Forum


 

Flucht in die USA: BASF gibt Gentechnik-Markt in Europa auf

BASF gibt sich geschlagen. Der Chemieriese verlagert die grüne Gentechnik komplett in die USA. Grund ist die anhaltende Skepsis der europäischen Verbraucher. Greenpeace begrüßte den Schritt, CDU und FDP sprechen dagegen von einer schlechten Nachricht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809441,00.html
  1. #70

    Naiv

    Zitat von frahar1 Beitrag anzeigen
    Und wieder der gleiche Fehler, das was sie hier sagen haben die Leute vor 100 Jahren auch gesagt: Ich konnte wunderbar ohne elektrischen Strom leben, ich konnte wunderbar ohne Computer leben etc. pp Genau diese Einstellung gipfelt im Endeffekt in dem Zitat: Wer will, daß die Welt so bleibt wie sie ist, will nicht das sie bleibt. Im übrigen ist noch keine einzige Kartoffel auf dem Markt, die sie essen müßten, die Amflora und Amadea sind ausschließlich für die Leimproduktion gedacht, aber das spielt ja keine Rolle für Sie, oder?
    So, dann klären Sie mich bitte über den Mehrwert auf, den ich persönlich von Biomais habe. Danke. Im Gegenzug erkläre ich Ihnen dann den Mehrwert von Strom und Computern.

    Und das gentechnisch veränderte Pflanzen andere Produkte (z.B. Honig) kontaminieren könnten, ist Ihnen auch gleich oder? Wer mögliche Seiteneffekte ignoriert, ist in meinen Augen naiv.
  2. #71

    Zitat von zukunft007 Beitrag anzeigen
    und letzten Endes gehts eigentlich nur um Patentrechte,die den Bauern ihre Rechte entziehen.
    Aber immerhin,das Patent auf Schweine wurde zumindest wieder entzogen.
    Gentechnik: Behörde zieht Schweine-Patent zurück | Wissen | ZEIT ONLINE
    Also fordp und zukunft007, ihr wollt also, dass es keine Schutzrechte mehr gibt? Dann seid auch bitte dafür, dass die Chinesen alle unsere Produkte nachmachen, ohne dafür Lizenzgebühren zu zahlen. Gründet eine Bürgerinitiative, die dafür sorgt, dass alles frei verfügbar ist, Bücher, Patente auf Maschinen, Musik, Pflanzensorten, was immer ihr wollt. Aber vergesst nicht: In allen durch Rechte geschützte Dinge steckt Arbeit und intellektuelles Wissen. Davon leben wir!Wir könne kein Öl oder Gas verscherbeln, weil wir beides nicht haben. Wir brauchen gute Naturwissenschaftler und Ingenieure, die neue Dinge entwickeln und vermarkten können. Nur mit Gemeinschaftskundelehrern, TransferempfängerInnen oder mit sich gegenseitig die Haare schneidenden Leuten können wir unsere Gesellschaft nicht erhalten.
    Es ist leider so.
  3. #72

    BASF,Monsanto und Geschichte

    Selber habe ich viele Jahre international in Düngemitteln
    gehandelt. Mindestvolumen waren 200 t und es war von
    Anfang an eine Lüge. Dügemittel würden helfen den Hunger
    weltweit zu stoppen; dann kamen Pestizide und Co., und wieder
    das Credo das Gleiche. Jetzt sind es GenSeeds und wer verdient
    daran? Monsanto und BASF. Bei der ICI war ich Händler Nr. 1
    und jetzt bin ich Bio Bauer im Kleinen. Für meine vergangene
    Tätigkeit schäme ich mich. Schaut Euch doch an was die Leute
    essen, die viel Geld ihr eigen nennen.
    Jeder im biz weiß, wie viel " Aufklärung " BASF alleine in Kambodscha
    und Laos betrieb. Wie nett die ICI in Malysia war und wie Monsanto
    US Bauern wegknüppelt. Da erstaunt es mich nicht, das die FDP und
    die CDU aufschreien. Warum wohl?
  4. #73

    Deutschland autark ?

