Forum


 

Flucht in die USA: BASF gibt Gentechnik-Markt in Europa auf

BASF gibt sich geschlagen. Der Chemieriese verlagert die grüne Gentechnik komplett in die USA. Grund ist die anhaltende Skepsis der europäischen Verbraucher. Greenpeace begrüßte den Schritt, CDU und FDP sprechen dagegen von einer schlechten Nachricht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809441,00.html
  1. #80

    vergaser

    Zitat von caty24 Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht den unkontrollierbaren z.B Monsanto Mist aus Amerika dessen riesige Gewinne Politiker korrumpieren kann und die Menschen krank macht.
    Es verlangt ja auch keiner von der europäischen Autoindustrie, nur Autos mit Vergaser anzubieten... wieso soll also bitte der technische Fortschritt bei der Landwirtschaft aussen vor bleiben?
    Im Rest der Welt ist diese Diskussion noch nicht mal präsent... Gentech ist nur ein weiteres Mittel, effizienter zu produzieren, hoehere Qualität zu erzeugen und das Risiko zu minimieren...
    In wenigen Jahren wird es Gentech-sorten geben, die ganz spezielle Anforderungen erfüllen - aehnlich, wie heute Spritzmittel. Ist doch klar, dass es für die Produzenten interessant ist, eine Sorte anzupflanzen, die man nur einmal statt sechsmal spritzen muss.
    Gruesse aus Brasilien!
  2. #81

    Gesetz des Marktes

    Das ist das Gesetz des Marktes. Wenn der Konsument sich zwischen Genmais und normalen Mais entscheiden kann, nimmt er anscheinend lieber den normalen.

    Komisch, dass gerade die marktliberalen Freuheitlichen anscheinend genau damit ein Problem haben. Is es also doch nur die Freiheit der Gewinnmaximierung?
  3. #82

    voll die Fachkenntnis

    Zitat von nerdchen Beitrag anzeigen
    Konkret sehr schade für den Standort, aber wirtschaftlich eine verständliche Entscheidung.

    Des weiteren ändert sich nichts daran, daß das Chancen-/Risiko-Verhältnis der grünen Gentechnik denkbar schlecht ist, und die grüne Gentechnik niemals den Hunger in der Welt wird stillen können.

    Sie erlaubt lediglich der durchindustrialisierten Landwirtschaft kurzfristige Ertragssteigerungen, und den Agrokonzernen die Profitmaximierung.
    woher, lieber forum-teilnehmer, nehmen Sie bitte das Wissen, dass die Gentechnik nicht hilft, den Hunger zu stillen? Wie bitte wuerden wir jetzt 7 mrd Menschen ohne Agrarchemie ernähren? Wie bitte soll auf eine weitere ertragssteigernde und -sicherne Massnahme verzichtet werden? Wieso ist in Europa jeder so sicher, dass man diese intelligente Technik nicht braucht? Wieso ist der Rest der Welt weiter und spritzt weniger, hat weniger Ernteausfälle und nutzt das, wass wissenschaftlich erarbeitet wurde?
    Aber alles kein problem. Wir verzichten auf den Fortschritt. Schalten Computer ab und fahren weiter unsere Spritfresser wie in den Siebziger Jahren...
    Hochmut kommt vor dem Fall
  4. #83

    Tomaten haben keine Gene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    BASF gibt sich geschlagen. Der Chemieriese verlagert die grüne Gentechnik komplett in die USA. Grund ist die anhaltende Skepsis der europäischen Verbraucher. Greenpeace begrüßte den Schritt, CDU und FDP sprechen dagegen von einer schlechten Nachricht.

    Flucht in die USA: BASF gibt Gentechnik-Markt in Europa auf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    In einer Umfrage von 1999 (Umfrage zur Gentomate) gehen 44% der Deutschen davon aus, dass natürliche Tomaten keine Gene haben. Ich weiss nicht ob sich sehr viel am Bildungsstand getan hat, aber ich denke, in einem solchen Umfeld ist eine öffentliche Diskussion über Sinn und Unsinn von Gentechnik Zeitverschwendung.
  5. #84

    bauernsterben

    grüne gentechnik zerstört unsere lebensgrundlage. bewusst, gezielt, systematisch.
    zweifel?
    beispiele:
    Good Food - Bad Food
    http://www.raising-resistance.info/
  6. #85

    ...

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    zivilisation zeigt sich nicht nur im umgang mit menschen, sondern auch im umgang mit jedweder kreatur und auch im umgang mit dem eigenen essen.
    Der Unterschied zwischen Vernunft und Dummheit zeigt sich u.a. darin, ob einer ernsthaft Essensgewohnheiten zum Diskriminator zwischen Zivilisation und Barbarei hochjazzt oder nicht.
  7. #86

    sie bringen es auf den Punkt

    Zitat von altmannn Beitrag anzeigen
    sind die Verbraucher in D (und auch sonst in Europa) ein bisschen misstrauisch gegen Heilsversprechungen geworden.

