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Flucht vor dem Fiskus: Deutsche Firmen drängen in die Schweiz

Unternehmerfreundlich, überschaubar, sicher: Die Schweiz lockt deutsche Firmen gleich reihenweise über die Grenze - trotz der Rezession. Das missfällt den deutschen Behörden. Deshalb schicken sie ihre Steuerfahnder sogar in die Info-Seminare der Eidgenossen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637578,00.html
  1. #1

    Firma = Name

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unternehmerfreundlich, überschaubar, sicher: Die Schweiz lockt deutsche Firmen gleich reihenweise über die Grenze - trotz der Rezession. Das missfällt den deutschen Behörden. Deshalb schicken sie ihre Steuerfahnder sogar in die Info-Seminare der Eidgenossen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637578,00.html
    Ein weiterer Vorteil der Schweiz ist, dass sie den Unterschied zwischen den Begriffen "Firma" und "Unternehmen" kennt. "Firma" ist der Unternehmensname. Der Artikel beschäftigt sich also mit dem Wegzug von Namen. Er sollte sich lieber mit dem Wegzug von Unternehmen beschäftigen. Das scheint mir das derzeit größere Problem zu sein.
  2. #2

    selbst schuld

    Recht so - wer Leute derart schickaniert muss sich nicht wundern, wenn die sich andere Lösungen suchen.

    Es erweckt immer mehr den Eindruck, daß Straftäter aus dem Bereich "Personenschaden" /Körperverletzung, Sexualstraftäter etc nicht einem derartigen Verfolgungsdruck unterzogen werden, wie Steuerpflichtige.
    Die Steurfahnung darf ja heute schon faktisch mehr als die Polizei. Anscheind ist dann Geld dem Staat doch wichtiger als die Unversehrheit seiner Bürger, von Datenschutz ganz zu schweigen.

    Es sind anscheinend polititsche Schwerpunkte die dort gesetzt wurden.
  3. #3

    Firma = Name

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Unternehmerfreundlich, überschaubar, sicher: Die Schweiz lockt deutsche Firmen gleich reihenweise über die Grenze - trotz der Rezession. Das missfällt den deutschen Behörden. Deshalb schicken sie ihre Steuerfahnder sogar in die Info-Seminare der Eidgenossen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637578,00.html
    Leider verwechselt (nicht nur) SPON immer wieder die Begriffe "Firma" und "Unternehmen". "Firma" ist nur der Name des Unternehmens (vgl. §2 HGB). Firmen-Wegzug hieße also, dass die Namen der Unternehmen wegziehen, die Unternehmen jedoch hier bleiben. Das kann jedoch offensichtlich nicht gemeint sein.
  4. #4

    Sieht nicht gut aus für die Zukunft der BRD

    Es verwundert kaum, dass deutsche Unternehmen in die Schweiz, nach Österreich, in die Niederlande oder sonstwohin abwandern. Und dass die hochqualifizierten Leute es ihnen gleichtun und ebenfalls in Scharen Deutschland den Rücken kehren. Ca. 70.000 Deutsche sind netto (nach Abzug der Rückzüge) abgewandert.

    Die deutsche Gesellschaft muss sich schleunigst etwas einfallen lassen, um die Leistungsträger (Akademiker, kleine und mittelgroße Unternehmen) im Land zu halten und zur Entfaltung zu bringen. Und zwar sollten sich die deutschen Behörden endlich mal mehr Gedanken über Ursachen der Abwanderer machen anstatt über Sanktionen derselben. Wenn die Entwicklung so noch 10 Jahre lang weiter geht, wird auch die kreativste und aggressivste Steuerbehörde nichts mehr holen können. Und dem Land könnte eine ähnliche Entwicklung bevorstehen wie der Sowietunion vor gut 20 Jahren (oder der DDR im kleineren Maßstab). Auch dort haben es die Menschen irgendwann nicht mehr ausgehalten, und der beste Spitzeldienst war machtlos. So wird es auch diesmal sein.
  5. #5

    Einen Orkus von Steuervorschriften ...

    hat der Herr Steinbrück auf dem Gewissen. Der entzieht sich auch als Parteipolitiker systematisch jeder Diskussion zur Steuervereinfachung. Dazu kommen immer ruppiger auftretende Steuerfahner unnd Staatsanwälte. Man kann es den Unternehmen nicht verdenken, dass sie einen verstärkten Blick über die Grenzen werfen. Mit der Sozialdemokratie ist leider "kein Staat zu machen".
  6. #6

    Steuerparadies?!

    Ich störe mich seit länegerem an dem vom Spiegel verwendeten Ausdruck "Steueroase" oder "Steuerparadies" für die Schweiz. Die Schweiz ist ein normaler Staat, in dem dank Steuerwettbewerb zwischen Gemeinden und Kantonen im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich überbordende Bürokratie verhindert wird und die staatlichen Leistungen in einem relativ vernünftigen Verhältnis zu den Abgaben der Bürgern stehen. Unter solchen Umständen von "Steuerparadies" zu sprechen ist anmassend und zeigt, dass man in Deutschland staatliche Ineffizienz und die daraus resultierenden Steuerquoten bereits als Normalität akzeptiert. Wem das gefällt: Bittesehr! Ein Grund, effizientere Staatswesen deshalb als "Steueroasen" zu verurteilen ist dies dennoch nicht.

    Übrigens: Im Gegensatz zu Deutschland sind in der Schweiz beispielsweise die Kosten für die Krankenversicherung nicht bereits im Netto-Lohn enthalten. Einfach Steuersätze vergleichen greift also ebenfalls zu kurz.
  7. #7

    Flucht vor dem fiskus

    Zitat von Schubbidubbidu Beitrag anzeigen
    Leider verwechselt (nicht nur) SPON immer wieder die Begriffe "Firma" und "Unternehmen". "Firma" ist nur der Name des Unternehmens (vgl. §2 HGB). Firmen-Wegzug hieße also, dass die Namen der Unternehmen wegziehen, die Unternehmen jedoch hier bleiben. Das kann jedoch offensichtlich nicht gemeint sein.
    Schlaumeier. Kennen Sie auch den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz?
  8. #8

    eigentlich genügt es,

    drei im aktuellen SpOn aufeinanderfolgende Überschriften zusammenzustellen:

    1) Ökonomen verlangen von Arbeitnehmern Lohnverzicht
    2) Dax klettert Richtung Jahreshoch
    3) Deutsche Firmen drängen in die Schweiz

    um zu erkennen, was hier schiefläuft.
    'Minister' Steinbrück und seine Berater pressen Bürger und Mittelstand aus, wobei sich letzterer durch Abwanderung ins Ausland weiterhilft. Nur das Finanzgaunertum kann mal wieder jubeln.
    Und besser wirds nicht werden, bei diesen Volkshochschul-'Kompetenzteams' wie sie uns für die Zukunft präsentiert werden.
    Ob ich das Frühstück wohl im Magen behalte ?
  9. #9

    Richtig so

    Richtig so, als Unternehmer die Konsequenzen zu ziehen. Soll Steinbrück doch sehen, wo er 4 Mio Arbeitsplätze her kriegt, wenn seine Kollegen die Unternehmer vertreiben. Aber die SPD ist ja ohnehin bald weg.

    Arbeitsplätze schaffen in der Masse nur Unternehmer. Wann kapieren die Dillettanten in Berlin das endlich.


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