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Flüsse ohne Wasser: Die ganz normale Dürre

DPAEine Analyse des Umweltverbandes WWF und von Forschungsinstituten offenbart ein großes Dürreproblem: 2,7 Milliarden Menschen entlang von 201 Flüssen haben nicht genug Wasser - mindestens für einen Monat im Jahr leiden die Regionen unter extremer Trockenheit.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...818623,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Analyse des Umweltverbandes WWF und von Forschungsinstituten offenbart ein großes Dürreproblem: 2,7 Milliarden Menschen entlang von 201 Flüssen haben nicht genug Wasser - mindestens für einen Monat im Jahr leiden die Regionen unter extremer Trockenheit.

    Flüsse ohne Wasser: Die ganz normale Dürre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Alles "nur" eine Frage der Organisation... naja und der Bildung, das ist die Voraussetzung für die Organisation. Genau genommen wird selbst bei uns noch gelehrt dass alles Regenwasser aus dem Meer verdunstet. Und Flüsse halten die meisten Menschen für so etwas wie natürliche Wasserleitungen in denen einfach nur das Wasser von den Quellen zum Meer fliesst. Da ist es dann nicht verwunderlich dass die meisten Menschen z B glauben dass Wüsten einfach durch rein wetterbedingten Wassermangel entstehen und Pflanzenwachstum dort nur durch dauerhafte künstliche Bewässerung möglich ist.
  2. #2

    Wasser kann nicht verbraucht werden

    Wasser gehört zu den Güter, die sich immer wieder selbst regenerieren. Unterschied zum Erdöl. Wer mehr Wasser entnimmt als der Region zugeführt wird, wird auf den Trockenen sitzen, gleichgültig, was wir für Mengen Wasser nutzen. Wasser war schon immer ein lokales Problem, was lokal gelöst werden muss. Man braucht uns Deutschen kein schlechtes Gewissen einzureden, weil wir 6 mal soviel Wasser nutzen. So lange es in Deutschland ausreichend Wasser gibt, können wir es auch nutzen. Kein Kind der Wüste hat was davon, wenn ich ein Glas Wasser weniger trinken. Nur nebenbei, der Regen von heute ist das Wasser von morgen. Sträflich wird es erst, wenn ich in der Wüste nicht bereit bin, mich anzupassen und mit weniger Wasser auszukommen, weil dann trinke ich der örtlichen Bevölkerung das Wasser weg. Eigendlich sollte ich mein Wasser in der Wüste mitbringen, wenn ich mich nur zeitweilig aufhalte, um den Menschen dort nicht das Wasser wegzunehmen.
  3. #3

    Dürreeinbildung ...

    Natürlich gibt es seit den biblischen Plagen periodische Dürreperioden.

    - Nur sind sog. Umweltschutzorganisationen "zuuuufällig" immer gerade da wo eine stattfindet, und nicht dort wo's genügend regnet.
    Beispiel Afrika:
    Im meist staubtrockenen Namibia war in den letzten Jahren die "Etosha Pfanne" mehrfach Wassergefüllt.
    Letztes Jahr waren die "Trockenflusstäler" gefüllt mit Wasser bis zum Meer. Ein grosses Spektakel.
    Stauwehre dort sind fast 2x im Jahr zum Überlaufen gefüllt, aber kein WWF-Ökokatastrophenzausel läßt sich dann blicken.
  4. #4

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    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
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    Wasser war schon immer ein lokales Problem, was lokal gelöst werden muss.
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    Das ist nicht die ganze Wahrheit. Über die Vegetation einer Region kann man die Regenfälle in anderen Regionen beeinflussen. Wenn man die Vegetation so übernutzt oder auf andere Weise zerstört dass der blanke Boden freiliegt dann versickert Wasser und kann nicht wieder verdunsten und erneut als Regen fallen, oder es fliesst so schnell ab dass es nicht genutzt werden und auch nicht wieder verdunsten kann.
  5. #5

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    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Das ist nicht die ganze Wahrheit. Über die Vegetation einer Region kann man die Regenfälle in anderen Regionen beeinflussen. Wenn man die Vegetation so übernutzt oder auf andere Weise zerstört dass der blanke Boden freiliegt dann versickert Wasser und kann nicht wieder verdunsten und erneut als Regen fallen, oder es fliesst so schnell ab dass es nicht genutzt werden und auch nicht wieder verdunsten kann.
    Um es ganz direkt zu "sagen": Viele Menschen verstehen nicht, dass Wasser, das von Pflanzen "verbraucht" wird, nicht "weg" ist, sondern von den Pflanzen in die Luft verdunstet wird und wieder als Regen fallen kann. Deswegen sind Kahlschläge und Überweidung einer der Hauptgründe für Wüstenbildung.

