DPADie deutschen Krankenhäuser klagen über massive Finanzprobleme. Im Wahljahr wollen sie daher mit einer großangelegten Kampagne für mehr Geld werben. Laut einem Zeitungsbericht sollen Abgeordnete den Mangel vor Ort erleben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-873989.html
Bei den oberen 10% staut sich das Geld und der Rest
geht allmählich kaputt.In Krankenhäuser werden Abgänger oft nicht
mehr ersetzt und das Personal ist zusätzlichen Belastungen
ausgesetzt. Hauptsache die Rendite stimmt.
Bei Medikamenten gibt es wohl auch Engpässe.
Irgendwann kippt die Stimmung in der breiten Masse der Bevölkerung dann auch mal in D und was dann passiert wird man sehen ....
Das jetzige System taugt überhaupt nichts.Es ist zu einem
System der Ausbeutung verkommen.
Haben unsere Politiker schon mal darüber nachgedacht wie es weiter
gehen soll ? Es ist nicht fünf vor sondern kurz vor Zwölf.
Wenn man den Bogen so überspannt darf man sich nicht wundern
wenn der Bogen bricht.
Nun ja. Man muss auch nicht immer Panik verbreiten. Die deutschen Krankenhäuser sind insgesamt sehr gut. Das Probelm: Durch die Fallpauschalen werden jene Häuser belohnt, die maximal kurze Liegezeiten haben. Während man früher bei bestimmten Symptomen auch mal ein paar Tage warten konnte (z.B. Migräne) wird jetzt sofort ein MRT gemacht. Das MRT kostet viel Geld und dieses Geld wird beim Personal gespart. Diesen Teufelskreis kann man nur durchbrechen in dem man weg kommmt von den Fallpauschalen, oder sie zumindest modifiziert und dafür sorgt, dass Pfleger, Schwestern und Ärzte sich wieder der guten, gründlichen und verantwortungsvollen klinischen Medizin zuwenden könnnen.
solange man das geld u.a. für teure teils unsinnige verwaltungs- und ablaufs (care) manager verheizt wird sich kaum etwas ändern.
in manchen krankenhäusern ist es bereits soweit, dass zwei dieser teuren manager den arbeitsablauf einer krankenschwester organisieren und versuchen zu optimieren, bis die krankenschwester tot umfällt (ok, etwas übertrieben).
das problem ist die bevorzugung teurer theoretischer optimierungsversuche vor tatsächlicher pflege am patienten.
Nach meinem Kenntnisstand werden Politiker nicht in den Kliniken, sondern, first class, in den Bundeswehrkrankenhäusern behandelt.
Es gibt Aufgaben, wie z.B. Kinder- Krankenversorgung die gehören ebensowenig in die Hände von Spekulanten wie die Versorgung der Menschen mit Wasser, Energie, Transport und Grundnahrungsmitteln. Wir erleben täglich was dabei herauskommt.
Mich würde interessieren, wer die Inhaber dieser deutschen Krankenhäuser sind.
Öffentliche Träger, die eben auch dem Personalmangel mit besserer Bezahlung entgegentreten wollen? Oder sind es gar private Träger, die einfach ihre 15% Rendite sichern wollen, also das Geld der Öffenlichkeit in private Taschen fließen lassen wollen?
Erstaunlicherweise sind aber die Privathonorare der leitenden Ärzte sowas von gar nicht in Gefahr - es wird operiert, was das Zeug hält, mit vielen kleinen privaten Zusatzleistungen. Schließlich muß die Skihütte in der Schweiz bezahlt werden (da erhole ich mich vom Steuerhinterziehen) und mein Tauchkurs auf den Seychellen sollte keinesfalls monetär gefährdet sein. Was auf der Strecke bleibt, sind das Pflegepersonal (die bekommen nur Kasse), der kleine Assistenzarzt - und der Patient. Leider leider ist unsere Politik aber nicht gewillt, dieser Mafia das Handwerk zu legen und die Strukturen im Gesundheitswesen grundlegend und bürgerfreundlich zu reformieren. Gesundheit ist kein Gut der freien Marktwirtschaft, sondern Volksinteresse (auch wirtschaftlich, ihr Geier). Aber wer die Zeche schlußendlich zahlt, ist klar! Diesselben Deppen wie immer. Und wie immer werden sich ein paar Wenige daran so richtig geil bereichern.
Für die Kostensteigerungen gibt es viele Gründe: Immer mehr teure Geräte, mehr (unnötige) Behandlungen - und natürlich auch steigende Ansprüche der Patienten, die immer häufiger erwarten, dass die Medizin jedes Problem löst.