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Flucht in US-Botschaft: USA und China verhandeln über blinden Dissidenten

AFPDer Aufenthaltsort des blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng ist offenbar bekannt: die Botschaft der USA in Peking. Parteikader und US-Regierung bestätigen das nicht, sollen aber bereits im Geheimen über Chens Zukunft verhandeln.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...830317,00.html
  1. #1

    dissidentenidol gabriel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufenthaltsort des blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng ist offenbar bekannt: die Botschaft der USA in Peking. Parteikader und US-Regierung bestätigen das nicht, sollen aber bereits im Geheimen über Chens Zukunft verhandeln.

    Flucht in US-Botschaft: USA und China verhandeln über blinden Dissidenten - SPIEGEL ONLINE
    und mit solchen typen, die ihre mitmenschen aus fadenscheinigen gründen für jahre hinter gitter schicken, drangsalieren, foltern lassen und überdies willkürliche sippenhaft praktizieren, setzten sich gabriel und co. an einen tisch, wenn es um die "vertiefung" der gegenseitigen wirtschaftlichen beziehungen geht.

    menschenrechte interessieren dann keine sau und noch nicht mal einen feuchten kehricht.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollte sich die Flucht in die Obhut der USA bestätigen, wäre das sicher eine Belastung für die anstehenden Gespräche zwischen hochrangigen US-Regierungsvertretern mit chinesischen Offiziellen in der kommenden Woche. Dazu wollen unter anderem die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner nach Peking reisen.
    Tja, ungemütlich wie immer, aber damit muss man leben wenn man wirtschaftliche Verhältnisse zu einer menschenrechtsverletzenden Diktatur pfelgt.

    Wobei man sagen muss, wenn wirklich "verhandelt" wird darf die US-Regierung hoffen, dass das nicht ans Licht kommt, denn da gibt es eigentlich nichts zu verhandeln. Aber heuchlerisch sind unsere westlichen Regierungen ja sowieso, vor allem wenns um Menschenrechte geht - und das auch noch im Zusammenhang mit wichtigen Wirtschaftspartnern.
  3. #3

    i.m.h.o. ist das ganze ein gesteuertes, abgekartetes spiel. China lebt technologisch ja nun auch nicht mehr länger hinter'm mond: wenn ich als staat jemanden überwachen will, ist es sogar aus der distanz heraus null problem, die frequenzmodulation eines gelassenen furzes zu kennen – da brauche ich noch nicht mal menschliches personal für.

    Ich halte das für eine "liho"-geschichte: let it happen on occasion. Chen darf ziehen, er wird ein paar interviews geben und zwei oder drei gehässige bücher schreiben, die eh nur diejenigen lesen, die die VRCh sowieso schon nicht mögen, und dann wird sich ein großen schweigen ausbreiten. Bequemer und kostengünstiger kann man ein ärgernis (nichts weiter ist Chen für die chin. staatsmacht) doch gar nicht loswerden!

    Es gibt dafür auch genügend beispiele aus der jüngsten geschichte: Kennt eigentlich noch irgend jemand die namen der dissidenten vom Tiasnanmen-zwischenfall anno '89 oder weiss, was die derzeit treiben?
    Na also! läuft doch prima für Chinas mächtige!
    Und ihre ach so großzügige geste, Chen ziehen zu lassen, lassen sich Chinas großmächtigen auch noch in den "gesprächen hinter den kulissen" versilbern!

