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Finanzkrise in Spanien: Gedrängel unterm Rettungsschirm

AFPDie Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker: In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Misere hatten sie den Rettungsschirm nicht weit genug aufgespannt. Wenn es schlecht läuft, müssen sie bald noch mehr Geld nachpumpen. Vor allem Spanien gilt als Wackelkandidat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827468,00.html
  1. #60

    Zitat von sfb Beitrag anzeigen
    Genau! Einfach Geld drucken nach Bedarf.
    Aber was machen die bösen Spekulanten dann? Richtig! Sie kaufen keine Staatsanleihen mehr, sondern CDSs und Sachwerte.
    Die bösen Spekulanten kaufen CDS, die mit Sicherheit niemals fällig werden? Ganz so blöd sind die „Märkte“ ja nun doch nicht.
  2. #61

    das glaube ich nicht!

    Zitat von böseronkel Beitrag anzeigen
    Das eigentliche Dilemma der Schuldenkrise, die besser Krise der deregulierten „Märke“ genannt werden sollte, ist das „never bail-out“ des Lissabon-Vertrages. Wenn die EZB sofort beim ersten Angriff der „Märke“ mit massiven Aufkäufen reagiert hätte, wären Rettungsschirme vollständig überflüssig. Aber unsere neoliberalen Politiker aller Richtungen wollen absolut nicht erkennen, dass die EZB mit der Aufgabe jeder Notenbank als „lender of last resort“ ausgestattet werden sollte. Wenn die „Märke“ erkannt hätten, die böse EZB wird unbegrenzt Papiere der Schuldenstaaten aufkaufen würde kein Mensch über eine wie auch immer geartete Schuldenkrise reden. Inflationstreibende Nachfrage wäre durch dieses vernünftige Handeln der EZB nicht entstanden.
    Schulden entfalten immer ihre Wirkung. Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
  3. #62

    Worst Case Szenario beleuchten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker
    Die Fortsetzung der Euro und Schulden Krise überrascht höchstens Politiker auf den hinteren Bänken des Parlaments. Sicher nicht die Spitzen der Parteien, die die Fäden ziehen. Aber auch die Fachleute in der Bundesbank, in den Banken und Versicherungen wissen genau, auf welche Katastrophe wir da zulaufen.

    Man kann der Politik auch keine Untätigkeit vorwerfen, was die Vorkehrungen für den grossen Crash anbelangt. Das Rederecht von Abweichlern im Parlament wird gerade abgeschafft. Das Klagerecht von Bürgern vor dem Bundesverfassungsgericht wird beschränkt. Schlupflöcher für Vermögen im Ausland, von denen der Staat nichts weiß, werden systematisch geschlossen. Die Möglichkeiten zur lückenlosen Überwachung der Bürger, der Speicherung,Verknüpfung und Auswertung von persönlichen Daten (Kommunikation, Internet, Finanzen) werden ausgebaut. Der Repressionsapparat des Staates wird ausgebaut. Vermutlich wird eine multinationale militärische Eingreiftruppe geschaffen werden, die ohne Skrupel jedem Befehl der Führung folgt und bereit ist, Aufstände auch blutig niederzuschlagen.

    Der Euro-Crash wird kommen, so viel ist absehbar. Er lässt sich noch einige Zeit verschleppen, aber nicht mehr verhindern. Ob er in Form ungeordneter Staatspleiten mit einer Implosion des Euro kommt, oder als Hyperinflation bleibt abzuwarten. Die verbliebenen Vermögen der Deutschen sind schon weg oder zumindest verpfändet - die Leute wissen das nur noch nicht. Die Wohlhabenden in Europa (World Wealth Report 2011) haben ihre Vermögen schon zu über 50 % ins aussereuropäische Ausland transferiert und die Kapitalflucht wird sich weiter fortsetzen.

    Was kommt als nächstes? Kapitalverkehrskontrollen? Der Euro nicht mehr frei konvertibel? Verbot von Goldbesitz? Sondersteuern für Vermögende und Beschlagnahmung der Vermögen, wenn diese das Land verlassen wollen? Zwangshypotheken auf Immobilien? Rentenkürzungen und Kapitalschnitt bei Ersparnissen? Einfrieren von Auslandsvermögen? Sonderaufgaben auf Auslandswerte in deutschen Depots? Und für den Neuanfang schliesslich eine Währungsreform?

