Flucht in die USA: BASF gibt Gentechnik-Markt in Europa auf

BASF gibt sich geschlagen. Der Chemieriese verlagert die grüne Gentechnik komplett in die USA. Grund ist die anhaltende Skepsis der europäischen Verbraucher. Greenpeace begrüßte den Schritt, CDU und FDP sprechen dagegen von einer schlechten Nachricht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809441,00.html
  1. #220

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Reden Sie hier nicht herum, wann und wo ich das jemals behauptet haben soll, habe ich Sie gefragt.
    Sie glauben doch wohl nicht, dass ich Ihre alten Beiträge durchforste. Ich erinnere nur an Ihre Zitate von Fred Hoyle im Planetenthread. Sie können Ihre Ansicht doch hier richtigstellen. Aber man kann nicht die biologische Evolution anerkennen und die chemische Evolution zur Entstehung des Lebens ablehnen. Auf Ihre irrationalen Ansichten dazu sind Sie auch von anderen Foristen hingewiesen worden.
  2. #221

    Wir autistischen Idioten

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wer an Hungersnost gestorben ist, setzt keine Kinder in die Welt: Hungersnot in Irland. Man darf nicht vergessen, dass Technik auch abhängig macht von funktionierender Technik. Man denke nur an Stromausfälle bei Wetterereignissen. Hochgezüchtete, spezialisierte Tiere und Pflanzen sind besonders anfällig für Veränderungen der Umwelt.
    Bestimmt nicht wegen der Sattheit.
    Das stimmt natürlich, aber was soll dann die Gentechnik?
    Nein, das hat er nicht. Das ist Gerede von Leuten, die von der Evolutionsbiologie nichts verstanden haben, bzw. nicht auf dem aktuellen Stand sind. Züchtung ist eine zielgerichtete Auswahl von Phänotypen, nichts anderes. Es ist kein Eingriff in die genetische Ausstattung.
    Das ist die veraltete Ansicht, die zwar nicht ganz falsch ist, aber falscher als richtig. Es ist sogar möglich, dass Genveränderungen von den Umweltbedingungen verursacht werden. Das Ganze ist auf jeden Fall sehr viel komplizierter als die Genetiker bis vor wenigen Jahren noch geglaubt haben.

    Genetische Assimilation

    West-Eberhard weist darauf hin: „Genetische Assimilation... gehört zu den am meisten verleugneten und wenigsten verstandenen Konzepten in der evolutionären Biologie, und dennoch ist sie wahrscheinlich involviert bei der Evolution der meisten wenn nicht aller Merkmale, die eine alternative phänotypische Evolutionsphase durchlaufen und obligatorische oder konstitutive Merkmale in Population werden“.
    Vermute, Sie meinen mit "Genetischer Assimilation" u. a. jene neueren Forschungen, die Hinweise auf eine Evolutionsentwicklung auch oder moeglicherweise vor allem aus anderen Antrieben anders als ueber Mutationen geben?
    Also ueber Mechanismen, eine Auswahl der riesigen Menge von bisher als "inaktiv" apostrophierten Genschaltern zu aktivieren oder nicht.
    Wuerde das als Hinweis nehmen, lieber an den ohnehin vorhandenen Genschaltern rumzumachen und nicht an den Genen selber.

    Zwar kann man mit den falschen Schalterstellungen auch Verheerendes anrichten. Aber dann notfalls besser reparieren per hinkuenftiger Unterlassung, als beim kreieren neuer Gene, deren Folgen dann vielleicht niemand mehr beherrschen koennte, auch nicht mehr per Unterlassung.

    Ich bleibe dabei: wir gleichen mit der derzeitigen Gentechnik dem Harlekin auf dem Pulverfass, der herumzuendelt wie ein autistischen Idiot.
  3. #222

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Vermute, Sie meinen mit "Genetischer Assimilation" u. a. jene neueren Forschungen, die Hinweise auf eine Evolutionsentwicklung auch oder moeglicherweise vor allem aus anderen Antrieben anders als ueber Mutationen geben?
    Ja genau; diese neueren Entwicklungen, insbesondere EvoDevo, haben die entscheidende Eigenschaft, dass sie nicht einzelne Individuen betreffen wie Mutationen, sondern ganze Populationen. Das macht die Durchsetzung von organischen Neuerungen sehr viel wahrscheinlicher. Der andere Punkt ist, dass solche Neuerungen nicht zufällig sind, sondern von der Umwelt induziert werden und dass das Genom nachträglich modifiziert (assimiliert) werden kann.
    Also ueber Mechanismen, eine Auswahl der riesigen Menge von bisher als "inaktiv" apostrophierten Genschaltern zu aktivieren oder nicht.
    Wuerde das als Hinweis nehmen, lieber an den ohnehin vorhandenen Genschaltern rumzumachen und nicht an den Genen selber.
    Die Genregulation zählt zur Epigenetik. Das ist wieder ein anderer Bereich, der aber für die Gentechnik selbstverständlich sehr wichtig ist und bedacht werden muss.
    Zwar kann man mit den falschen Schalterstellungen auch Verheerendes anrichten. Aber dann notfalls besser reparieren per hinkuenftiger Unterlassung, als beim kreieren neuer Gene, deren Folgen dann vielleicht niemand mehr beherrschen koennte, auch nicht mehr per Unterlassung.
    Nein, die beiden Eingriffsarten darf man nicht miteinander verwechseln. Ein "Genschalter" kann kein fehlendes Gen ersetzen, zumal die Genregulation viel schwieriger zu beherrschen ist, denn ein Genschalter müsste selber durch einen Eingriff oder einen Mechanismus umgeschaltet werden.
    Ich bleibe dabei: wir gleichen mit der derzeitigen Gentechnik dem Harlekin auf dem Pulverfass, der herumzuendelt wie ein autistischen Idiot.
    Man hat sich die Gentechnik bisher zu einfach vorgestellt. Aber sie bietet viele unverzichtbare Möglichkeiten. Die Forschung muss auf jeden Fall weitergeführt werden, besonders für die Medizin. Auch wenn ein Gentransfer nur Nahrungsmittel wie Kartoffeln betrifft, muss äußerst vorsichtig gehandelt und kontrolliert werden.
  4. #223

    ...

