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Finanzprodukte: EU-Parlament kippt Provisions-Verbot

Das EU-Parlament schont Finanzberater. Die ursprüngliche Forderung, Provisionen zu verbieten, wurde von Sozialdemokraten und Konservativen gekippt. "Eine Katastrophe für den Verbraucherschutz", schimpft der Grünen-Abgeordnete Sven Giegold.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-858326.html
  1. #1

    Dann aber immer und überall!

    "Ein Verbot sollte verhindern, dass die Vermittler von Geldanlagen um des eigenen finanziellen Vorteils willen die Kunden falsch beraten."
    Das müsste dann aber überall gelten, wo Provisionen gezahlt werden. Wenn ein Autoverkäufer für ne A-Klasse 1000 € Provision und für ne E-Klasse 3000 € Provision kriegt (Phantasiewerte) - welches Auto wird er mir dann wohl vorrangig zu verkaufen versuchen!? Und wäre das dann auch in meinem Sinne!?
  2. #2

    Der vergleich hinkt etwas, aber...

    Der vergleich würde passen, wenn für A- und E-Klasse nicht auch der Gesamtkaufpreis, sondern nur die monatliche Rate auszuweisen wäre. Die überhöhte Restrate wäre dann das Ergebnis der Falschberatung:
    Bei den Finanzprodukten wird es vielmehr so sein, dass geringprovisionierte Angebote garnicht erst vorgestellt, wenn nicht gar unterschlagen werden. Dann wären nur bestimmte Finanz"produkte" zu verkaufen.
    Da haben die Lobbyisten wieder fleißig gearbeitet. Oder - die Politiker waren wieder mal dumm, weil sie offensichtlich nicht wissen, wie das wahre Leben aussieht.
  3. #3

    Um Gottes Willen!

    Provisionen sind die Heilige Kuh der Banken und Versicherungen. Vertrieb, as sind die Leuten, denen wirklich Respekt gebührt weil sie den "Anlegern" immer wieder den gleichen Mist in neuen Verpackungen andrehen. Vertrieb ist eine Macht. Die großen Gesellschaften brauchen die Drücker. Sonst würden sich am Ende noch Produkte durchsetzen, von denen der Verbraucher profitiert.. undenkbar!
  4. #4

    ???

    Zitat von qft Beitrag anzeigen
    Der vergleich würde passen, wenn für A- und E-Klasse nicht auch der Gesamtkaufpreis, sondern nur die monatliche Rate auszuweisen wäre. Die überhöhte Restrate wäre dann das Ergebnis der Falschberatung:
    Bei den Finanzprodukten wird es vielmehr so sein, dass geringprovisionierte Angebote garnicht erst vorgestellt, wenn nicht gar unterschlagen werden. Dann wären nur bestimmte Finanz"produkte" zu verkaufen.
    Da haben die Lobbyisten wieder fleißig gearbeitet. Oder - die Politiker waren wieder mal dumm, weil sie offensichtlich nicht wissen, wie das wahre Leben aussieht.
    Die Mehrzahl der Neuwagen wird schon lange nicht mehr gegen Bares verkauft, sondern geleast, finanziert, ... Würde man die Auflagen, die gegen die Finanzbranche gefordert werden, auf den übrigen Konsum anwenden, gäbe das ein lustiges Bild:

    Kellner im Restaurant müsse dann von der Lasagne abraten: "So, wie Sie aussehen, wäre für Sie der Salat ohne Dressing viel angemessener." Und in der Boutique müsste die Verkäuferin anraten, dass in Anbetracht des übrigen Aussehens doch der Jutesack viel besser zum Persönlichkeitsprofil passt als dieser Rock. Und der Wohnungsmakler dürfte niemals (!) zu der Wohnung raten, die er dem Kunden zeigt.

    Finanzprodukte sind Produkte wie andere auch. Also - warum nicht auch gegen Provision verkaufbar?
  5. #5

    Applaus!

    An die gut organisierten Lobbyisten, die wieder mal gewonnen haben.
    Zeigt immer wieder schön, wer in der EWG das Sagen hat...
  6. #6

    ach ist das süß

    und die Sozen mal wieder mittendrin - so sieht also linke Politik für den kleinen Mann aus :-)
  7. #7

    Finanzprodukte..

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Die Mehrzahl der Neuwagen wird schon lange nicht mehr gegen Bares verkauft, sondern geleast, finanziert, ... Würde man die Auflagen, die gegen die Finanzbranche gefordert werden, auf den übrigen Konsum anwenden, gäbe das ein lustiges Bild:

    Kellner im Restaurant müsse dann von der Lasagne abraten: "So, wie Sie aussehen, wäre für Sie der Salat ohne Dressing viel angemessener." Und in der Boutique müsste die Verkäuferin anraten, dass in Anbetracht des übrigen Aussehens doch der Jutesack viel besser zum Persönlichkeitsprofil passt als dieser Rock. Und der Wohnungsmakler dürfte niemals (!) zu der Wohnung raten, die er dem Kunden zeigt.

    Finanzprodukte sind Produkte wie andere auch. Also - warum nicht auch gegen Provision verkaufbar?
    ..mit Pizza ist schon sehr weit hergeholt um nicht zu sagen kompletter Schwachsinn. Durch eine Pizza ist noch keiner ruiniert worden. Schon gar keine alte Omma, der ihr sauer Erspartes mit Finanzprodukten verliert, die nicht einmal die Verkäufer selbst verstehen, falls diese nicht zufällig noch Dipl. Mathematiker oder sonst wie „Hochbegabt“ sind. Zumal sich bei einigen dieser Schrottpapiere im Nachhinein herausstellte, dass man nur verlieren kann. Provisionen sind die Schmierseife ohne die solche Produkte nicht in den Markt gedrückt werden könnten. Diese Methoden einzudämmen wäre schon sehr wichtig. Jeder Durchschnittsbürger mit einem einigermassen ausgeprägten Rechtsempfinden ist ganz anderer Ansicht. In vielen Fällen handelt es sich um einen groß angelegten Betrug, einschl. Beihilfe zum Betrug, was ganz andere Konsequenzen nach sich ziehen sollte. Daran erkennt man wieder schön, wie dieser Irrsinn schon in „allgemeine Akzeptanz“ übergeht, ohne dass weiter darüber nachgedacht wird.
  8. #8

    Provisionen verbieten ...

    ... ist auch aus meiner Sicht nicht der richtige Weg. Aber: Bei Krediten und Versicherungen oder Riester-Verträgen müssen auch Gebühren oder andere Nebenkosten separat ausgewiesen werden. Warum sollte das nicht auch bei anderen Finanz"produkten" machbar sein?








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