr später ...
Ich hatte zwischenzeitlich meine Arbeiten abgeschlossen, aber der Minister konnter immer noch nicht seine Aufwartung machen, denn das Gesamtprojekt war immer noch nicht abgenommen. Wie es weiterging, weiß ich nicht, denn ich hatte mittlerweile meinem damaligen Arbeitgeber
den Rücken gekehrt.
Reaktion in der Presse: NULL!
Fazit: Von dem ganzen Theater bekommen bei den meisten Großprojekten i.d.R nur die Projektbeteiligten etwas mit und evtl. bei der nächsten HV die Aktionäre, wegen der miserablen Geschäftszahlen.
Als Konsequenz aus dem Debakel um die geplatzte Eröffnung verliert Chefplaner Manfred Körtgen seinen Posten. Der 59-Jährige habe als Verantwortlicher für das Bauprojekt Probleme damit gehabt, "die Dinge rechtzeitig zu erkennen", sagte Wowereit - er selbst hatte damit also keine Probleme? Da tun sich aber schon einige Fragen auf? Zum beispiel wofür denn ein Aufsichtsrat da ist und wüfür er die dicke Kohle kassiert. Aber womöglich macht Herr Wowereit dasj a alles Ehrenamtlich?