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Finanzpolitik: Die fünf Gebote

Der G-20-Gipfel in Kanada dürfte die letzte Chance bieten, die außer Kontrolle geratenen Finanzmärkte zu regulieren. Doch die führenden Industrienationen werden sich wohl wieder nicht einigen. Dabei ist klar, welche fünf Reformen dringend notwendig sind, um künftige Krisen zu verhindern.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,701876,00.html
  1. #1

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der G-20-Gipfel in Kanada dürfte die letzte Chance bieten, die außer Kontrolle geratenen Finanzmärkte zu regulieren. Doch die führenden Industrienationen werden sich wohl wieder nicht einigen. Dabei ist klar, welche fünf Reformen dringend notwendig sind, um künftige Krisen zu verhindern.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,701876,00.html
    Fünf Reformen soll künftige Krisen verhindern? Solange nicht der Kapitalismus als solches gebändigt wird, wird auch gar nichts verhindert. Die Geschichte des Kapitalismus ist eine Geschichte von Krisen. Durch das absolute Primat der Gewinnmaximierung sind Krisen Systemimmanent. Solange man dieses Primat nicht bricht, wird es auch immer wieder Krisen geben.
  2. #2

    ...

    Was sind das denn für lächerliche Vorschläge? Die könnten direkt aus der Lobbyabteilung der Großfinanz stammen.

    Ohne eine Schrumpfung des Bankwesens auf ein in Relation zur Realwirtschaft verträgliches Maß, Verbots gewisser ungedeckter Geschäfte, Trennung von Geschäftsbanken und Spekulanten sowie genereller Besteuerung von Mikrotransaktionen ist kein Blumentopf zu gewinnen.

    Obendrein gehört die Seignorage aus der Geldschöpfung wieder vollständig in Staatshand, allein um die Verschuldung derselben zu stoppen. Es ist nicht einzusehen, wieso sich die Banken an der Staatsverschuldung mästen, nur weil sie das Geldmonopol haben.

    Aber was ist von einem neoliberalen Kampfblatt wie dem Spiegel schon zu erwarten ...
  3. #3

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der G-20-Gipfel in Kanada dürfte die letzte Chance bieten, die außer Kontrolle geratenen Finanzmärkte zu regulieren. Doch die führenden Industrienationen werden sich wohl wieder nicht einigen. Dabei ist klar, welche fünf Reformen dringend notwendig sind, um künftige Krisen zu verhindern.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,701876,00.html
    Zu diesem Problem gab es schon einmal einen netten Artikel im Spiegel:
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...611329,00.html

    Wollen wir daraus lernen? Um Himmels Willen!

    Liebe Grüße.
  4. #4

    .

    G20-Treffen...nette Politiker anderer Länder treffen, viel Aufmerksamkeit genießen, schöne Unterkünfte, künstliche Seen, feines Essen, sich wichtig fühlen. Und nebenher so tun, als ob man der Finanzindustrie den Kampf ansagt und jeweils nur der andere Schuld ist, dass es dann praktisch keine Beschlüsse gibt. Lenkt davon ab, das man mit denen, die man offiziell bekämpft ins Bett geht...der dumm gehaltene Bürger wirds schon glauben.
  5. #5

    Ist doch eh egal.

    Die meisten Länder sind doch faktisch eh Pleite und Kredit erhalten Sie nur noch auf guten Glauben das alles gut gehen wird.

    Ich vermute mal das selbst Deutschland, wenn's hart auf hart kommt, nicht mehr viel Spielraum hat. Das ist aber nicht erst seit Vorgestern bekannt, das wir über die Verhältnisse leben.

    Politiker sind auch nur Menschen!
    Unangenehmes schiebt man gerne vor sich her.
    Wie der Privatschuldner seinen Briefkasten nur noch ungern öffnet und wenn dann lässt er die Mahnbescheide liegen bis der Gerichts-Vollzieher kommt und Vollstrecken will....

    Der Vollstrecker ist nun halt eben in Form der Banken, die sich nicht mehr im sicheren Fahrwasser fühlen, bei der Politik angekommen. Man versucht die offene Wunde durch immer mehr Medikamente (schulden) zu schließen, beachtet aber dabei nicht das man eine Droge (Niedrige Zinsen)) gegeben hat, die sofort süchtig macht.

