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Flugbegleiter-Streik: Lufthansa streicht bereits am Donnerstag Dutzende Flüge

DPAWegen des Streiks der Flugbegleiter wird die Lufthansa am Freitag nur ein Drittel ihrer geplanten Verbindungen ausführen können. Auch am Donnerstag müssen Passagiere umdisponieren - mehr als 40 Flüge wurden gestrichen, betroffen sind vor allem Fernstrecken.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...854207,00.html
  1. #1

    Schlichtung???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen des Streiks der Flugbegleiter wird die Lufthansa am Freitag nur ein Drittel ihrer geplanten Verbindungen ausführen können. Auch am Donnerstag müssen Passagiere umdisponieren - mehr als 40 Flüge wurden gestrichen, betroffen sind vor allem Fernstrecken.

    [...] Die Airline hatte am Mittwoch noch eine Schlichtung angeboten, allerdings nur unter eng definierten Bedingungen. Diese Auflagen hatte die Gewerkschaft vorher stets zurückgewiesen.

    Streik der Flugbegleiter: Lufthansa streicht 50 Flüge am Donnerstag - SPIEGEL ONLINE

    Wer eine Schlichtung anbietet, die von vornherein die Forderungen der Gewerkschaft ausschließt, ist offenbar nicht wirklich an einer Lösung des Tarifkonflikts interessiert. Was das Lufthansa-Management in diesem Tarifstreit bislang abgeliefert hat, ist einfach nur erbärmlich. Man setzt offenbar darauf, dass die öffentliche Meinung gegen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter kippen wird.

    Insofern wünsche ich der UFO weiterhin viel Durchhaltevermögen und hoffe, dass sich auch andere Gewerkschaften ein Beispiel nehmen...
  2. #2

    Wirtschaftlicher Schaden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen des Streiks der Flugbegleiter wird die Lufthansa am Freitag nur ein Drittel ihrer geplanten Verbindungen ausführen können. Auch am Donnerstag müssen Passagiere umdisponieren - mehr als 40 Flüge wurden gestrichen, betroffen sind vor allem Fernstrecken.

    Streik der Flugbegleiter: Lufthansa streicht 50 Flüge am Donnerstag - SPIEGEL ONLINE
    Die Streikmaßnahmen der Flugbegleiter/-innen schaden hauptsächlich den Kunden der Lufthansa AG und der Lufthansa AG. Das bedeutet auch, dass sich die Flugbegleiter/-innen selbst Schaden zufügen. In wirtschaftlich, schwierigen Zeiten ist es nicht unüblich, dass große Unternehmen mehr Leih-/Zeitarbeit nutzen um Kosten zu senken. In wirtschaftlich, schwierigen Zeiten sind Tarifauseinandersetzungen immer schwierig, aber sollten durch Kompromisse und Zurückhaltung seitens der Angestellten geprägt sein. In erster Linie sollten die Angestellten und Mitarbeiter Solidarität gegenüber ihrem Arbeitgeber und den Kunden der Lufthansa zeigen. Am Ende der Tarifauseinandersetzung besteht nämlich die Gefahr, dass es zu massiven Entlassungen als Folge eines massiven Personalabbaus kommen kann.
  3. #3

    UFOs überzogene Sturheit auf dem Rücken der Passagiere

    Zitat von Pete127 Beitrag anzeigen
    Wer eine Schlichtung anbietet, die von vornherein die Forderungen der Gewerkschaft ausschließt, ist offenbar nicht wirklich an einer Lösung des Tarifkonflikts interessiert. Was das Lufthansa-Management in diesem Tarifstreit bislang abgeliefert hat, ist einfach nur erbärmlich. Man setzt offenbar darauf, dass die öffentliche Meinung gegen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter kippen wird.

    Insofern wünsche ich der UFO weiterhin viel Durchhaltevermögen und hoffe, dass sich auch andere Gewerkschaften ein Beispiel nehmen...
    Erbärmlich in der Tat. LH kommt schon sehr weit den Forderungen entgegen trotz dem sie rote Zahlen schreibt. Jammern auf hohem Niveau ist das, ausgetragen auf dem Rücken der Passagiere. Der Ast ist bald ab, dann gibts gar kein Geld mehr.
  4. #4

    Zitat von rs1985 Beitrag anzeigen
    Am Ende der Tarifauseinandersetzung besteht nämlich die Gefahr, dass es zu massiven Entlassungen als Folge eines massiven Personalabbaus kommen kann.
    Gab's schon jemals einen Streik, bei dem nicht mit Personalabbau gedroht wurde?
    Die LH-Flüge, die ich buche, sind stets gut gebucht, und Bordpersonal ist Pflicht. Ich habe Zweifel, dass die Drohung "massiver Personalabbau" hier greift.
    Dass die LH bei einem Einstiegsgehalt von gut 1400 Euro weiter an Leiharbeit festhält, zeigt schon die Richtung an: Selbst das Wenige ist ihnen zu viel, trotz der Tatsache, dass Personalkosten in der Kostenstruktur der LH eine untergeordnete Rolle spielt.
    flugbegleiter.net - Verdienst

    Lufthansa Geschäftsbericht 2011 - Gewinn- und Verlustrechnung
  5. #5

    Ein wirkliches

    Zitat von Korken Beitrag anzeigen
    Erbärmlich in der Tat. LH kommt schon sehr weit den Forderungen entgegen trotz dem sie rote Zahlen schreibt. Jammern auf hohem Niveau ist das, ausgetragen auf dem Rücken der Passagiere. Der Ast ist bald ab, dann gibts gar kein Geld mehr.
    Sparpaket wäre es wenn der Vorstand seine Verdoppelung des Gehaltes zurücknehmen würde.

