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Flashmob trifft Kanzlerin: Merkel in Hamburg - und alle rufen "yeaahh"

Party, Protest - und eine Kanzlerin, die weiter ihre Rede abspulte, als ob nichts wäre: Eine lautstarke Gruppe von Demonstranten, die sich im Internet verabredete, hat den Auftritt Angela Merkels in Hamburg gestört. Mit ironischem Dauer-Gejubel.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...650004,00.html
  1. #140

    Hohles Kreischen gegen hohle Sprüche

    Das ist in meinen Augen (und Ohren) die einzig richtige Antwort auf die immer gleichen Phrasen der meisten Politiker.
    Das die Kanzlerin dies einfach übergeht ist bezeichnend, genauso wird auch ein Großteil der Generation übergangen die bei dem Flashmob dabei war. Die einzig sinnvolle Form des Protests. Und der Spiegel hats immer noch nicht so richtig kapiert,
    "Yeeeaaahh"
  2. #141

    Nein, ich werde keinen Titel schreiben!

    Zitat von Julian Bachert Beitrag anzeigen
    Nun erklären Sie mir noch, wo ich den Humor bei dieser Aktion finden kann?

    Ich bin echt kein Griesgram und scherze häufig mit Freunden herum.
    Aber das da auf dem Video ist einfach nur unlustig.

    Eine politische Botschaft hatten Laut Artikel auch nur wenige dieser Yeah-rufer. Die Mehrheit wollte wohl scheinbar, so stehts jedenfalls im Artikel, nur Spaß haben.

    Zu den politischen Kommentaren hier:
    Viele junge Menschen (vor allem in der "Internetszene") in diesem schönen Land haben leider ein Problem:
    Sie glauben, einen Allgemeinanspruch auf die seeligmachende Wahrheit zu haben und meinen, ihre ach so dummen und verblendeten Mitmenschen ins Licht führen zu müssen.
    Dass diese Blödmänner ggf einfach nur eine andere Meinung haben, das scheint für sie unbegreiflich, ja unmöglich zu sein.
    Genau an dieser bornierten Haltung scheitern junge Menschen, wenn sie sich einbringen wollen. Also wählen sie irritierende Formen des Protestes, auch um sich abzugrenzen. Das hat bisher noch jede Generation gewollt und oft auch hingekriegt - siehe Ihre Reaktion.

    Ein solidarisches YEAH an die Hamburger. Gruß g.
  3. #142

    Veränderungen? Problem: Politische Strukturen Teil 1

    Zitat von timotom Beitrag anzeigen
    selten so einen dummen "Protest" gesehen....selber sind sich die Leute zu schade sich politisch zu engagieren um sich auf vernünftige Art und Weise in die Politik einzubringen. WAS soll ein sinnloses "Yeah"bewirken? Nein, dass hat nichts mit Protest, protestieren oder demonstrieren zu tun, das sind vom Alltag gelangweilte und frustrierte Leute, denen sonst nichts einfällt, wie sie auf sich aufmerksam machen können.
    Das Problem, warum sich wenige frustrierte Leute engagieren, sind die politischen Strukturen.

    Wie soll sich der 'normale' Bürger in die Politik einbringen? Normale kritische Meinugsäußerungen etc., egal ob persönlich bei vorgetragen oder über bestimmte Medien als Meinung bestimmter Gruppierungen wird ignoriert oder weggelächelt.

    Also ab in die Parteien. Da sieht man sich aber mit den (partei-)politischen Strukturen konfrontiert. Und da gehts weniger um Inhalte als um Netzwerke und Machtstrukturen. Im Ortsverband kann man vielleicht noch was verändern, aber um weiter oben gehör zu finden, muss man unzählige Ärsche lecken und mit dem Parteistrom schwimmen. Ob man dann aber mit den Inhalten ernstgenommen wird, ist eine andere Frage. Nicht ohne Grund sind in der Politik so wenig Menschen ohne praktisches Fachwissen vertreten(und das liegt sicher nicht nur am Gehalt). Sozialpädagogen, Anwälte und Lehrer haben halt von realen Problemen wenig Ahnung. Ok, das war nunetwas polemisch, aber vielleicht ist klar was ich meine.

