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Flößer auf der Loisach: Wie ein Trinidader Bayer wurde

Oliver Lück Dies ist eine Männergeschichte. Sie erzählt von einem Mann, der sich einen Sohn wünschte. Von Männern, die in Schwarz und Weiß denken. Und von Jason Charles, der aus Trinidad und Tobago nach Bayern kommt und der erste schwarze Flößer Deutschlands wird. Heute sagt er: "Dahoam is Dahoam."

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...842282,00.html
  1. #1

    Willkommen

    in Deutschland!
  2. #2

    Positiv!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dies ist eine Männergeschichte. Sie erzählt von einem Mann, der sich einen Sohn wünschte. Von Männern, die in Schwarz und Weiß denken. Und von Jason Charles, der aus Trinidad und Tobago nach Bayern kommt und der erste schwarze Flößer Deutschlands wird. Heute sagt er: "Dahoam is Dahoam."

    Bayern: Die Geschichte des ersten schwarzen Flößers von Deutschland - SPIEGEL ONLINE
    Unter all den negativen Nachrichten dieser Tage ein erhellender Bericht!

    Und hier eine unwichtige Ergänzung zum Artikel:
    RouteNote Direct | Sell Your Music Online to Fans
    Was ein Floß-Musikant ausser "Ein Prosit der Gemütlichkeit" sonst noch spielt.
  3. #3

    Und wie sich sein bayerischer Dialekt tatsächlich anhört, könnt ihr hier sehen
    Isar: Der Raggae-Flößer | Schwaben & Altbayern aktuell | Bayerisches Fernsehen | Fernsehen | BR.de

    Habe vor nem dreiviertel Jahr die Reportage komplett auf BR gesehen. Ist schon ne tolle Story!
  4. #4

    Fremdschämen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Alle waren überrascht, dass der Jason die gleiche Arbeit bringen kann wie ein Weißer auch."
    Mehr konnte ich mich bei diesem Satz einfach nicht. Grauenhaft wie rückständig und einfach die Bayern in ihren Bergdörfern sind.... und ich muss es wissen, bin ja selbst Ausländer (Niedersachse) in Franken. O mei. Hut ab vor Jason, der sich in solch einer archaischen, kultur-und bildungstechnisch einfacher-strukturierten Umgebung durchgesetzt hat. Ich weiß, dass ich das nicht nur nicht wollen würde, sondern wohl auch nicht könnte.
  5. #5

    ***

    Zitat von AMC Beitrag anzeigen
    Mehr konnte ich mich bei diesem Satz einfach nicht. Grauenhaft wie rückständig und einfach die Bayern in ihren Bergdörfern sind.... und ich muss es wissen, bin ja selbst Ausländer (Niedersachse) in Franken. O mei. Hut ab vor Jason, der sich in solch einer archaischen, kultur-und bildungstechnisch einfacher-strukturierten Umgebung durchgesetzt hat. Ich weiß, dass ich das nicht nur nicht wollen würde, sondern wohl auch nicht könnte.
    Respekt bekommt man nirgends umsonst und Vorurteile werden nur durch die Begegnung im wahren Leben eliminierte, doch wenn man sich erst einmal seinen Platz erkämpft hat, findet man dann auch Verbündete fürs Leben. Jason hat das Weltbild einiger Menschen erschüttert und wahrscheinlich zum besseren Verändert. Alle haben gewonnen, eine schöne Geschichte.
  6. #6

    Armer AMC

    Sie haben es echt nicht leicht, was? Aber in Niedersachsen wird sicher jeder mit offenen Armen empfangen, denn der Niedersachse an sich ist, im Gegensatz zum Bayern an sich, ein Kosmopolit. Überall. Immer. Ganz ehrlich? Sie sind um keinen Deut besser, als jene von ihnen mitleidig- verachtend betrachteten lederhosentragenden Bergvolksangehörigen. Danke, daß sie das so eindrucksvoll bewiesen haben.
  7. #7