    Zitat von ayee Beitrag anzeigen
    Ja, wir holen Tomaten aus Holland, Orangen aus Spanien, Bananen aus Südamerika. Alles schön und gut.

    Ich habe gesagt: "Und nebenbei, hat Deutschland irgendwelche Schwierigkeiten sich ohne Gentechnik zu ernähren?" Ich wüßte nicht, was an dieser Aussage falsch sein sollte. Meinen.....
    Dass Deutschland nicht autark ist, konnten wir kurz nach der Einführung des Euros feststellen. Damals hatten wir wegen des Klimas
    (vereiste Autobahnen) ein großes Problem das Obst und Gemüse aus Südfrankreich nach Deutschland zu transportieren. Der Verbraucher merkte es sofort durch stark steigende Preise und stark fallende Qualität.
    Nachdem beim Biogas ein Boom zu verzeichnen war, haben viele Landwirte ihr Hauptgeschäft im Verkauf von Strom gesehen. Selten hat man den Medien die Information entnommen, dass die Anbauflächen mittlerweile so knapp geworden sind, dass ich ernsthafe Folgen befürchte, sollte aus irgendeinem Grund die Lieferung von Obst und Gemüse aus dem Ausland eingeschränkt sein.
    Aber wir haben ja den Euro, so dass wir keinen Krieg befürchten müssen. Hoffentlich irren sich die Fachleute in diesem Punkt nicht auch.
  5. #74

    Verleumdung und Naivität

    Zitat von caty24 Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht den unkontrollierbaren z.B Monsanto Mist aus Amerika dessen riesige Gewinne Politiker korrumpieren kann und die Menschen krank macht.
    Bitte belegen Sie, dass "Monsanto Mist aus Amerika" die Menschen krank macht. Können sie das nicht, sind Sie ein Verleumder.

    Wenn Sie glauben, dass die Verlegung der Forschungsabteilung der BASF in die USA Ihren oder unseren Speiseplan auch nur ein Jota ändert, haben Sie nichts begriffen.
  6. #75

    Die Menschenfreunde...

    Zitat von frahar1 Beitrag anzeigen
    Natürlich kann sich Deutschland auch ohne Gentechnik ernähren und zwar deshalb weil es anderen Ländern ihre Getreide oder Gemüse oder Obst abkauft. Wer sind diese anderen Länder in der Regel solche, in denen die Bauern die für uns fette Deutschen das Essen produzieren selbst am Hungertuch nagen.
    ...von Monsanto & Co würden dagegen natürlich Brot und Mais für lau an die Armen der Welt verteilen ;)

    Man braucht nur global monopolisiertes Gensaatgut und schon muss niemand mehr Hunger leiden...Ist klar.
  7. #76

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    ...solange die ausbreitung der gentechnisch veränderten organismen nicht verhindert werden kann. genau das machen firmen wie monsanto. sie verseuchen ganze länder mit ihrem mist und das so nachhaltig, dass sie sogar bauern rechnungen zuschicken, die ihre saat gar nicht eingesetzt haben. da aber die spione von monsanto proben ihrer fremdverseuchten pflanzen als beweis für den einsatz ihrer geschützten gen-pflanzen nehmen, ist es für einen solchen kleinbauern fast unmöglich etwas dagegen zu tun.
    Sie müssen aufpassen nicht zwei verschiedene Sachen zu vermischen. Monsanto ist ein Konzern. Und diesen Konzern muss man von der Technik an sich unabhängig sehen. Würde es vernünftige Regulationsmechanismen und Regelungen zur Patentierbarkeit von Lebewesen geben wäre Monsanto nicht so mächtig wie jetzt. Ich bin beileibe kein Fan von Monsanto, noch von GT aber ich stehe einer neuen Technik nicht feindlich gegenüber nur weil viele sie nicht verstehen.