    Hier muss erst eine Veränderung "von oben" kommen. Die Parteien müssen auch Fachleuten ein Forum bieten, sie ernstnehmen und ihnen reale Chancen bieten. Ohne das diese sich nach oben schleimen müssen und dabei sämtliche Ideale und ihr Profil verlieren. Oder sich nach kurzer Zeit gefrustet zurückziehen.

    In der Politik muss es wieder um Inhalte gehen, nicht um etablierte Machtstrukturen und Machterhaltung.
    Die etablierten Parteien machen doch nur in ihren tradtionellen Bereichen Politik.

    CDU = Tradition (nix verändern)

    Grüne = Umweltschutz (keine Atomkraftwerke, aber bitteschön ne Menge Elektro/Hybridautos, die alle aus erneuerbaren Energien gespeist werden. In einer Zeit, wo der Strembedarf auf grund der steigenden technisierung weltweit immer mehr zunimmt)

    Linke = Alles für Alle, Allen das Gleiche (egal wie mans bezahlt)

    FDP = Liberale Wirtschaftspolitik (Steuersenkungen für Unternehmn)

    SPD = ??? (wie haben keine Lösungen, aber koalieren mit jedem, auch wenn wir vorher nicht drüber reden)

    Im Moment wird zudem noch Politik gegen die Jugend (damit schließe ich die Generationen bis 40 ein) gemacht. Es werden Unsummen von Steuergeldern für zweifelhafte Maßnahmen (z.B. Abwrackprämie) ausgegeben und die Staatsverschuldung weiter in die Höhe getrieben. Die Realeinkommen sinken, die umlagefinanziertne Renten nicht. Wir schieben einen riesen Pulk alter Menschen (Rentner, zeitnahe Rentner, Wähler) vor uns her, die ja ihr Leben lang "in die Rentenkasse EINGEZAHLT haben (nicht aber wissen, dass sie die Renten ihrer Eltern bezahlt haben, zumindest derer, die die Kreige übrig gelassen haben) und nun auf komfortable Renten pochen.
  4. #143

    Problem: Politische Strukturen Teil 2

    Fortsetzung:

    Zugleich dürfen die jüngeren Generationen die Stadtsverschuldung abbauen, privat fürs Alter vorsorgen, die derzeiteigen Renten bezahlen und kinderreiche Familien gründen. Und das mit begrenztem Budget und steigenden Lebenshaltungskosten.

    Wichtige Themen wie Generationsgerechtigkeit, Bildungssystem, Integration und Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund und vor allem Herausforderungen durch das IT-Zeitalter werden ignoriert oder mit der Keneifzange angefasst.

    Wenn dann die Parteien auch noch ihre wenigen eigenen Fachleute aus Gründen der Koaliationskuschelei oder Fraktionszwang nicht ernst nehmen oder drangsalieren, dann frag ich mich, wie sich dann der normale Bürger politisch einbringen soll.
    Bsp (aus der SPD, ohne politische Wertung):
    Internetbeirat der SPD zu den Kinderpornosperren - fachlich fundierte, begründete Kritik. Wird übergangen.

    Der (streitbare) Prof. Dr. Karl Lauterbach fliegt aus wichtigen Ausschüssen, weil er als besten Wissen aus seiner persönlichen Überzeugung als Fachmann trotz Fraktionszwang gegen die vermurkste Gesundheitsreform gestimmt hat.

    In den oberen Hierrachiebenen der Parteien muss erst ein Umdenken stattfinden. SIE müssen die Struktur ändern, damit die Ottonormalbürger wieder motiviert ist, sich politisch einzubringen.

    Und bis das soweit ist (wenns denn überhaupt geschieht) ist es durchaus legitim, mit (inhaltsleeren) friedlichen "Störungen" auf allgemeien Unmut aufmerksam zu machen.
    Und wie hier andere schon schreiben: Die politische Aktivität der Gneration U40 fängt sicher erst an. Da müssen sich die Strukturen und Methoden des Protestes erst herausbilden.
    Aber es ist nicht der falsche Ansatz über die Kommunikationsnetztwerke in kürze Menschen zusammenzutrommeln, die inhaltsleeres Form-Gelaber mit inhaltleerer Zustimmung karikieren.