    Die LH bietet derzeit eine Senkung des Stundeslohnes an, welche Gewerkschaft würde darauf eingehen.

    Der Vorstand sorgt für Verluste durch die Abenteuer bmi, Austrian, Brüssel Airways etc., verdoppelt sich dann das Gehalt und sagt jetzt die FBs sollen sich gefallen lassen , dass ihr Stundenlohn sinkt. Das ist Hohn.

    Wo ist denn die LH entgegengekommen?
  6. #6

    Glauben Sie diesen Quatsch eigentlich selbst?

    Zitat von rs1985 Beitrag anzeigen
    Die Streikmaßnahmen der Flugbegleiter/-innen schaden hauptsächlich den Kunden der Lufthansa AG und der Lufthansa AG. Das bedeutet auch, dass sich die Flugbegleiter/-innen selbst Schaden zufügen. In wirtschaftlich, schwierigen Zeiten ist es nicht unüblich, dass große Unternehmen mehr Leih-/Zeitarbeit nutzen um Kosten zu senken. In wirtschaftlich, schwierigen Zeiten sind Tarifauseinandersetzungen immer schwierig, aber sollten durch Kompromisse und Zurückhaltung seitens der Angestellten geprägt sein. In erster Linie sollten die Angestellten und Mitarbeiter Solidarität gegenüber ihrem Arbeitgeber und den Kunden der Lufthansa zeigen. Am Ende der Tarifauseinandersetzung besteht nämlich die Gefahr, dass es zu massiven Entlassungen als Folge eines massiven Personalabbaus kommen kann.
    Entweder sind Sie selbst einer von den Raffzähnen, die uns seit Jahrzehnten "Lohnzurückhaltung" predigen, dann setzen Sie sich bitte mit den Hundts und den Sinns zusammen und singen das ewige Lied von der gebeutelten deutschen Wirtschaft. Sind Sie es nicht, dann fehlt Ihnen wohl die kritische Distanz.

    "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten", das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wann waren die Zeiten zwischen 1973 und heute bei uns eigentlich mal nicht "wirtschaftlich schwierig"? Wenn es nach der Arbeitgeberseite geht: niemals.

    Brummt die Wirtschaft, dann ist Lohnzurückhaltung gebunden, um den Aufschwung nicht abzuwürgen. Ist die Krise da, muss man natürlich erst recht Lohnzurückhaltung üben, damit der Aufschwung wiederkommt. Überhaupt - Wachstum, Wachstum, immer ist es dieses ominöse Wachstum. Wenn das Wachstum immer weitergeht, dann nennt man sowas in der Biologie Krebs.

    Deutschland trotzt der Krise, die prestigesüchtigen Politiker klotzten in jede noch so kleine Ecke der Provinz einen Flughafen, schenkten Easyjet und Ryanair die Bodenabfertigung und wundern sich nun, wenn große Airlines in Schwierigkeiten kommen, die ihre Infrastruktur selbst bezahlen. Tja, mit 29,99 pro Flug holt man weder Gehälter noch Steuern raus, gell?

    Die Misswirtschaft in Richtung Billigairline auch noch von den Mitarbeiern der Lufthansa zu fordern - das geht nach hinten los. Haben Sie mal geschaut, wie der Onlinehandel von Amazon & Co. boomt? Die sind ganz sicher in keiner Krise. Und warum wird in dieser Industrie der Großteil der Arbeit von Tagelöhnern und Billigstkräften abgewickelt?

    Sie haben ein kapitalistisches Prinzip nicht verstanden: der Reichtum weniger ist die Ausbeutung der Masse.
  7. #7

    Legitime Streikziele

    ...sind solche, die im Wege der Tarifautonomie den Tarifvertragsparteien zu eigenständigen Regelung überlassen sind. Dazu gehören sicherlich Entgelt- und Arbeitszeitfragen. Definitiv nicht dazu gehört, ob und inwieweit ein Unternehmen von der gesetzgeberisch vorgesehenen Möglichkeit der Arbeitnehmerüberlassung ("Leiharbeit") Gebrauch macht. Dies hat in der Tarifauseinandersetzung ebensowenig zu suchen wie in einer eventuellen Schlichtung! Zeit also, dass UFO das Angebot einer Schlichtung annimmt, nachdem der enorme wirtschaftliche Schaden am kommenden Freitag ja leider schon nicht mehr zu vermeiden ist. Dabei sind Leitdtragende nicht nur die Lufthansa und deren Kunden, sondern z.B. auch Gewerbetreibende an den Flughäfen oder Taxifahrer! Aufwachen, UFO!!!


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