    Darüber hinaus muss ich zu diesem Thema sagen, dass ich viel mit GT Gegnern diskutiert habe und meistens ist das Problem das die Personen nur Halbwissen haben. Und das ist brandgefährlich. Da laufen viele Leute wenigen Ideologen hinterher zu denen auch der vor einigen Posts genannten Jörg Bergstedt gehört.
  8. #77

    Artengrenze

    Zitat von fordp Beitrag anzeigen
    nein, das wusste ich nicht. da aber bei diesem tilling die artengrenze nicht überschritten wird, sehe ich da weniger ein problem.
    Das ist ja immerhin mal eine etwas differenzierte Aussage, sie sind also nicht gegen Gentechnik generell, sonder nur wenn sie die Artgrenze überschreitet. Genau solche Meinungen sind wesentlich hilfreicher in der Diskussion als Platitüden wie von ayee: "Ich konnte bisher auch ohne Gentechnik leben". Die Artgrenze wird in vielen Gentechnikpflanzen nicht überschritten (nennt sich Cisgenese im Unterschied zur Transgenese), soll aber trotzdem unter das Gentechnikrecht fallen (in Europa) und wird daher de facto auch verboten werden, finden sie das gut?
    Ein Beispiel, eine neue Apfelsorte, in die von einer anderen Sorte gezielt ein Gen eingebracht wird (ja mit Gentechnik), daß für eine veränderten Säuregehalt verantwortlich ist, ist das "böse Gentechnik" oder eher nicht? Macht man das konventionell (z.B. über Kreuzung oder TILLING) dauert es 10-20 Jahre, respektive 5-10 Jahre. Ich gebe zu, daß ist kein "lebensnotwendiges" Ziel eine neue Apflesorte zu kreieren, aber darum geht es doch wohl hoffentlich nicht, oder?
  9. #78

    Titel

    Zitat von caty24 Beitrag anzeigen
    Ich möchte nicht den unkontrollierbaren z.B Monsanto Mist aus Amerika dessen riesige Gewinne Politiker korrumpieren kann und die Menschen krank macht.
    Punkt 1) Politiker braucht man nicht zu korrupieren, sie sind es bereits.

    Punkt 2) Die Menschen sind bereits (geistes)krank, dazu brauchts keine Pflanze die durch Gentechnik mehr Ertrag liefert.

    Ich frag mich immer wie die Ökotrottel Angst vor Gentechnikpflanzen haben, aber den "natürlichen" Kram essen (oder rauchen) und denken:
    "Mutter Natur hat dieser Pflanze befohlen meine Nahrung zu sein! Deshalb muss die Pflanze alles tun um meiner Gesundheit förderlich zu sein!"

    Ist das blindes Gottvertrauen oder nur naiv?
  10. #79

    Interessante Diskussion

    Wenn ich viele schöne makellose Früchte unserer Landwirtschaft, oft mit einem Bio Ethikett versehend, in unseren Läden betrachte, dann frage ich mich, ob unsere Vorfahren vor vielen Tausend Jahren auch solche Früchte zum Essen hatten...

    Ich würde es wagen zu bezweifeln. Laut dem was ich in der Schule gelernt habe, das was wir heute verzehren, ist ein Ergebnis von tausend Jahre Selektion, oder anderen Züchtungsverfahren. Man fördert dabei Pflanzenqualitäten, die für uns Menschen vorteilhaft sind, und unterdrückt dabei andere ... Ist es nicht bereits Genmanipulation? Ist es nicht legitim zu sagen, dass das was die moderne Gentechnik erreichen will ist die Verkürzung langwieriger Züchtungsverfahren?

    Und noch was. Laut Darwin, hat sich das Leben auf der Erde von einzeiligen Organismen entwickelt. Diese Gedanke wurde noch nicht widerlegt, doch ehe bestätigt. Wenn das stimmt, sollten doch Genen von Pflanzen, Tieren, Insekten, und auch Menschen ähnlich sein? Gibt es Genen die gleich sind? Wenn ja, warum kann Evolution die Genen vermischen, jedoch nicht die Menschen?


TOP



TOP