    Ich bin gespannt, ob die jüngerne Generationen tatsächlich dran bleiben und sich zukünftig stärker politisch engagieren und organisieren. Schließlich gibt es unzählige Themen, die für Menschen über 40 (und einige Ältere) höchste Relevanz besitzen, von der etablierten Politik jedoch ungenügen/unbefriedigend behandelt oder Ignoriert werden.
  5. #144

    Spiegel...

    Was ist eigentlich aus dem Spiegel bzw. Spiegel Online geworden? Von den in letzter Zeit immer häufiger vorkommenden absolut schlechter Artikel ist dieser hier die Krönung.

    Spiegel entfernt sich mittlerweile immer weiter von seriöser, objektiver und differenzierter Berichterstattung. Die meisten Artikel bestehen nur noch aus Meinungsbildung uns Stimmungsmache.

    Schade Spiegel, ihr seid immer die besten GEWESEN :-(
  6. #145

    wes Brot ich fress, des Lied ich sing..

    Zitat von mooringman Beitrag anzeigen
    Endlich wird wieder "YEAH" geschrien in Hamburg!Find ich eine grandiose Idee,Frau Merkel ein bißchen ihre Grenzen aufzuzeigen ohne Gewalt.In der DDR kannte sie das ja nicht!Da hatte die Partei immer Recht!
    Das SPON aber so negativ darüber schreibt und es mit pubertären Protest gleichsetzt,das wundert mich nun doch.Da sind wohl einige Journalisten in der neoliberalen Soße steckengeblieben,oder wolle sie lieber Gewalt?Ich finde die Idee kreativ!"Yeeeaaaahhhh"!
    Spon gehört zu Teilen Springer und Bertelsmannablegern..
    Was erwartet man da?
    sowas
    oder doch ehr ..
    was anderes
  7. #146

    ...

    Zitat von gurkengezwack Beitrag anzeigen
    Genau an dieser bornierten Haltung scheitern junge Menschen, wenn sie sich einbringen wollen. Also wählen sie irritierende Formen des Protestes, auch um sich abzugrenzen. Das hat bisher noch jede Generation gewollt und oft auch hingekriegt - siehe Ihre Reaktion.

    Ein solidarisches YEAH an die Hamburger. Gruß g.
    Ich bin ebenfalls ein junger Mensch (26), bei keiner Partei als Mitglied eingetragen und finde vieles, was unsere Poltiker abziehen, zum kotzen.

    Zitat von Adran Beitrag anzeigen
    Glauben sie alles was in der Zeitung steht?
    Informieren sie sich nur so?
    Dann tun sie mir ehrlich leid..
    Denn das ist nur die Meinung des Schreibers, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Sollten sie übrigens am Samstag nur den Focus gelesen haben, der über die Demo "Freiheit statt Angst!" berichtete, dann würde sie nur denken, dass da 2.500 Bürger auf die Straße gingen.
    Diese Zahl war allein schon 13.30 uhr erreicht, also eine Stunde vor Demo beginn.
    Ich war nämlich einer der 2.500, die zu der Zeit da waren.
    Am Ende waren mehr als 20.000 da, wobei ich da auch noch vorishctig wäre, und die zahl wohl höher war.
    Warum hatte der Focus dann die Zahl drin?
    Er hatte eine DPA meldung abgetippt, wo die Zahl angegegeben war, und später korrigiert wurde, ohne sie selbst zu korregieren..
    Peinliche Panne..
    Sie können beruhigt sein, ich glaube den Medien, also auch nicht dem Spiegel, jedes Wort.
    Als Beispiel möchte ich da nur mal die Berichterstattung über Tibet während des letzten Jahres aufführen.
    Ich habe mit natürlich auch die Mühe gemacht, ein paar Kommentare auf www.spreeblick.com durchzulesen und, obwohl ich eine politische Motivation keinesfalls komplett absprechen möchte,eher den Eindruck, dass diese Aktion eine spontane Spaßaktion war.

    Nun gut, niemand kam dabei zu Schaden und über Geschmack lässt sich nunmal nicht streiten.
    Ja, den Hintergedanken verstehe ich, nur lustig finde ich es nicht. Aber das kann denen ja egal sein, solange sie es lustig finden.

