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Finanzkrise in Spanien: Gedrängel unterm Rettungsschirm

AFPDie Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker: In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Misere hatten sie den Rettungsschirm nicht weit genug aufgespannt. Wenn es schlecht läuft, müssen sie bald noch mehr Geld nachpumpen. Vor allem Spanien gilt als Wackelkandidat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827468,00.html
  1. #110

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Haben Sie sich mal damit beschäftigt, was die deutschen Sozialdemokraten wollEn?Genau.Den Rettungsschirm, die Transferunion.
    Wer Gewinne machen will - der hat die Transferunion gewollt. In einer "begrenzten Geldmenge" heißt Gewinne machen eben auch Umverteilung - und da wenn einer alles hat das gesamte System zusammenbricht muss man seinen "Schuldner" dann doch am Leben halten , sonst ist das "Geld" weg!

    Sie sollten mal lernen das Geld kein Objekt ist , sondern ein Wechselnder Vertrag , in dem die Rolle von Gewinner und Verlierer nur "getauscht werden" können , es aber niemals nur Gewinner oder nur Verlierer geben kann!
    Im Wesen dieses Geld-Vertrags liegt der Transfer, und das seit anbeginn des Geldes selber - der "Gewinner"MUSS seinen Gewinn wieder abgeben, entweder er kauft für die Gewinne die Waren der anderen , oder er schenkt das Geld zurück - eine andere Reale Möglichkeit gibt es nicht - selbst wenn ihnen die Prediger eines kapt. Betrugsystems da jeden Tag etwas anderes erzählen wollen!

    Wirtschaft beruht auf dem MITEINANDER - nicht auf dem Gegeneinander wo man den "Geschlagenen" auf dem Schlachtfeld liegen läßt .. wer das tut der vernichtet sich selber - weil morgen einfach keiner mehr da ist der mitspielt!
  2. #111

    Wer weiß,

    Zitat von frenchcurry Beitrag anzeigen
    Wenn doch die Banken dermassen Gewinn machen /Geld von wo auch immer einsacken - warum schiessen dann deren Aktienkurse nicht in den Himmel? Dann könnte ich doch zumindest als Aktionär reinholen, was ich an anderer Stelle verliere?
    weil sie so gut herumjammern können, wie schlecht es ihnen geht.

    Das frische Geld sollte eigentlich als Kredite für die deutsche Wirtschaft vergeben werden, aber bei dem dezeitigen Zinsniveau landet es voraussichtlich eher als Bonus in den Taschen der Vorstände und Topmanager (und damit auf den Konten irgendwelcher obskuren Banken in der Karibik) oder wird hochriskanten griechischen Anleihen angelegt.
  3. #112

    Krise, Tl.2: Einschränkung der Redefreiheit

    Zitat von sxyxs Beitrag anzeigen
    Die Politiker, ebenso wie die Presse wissen schon lange, dass die EuroKrise nie weg war und nur zu dem Zweck inszeniert wurde, eine ZwangsEU zu etablieren.
    Die Abschaffung demokratischer Strukturen ist Teil 2 des Spiels:
    Da man den Rettungsschirm nicht mit einer Minigruppe am Parlament vorbei ständig aufstocken kann, will man die Redefreiheit der Politiker einschränken.
    Mit dem Redeverbot im Bundestag beseitigt Merkel den letzten noch verbleibenden Überrest von Demokratie, den letzten Ort, wo die sogenannten Vertreter des Volks bisher ihre Stimme erheben durften. Da es sich aber ohnehin nur noch um Jasager handelt, die per Fraktionszwang stets so stimmen wie man es ihnen befiehlt, spielt es ja kaum eine Rolle mehr, wenn man ihnen jetzt auch formell das Wort verbietet.
  4. #113

    Zitat von PrinzEisenerz Beitrag anzeigen
    Beitrag anzuschließen - die Talente sind wohl eher Sesterzen.
    Ich habe persönlich gar nicht so viel gegen Ihre Einstellung,
    wie Sie jetzt vielleicht denken - ich halte Sie nur für großkotzig.
    Großkotzig ist eher noch als Kompliment zu verstehen, Arroganz hab ich auch schon oft gehört. Aber es bleibt so wie es ist, Neid ist immernoch die höchste Form der Anerkennung. Solange mir der Erfolg recht gibt, werde ich von meinen Prinzipien nicht abkehren. Wenn es aber soweit sein sollte, werde ich selbstverständlich mich demütig unterordnen. Und wenn es das Rundhüttendorf mit 1,5 Stunden Strom am Tag sein sollte. Dann muss man sich halt fragen, wie man sich in dieser Situation weiterentwickeln kann.
  5. #114