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die Folgen der Vermehrung von Nahrung sind 10 oder 20 Milliarden. Dieses Argument ist eine Täuschung.
    Das behaupten Sie einfach mal so. Die Bevölkerungszuwächse sind aber gerade in den satten, reichen Regionen gering bis nicht vorhanden.
    Das Nahrungsangebot ist also sicher nicht der entscheidende Faktor.

    Auch das ist eine Täuschung der Bürger. Gentechnik funktioniert nicht wie Züchtung.
    Die Zielsetzung ist die gleiche, wie höhere Erträge, Anpassung an bestimmte Umweltbedingungen, usw., nur die Methoden sind gezielter.

    Abgesehen davon: Sie verallgemeinern wie es Ihnen gerade passt, wenn sie behaupten, "Gentechnik funktioniert nicht wie Züchtung". Züchtung funktioniert auch nicht wie Züchtung, da sind die Methoden auch äußerst unterschiedlich. Eine Mutatonszüchtung ist vom Prinzip her etwas völlig anderes als eine Kreuzung.

    Niemand kennt die Nebenwirkungen von Genveränderungen, weil Gene und ihre Wirkungen nicht in einem 1:1-Verhältnis stehen.
    Die "Nebenwirkungen" kennt man doch noch wesentlich weniger, wenn z.B. ganz konventionell und gentech-frei absichtlich und ungezielt irgendwelche unkontrollierten Mutationen hervorruft. Wieso beschweren Sie sich darüber nicht?

    Zweitens: welche Nebenwirkungen sollen das denn bitte sein? Beispiel`?
    Wie bei der konventionellen Zucht schaue ich mir eben die entstandenen Phänotypen an und selektiere die mit den gewünschten Eigenschaften bevor ich damit weiter züchte, also wo ist der Unterschied? Wo ist die größere Gefahr? In beiden Fällen rufe ich geno- und phänotypische Veränderungen hervor ohne eventuelle Interaktionen mit dem übrigen Genom zu berücksichtigen bzw. zu kennen.

    Es spricht nicht grundsätzlich gegen Gentechnik, aber gegen die euphorische, leichtsinnige und einfältige Vorgehensweise der Vergangenheit.
    Ich weiß wirklich nicht wo Sie immer die Behauptung hernehmen, die Welt würde der Gentechnik begeistert und euphorisch gegenüberstehen wenn das Gegenteil der Fall ist. Es werden doch permanent nur übertriebene bis unbegründete Ängste geschürt und Argumente ins Feld geführt, die haargenau so auch auf die konventionelle Landwirtschaft zutreffen. Ihr Beitrag ist voll davon, und hier schon wieder:

    Das heißt Genveränderungen müssen sehr sehr sorgfältig geplant und getestet werden.
    Wieso fordern Sie das nur für die Gentechnik. Die Methoden sind zwar unterschiedlich, aber im Ergebnis führt jede Züchtung zu einer Genveränderung.
  5. #224

    ....

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die Gentechnik wird dadurch nicht sinnlos, aber sie enthält höhere Risiken und erfordert viel mehr Sorgfalt als von ihren Verfechtern zugegeben wird.
    Und worin genau bestehen diese angeblich höheren Risiken? Werden Sie doch mal konkreter!
  6. #225

    Zitat von Goldwin Beitrag anzeigen
    und sie kommend ann immer mit dem Vorwurf des Lobbyismus! Als ob nur die Wirtschaft und Forschung Lobbyismus betreibt und die grünen Verbände etc. einfach nur aus persönlichen gründen heraus diskutiert. Lächerlich!
    das habe ich nie behauptet. Klar geht es BASF darum, ein Stück vom Kuchen abzubekommen, aber der Preis ist m.E. zu hoch. Ich möchte nicht solche Zustände wie in diesem Bericht verantworten, also ist es gut wenn BASF diese Sparte verlagert.
    Und kommen sie mir jetzt nicht mit dem Kopp-Verlag.......der Bericht dazu lief auf ARTE, leider finde ich im Moment den Youtube-Link nicht mehr.

    200.000 Selbstmorde in Indien: Die verheerenden Folgen durch Monsanto - Kopp-Verlag

    Hier lesen sie aus welchen Hintergründen und mit welcher "Moral" hier gearbeitet wird.
  7. #226

    Selbst dran Schuld

    Natürlich gibt es Potenzial gentechnisch veränderte Pflanzen zu nutzen, aber was in den USA, Indien und Südamerika an unausgegorenen Produkten auf den Markt kommt, anderen konventionellen Bauern angetan wird und bei erwiesenen Fehlern nur Lug und Trug aus den Konzernen kommt....dann Nein