Finanzkrise in Spanien: Gedrängel unterm Rettungsschirm

AFPDie Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker: In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Misere hatten sie den Rettungsschirm nicht weit genug aufgespannt. Wenn es schlecht läuft, müssen sie bald noch mehr Geld nachpumpen. Vor allem Spanien gilt als Wackelkandidat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827468,00.html
  1. #210

    Plakat

    Zitat von raskolnikoff Beitrag anzeigen
    Wenn Sie das wirklich glauben, koennen Sie sicher auch erklaeren, warum es in der Geschichte des real existenten Sozialismus noch nie einen Fall gab, in dem der Sozialismus mit einer Demokratie einherging. Im Gegenteil: Alle sich sozialistisch nennenden Staaten waren bzw. sind Diktaturen. Ich haette geren eine etwas inteliigentere Antwort als " die sind ja gar nicht sozialistisch".

    Weiter erklaeren Sie mal bitte, wie Sie sich den ueblichen Kanon der Menschenrechte, der u.a. den Schutz des Eigentums umfasst, in einem sozialistischen Staat vorstellen.

    Und schliesslich haette ich gerne eine Erklaerung, warum alle Demokratien dieser Erde ein im Kern kapitalistisches Wirtschaftssystem haben. Da scheint es ja wohl eine Korrelation zu geben, oder?

    Nun bin ich sehr gespannt, ob Sie das ohne Verbalinjurien hinbekommen.
    Absolut zutreffend. Die Begriffe Finanzkrise und Sozialismus werden hier wohl nicht ganz zufällig durcheinandergebracht.

    Die Finanzkrise ist nicht durch die Finanzindustrie entstanden, sondern durch gewählte Regierungen, die Jahr für Jahr mehr ausgegeben haben, als eingenommen wurde. Die Ursache? Wählerfang durch Geldgeschenke mit geborgtem Geld.

    Wieso wurde das zur Finanzkrise? Weil der Schwindel aufflog, als die Griechen, die es besonders übel getrieben hatten, noch nicht mal mehr die Zinsen bezahlen konnten.

    In den USA hatte die "Finanzkrise" ihre Ursache darin, dass durch Gesetze erzwungen wurde, dass auch Nicht-Kreditwürdige Hypotheken erhielten. Der ausgelöste Hausboom platzte, als Millionen ihre Hypotheken nach einer drastischen Zinserhöhung der Fed nicht mehr bedienen konnten.

    Das alte Argument, der "real existierende Sozialismus", wie wir ihn aus den ehemals und auch gegenwärtig noch sozialistischen Staaten kennen, wäre eben kein "echter" Sozialismus, übergeht ein wesentliches Faktum: Es kann keinen "echten" Sozialismus geben, weil Menschen nun mal nicht umsonst arbeiten wollen. Menschen sind unterschiedlich begabt und leistungsfähig, so dass sie in der Wirtschaft unterschiedliche Ergebnisse produzieren. Sie sind dazu aber auch noch sehr unterschiedlich leistungswillig und der Grad der Leistungsbereitschaft hängt davon ab, ob sie das Erarbeitete behalten können, oder nicht. Der "wissenschaftliche" Marxismus erkennt das durchaus und fordert deshalb den "Neuen Menschen".

    Den gibt es aber nicht und so kann "Sozialismus" eben nichts anderes sein als ein Plakat, das skrupellose Cliquen benutzen, um totalitäre Macht auszuüben.

    Im letzten Jahrhundert kostete das etwa 100 Millionen Menschen das Leben.

    Diejenigen, die das heute noch propagieren, machen entweder sich selbst etwas vor, oder wollen anderen etwas vormachen.
  2. #211

    jaja

    Zitat von jstm Beitrag anzeigen
    Zustimmung! Wirklich erstaunlich ist aber noch, dass es ein seltsames Bündnis zwischen der etablierten Linken (SPD/Grüne) und dieser superreichen Finanzmafia gibt. Warum sich SPD/Grüne vor den Karren dieser Multimilliadäre spannen lassen, ist mir so ganz noch nicht klar.
    .........