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Sie haben da schon recht, es ist ein krankes System und diejenigen die es mit zuverantworten haben sind nicht in der Lage es wieder gesunden zu lassen.
    Diese mit aller Gewalt inzenierten Sparbeschlüsse bringen nicht nur Unruhe hinein, sondern sie zertreten jegliches Bemühen wieder in Fahrt zu gelangen.
    Die Rettungsschirme dienen in erster Linie nur diejenigen die all das mit verursacht hatten, sie werden wieder mit neuem Geld zum Zocken versorgt.
    Vielleicht sollte man sich mal fragen, ob man nicht mal einen anderen Weg gehen sollte, das System ist in seinen Grenzen festgebunden kann und will nicht darüber hinaus.
    Aber auch die sogenannten klugen Finanzökonomen sind doch nur ein Bestandteil dieses System, sie sind nicht in der Lage Neues aufzuzeigen, wie denn auch, denn sie haben doch die teorethischen Grundlagen ständig so gelehrt.
    Es ist keine Finanzkrise, es ist eine gesellschaftliche Krise des bestehenden System und wer das nicht begreifen will, der wird damit eher untergehen, als neue Wege gehen zu können.
    Mit diesen Leuten ist nichts mehr gescheites anzufangen.
    HR
    Nun, ein paar "Finanzökonomen" fangen langsam an aufzuwachen!
    Wirtschaftsweiser im Interview: Bofinger geißelt "Mickymaus-Modelle" der Ökonomen | FTD.de

    Und sie hinterfragen vor allem mal - welchen Unsinn sie da mit dem Wort "Geld" verbreiten - den die Banken machen etwas ganz ganz anderes als das in allen sog. ökonomischen Analysen gemacht wird , dort wird noch von Geld geredet wie es vor 500 Jahren mit ein Paar Münzen für die Leibeigenen war .. und keiner hat oder wollte hinschauen das wir längst etwas vollkommen anderes da haben!

    Man kann über H.UnSinn denken was man will, aber er ist der erste Mainstream Ökonomen der seit 1913 mal hingeschaut hat , mal gelesen hat wie überhaupt das Finanzsystem funktioniert - eine beachtliche Geistige Leistung!

    Man muss leider sagen - das was sich als Mainstream Ökonomen da präsentiert hat präzise genau NULL Ahnung was "Geld ist - und wie das sog. Geldsystem" - was inzwischen auf vollkommen wertlosem Buchgeld beruht funktioniert - und da dürfen wir uns nicht wundern das deren Ratschläge schlicht reinster Müll sind!
  6. #115

    Spanien...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker: In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Misere hatten sie den Rettungsschirm nicht weit genug auf
    Spanien kann nicht mehr und hat angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen verzweifelten Lage kaum mehr Spielräume. Was Arbeitslosigkeit, besonders die der Jugend, anbelangt, ist die Schmerzgrenze längst überschritten. Spanien hat keinen Spielraum mehr. Die Sparpläne halte ich für überzogen, weil sie das Land nur weiter in einen Strudel abwärts treiben. Europa hat bereits vorgesorgt. Es ist kein Zufall daß der Start des ESM um ein Jahr vorgezogen wurde und daß die deutsche Regierung seine de facto Verdoppelung(nach monatelangen red lines) geschluckt hat. D ist in ESP weit stärker involviert als bsw. in I. Der ESM kann ab Sommer im Falle des Falles Spanien 'auffangen'. Die viertgrößte Volkswirtschaft könnte ansonsten dem € leicht das Aus bedeuten. Die Eliten Europas(und bes. Deutschlands) haben ihr politisches Schicksal an den Euro gekettet. F. Merkel hat es so gesagt, scheitert der € scheitert Europa. Der Euro wird daher auch bis zur letzten Patrone verteidigt und dazu sind noch nicht alle Interventionsmöglichkeiten ausgeschöpft worden. Anleihenkauf ist eine der Optionen. Der Endpunkt könnte als meiner Ansicht wahrscheinlichste 'Lösung' die Vergemeinschaftung der Vermögen&Schulden, also de facto die politische Union Europas sein. Ab einem bestimmten Punkt wird die EZB der lender of last resort werden. Dann übernimmt die EZB wirklich die Aufgaben einer alleinigen Zentralbank, wie die Fed.
    Euro Crisis 2012: Spain Has Become Chief Worry - MarketBeat - WSJ
    Für Italien, Frankreich und die gesamte EU keine guten Zeiten, 2012 wird noch ein Tal der Tränen... ;(

    Schian Gruaß...
  7. #116

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    Milleker plädiert für eine Art unbegrenzter Garantie über eine Haftungsgemeinschaft der Euro-Staaten oder über die EZB. "Wenn von vornherein klar ist, dass die Mittel unbegrenzt sind, ist es unsinnig, dagegen zu spekulieren", sagt er.
    Die Unverschämtheit dieser Fond-Fuzzis kennt ja keine Grenzen mehr...
  8. #117