    Wenn die USA wirklich gehässig wären, würden sie Chen einen ortungs-chip einpflanzen, ihn unter irgendeinem fadenscheinigen vorwand zurückschicken, und dann alle heck lang nach verbleib und befinden von Chen unter einem medialen wirbel öffentlich und auf chinesisch fragen, dabei aber durchscheinen lassen, dass sie das eigentlich ziemlich genau wissen. Technisch ist das absolut kein problem mehr heutzutage.
    Mei, würde das die chinesische führung ärgern! Bzw. was für möglichkeiten, diese bei bedarf ärgern zu können!
    - aber ich fürchte, so intelligent sind die Amis nicht.
  4. #4

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen
    und mit solchen typen, die ihre mitmenschen aus fadenscheinigen gründen für jahre hinter gitter schicken, drangsalieren, foltern lassen und überdies willkürliche sippenhaft praktizieren, setzten sich gabriel und co. an einen tisch, wenn es um die "vertiefung" der gegenseitigen wirtschaftlichen beziehungen geht.

    menschenrechte interessieren dann keine sau und noch nicht mal einen feuchten kehricht.
    Gibt es einen bestimmten Grund wieso sie sich gerade Sigmar Gabriel aus der Opposition rausgepickt haben? Das klingt ja gerade so als ob die Regierungskoalition China boykottieren würde.
  5. #5

    Zitat von maximixa Beitrag anzeigen

    menschenrechte interessieren dann keine sau und noch nicht mal einen feuchten kehricht.
    Sie doch genau so wenig. Jeder von uns kauft Produkte "made in China". Egal obs H&M, Apple oder Drucker sind.
  6. #6

    ..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufenthaltsort des blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng ist offenbar bekannt: die Botschaft der USA in Peking. Parteikader und US-Regierung bestätigen das nicht, sollen aber bereits im Geheimen über Chens Zukunft verhandeln.

    Flucht in US-Botschaft: USA und China verhandeln über blinden Dissidenten - SPIEGEL ONLINE
    Ob Chen Guangcheng den USA mehr wert ist als gute Beziehungen zu China ? Falls nicht, sieht es nicht gut aus für ihn.

    n01
  7. #7

    ...

    Würde die Presse bei diesem Anlaß die Hintergründe der "größten Demokratie der Welt" in den Vordergrund stellen: den Irak-Krieg, Guantanamo, politische Machtkämpfe, die soziale Basiserfordernisse wir eine Krankenversicherungspflicht für jedermann verhindern, die immer wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die sogenannte Pressefreiheit ... ?

    Es geht nicht darum, Negatives mit Negativem zu relativieren oder gar zu verharmlosen. Es geht darum, gleiche Maßstäbe anzulegen. Zu oft wird der Leser durch altbackene Vorurteile zu China konfrontiert.

    China ist eine Wirtschaftsmacht, die drauf und dran ist, die USA abzulösen. China ist auch gerade durch die neue Position in der politschen und der Wirtschaftwelt zur Öffnung gezwungen. Diesen Weg unterstützt man auch durch Intensivierung der Kontakte auf allen Ebenen.

    Gerade von Spiegel erwarte ich mehr Objektivität.
  8. #8

    beim Treffen mit den Chinesen ein bisschen denken muessen, sie hat ja schliesslich ihren Finanzminister im Schlepptau, der ja bestimmt um etwas "Kleingeld" fuer die schwaechelnde US-Wirtschaft werben will. Mal schauen wie sie das deichseln wird.
  9. #9

    aus aktuellem anlaß

    Zitat von outsider-realist Beitrag anzeigen
    Gibt es einen bestimmten Grund wieso sie sich gerade Sigmar Gabriel aus der Opposition rausgepickt haben?
    Das klingt ja gerade so als ob die Regierungskoalition China boykottieren würde.
    ich schrieb sicherheitshalber(!) gabriel und co., womit ich die ganze politische elite dieses unseres aus der geschichte gelernt habenden landes gemeint habe.

    im übrigen geriert sich der dicke gabriel soeben hechelnd, nachdem bundesprä gauck die vorlage lieferte, gegenüber dem harmlosen gegner ukraine mit einem ebenso harmlosen fußballbesuchsboykott - igitt, dann würde er ja neben einem gefängnisdirektor sitzen können - als echter kämpfer für die menschenrechte - es kostet nichts.








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