    Das nennt sich Globalisierungs-Pragmatismus und hat das Ammenmärchen zum Hintergrund, daß gemeint wird, wenn wir eigene Wege neben der Globalisierung gingen, ginge die Welt unter. Solange wir indes das Eingefahrene weitergehen, wird es immer höhere Schulden geben, wird immer dreister von unten nach oben verteilt.
    Die europäische Krise wird hierzulande ja nur deswegen völlig unterschätzt, weil es in D halbwegs gut läuft. Spanische Verhältnisse mit über 20 Prozent Arbeitslosigkeit und einem ständig wachsenden Niedrigstlohnsektor zeigen doch, wohin es läuft, und wie tief diese Krise sitzt!
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  3. #212

    xxx

    Zitat von sfb Beitrag anzeigen
    Ich würde inzwischen vorschlagen: Einfach weitermachen! Oder am besten: Noch mehr Geld drucken als die USA.
    Der Erste, der diesen Wahnsinn stoppt, wird nämlich nachher als der Schuldige dastehen.
    Oh ja. Mein reden.
  4. #213

    Wirtschaftsrassismus

    Zitat von nickleby Beitrag anzeigen
    Soaniens Banken finanzieren sich pber die EZB ( jetzt wieder einmal über 222 MilliardenEuro). Es ist doch kein Wunder, dass das möglich ist; denn die Südstaaten und Frankreich haben im Gremium der EZB die Mehrheit. Also bleibt es am deutschen, holländischen, österreichischen, luxemburgischen ,finnischen Steuer und deutschen Steuertzahler hängen, die Südstaaten zu retten.

    Spanien hat in seiner Geschichte ein Weltreich aufgebaut, Südamerika ausgeplündert, die eigene Wirtschaft nicht aufgebaut, sondern nur konsumiert.

    Von dem geraubten Gold und Silber, das nach Spanien geflossen ist, könnte man eine vierspurige Autobahn von Potosi (Bolivien) nach Madrid (Spanien) bauen. Die Fahrbahndecke bestünde dann nur aus Blattgold und -silber.

    Spanien hat sich als wirtschaftlicher Versager erwiesen. Warum soll man da mit deutschen Steuergeldern helfen ?


    Das ist die pure Demagogie,totale Geschichtsverfälschung und purer Populismus was Sie hier schreiben! Sie sind der klassische Wirtschaftsnationalist. Ihre Angaben hier sind schlichtweg unerträglich. Ich wollte zunächst Ihre Angaben mit Fakten widerlegen, aber angesichts der Aussichtslosigkeit aufgrund dieser absolut abwegigen und falschen Angaben, nehme ich Abstand davon. Ich empfehle Ihnen, mal eifrig die Geschichtsbücher zu studieren und sich mit der spanischen Geschichte intensiv auseinanderzusetzen. Vielleicht sollten Sie sich sogar mal etwas näher mit der deutschen Geschichte befassen.
  5. #214

    Ddr Nr. 2

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    ...
    Natürlich gibt es eine sanftere Lösung, aber die ist ja als "Kommunismus" verschrien (obwohl die Bezeichnung dafür gar nicht passt, aber egal). Das Vermögen der Oberschicht würde problemlos reichen, um die Schulden der Staaten zu tilgen und denen immer noch mehr zu lassen, als jedem anderen Bürger im Land. Aber das will ja keiner...
    Was bekommen Sie dann? Da Sie ja wohl nicht "unser Oma ihr klein Häuschen" enteignen wollen, bekommen Sie, der Staat, die Mehrheit an den grossen und mittleren Firmen und wohl auch den grösseren Teil der staatlichen Schuldverschreibungen. Und vielleicht auch grosse deutsche Waldgebiete.

    Was machen Sie dann? Sie haben jetzt die Mehrheit in den Aufsichtsräten und schicken da Ihre Leute hin, die schon dafür sorgen werden, dass die Vorstände endlich von dem perversen Gewinnstreben ablassen und selbst auch nicht mehr verdienen, als "angemessen" ist.

    Niemand wird mehr einen Cent in der deutschen Wirtschaft riskieren und binnen Kurzem ist die deutsche Wirtschaft hoffnungslos von den Kapitalisten Chinas und denen anderer Länder mit freier Wirtschaft ausmaneuvriert.