    Lieber Spiegel, Ihr verlautbart nur immer die optimistischen Lügengeschichten von Politik und Finanzwelt. Die Wahrheit zur Lage kommt nur scheibchenweise ans Licht, kritische Fragen werden erst gar nicht mehr gestellt. Wie wäre es damit, den Worst Case zu beleuchten. Oder dürft ihr das nicht? Wo ist der kritische Journalismus geblieben, für den ich den Spiegel in alter Zeit einmal geschätzt hatte?
  4. #63

    Schön wär's ja,

    Zitat von bhayes Beitrag anzeigen
    fremde Schulden, nein zur kriminellen ESM-Bank!
    Der Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. hat jetzt eine Großinitiative gegen die ESM-Bank gestartet, das Hauptwerkzeug zur Abbuchung des hiesigen Wohlstandes im Dienste der profitierenden Politkaste, welches sie verwenden, um ihre maßlose Misswirtschaft und Klientelpolitik weiterhin betreiben zu können. Schließen auch Sie sich der Aufforderung zur Volksabstimmung und Ablehnung dieser Machenschaften an, siehe die Initiative "Stop ESM".
    Wir dürfen der Politkaste anderer Länder nicht den freien Zugriff auf unsere Staatskasse und auf unser aller Geld erlauben.
    Schluss jetzt sofort damit.
    Und zwar endgültig!
    wenn das Volk etwas zu entscheiden hätte,das war bisher aber noch nicht der Fall.Nur so klappt's mit dem Abkassieren.
  5. #64

    und täglich grüßt das Murmeltier

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker: In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Misere hatten sie den Rettungsschirm nicht weit genug auf
    SPON kann sich solche "Meldungen" sparen. Jeder mit Augen im Kopf wusste doch was als nächstes kommt. Ist Spanien abgearbeitet - die Schulden also sozialisiert - wird Italien angegangen.
    Und Merkel wird, wie bisher auch, jedesmal das Ende der Krise verkünden; und dann der Aufstockung des Rettungsschirms zustimmen. Der Euro ist es allemal wert.

    Gottseidank gibt es bald den ESM !
    Dann kann permanent gerettet werden - und niemand merkts. Genial wie Merkel das geregelt hat. Ihr Einfluss wird immer größer :)
  6. #65

    Die Finanzwelt - Ein Monopoly-Spiel

    Zitat von jstm Beitrag anzeigen
    Und wenn man nun keine Obergrenze definiert, dann sind die "Spekulanten" alle für immer abgeschreckt? Schon wieder so eine trügerische Hoffnung. Auch ohne Obergrenze bleibt die glaubwürdige Finanzkraft einen jeden Staates endlich. Aber soll es, gegen die "Euro-Retter" im ihrem Wahn kämpfen selbst Götter vergebens.
    "Unbegrenzte Mittel" kann nur jemand fordern, der nicht in der Wirklichkeit - und der sogenannten "Realwirtschaft" verhaftet ist - dort gibt es nichts "Unbegrenztes"; allein die Forderung zeigt, wie absurd dieses System ist.

    Als Kind habe ich mit meinem Bruder Monopoly nach eigenen Regeln gespielt: Durch Phantasie-Mieten hatte ich am Ende mehr weit mehr Schulden als es Spielgeld gab, daher wurden Schuldscheine eingeführt. Wahrlich ein Spiel ohne "Haftungsgrenzen".

    Ich hätte nie für möglich gehalten, dass man in der Realität auch einmal mit Phantasie-Beträgen und Spielgeld arbeiten würde. (Unbegrenzte Beträge kann es bei einer Währung, die noch einen Bezug zur Realität hat, nicht geben).

    Die Methoden und Summen sind identisch zu meinem Monopoly-Spiel, nur die Begriffe sind andere. Statt "Goethestraße" und "Schlossallee" heisst es nun "target2" und "ESM".

    Einen Unterschied gibt es - leider - wohl doch:

    Mein Bruder hat meine Milliarden-Schuldscheine nie gegen reale Werte bzw. Geld einlösen wollen...
  7. #66

    Contra Deutschland

    SPON: "Und das lag vor allem an Deutschland."

    Solange auch Deutschland nicht pleite ist wird SPON keine Ruhe geben.
  8. #67

    Zitat von aspi01 Beitrag anzeigen
    Die Hauptakteure der Krise sind die Medien und "Experten", die nichts unversucht lassen, den Euro samt allen Politikern zu diskreditieren, schlecht zu reden und das Volk dagegen aufzustacheln. Das unterscheidet Europa von Amerika und Japan, wo Schuldenstand und Haushaltsdefizite deutlich höher sind als in Europa, aber Volk und Medien selbstverständlich geschlossen hinter der eigenen Währung stehen, weshalb auch kein Anleger an der Sicherheit dieser Währungen zweifelt. Aber das begreifen unsere Schreiber nicht.
    einpaar Unterschiede mehr gibt es dann doch. Stichwort Transfer der Gelder in Fässer ohne Boden nur mal als Beispiel.
  9. #68

    Überraschung! - die 1.