    Lediglich Wasser, das in irgendeiner Weise abfliesst, z B in Flüssen, oder indem es versickert, ist wirklich "weg".
  6. #6

    Zitat von Spiegelwahr Beitrag anzeigen
    Man braucht uns Deutschen kein schlechtes Gewissen einzureden, weil wir 6 mal soviel Wasser nutzen. So lange es in Deutschland ausreichend Wasser gibt, können wir es auch nutzen. Kein Kind der Wüste hat was davon, wenn ich ein Glas Wasser weniger trinken.
    Das ist eine Wahrheit mit erheblichen Modifikationen. Das Problem ist nicht, wieviele Gläser Wasser Sie hier trinken oder wie oft Sie ihr Auto waschen. Das Problem ist, daß ein Großteil der Güter, die wir importieren, in nicht so wasserverwöhnten Gegenden dieses Planeten mit einem erheblichen Wasserverbrauch produziert werden. Z.B. alle die Gemüse und Früchte aus Südeuropa oder Übersee, ein Großteil der Futterstoffe für das Fleisch, welches bei uns produziert wird, viele industrielle Produkte bei deren Herstellung Unmengen an Wasser verbraucht werden .... ein Großteil unseres Wasserverbrauchs fällt in Ländern an, in denen Wasser schon von vornherein eine Mangelware ist. Insofern haben wir in unserem feuchten nordeuropäischem Biotop eine erhebliche Verantwortung dafür, was in anderen Gegenden dieses Planeten passiert .... der Globalisierung sei Dank ..... (ok ... Ironie aus)
  7. #7

    SpOn beweist: es geht noch dramatischer

    Zitat von SpOn
    Schätzungen zufolge braucht man für die Produktion einer Tonne Reis rund 2500 Kubikmeter Wasser. Für Rindfleisch sind es rund 16.000 Kubikmeter.
    16.000 KUBIKMETER Wasser pro TONNE Rindfleisch klingt noch dramatischer als die bisher typischerweise zitierten 16.000 LITER Wasser pro KILOGRAMM Rindfleisch.
    Man könnte natürlich auch schreiben:
    Mit 1 HEKTAR Fläche kann JÄHRLICH 1/2 TONNE Rindfleisch erzeugt werden (bei angenommenen 800 l/m² Jahresniederschlag).
    Aber das haut natürlich keinen vom Hocker.

    All diese Zahlen sind weitgehend äquivalent, da in die Rechnung vor allem der Wasserbedarf (nicht: -verbrauch!) der notwendigen Flächen eingeht, auch für Futteranbau. Und dieser Bedarf deckt sich eben:
    - entweder durch Niederschläge
    - oder durch Bewässerung
    Das wird leider auch in der originären Quelle nicht erwähnt: http://www.waterfootprint.org/?page=...y&product=beef

    Vielmehr kommt es darauf an, WO das Wasser benötigt (nicht: verbraucht) wird.
    Da (deutsches) Rindfleisch in erster Linie auf deutschem Wasser basiert, hat der Bauer in Luliang (China) wenig davon, ob in hierzulande eine Tonne Rindfleisch mehr oder weniger gegessen wird.
    Bei Reis mag es da anderst aussehen...
  8. #8

    Zitat von Ex_Astris Beitrag anzeigen
    .... Das Problem ist nicht, wieviele Gläser Wasser Sie hier trinken oder wie oft Sie ihr Auto waschen. Das Problem ist, daß ein Großteil der Güter, die wir importieren, in nicht so wasserverwöhnten Gegenden dieses Planeten mit einem erheblichen Wasserverbrauch produziert werden. .....
    Das sagen Sie. In den letzter Zeit grassierenden Wassersparaufrufen ist aber nie davon die rede keine südafrikanischen Äpfel zu essen. Stattdessen wird zum direkten Wassersparen aufgerufen. Und das halte ich, nach einem prüfenden Blick aus dem Fenster, in Deutschland für Privatpersonen für Quatsch.
  9. #9

    Zitat von rasta123 Beitrag anzeigen
    Da (deutsches) Rindfleisch in erster Linie auf deutschem Wasser basiert, hat der Bauer in Luliang (China) wenig davon, ob in hierzulande eine Tonne Rindfleisch mehr oder weniger gegessen wird.
    Bei Reis mag es da anderst aussehen...
    Woher kommen die Futtermittel mit denen in der deutschen Massentierhaltung hauptsächlich gefüttert wird?

    Eine Recherche ergibt, dass Ihre These nicht stimmt.
    Soja, Faszination Regenwald








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