    Wenn Sie dann die Löhne und Renten nicht mehr bezahlen können, schaffen Sie die Demokratie ab und machen auf DDR II.

    Vielleicht kommen Sie sogar eine Zeitlang ohne Schiessbefehl an den Grenzen aus und machen es wie Fidel, der die Gusanos (Würmer) zu Anfang ja auch (ohne ihren Besitz natürlich) ziehen liess.
  6. #215

    .............

    Zitat von jstm Beitrag anzeigen
    Zustimmung! Wirklich erstaunlich ist aber noch, dass es ein seltsames Bündnis zwischen der etablierten Linken (SPD/Grüne) und dieser superreichen Finanzmafia gibt. Warum sich SPD/Grüne vor den Karren dieser Multimilliadäre spannen lassen, ist mir so ganz noch nicht klar.
    SPD und Grüne links ?

    Das halte ich für ein Gerücht.
    Der Ungefärbte war 'Genosse der Bosse'
    und die Grünen sind schon längst in der Szene der
    Schicki-Miki gelandet.

    Die SPD, insbesondere ihr Fraktionsvorsitzende, hat sich mit
    seinem Votum 'Maulkorb für denkende Parlamentarier' als
    raubtierlaitalistischer System-Polizist und Antidemokrat geoutet

    Seltsame Bündnisse dieser Art gibt es in Berlin auch noch einige andere. Alle haben autoritäre Allüren zur Bewahrung ihres Systems
    gemeinsam.
  7. #216

    Wieso wird eigentlich nicht ueber Island geschrieben? Kann es sein, weil 90% Islaender vor der Regierung protestiert hat, und gesagt, sie wollen nicht fuer die Kriese zahlen. Die Banker mussten Island fliehen, da sie befuerchteten im Gefaengnis zu landen. Das sollte taegliche Schlagzeile sein, und NICHT immer diese willkuerliche Rettungspakete, die doch gar keine sind. Die Buerger muessen sich inspirien lassen, und wir geben unsere letzten Atemzuege den Baenkern anstatt sie in wertvolle Taten umzusetzen.
  8. #217

    ...vielleicht sollte alle schlafschafe endlich mal aufwachen und realisieren, dass alles...aber auch alles was passiert nur ein ziel hat:

    die gründung ("alternativlos") der vereinigten staaten von europa...und dann können wir uns alle begraben, denn das wird keine demokratie.

    schaut mal unter dem begriff "neue weltordnung"
  9. #218

    Separatismus...

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Ja, es ist nicht schön anzuschauen. ;(
    Betroffen sind besonders Staaten in denen selbst ein tiefes Ungleichgewicht herrscht. Unter der erkalteten Lava alter Konflikte sorgen die neuen Probleme dafür, daß das heiße Gestein wieder die Oberfläche erreicht. Aber, der wirtschaftliche, gesellschaftliche Niedergang lässt sich aufhalten; durch eine bessere Politik. Aber wir werden noch eine lange Zeit durch ein Tal der Tränen gehen müssen. Ich halte Separatismus in Europa, speziell wo einige Regionen bereits früher davon betroffen waren und die heute nicht die Zeche für die wirtschaftlich-finanzielle Misere bezahlen wollen, für sehr gefährlich. In (Mittel)Europa wurden die Grenzen nach dem WK II neu gezogen und dann 'gedeckelt', genau deshalb haben wir seit fast 70 Jahren Frieden&Fortschritt. Öffnen wir die Büchse der Pandora der Grenzfragen in Europa(insbesondere die der deutschen Außengrenzen) und uns wird Europa um die Ohren fliegen. Das ist eine pessimistische, aber leider sehr realistische Analyse. Besonders für mich, weil ich mich sonst eher zu den Optimisten zähle...

    Schian Gruaß...
    In der Tat, es ist nicht zu unterschätzen, denn es geht ja schliesslich um das liebe Geld...
    Ich werde meinerseits die Problematik dementsprechend im Wirtschaftsforum "würdigen", ansonsten bin ich aus zeitmangel mit den blogs masslos überfordert....