Korrekt. Die Zucht von piscivoren (fischfressenden) Fischen wie Forelle, Lachs, Zander usw. verlagert das Problem nicht nur, es verschärft es sogar noch. Bei Übergang von einer trophischen Ebene zur nächsten gehen ca. 90% der Energie (Biomasse) verloren. So wäre es ökologisch gesehen besser, die Fische zu konsumieren, die als Futter in Form von Fischmehl und -öl verarbeitet werden. Die Futtermittelindustrie hat bislang noch keine adäquates Substitut gefunden. Pflanzliche Energieträger werden von solchen Fischen nur schlecht verwertet und erhöhen die Abwasserbelastung.
Naja, bei Muscheln muss man vorsichtig sein. Es sind filtrierende Organismen, die auf eine Erhöhung des Nährstoffgehaltes (Verschmutzung mit organischen Düngestoffen und resultierender Zunahme von Plankton) mit einem verstärkten Wachstum reagieren. So ist nachgewiesen dass eine Verbesserung der Gewässergüte zur Reduktion von Muschelbeständen führt.
Werter Forist, bevor Sie solchen Unsinn verzapfen sollten Sie sich erst einmal mit der Komplexizität (mariner) Ökosysteme auseinandersetzen. Empfehlenswert wäre Biologie Sekundarstufe II, kompliziertere Lektüre bei Bedarf.
Solche vielfach verzahnten Nahrungsnetze sind Top down und Bottom up gesteuert, verschönt durch viele kleine Wechselwirkungen. Und Sie kommen mit Robben? Wie bitteschön sollen Robben einen Zusammenbruch kompletter Arten verursachen? Was hat Rotwild -in einer Kulturlandschaft ohne Räuberdruck- mit Fischpopulationen und deren Zusammenbruch aufgrund massiver Befischung zu tun?
Ist jeder Mensch, der versucht, Ihnen jenseits platter Weisheiten die Fakten vor Augen zu führen gleich ein körnerfressender Tierschützer, der eh absolut ideologisiert denkt? *Kopfschüttel*