    Eins jedenfalls ist unseren europäischen Freunden mit der Einführung des Euro jedenfalls gelungen, die totale Entmachtung der gefürchteten Bundesbank und und ihrer Unabhängigkeit!
    Jens Weidmann darf vllt. noch den einen oder anderen Brief an seinen Freund Mario von der EZB schreiben, aber ansonsten hat er gefälligst still zu sein und die Vorgaben der Hausbank des Club-Med auszuführen!
    Sie meinen das wäre in der gegenwärtigen Situation bestenfalls nebensächlich?
    Nun allein ein Blick auf die Targetsalden lässt dieses Argument schon deutlich kräftiger erscheinen!
    Wann begannen die Salden so dramatisch anzusteigen?
    Just in dem Augenblick, als die Südperipherie vom Kapitalmarkt abgeschnitten war.
    Die Abwiegler behaupten stets, das sei nur eine Verrechnungseinheit, aber wie erklären sie uns diesen Anstieg?
    Diese Zahlen und ihr exponentiales Anwachsen haben doch einen Anlass!
    Weidmann hält es doch vor Unruhe kaum noch auf seinem Stuhl!
    Köhler, Weber und Stark haben doch schon hingeschmissen!
    Nein, ich glaube Prof. Sinn, der bereits mit Akutwerden der Eurokrise in Griechenland all dass, was wir inzwischen Wissen, prophezeit hat und zum sofortigen Austritts Griechenlands aus dem Euro geraten hat, behält auch mit den Targetsalden recht.
    Die Argumentation seiner Kontrahenten halte ich nicht für stichhaltig.
    Nicht umsonst verstecken sie sich bei ihrer Argumentation immer hinter Fachtermini und ominösem, angeblich wissenschaftlichem Nebel.
    Das dient m.M.n. lediglich der Verschleierung der wahren Tatsachen.

    Zurück zur Bundesbank.
    Eigentlich soll sie Deutschland im Rat der EZB vertreten.
    Das kann sie aber nicht, weil sie ständig überstimmt wird!
    Hat die Bundesregierung irgendetwas unternommen, um diese Situation zu verbessern?
    Im Gegenteil, sie hat zugelassen, das ein Goldman&Sachs-Jünger dort das Ruder übernommen hat.
    Wenn Länder wie Malta und Zypern dort das gleiche Stimmgewicht haben, wie Deutschland mit seinem um ein vielfaches höheres Risiko, dann stimmt doch im Gefüge etwas ganz gewaltig nicht!
    Die Frage ist doch nun, wer vertritt Deutschland überhaupt noch in dieser Krise?
    Die Bundesregierung?
    Sie hat inzwischen soviele rote Linien überschritten, dass ihr die Ausreden ausgehen!
    Die Bundesbank hat ohne großes Theater zu machen, häufig in der Voreurozeit anderen europäischen Währungen unter die Arme gegriffen.
    Dass sie jetzt ausgeplündert wird, ist das die Revanche für Gutmütigkeit seitens des Schuldners ggü. dem Gläubiger?

    Worauf ich hinaus will ist, das Deutschland mit dem Verlust der Einflussmöglichkeit der Bundesbank seinen Schutzwall gegen schädliche monetäre Einflüsse aus dem Ausland verloren hat!
    Behandelt man ein befreundetes Land so, dass man gegen bedrucktes Papier dessen Werte aufkauft, Werte die man letztendlich nie mit anderen echten Werten bezahlen kann oder vllt. sogar will?
  10. #69

    Überraschung! - die Zweite

    - ..... Ist das eine Art den stets großzügigen deutschen Onkel sein europäisches Engagement zu danken?
    Oder was läuft hier eigentlich ab?
    Ausplündern habe ich nicht nur hier im Forum schon mehrfach gelesen!
    Ich will so ein Wort im Zusammenhang mit einem vereinigten Europa eigentlich garnicht hören, aber bin ich vllt. in diesem Zusammenhang einfach zu naiv?
    Behält DeGaulle auch in der EU recht, wenn er sagt, Staaten haben keine Freunde, sie haben Interessen?
    Wenn sich dieser Eindruck tatsächlich bewahrheitet, was bleibt dann übrig von unserem romantischen deutschen Traum eines vereinigten Europa?
    Wo ist sie unsere Bundesregierung, die nach all den Rettungsversuchen auch an das Wohl Deutschlands denken sollte?
    Was bisher geschafft wurde ist entgegen allen Beteuerungen doch nur Wischiwaschi, wieso sonst stehen wir wieder am Anfang, nur mit viel höheren Risiken?
    Griechenland steht schon wieder vor der Tür mit neuen Rettungswünschen, Spanien und Portugal brauchen mehr, Italien wackelt und Frankreich marschiert auch in Richtung Kreislaufkollaps.
    Bloß von Deutschland spricht keiner mehr, es sei denn sie wollen was haben!

    Tut mir leid, ich hoffe das kommt noch zu einem guten Ende, allein mir fehlt der Glaube!








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