    Die "freie" Marktwirtschaft in der Verlängerung

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    "Wir wisen alle, was getan werden muss. Wir wissen nur nicht, ob wir dann wieder gewählt werden." (Jean-Claude Juncker)
    Das aushebeln der "freien" Marktwirtschaft wird er wohl kaum gemeint haben.
    Diejenigen, die uns jahrzentelang die freie Marktwirtschaft gelehrt und vorexerziert (auf der Henkersseite) haben, sind nun am Tropf des Staates.
    Nach deren alter Lehre, müßte dieses Soziaexperiment voll in die Hose gehen.
    Ich bin gespannt wie dieses Experiment endet. Wie bei den Landwirten?
  9. #118

    [QUOTE=volkmargrombein;10017581]
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise ist zurück - und überrascht die Politiker: In der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Misere hatten sie den Rettungsschirm nicht weit genug auf[/QUOT

    Die Überschrift impliziert, dass der Rettungsschirm so groß sein kann, wie er will, man wird dagegen spekulieren. Pikanter Weise auch noch mit Geldern der EZB. Andererseits hat sich gezeigt, dass die " Dicke Berta" praktisch völlig ohne jeden Nutzen verpufft ist. Immerhin haben - besonders Spanische Banken sich riesige Summen bei der EZB geliehen und gleich bei der EZB wieder angelegt. Ergo waren die Ratschläge aus Washington und London absolut unsinnig.
    Die span. (und die anderen Banken) benötigen diese Unsummen nicht für Kredite - das ist vollkommener Unsinn - Banken verleihen kein "Zentralbankgeld" das bleibt so oder so immer schon in der Zentralbank.
    Nein, diese Bio Summen werden benötigt für die Transfers in der Eurozone von einem Land wo die Leute ihre Konten räumen - und in andern Ländern dafür einkaufen gehen - zb: Deutschland!
    Die Gesetzgebung schreibt einfach vor das Geldtransfers zwischen Staaten immer über das Nadelöhr Notenbanken /EZB gehen muss , und deshalb brauchen die bei den inzwischen ablaufenden gigantischen Umschichtungen eben sog. Kredite - die aber nur zum Verrechnungstransfer dienen!

    Und genau diese Transfers finden sie dann letztlich auch in den Target2 Salden wieder - sagt ja keiner das die "angelegten Gelder" eben nicht mehr in und von Spanischen Banken, sondern von der dt. Notenbank - gehortet werden!

    Machen sie sich von dem Gedanken mal frei das "priv.Banken" ihnen auch nur einen cent "Zentralbankgeld" jemals geliehen hätten - die haben einfach keinen - die handeln mit einer Ware - genannt Buchgeld - einer praktischen bilanzspielerei zwischen Unternehmen - aber das hat nichts mit dem "Geld" zu tun was sie sich da vorstellen!

    Deshalb kann sowas auch nie funktionieren - die EZB könnte 1000 Bio Euro erzeugen - die Banken würden diese nicht verleihen können - weil die kein "Zentralbankgeld" verleihen können , und die EZB kann kein "Giralgeld" verleihen - ebenso ausgeschlossen!

    Und sollte die EZB mal die Staatsanleihen direkt kaufen - dann ist das privatbanken Modell am nächsten Tag gestorben , die Banken machen dicht -und die "Scheinvermögen der Menschen" lösen sich ebenso in Luft auf ..da war nie etwas , also kann da auch nichts übrig bleiben!

    Die über 20 BIo Euro "Giralgeld Vermögen" sind eben nur durch gerade mal 1 Bio Euro Zentralbankgeld gedeckt .. 4 cent gibts dann pro Giralgeldeuro für jeden .. und das wars den!
  10. #119

    Naja mein Lieber,

    Zitat von wennderbenzbremst... Beitrag anzeigen
    Großkotzig ist eher noch als Kompliment zu verstehen, Arroganz hab ich auch schon oft gehört. Aber es bleibt so wie es ist, Neid ist immernoch die höchste Form der Anerkennung. Solange mir der Erfolg recht gibt, werde ich von meinen Prinzipien nicht abkehren. Wenn es aber soweit sein sollte, werde ich selbstverständlich mich demütig unterordnen. Und wenn es das Rundhüttendorf mit 1,5 Stunden Strom am Tag sein sollte. Dann muss man sich halt fragen, wie man sich in dieser Situation weiterentwickeln kann.
    zur Arroganz gehört immer auch eine Menge Dummheit -
    das wollte ich Ihnen schon ersparen, großkotzig kann
    man auch sein, wenn man bloß jung is und noch keine
    Rückschläge hatte - eben völlig ahnungslos ist.

    Beneiden muß man solche Menschen freilich eher nicht,
    man sollte ihnen nur öfter wohlwollend über´s Maul fahren,
    das erspart ihnen womöglich später herbe-derbe Rückschläge.
    Wohlwollen also ist die Devise.

    Klar, daß Sie Wohlwollen noch nicht können, aber Geduld,
    das kommt irgenwann von allein ;)


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