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Fischfangquoten: EU schmiedet Notfallplan gegen Plünderung der Meere

Es ist ein entscheidender Anlauf im Kampf gegen Überfischung: Die EU plant, den Fischfang radikal einzuschränken. Gelder sollen gestrichen, Kutter still gelegt, Kontrollen verschärft werden. Fischerei-Kommissarin Damanaki macht sich auf heiße Auseinandersetzungen gefasst.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...716082,00.html
  1. #1

    Pessimismus ist wohl angebracht

    Das Problem der Überfischung der Meere ist gewaltig. Parallel haben wir die Verschmutzungsproblematik. Es ist dringend, dass sich die EU dem Thema annimmt. In einem weiteren Schritt müssen dann weltweite Regelungen angestrebt werden.

    Für viele Fischarten werden aber alle Bemühungen zu spät kommen. Vielleicht versprechen Aquakulturen zumindest etwas Entlastung. Roter Thun – natürliches Laichen in Gefangenschaft könnte seine Rettung sein.
  2. #2

    wurde auch Zeit

    Endlich wird hier mal gehandelt. Nicht nur, dass die Fischerei der größte Batzen an Tierquälerei ist. Nein auch die gesundheitlichen Aspekte spielen immer weitere eine Rolle. So gibt es vollkommen unbemerkt immernoch Menschen, die glauben, Fisch sei gesund. Dank Schwermetallen ist dies zwar schon ewig nicht mehr so, aber was interessiert das schon den Menschen. Sterben müssen wir ja sowieso alle? Wieso also nicht durch einen Fisch, der schon für einen selbst Qualen gelitten hat.

    Fische empfinden übrigens genauso den Schmerz wie Säugetiere. Wer das nicht glaubt, der kann sich ja mal ein wenig weiterbilden und in Fachzeitschriften nachlesen, in denen die Wissenschaft dies schon vor 20 Jahren belegt und immer wieder bestätigt hat.

    Massentierhaltung auf dem Lande sollte sofort der nächste Schritt sein. Alleine um gegen den Klimawandel anzugehen ist dies die Pflicht der Regierungen dagegen zu handeln. Außerdem ist Tierquälerei auf Tellern keine Alternative gegen gesunde Lebensmittel. Alternativen gibt es genügend. Und wie sagt man so schön? Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

    Also Deutschland, wach auf und tu was gegen die größte Schande der Menschheitsgeschichte: Massentierhaltung.
  3. #3

    Industrie bevorzut

    Wer sich mit der Thematik näher beschäftigt wird erkennen, dass die "Kutter" sicher kaum das Problem darstellen. Viel mehr der industrielle Fischfang.

    Es scheint erneut so, dass die Lobby wieder obsiegt und die Industrie eh kaum beschnitten wird.
  4. #4

    Den Bock zum Gaertner machen.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die EU plant, den Fischfang radikal einzuschränken.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...716082,00.html
    Die EU hat mit ihrer Agra- und Fischereipolitik stark zu den herrschenden Bedingungen beigetragen. Jetzt werden halt fuer die Stillegung Gelder bezahlt.
  5. #5

    Fischerei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein entscheidender Anlauf im Kampf gegen Überfischung: Die EU plant, den Fischfang radikal einzuschränken. Gelder sollen gestrichen, Kutter still gelegt, Kontrollen verschärft werden. Fischerei-Kommissarin Damanaki macht sich auf heiße Auseinandersetzungen gefasst.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...716082,00.html
    Es ist doch wie immer in der EU: die Staaten veranstalten ein Pokerspiel und derjenige mit der besten Maske gewinnt. Wir alle merken den Ausverkauf in den Meeren nicht, weil wir als Konsumenten schon lange die Verbindungen zwischen der Natur und uns verloren haben. Daher wird sich schwer was ändern können. Am Beispiel von Kanada und der Ost-Küste hat man gesehen, was ein überfischen einbringt: heute können dort fast keine Fischer mehr arbeiten, die EU und die Nord-Amerikaner haben alles leergefischt, die Bestände an Fische gibt es nicht mehr.
    Aber was will man erwarten? Mit der Öffnung der Grenzen, weil man der EU beitrat, mit dem Leerfischen vor afrikas Küsten bringt man den dortigen Menschen Not und Leid usw wird man es nicht ändern. Wir alle werden merken, daß Lebensmittel ein teures Gut sind. Bei Getreide usw merken wir es schon. Und eines Tages merken wir, daß man Geld nicht essen kann.
    Ändern wird das alles nichts - dazu ist die Gier jedes einzelnen von uns viel zu gross.
  6. #6

    alternativlos

    …eieiei, in was für einem Zeitalter sind wir nur gelandet. Jetzt auch noch der ”Kampf gegen die Űberfischung”. Es ist ein Kampf auf allen Fronten, alle sind gegen uns, wie konnte das nur so kommen. Ausgeliefert sind wir, unser Handeln alternativlos, nur noch mit dem Arsch der Wand lang: Kampf gegen den Abschwung, gegen die Arbeitslosigkeit, gegen die Krise, gegen den Terror sowieso, gegen die Klimaveränderung, usw. Warum hat sich nur alles gegen uns verschworen?
  7. #7

    Jetzt plötzlich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein entscheidender Anlauf im Kampf gegen Überfischung: Die EU plant, den Fischfang radikal einzuschränken. Gelder sollen gestrichen, Kutter still gelegt, Kontrollen verschärft werden. Fischerei-Kommissarin Damanaki macht sich auf heiße Auseinandersetzungen gefasst.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...716082,00.html
    Auf die Idee hätte man vielleicht schon vor 15 oder 20 Jahren kommen können. Und: ohne internationale Abkommen, die auch tatsächlich durchgesetzt werden, ist der Kampf gegen die Überfischung sinnlos - solange z.B. gewaltige "schwimmende Fischfabriken" aus Südkorea vor den Küsten Afrikas die Meere leerfischen.
  8. #8

    Sehr schade

    Es wird so oder so nichts passieren, in unserer Welt wird nur noch geredet, nichts getan. Es ist schade, dass bei so ziemlich allen Leuten, die irgendwo irgendwas zu sagen haben, der Weitblick fehlt. Politik für morgen, nicht für Generationen. Genauso bei den Fischereien und Verarbeitungsbetrieben: Möglichst viel mitnehmen, nach mir die Sintflut.
  9. #9

    Saulus & Paulus

    Seit über 40 Jahren subventioniert die EU auf Teufel komm raus die Werftindustrie, die ihrerseits die Fischer unter Druck hält, immer grössere und leistungsfähigere Boote zu kaufen.
    Jetzt plötzlich wollen sie retten, was sie systematisch und habgierig zerstört haben.
    Der Teufel soll sie holen.


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