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Fledermäuse: Forscher lösen Echolot-Rätsel

Bis zu 300 Meter weit nach vor können sich Fledermäuse mit ihrem körpereigenen Ultraschall-System orientieren. Forscher haben nun eine anatomische Entdeckung gemacht, die entscheidend zum besseren Verständnis dieser Echolot-Technik beitragen dürfte.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...673717,00.html
  1. #1

    ~

    Interessant, wie sich Titel und Inhalt des Artikels unterscheiden: laut Titel "lösen die Forscher das Rätsel", im Artikel wird plötzlich relativiert, dass die neuen Erkenntnisse "zum besseren Verständnis beitragen dürften".

    Ähnliches fällt mir in letzter Zeit öfter auf, geht es bei so interessanten Themen nicht auch weniger reißerisch?
  2. #2

    Tolle Neuigkeit

    Was haben die Forscher denn vorher so gedacht darüber, wie Fledermäuse die Schalldaten auswerten? Trigonometrische Berechnungen anstellen? Denn: NATÜRLICH "sehen" die Tiere Bilder, was denn sonst?
  3. #3

    Peter Moosleitner lässt grüßen

    Wusste garnicht, daß es da ein großes Rätsel gab.
  4. #4

    Auf Flügelstummelchen lässt sich gut gehen...

    Zitat von Umbriel Beitrag anzeigen
    Wusste garnicht, daß es da ein großes Rätsel gab.
    Das ist ja das Lähmende in der Wissenschaft, dass sie so tut, als gäbe es höchsten noch Fragen zu vergleichsweise unbedeutenden Details.

    Eine unterstellte Entwicklung der Fledermäuse ist durch Funde nur “schwach belegt”. Dennoch kann sich der phantasiebegabte Paläontologe den Werdegang dieser Tiere leicht vorstellen. Genwissenschaftler haben heraus gefunden, dass sich die Gene von Mäusen und Fledermäusen nur geringfügig unterscheiden, dass für die Ausbildung der Flügel eine lediglich geringe Zahl genetischer Merkmale verantwortlich ist. Doch stellt sich die Frage, wie viele Generationen unglücklicher Zwischenformen ihr Leben auf Stummelchen fristen mussten, bis das erste Exemplar (mussten es nicht gleich zwei sein?) abhob.
    Ach ja, die Exemplare, die man in der Messelgrube gefunden hat, unterscheiden sich von den rezenten Fledermäusen kaum. Fast 50 Millionen Jahre Stillstand in der Evolution dieser Lebewesen!
  5. #5

    Die rote Königin...

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    Ach ja, die Exemplare, die man in der Messelgrube gefunden hat, unterscheiden sich von den rezenten Fledermäusen kaum. Fast 50 Millionen Jahre Stillstand in der Evolution dieser Lebewesen!
    Trugschluß.
    Bitte die Red Queen Hypothesis nachlesen und durchdenken.

    Die Messel-Flattermüüs und die heutigen sind sicher recht ähnlich. Dies spricht dafür, daß das Konzept bzw. seine Merkmale nach wie vor hohen Anpassungswert besitzen.
    Welch träge Welt.

    Keep on running....
  6. #6

    Menschen können das auch.

    "Das Gehirn der Fledermäuse macht dabei etwas, was Menschen nicht können: Es wandelt Geräuschsignale in Bilder um."

    Das stimmt so nicht. Menschen sind sehr wohl in der Lage akustische Siganle in räumliche Bilder umzusetzen und zur Orientierung zu nutzen. Höhlen waren Jahrhunderte unser Habitat und LED Beleuchtung gab es noch nicht.
    Der Spiegel berichtete darüber unter der Überschrift "Der Fledermausmann": http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-30977824.html

    Hierbei handelt sich um einen verkümmerten Sinn, der trainiert werden kann.

    Im Artikel werden 2 unterschiedliche Hardwareversionen der Sensorik beschrieben, die Auswertsoftware ist davon nicht direkt betroffen.
  7. #7

    Flexibilität als Voraussetzung für Unfehlbarkeit...

    Zitat von -æ- Beitrag anzeigen
    Trugschluß.
    Bitte die Red Queen Hypothesis nachlesen und durchdenken.

    Die Messel-Flattermüüs und die heutigen sind sicher recht ähnlich. Dies spricht dafür, daß das Konzept bzw. seine Merkmale nach wie vor hohen Anpassungswert besitzen.
    Welch träge Welt.

    Keep on running....
    Diese Antwort habe ich erwartet. Solche Argumente machen die Evolutionsthese zur fast unanfechtbaren Universaltheorie.
  8. #8

    Zeiträume

    Zitat von e.schw Beitrag anzeigen
    Ach ja, die Exemplare, die man in der Messelgrube gefunden hat, unterscheiden sich von den rezenten Fledermäusen kaum. Fast 50 Millionen Jahre Stillstand in der Evolution dieser Lebewesen!
    Was ist daran ungewöhnlich ?

    Gibt ja genügend Tier- und Pflanzenarten deren Phänomelogie sich über solch große Zeiträume kaum verändert hat.
  9. #9

    Das beste bleibt am Weg

    [QUOTE=caver;4896751]"Das Gehirn der Fledermäuse macht dabei etwas, was Menschen nicht können: Es wandelt Geräuschsignale in Bilder um."

    Das stimmt so nicht. Menschen sind sehr wohl in der Lage akustische Siganle in räumliche Bilder umzusetzen und zur Orientierung zu nutzen. Höhlen waren Jahrhunderte unser Habitat und LED Beleuchtung gab es noch nicht.
    Der Spiegel berichtete darüber unter der Überschrift "Der Fledermausmann": http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-30977824.html Zitat Ende.

    Das reicht noch viel weiter: alle sog. Fernsinne erzeugen ein inneres Bild, damit sie ihren Zweck erfüllen. Dies innere Bild ist in der Evolution der Beginn dessen, was wir den Geist nennen. Durch reine Reizleitung kann die Laufzeit von Ultraschallwellen nicht in den Ort der Beute verwandelt werden. Auf dem Weg vom Reiz zur Reaktion muß die Materie verlassen werden, in Form des inneren Bildes das Reich des Geistes betreten und nach erfolgter Diagnose wieder in die Materie zurückkehren. D.h. zwischen Sensorik und Motorik ist das innere Bild zu durchlaufen, das erst die Orientierung ermöglicht. Der erzeugende Sinn ist dabei gleichgültig; es darf, wie in der Höhle, sogar der Tastsinn sein, mit dessen Hilfe wir auch bei vollständiger Dunkelheit einen ungefähren Verlauf der Wände in unserem (nicht Kopf, sondern) Geist aufbauen. Daß dieser Unterschied so lange verborgen blieb, liegt in der Verwechslung von Geist und Kopf begründet. Das Bild auf der Netzhaut ist nicht das innere Bild; es dient nur seiner Erzeugung in der Vorstellung.








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