    Bei mir hinterlässt es allerdings, ob lustig oder nicht spielt dabei auch gar keine Rolle, den Nachgeschmack der Rücksichtslosigkeit gegenüber interessierten Zuhörern der Rede.
  8. #147

    Ght nicht um IT, sondern digitales Leben

    Zitat von Mocs Beitrag anzeigen
    Komisch - ich bin "über Mitte 40" und kann mich in Ihrer Beschreibung nicht wiederfinden...

    Für mich ist das Internet Teil des normalen Lebens - und ich war vermutlich schon online, als die meisten "Ich habe gerade gepupst"-Twitterer, dies im wirklichen Leben altersbedingt noch im Viertelstundentakt machten.

    Wie viele Klugsch....r der "jüngeren Generation" können denn wirklich was am PC (ausser einschalten, Stasi-VZ gucken und "twittern") ?

    Ich kann praktisch noch ale DOS-Befehle aus dem Kopf runterbeten, habe beim 64er um jedes Byte gekämpft (damit das Spiel doch noch läuft) und pflege mein System von Registry bis Diensteverwaltung allein und sorgfältig.

    Wenn "Ihr Jungen" sowas mal ansatzweise draufhabt - dann dürft Ihr den Lauten machen.

    Sorry - aber vor Einschaltern, die beim ersten Prob verzweifeln, kann ich keinen IT-Respekt haben.
    Den meisten wird es bei den Kategorisierungen nicht um IT-Verständnis gehen. Hier geht es darum, wie digitale Kommunikationsformen in den Alltag integirert werden.

    Ich bin mit C64/C128 großgeworden und konnte damit Spiele Laden, bevor ich ganze Sätze schreiben konnte. Ich habe auf nem 486 noch für jedes Spiel eigene Startdteien geschrieben, um sie zum laufen zu bekommen.
    Dieses Wissen braucht man heute nicht mehr. ZUM GLÜCK!

    Ich arbeite in einem Institut, das sehr viel mit Informatik zutun hat. Die meisten Kollegen haben zwar jedem EMnge ahnug von der Hardware und vom Programmieren, jedoch keine wirklich digitale Kompetenz.
    Die sind zwar ganz begistert von Google und Amazon, das wars dann aber schon. Soziale Netzwerke kennen jedoch die wenigsten und Blogs und Foren werden auch nicht genutzt.

    Obwohl sie IT-affin sind und damit arbeiten, würde ich bei denen würde nicht behaupten, dass sie digitale Errungenschaften in ihren Alltag integrieren. Nur weil sie Google nutzen oder das Autoradio theoretisch MP3s abspielen kann.

    Um digitale Dienste zu nutzen, muss man nicht unbedingt verstehen, wie sie Funktionieren. Wir sehen ja auch alle TV, ohne genau zu wissen, wie die Bilder in die Kiste kommen.
  9. #148

    Na und?

    Zitat von Julian Bachert Beitrag anzeigen
    Aber das da auf dem Video ist einfach nur unlustig.

    Eine politische Botschaft hatten Laut Artikel auch nur wenige dieser Yeah-rufer. Die Mehrheit wollte wohl scheinbar, so stehts jedenfalls im Artikel, nur Spaß haben.
    Ach naja, ich glaube nicht, dass es sich in den 1970ern auf den fast wöchentlich stattfindenden Demos, an der Startbahn West oder beim Frankfurter Häuserkampf ausschliesslich um "seriöse" Demonstranten gehandelt hat.

    Die Jugend ist das, was wir älteren aus ihnen gemacht haben, wenn sie mal aufmuckt und das auf ihre Weise tut, ist das in Ordnung.

    Hauptsache, sie machen was...
  10. #149

    Flashmob-Terror?

    Hätte der Flashmob-Terror von den Sicherheitsbehörden im Vorfeld verhindert werden müssen?
    Gehts noch Herr Reißmann? Wo haben Sie denn Ihre Journalistenausbildung absolviert? Lassen Sie mich raten:

    Von Terror zu sprechen, wenn sich ein paar Leute versammeln und etwas rufen, und dann die Notwendigkeit eines eventuellen Einsatzes der Sicherheitsbehörden zu erwägen ist sagen wir es mal freundlich schon sehr ungewöhnlich, aber der Duktus auch erkennbar. Sie waren bei......... BILD?


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