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Finanzstatistik: Topverdiener zahlen die Hälfte der Einkommensteuer

Die Reichen sind dem Finanzminister die liebsten Kunden: Die bestverdienenden zehn Prozent der Steuerpflichtigen bestreiten mehr als die Hälfte des Einkommensteueraufkommens. Die Ärmsten überweisen dem Finanzamt dagegen verschwindend wenig.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,510574,00.html
  1. #40

    Sozialabgaben

    Zitat von daten-terrier Beitrag anzeigen
    Vielleicht können wir uns auf darauf einigen, dass gerade diese vielen Leistungsträger in diesem Staat die gekniffenen sind.
    Man könnte es auch anders zusammenfassen:

    1. Die obere Schicht bezahlt man gerade den gerechten Teil an Steuern, geteiligt sich aber nicht an dem Sozialstaat über Sozialabgaben.

    2. Die Mittelschicht teilweise herab bis zu den unteren Einkommen ( ein Gutteil der 27Millionen sozialpflichtigen Beschäftigeten), kommen zwar mit geringeren Steuern davon.
    Müssen aber den Sozialstaat über die Sozialabgaben alleine tragen.


    3. Die Sozialschwachen leben zum guten Teil von den Sozialabgaben der arbeitenden Mittelschicht.



    Es kennt jeder den Effekt, dass wenn er die Beitragsbemessungsgrenze überschritten hat, erstmal die Prozentuale Gesamtbelastung kräftig sinkt, um dann allmählich wieder anzusteigen.


    Die Hauptgekniffenen sind diejenigen, die unterhalb der Beitragsmessungsgrenze verdienen und sich in einem sozialpflichtigen Beschäftigungsverhältnis befinden.
  2. #41

    Jedes Volk hat die Steuergesetze, die es verdient.

    Zitat von Schneemann_ Beitrag anzeigen
    @daten-terrier, sobald Sie einen proportionalen Steuersatz wählen (sagen wir 30% auf alles), wären grundsätzlich immer die Reicheren nach Ihrer Definition überproportional belastet, und proportionale Belastung herrscht nur in einer Gesellschaft mit einem reinen Kopfsteuersystem. Proportional, progressiv, regressiv gilt immer in bezug zum Einkommen.
    Na also, das wollte ich doch hören und haben, dazu klare Steuer-Verhältnisse 25% oder 30% egal, ohne Ausnahmen, kein Ausweichen möglich. Aber auf mich hört ja keiner, und bei Kirchhoff und Merz ging ja ganz Schröder-Deutschland auf die Steuerbarrikade und wählte den "Professor aus Heidelberg"(Schröders Miesmache) ab. Schade, dass die Deutschen so dumm sind. Aber wie sagte schon Voltaire: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient - im doppelten Wortsinn und die Steuergesetze dazu.
    Und wieviel das oberste Promille wirklich ausmacht, dazu fehlen die Daten, ich kenne jedenfalls keine. Ich staune nur, dass die berühmten Wirtschaftsinstitute die jährlich ihr Jahresberichts-Konvolut säuerlich lächelnd vor die Fernsehkameras halten, dieses Thema der Gesamtbelastung der Einkommen mit einer Analyse des Einflusses der wirklich grossen Einkommen und Vermögen völlig ausklammern. Aber vielleicht ist dieses Thema für die Profis tatsächlich unwichtig oder sie werden geschmiert, aber das wäre wohl zu einfach.
  3. #42

    Und dann noch die abnehmende Bevölkerung

    Zitat von Schneemann_ Beitrag anzeigen
    ABER Sie sollten doch zumindest zugestehen, dass wir mitten im race-to-the-bottom sind - die Sozialleistungen stehen, auch wenn Beck sich grad stemmen mag, mittelfristig weiter unter Druck, die Spitzensteuersätze sind in den vergangenen Jahren von 53% auf 42% gesunken (OK, + Soli sinds jetzt 45%), die KSt-Steuersätze sinken noch drastischer
    Jou, aber wovon wollen denn diese Sozialutopisten die Sozialleistungen auf dem Bevölkerungsstand von morgen bezahlen? Mit den Rentnern von morgen? Guckst du hier:
    http://www.destatis.de/jetspeed/port...renderSVG.psml
    Beck kann rumpalavern wie er will, er hat das arbeitende Volk nicht, dem er auch diese Transferleistung noch aussaugen könnte, und wenn wieder einen Spitzensteuersatz von 50% einführte ginge nicht nur der beliebte Kaiser Franz nach Österreich.
    Prof.Birk hatte kannte diese Bevölkerungs-Zahlen schon vor 30 Jahren und hatte diese Bevölkerungssimulation zwar nicht Adenauer (dem grössten Sozialpolitik-Versager aller Zeiten mit seinem Umlagesystem, "Kinder bekommen die Leut immer") präsentiert, wohl aber seinen Nachfolgern. Und das nach sozialer Gerechtigkeit gierende Wahlvolk war weder bereit einem einheitlichen Steuersatz nach sinkende Renten zu akzeptieren. Und Birk meinte in einem Interview nur trocken, was immer die Politiker von heute beschliessen, ehe deren Bevölkerungsmassnahmen greifen, seien die alle schon tot, einschlieslich Frau von der Leyen und Herrn Beck.
    Doch Politiker wollen gewählt werden, das ist ihr Job. Oder haben Sie eine Idee, wie immer weniger Verdiener immer mehr Renter und Arbeitslose bei immer höheren Steuersätzen versorgen können? Aber da wären wir sicher wieder auf anderem dünnen Eis und da möchte ich ehrlich nicht mehr drauf in nächster Zeit. Danke, Verbeugung.








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