    Kein Kreditinstitut würde jemandem der Privatschulden hat noch mehr Kredit geben, die Politik macht aber genau das in der Hoffnung das es ein Heilwässerchen sein wird.

    Ich lehne mich weit aus dem Fenster und behaupte einfach mal, dass die meisten Politiker gar nicht wissen auf welches Spiel sie sich da einlassen.

    Sollte es eine Deflation geben, dann können wir uns jetzt schon mal innerlich drauf vorbereiten, das wir auf lange lange Sicht ein magres Wachstum haben werden und der Konsum im Land fast ganz weg bricht.

    Sollte es Inflation geben, was ein glücklicher Fall wäre, oder gar eine Hyperinflation, dann werden wir bald neues Geld in den Händen halten.

    Wer glaubt es sei dann gut Schulden zu haben der irrt.
    Schon damals wurden Schulden der Inflation angepasst, das heißt man bleibt auf seiner Schuld so oder so sitzen.

    Ja Inflation, obwohl sie gerade sehr niedrig ist kann trotzdem plötzlich eintreten. Es muss im Volk nur das Vertrauen in die Währung fehlen, dann geht der Kreislauf schon von alleine los.

    Wenn die Politiker ehrlich wären müssten sie zugeben das sie ziemlich ratlos sind, was zu tun ist. Eins ist aber gewiss die Abstände der Krisen werden immer kleiner, und irgendwann kann man eine Krise auch nicht mehr mit mehr Liquidität heilen... dann macht es einmal Karwumm und alle Banken wünschten sich nicht mit im Boot gewesen zu sein.

    Was derzeit passiert ist Augenwischerei, die Politiker wollen uns glauben machen "Seht da ist ein Aufschwung" dieser Aufschwung ist erkauft, die Kurzarbeit wird uns auf die Füße fallen. Politische Reformen hat es immer noch nicht gegeben; man klebt halt an der Macht wie die fliegen an der Sch.... auch wenn man keine Ahnung von dem hat was man da gerade tut.

    Das ganze endet im kreativen Zusammenbruch der Systeme oder nochmals in dem Ruf "Wir sind das Volk"
  6. #6

    endlich mal...

    ...ein guter Artikel. Es wird endlich mal erwähnt dass die Banken auf Kredite die sie vergeben nur 2 - 10 % Eigenkapital haben müssen. Somit ist der vergebene Kredit aufgeblasene Luft, also die Bank vergibt Geld das sie eigentlich gar nicht hat und kassiert für "nichts" wiederrum Zinsen usw...

    In folgender Doku wird da ziemlich direkt drauf eingegangen. Früher wurde man als Spinner und V-theoretiker abgetan, aber es ist die wahrheit:

    http://video.google.com/videoplay?do...85877267580603
  7. #7

    Und erlebt dennoch weiter

    Zitat von mkihr Beitrag anzeigen
    Die Geschichte des Kapitalismus ist eine Geschichte von Krisen.
    Und eine Geschichte des Lernens, des Wohlstandes, der Freiheit. Die Geschichten der anderen Systeme hatten nicht mal eine Zukunft.

    Krisen wird es immer geben, jedes mal geht man daraus gestärkt hervor.
  8. #8

    Kapitalistisches Finanzsystem

    Zitat von andreasoberholz Beitrag anzeigen
    Die meisten Länder sind doch faktisch eh Pleite und Kredit erhalten Sie nur noch auf guten Glauben das alles gut gehen wird.

    Ich vermute mal das selbst Deutschland, wenn's hart auf hart kommt, nicht mehr viel Spielraum hat. Das ist aber nicht erst seit Vorgestern bekannt, das wir über die Verhältnisse leben.

    Politiker sind auch nur Menschen!
    Unangenehmes schiebt man gerne vor sich her.
    Wie der Privatschuldner seinen Briefkasten nur noch ungern öffnet und wenn dann lässt er die Mahnbescheide liegen bis der Gerichts-Vollzieher kommt und Vollstrecken will....

