... und guttenbergen als Bildungsmethode. Die Christgelben haben doch echt was bewegt in diesem Land.
Acht Effizienzklassen von A+ bis G sollen seit 1. Dezember mehr Transparenz für Autokäufer bringen. Bei VW ist das anders: Auf der Webseite des Herstellers reichte die*Tabelle*bis zur frei erfundenen Effizienzklasse H - und verzerrte*so den Eindruck. Die Firma spricht von "menschlichem Versagen".
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...802228,00.html
... und guttenbergen als Bildungsmethode. Die Christgelben haben doch echt was bewegt in diesem Land.
Ich finde, dass diese Klassifizierung nicht genutzt werden sollte, da sie den Verbraucher taeuscht. Sie gibt vor, dass sie die Effizienz eines Autos beim Personentransport misst, aber leider misst sie die Effizienz des Autos beim Autotransport. - Das Effizienslabel sollte eindeutig nach Energie/Personenkilometer und nicht nach Energie/Fahrzeuggewicht vergeben werden.
Warum wird in den "Effizenzklassen" nicht die echte Effizienz der Autos gemessen? Also, wie efizient wandelt der Motor den Sprit in Leistung um?
Das was hier gemessen wird ist einfach nur der Verbrauch im Verhältnis zum Gewicht. Das bedeutet, dass ein billiger 55-PS Lada mit einem total ineffizientem Motor und dem cw-Wert eines Wandschranks eine bessere Effizienz bescheinigt wird als dem im Artikel genannten Phaeton mit 330PS und einem High-Tech Triebwerk. Rechnet man KW pro Liter Benzin müssten die Ergebnisse völlig anders aussehen.
Das ist so als ob man eine Cessna (2-Sitzer) mit einem Kampfjet (2-Sitzer) vergleicht und sich beschwert, dass der Eurofighter mehr Kerosin braucht.
Etwas übertrieben finde ich es schon, einen offensichtlichen Flüchtigkeitsfehler als Absicht anzulasten. So plump würde ein Großkonzern sicher nicht versuchen zu täuschen, ist ja klar, dass soetwas auffliegt.
Außerdem finde ich es missverständlich die zugegebenermaßen suboptimale Gewichtabhängigkeit der Abgasregulierung in diesem Artikel derart einzuweben. Es entsteht der Eindruck, diese Regulierung würde vom Hersteller herausgegeben, statt vom Gesetzgeber.
Ob zwischenzeitlich tausende BMW-Käufer aufgrund der vorliegenden Information auf VW umgeschwenkt sind, da der Phaeton nun als Spritsparmeister propagiert wird, wage ich zu bezweifeln. Ebenso wie das Titelseiten-Potenzial oder die Objektivität dieser Story.
Weil auch das nichts über die Effizienz des Autos aussagt, sondern -- wie Sie ja selbst schreiben -- nur etwas über die Effizienz des Motors. Bauen Sie einen moderneren Motor in den Lada ein, wird dieser wohl auch effizienter werden. Machen Sie die Lada-Karosserie aus Blei, dann wird er wohl wieder an Effizienz verlieren.
Als Verbraucher interessiert mich in erster Linie, wie effizient mein Auto mich, andere Personen und evtl. dazu noch eine Fracht von A nach B bringt. Und da ist die sinnvollste Einheit -- wie schon ein User zuvor schrieb: Personenkilometer. Oder mit Fracht dann eben der Verbrauch pro kg Zuladung.
diese ganze Regelung ist so absurd, überspitzt formuliert hat so zB. ein Panzer einen besseren Wert als ein Kleinwagen denn gemessen am Kampfgewicht ist der Verbrauch dann doch ehr gering.
Es wäre in der Tat ein sehr plumper Täuschungsversuch. Aber einen Flüchtigkeitsfehler erkenne ich darin trotzdem nicht. Die Datenblätter wurde ja durch VW erstellt und zwar auf Basis harter Zahlen. Eine neue, unbekannte Klasse darzustellen, kann nicht mit Flüchtigkeit erklärt werden.
Die 'suboptimale' Gewichtsabhängigkeit stammt durchaus aus der Feder der (v.a. deutschen) Hersteller. Zusammen mit E10 und mit freundlicher Unterstützung der Bundesregierung, waren dies Veränderungen der Vorlage, die den status-quo unsinnig aber wohlwollend werden ließen.Außerdem finde ich es missverständlich die zugegebenermaßen suboptimale Gewichtabhängigkeit der Abgasregulierung in diesem Artikel derart einzuweben. Es entsteht der Eindruck, diese Regulierung würde vom Hersteller herausgegeben, statt vom Gesetzgeber.
Nach geltender Regelung komme ich effizienter von A nach B, wenn ich ein paar Bleibarren in den Kofferraum lege. Das ist unsinnig, aber so gewollt.
Auch das ist Unsinn, und Sie selbst führen den Beleg. Sie wollen eine Aussage über die Zuladung, messen aber das Gesamtgewicht.
Richtig ist natürlich zwei Messungen zu machen, einmal für eine Leerfahrt mit halbvollem Tank und nur Fahrer, und einmal vollgeladen. Nur so ist den verschiedenen Nutzungsarten Rechnung getragen.