    Die Hauptprobleme der grünen Gentechnik im Lebensmittelbereich:

    1. Keine ausreichende Kennzeichnung, da von Lobbyisten verhindert.
    Bei vollständiger Kennzeichnung könnte der Verbraucher mit den Füssen abstimmen, das ist aber anscheinend nicht gewünscht.

    Lösung: wo Gentechnik drin ist, muss es auch draufstehen.

    2. Wer ist verantwortlich, wenn sich die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen als teurer Fehler erweist? Soll auch da wieder die Gesellschaft blechen?

    Lösung: Wer gentechnisch veränderte Organismen freisetzt, ist dafür verantwortlich. Er muss dafür sorgen, dass diese Organismen oder die, in denen diese veränderten Gensequenzen auch durch natürliche Vorgänge eingebaut sind, bei Bedarf auch entfernt und entsorgt werden.
    Genau hier liegt des Pudels Kern, die Unternehmen haben alles dafür getan um eine Verbraucher freundliche Kennzeichnungspflicht zu verhindern bzw. zu verwässern, denn bei klarer Kennzeichnung würde ja sonst kaum einer ihre genmanipulierten Produkte (und nicht nur die) kaufen.

    Dann will mann das Zeug hier in anbauen und damit in der Natur freisetzen für mögliche Folgen will mann aber natürlich nicht haften. Das soll dann eben wieder brav die Gemeinschaft zahlen bzw. die geschädigten konventionellen sowie Bio Bauern bleiben halt auf ihren Schäden sitzen, die möglichen Gewinne sollen aber in die Unternehmenskasse fließen.

    Und dann wundert mann sich allen ernstes warum keine von dem Zeug begeistert ist ?
  8. #87

    Zitat von wkilikidoo Beitrag anzeigen
    .
    Wer den unter Verschluss gehaltenen Bericht von Dr. Klaus Dieter Neitzke liesst, der damals den Auftrag hatte für die EU, evtl. langfristige Schäden für den Menschen zu untersuchen, versteht sofort dass man auf KEINEN Fall das Zeug Essen sollte. Ratten hatten aufgeschwollene Lebern und starben daran. Dr. Neitzke wurde gefeuert und starb sehr jung (unter 60). Sein Bericht verschwand...
    Klar, aber Sie haben den "Geheimbericht" gelesen.
  9. #88

    Wir Schafe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    BASF gibt sich geschlagen. Der Chemieriese verlagert die grüne Gentechnik komplett in die USA. Grund ist die anhaltende Skepsis der europäischen Verbraucher. Greenpeace begrüßte den Schritt, CDU und FDP sprechen dagegen von einer schlechten Nachricht.

    Flucht in die USA: BASF gibt Gentechnik-Markt in Europa auf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Gott sei Dank, dass die wenigstens teilweise mit ihren biosphaerenwidrigen Machenschaften woanders hingehen. Das gibt uns hier einen Zeitaufschub
    Besser waere allerdings gewesen, wenn sie in Grund und Boden gerammt worden waeren, juristisch und/oder per Komsumboykott fuer deren ganze Produkt-Palette.
    Denn frueher oder spaeter landen die Genkartoffeln doch wieder bei uns.
    Leuchtendes Beispiel fuer solche Entwicklungen sind die Soja- und Maisentartungen aus den USA, Vorreiter Monsanto.
    Man sollte sich mal zu diesem Thema den podcast von SWR Wissen "Sojarepublik Paraguay?" reinziehen.
    Da kann man auch nachhoeren, wie sich die Genverbrechen in anderen Kontinenten wieder zu uns rueckimportieren.

    Schon schlimm genug, diese Allerorten-Normal-Denaturierungen unserer Nahrungsmittel, die schon im Kuh-/ Huehnerstall der Landwirte losgeht. Nun kommen auch noch die Genverbrecher dazu.
    Aufhalten um jeden Preis ist angesagt.

    Bis diese Leute endlich kapieren, dass wir Verbraucher nicht etwa deren bequemes Medium zum betruegerischen Geldscheffeln sind.
    Sondern umgekehrt: die uns versorgen duerfen, sofern und solange sie hauptsaechlich unser Wohl und nicht uns maximal abzukochen an die erste Stelle ihres Tuns ruecken.
    Wie weit ist es bloss mit uns gekommen, uns Schafen!
  10. #89

    .

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Das ist eine bittere Nachricht für Europa. Eine der großen Zukunftstechnologien wandert ab. Nun, die grünen Ideologen sind ja gut in Kommunalverwaltungen, Ministerien oder Landwirtschaft versorgt.
    Eine sehr gute Nachricht für Europa, weil wir keine Grosskonzerne brauchen die über Genpatente Kleinbauern, Kleinunternehmer und private Gemüsegärtner mit Anwaltsklagen überziehen, weil diese nicht garantieren können, dass keiner ihrer verwendeten Samen aus eigener Züchtung nicht deren patentierte Gene beinhaltet. Unfassbar wie Monsanto in den USA mit Patenten ihr Geschäftunwesen treibt.


TOP



TOP