    Der Vollstrecker ist nun halt eben in Form der Banken, die sich nicht mehr im sicheren Fahrwasser fühlen, bei der Politik angekommen. Man versucht die offene Wunde durch immer mehr Medikamente (schulden) zu schließen, beachtet aber dabei nicht das man eine Droge (Niedrige Zinsen)) gegeben hat, die sofort süchtig macht.

    Kein Kreditinstitut würde jemandem der Privatschulden hat noch mehr Kredit geben, die Politik macht aber genau das in der Hoffnung das es ein Heilwässerchen sein wird.

    Ich lehne mich weit aus dem Fenster und behaupte einfach mal, dass die meisten Politiker gar nicht wissen auf welches Spiel sie sich da einlassen.

    Sollte es eine Deflation geben, dann können wir uns jetzt schon mal innerlich drauf vorbereiten, das wir auf lange lange Sicht ein magres Wachstum haben werden und der Konsum im Land fast ganz weg bricht.

    Sollte es Inflation geben, was ein glücklicher Fall wäre, oder gar eine Hyperinflation, dann werden wir bald neues Geld in den Händen halten.

    Wer glaubt es sei dann gut Schulden zu haben der irrt.
    Schon damals wurden Schulden der Inflation angepasst, das heißt man bleibt auf seiner Schuld so oder so sitzen.

    Ja Inflation, obwohl sie gerade sehr niedrig ist kann trotzdem plötzlich eintreten. Es muss im Volk nur das Vertrauen in die Währung fehlen, dann geht der Kreislauf schon von alleine los.

    Wenn die Politiker ehrlich wären müssten sie zugeben das sie ziemlich ratlos sind, was zu tun ist. Eins ist aber gewiss die Abstände der Krisen werden immer kleiner, und irgendwann kann man eine Krise auch nicht mehr mit mehr Liquidität heilen... dann macht es einmal Karwumm und alle Banken wünschten sich nicht mit im Boot gewesen zu sein.

    Was derzeit passiert ist Augenwischerei, die Politiker wollen uns glauben machen "Seht da ist ein Aufschwung" dieser Aufschwung ist erkauft, die Kurzarbeit wird uns auf die Füße fallen. Politische Reformen hat es immer noch nicht gegeben; man klebt halt an der Macht wie die fliegen an der Sch.... auch wenn man keine Ahnung von dem hat was man da gerade tut.

    Das ganze endet im kreativen Zusammenbruch der Systeme oder nochmals in dem Ruf "Wir sind das Volk"
    In sehr absehbarer Zeit wird das gesamte System zusammenbrechen.Da kann man froh sein wenn man ein besitzloser Lebenskünstler ist.
  9. #9

    Banken sind gefährlicher als stehende Armeen

    Bereits vor über 200 Jahren sah ein weiser Politiker voraus, womit wir uns heute konfrontiert sehen... Es war Thomas Jefferson (1743–1826),

    3. Präsident der USA.

    Sie werden es kaum glauben, aber er hat...

    ... die Kernschmelze unseres Finanzsystems vor über 200 Jahren prophezeit!

    Hier seine genauen Worte:

    Banken sind gefährlicher als stehende Armeen

    „Ich bin davon überzeugt, dass die Bankinstitute eine größere Bedrohung für unsere freiheitliche Ordnung darstellen als stehende Armeen...

    Sollte das amerikanische Volk je zulassen, dass private Banken erst durch Inflation, dann durch Deflation die Kontrolle über die amerikanische Währung erobern, werden die Banken und die in ihrem Umfeld entstehenden Unternehmen... die Menschen all ihres Reichtums berauben, bis ihre Kinder eines Tages auf dem Kontinent, den ihre Väter erobert haben, ohne ein Dach über dem Kopf aufwachen... Die Macht, Geld in Umlauf zu bringen, muss den Banken entrissen und an das Volk zurückgegeben werden, dem sie von Rechts wegen zusteht.“

    Thomas Jefferson im Jahre 1809
    http://die-welt-der-reichen.over-blo...-51738083.html








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