Die Bankenbranche steht vor düsteren Zeiten, Experten rechnen daher im Jahr 2012 mit einem wahren Jobkahlschlag. Bis zu zehn Prozent aller Stellen könnten laut einer neuen Studie wegfallen - vor allem im Investmentbanking sind viele Arbeitsplätze bedroht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...807614,00.html
Die Information brauche ich, um jedem von dieser Ausbildungstätte abzuraten.
Zeigen sie mir ein Unternehmen, daß genügend "solide" erwirtschaftete Gewinne auf die Seite legt - da werden sie lange suchen, denn das ist das teuerste Geld, das ein Unternehmen nutzen kann.
Sie lesen doch ab und zu Zeitung oder sehen/hören Nachrichten oder ?
Schon mal was von Aktien gehört ? Das ist ein "Kredit" auf unendlich, den Aktienkäufer (Rentner, Normalos, Instituionelle) mit dem Kauf von dem Unternehmen gewähren. Welches Unternehmen kann sich ein solch große Investment-Abteilung leisten ?
Dann schonmal vom Mittelstand gehört, der über die Kreditklemme klagt ?
Ich schätze, ohne Investmentbanking gehen in der Folge 1000e Unternehmen pleite.
Outsourcing findet dann statt, wenn die "Buy" Entscheidung billiger ist, als die der Selbstleistung. Es ist eben nicht egal wie teuer das Outsourcing ist. Man kauft die Leistung nicht für mehr Geld ein, sondern für weniger. Würde man für mehr Geld die selbe Leistung einkaufen, würden einem die Eigentümer aufs Dach steigen
die "Alibi"geschaefte sind das Hauptgeschaeft aber nicht der Profit, da steckt das Problem. Als gewinnmaximierer wollen "Banken" dann halt auch die Risikogeschaefte. Ich stimme ihnen zu, Structured Finance muss entweder sehr genau reguliert werden, oder aber auf einige wenige Produkte heruntergefahren. Auch hier wuerde ich erst BMW und andere fragen, denn diese nutzen solche Produkte regelmaessig.
Das grosse Problem ist das Niveau der Regulierung, was da aus Paris kam hinsichtlich der Ratingagenturen ist Weltfremd. Die Regulierer brauchen Mitarbeiter die sich mit der Materie auskennen. Vor jetzt alle aufschreien 5 Kolonne, ohne intime Kenntnisse der Produkte aber auch der Prozesse wird die Regulierung ins leere laufen. BaFin oder auch die Superbehoerde in Paris jetzt sind Beamten- (EU Beamten und Politiker) Vereine.
Leerverkaeufe, CDS, etc alles im Bereich Trading zuhause, diese Arbeitsplaetze hatten in den letzten 15 Jahren einen riesen Zuwachs, und koennen gerne heruntergefahren werden. Das sind genau die Arbeitsbereiche wo viel Kapital der Banken benoetigt, und ein hohes Risiko gefahren wird fuer das Finanzsystem, aber ein sehr niedriges fuer die extrem hohen Boni der Trader.
Gerne koennen wir auch die Hedge Funds und Financial Sponsors (das sind die "Heuschrecken") regulieren, letztere finanzieren ihre Kaeufe ueber die Schweiz und Luxemburg um sich grosse steuerliche Vorteile zu verschaffen, und damit Industrieanbieter zu uebertrumpfen.
Anleihen sind nichts anderes als Darlehen an ein Unternehmen (oder Staat) von nicht Finanzunternehmen.
Ich nummeriere ihre Teilbeiträge mal um darauf zu antworten:
1. Nehmen wir das Beispiel Volkswagen. Wie groß waren die Gewinne 2011 und wie groß die Investitionen? Ziehen sie aber bitte die Kreditkosten, Dividendenzahlungen etc vorher nicht ab. Sie haben allerdings recht, dass Unternehmen ohne Investmentbanking langsamer wachsen.
2. Da auch Aktien "Kredite" sind, Kosten diese Unternehmen ebenso Dividenen auf Lebenszeit. Gepaart mit dem Risiko einer feindlichen Übernahme.
3. Würden Banken ihrer Kernaufgabe ausreichend nachkommen und das von der EZB "geschaffene" Geld mit einem angemessenen Aufschlag an Unternehmen und Mittelstand weitergeben, gäbe es diese Klemme nicht. Aber sie nutzen das Geld lieber für andere Dinge (bsp. für Steuerzahlerverbürgte Staatsanleihen)
4. Richtig. Da sie nicht auf einer soliden Basis stehen.
Das Investoren Geld aus dem Nichts erschaffen kommt der Sache schon näher. Sicher nicht der kleine Aktienkäufer der mit seinem Ersparten Unternehmensanteile erwirbt oder Fonds die Kapital einsammeln und dieses investieren.
Bei Investoren die sich mit Fremdkapital beteiligen, sieht das schon anders aus. Woher kommt dieses Fremdkapital?
Handelt es sich nicht bei einem Großteil um von der EZB erschaffenes Geld das zusätzlich geschickt gehebelt wird?
ich meinte nicht die Eigenkapitalquote sondern die Eigenkapitalrendite.
Das eine verschuldete Firma über geringere Kosten für das überlassene Kapital verfügen soll als ein vergleichbares vollständig aus Eigenkapital finanziertes Unternehmen, ist das Ergebnis dieser Rechnung.
Sicher wird mit dieser Unternehmensführung, die im übertragenen Sinn auch Staaten realisieren, ein schnelleres kurzfristiges Wachstum erzielt.
Das Ergebnis zeigt sich in den nächsten JAhren. In der Geschichte übrigens nicht das erste mal. und auch sicher nicht das letzte Mal...
Da hab ich gegen ihres gleichen keine Chance gegen Spekulationen mit Lebensmitteln, die hunderttausende das Leben kosten, gegen spekulationen gegen Währungen die Milionene um ihre Ersparnisse bringen, gegen Spekulationen mit rohstoffen die die einkommen von Milliardenen entwerten habe ich nichts gleichwertiges entgegen zu setzen.
Die Eigenkapitalrentabilität ist keine Erfindung der Neuzeit, die gehört zu den klassischen Rentabilitätskennzahlen (DuPont z.B. setzt den ROI ->Gesamtkapitalrentabilität seit 1919 ein).
Das ein verschuldetes Unternehmen über geringere Kosten für die Überlassung von Kapital verfügt, als ein unverschuldetes ist nicht das Ergebnis der Eigenkapitalrentabilität. Das liegt vorallem am Risikocharakter von Eigenkapital und an der schwereren Beschaffung.
Eigenkapitalgeber stellen Nachrangkapital zur Verfügung, welches bei einem Verlustjahr abnimmt, Fremdkapital hat dieses Risiko nicht. Eigenkapital ist unbesichert, Fremdkapital i.d.R. nicht usw. aus diesen und vielen anderen Gründen "kostet" Fremdkapital weniger als Eigenkapital.