    Nachtrag

    Zitat von Kallisto Beitrag anzeigen
    Aber in Niedersachsen wird sicher jeder mit offenen Armen empfangen.
    Damit haben Sie übrigens in weiten Teilen recht! Die Menschen im Norden sind grundsätzlich und meiner persönlichen Erfahrung nach offener und freundlicher als die Menschen in Bayern. (Wissen Sie was ein "Grantler" oder "Grummler" ist? ...) Das die Leute von der Küste angeblich so maulfaul wären, oder unfreundlich, kann nur von denen behauptet werden, die nie dort gelebt haben, oder das Pech hatten, im kleinsten Moordorf zu landen (< 100 Einwohner). Eine Bekannte von mir ist letztes Jahr von Nürnberg nach Oldenburg gezogen: Ihre überraschte Reaktion war, dass die Menschen so nett und ungrantlig und freundlich sind und sie sehr schnell Anschluß gefunden und neue Freunde gewinnen konnte (studiert dort für ein paar Jahre). Komisch, es ist ihr ganz von alleine aufgefallen und ich kann Ihnen versichern, dass sie keine Ressintements gegen irgendeine Bevölkerungs- oder Volksgruppe hat.
  8. #8

    Zitat von AMC Beitrag anzeigen
    Damit haben Sie übrigens in weiten Teilen recht! Die Menschen im Norden sind grundsätzlich und meiner persönlichen Erfahrung nach offener und freundlicher als die Menschen in Bayern. (Wissen Sie was ein "Grantler" oder "Grummler" ist? ...) Das die Leute von der Küste angeblich so maulfaul wären, oder unfreundlich, kann nur von denen behauptet werden, die nie dort gelebt haben, oder das Pech hatten, im kleinsten Moordorf zu landen (< 100 Einwohner). Eine Bekannte von mir ist letztes Jahr von Nürnberg nach Oldenburg gezogen: Ihre überraschte Reaktion war, dass die Menschen so nett und ungrantlig und freundlich sind und sie sehr schnell Anschluß gefunden und neue Freunde gewinnen konnte (studiert dort für ein paar Jahre). Komisch, es ist ihr ganz von alleine aufgefallen und ich kann Ihnen versichern, dass sie keine Ressintements gegen irgendeine Bevölkerungs- oder Volksgruppe hat.
    Nun, nichts gegen Ihre persönlichen Erfahrungen, nur sind diese nun einmal vollkommen ungeeinigt ein auch nur ansatzweise realistisches Bild der Wirklichkeit zu zeichnen. Wenn man sich an die belegbaren Zahlen hält ergibt sich nämlich ein anderes Bild. Das Ihrer Meinung weltoffenere Niedersachsen beherbergt weit weniger Ausländer, als die "archaische, kultur-und bildungstechnisch einfacher-strukturierte Umgebung" Bayerns. Schaut man das mal ein wenig detaillierter an, so stell man z.B. fest, dass man an der Küste wohl ganz gerne" unter sich" bleibt, so weist z.B. der LK Friesland einen Ausländeranteil von 2,6% auf, die von Ihnen so gescholtenen Landstriche in Oberbayern haben da in etwa 3 mal so viele (meistens hervorragend integrierte) ausländische Mitbürger. Vergleicht man den Ausländeranteil der Landeshauptstädte wird der Unerschied sogar noch eklatanter: Hannover ~14%, München ~24%.
    Dennoch käme ich niemals auf die Idee die Niedersachsen als rückständig zu titulieren. Ich glaube Ihnen auch nicht, dass Sie in Bayern (Franken) leben, oder sonst auch nur einen blassen Schimmer von Süddeutschland haben, sonst würden Sie nicht von den Eigenarten der "Bayern in ihren Bergdörfern" mit Verweis auf Ihre Erfahrungen aus Franken sprechen, vielleicht sollten Sie erst einmal auf Google Earth nachsehen wo die "Bergdörfer" Alpen sind, und wo Franken liegt ...
  9. #9

    Nicht nur Schrammelmusik

    Bei unserer Tour mit Jason hatten wir eine Drei-Mann-Band, die zwar ihre Pausen mit "1, 2, 3, gsuffa" einleitete, aber dazwischen Swing und Dixi vom Feinsten spielte.


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