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Finanzkonzerne in Geldnot: Europas Banken planen neue Risikogeschäfte

In der Krise haben die europäischen Banken große Schwierigkeiten, an frisches Geld zu kommen. Die Not macht erfinderisch: Laut "Wall Street Journal"* basteln die Institute*an neuen Finanzierungsmöglichkeiten - und gehen dabei*hohe Risiken ein.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...798361,00.html
  1. #20

    Es wäre endlich mal an der Zeit

    festzustellen, wieviel Geld lt Papier in den Ländern in Umlauf ist und diese Zahlen mal vergleichen mit dem tatsächlich der in Umlauf gebrachten Geldmenge.
  2. #21

    Null Risiko …

    … der Autor scheint hier etwas falsch verstanden zu haben. Das Thema mit dem Risiko ist doch längst durch und erprobt. Wir wissen doch wer zahlt, da kann man dann selbstverständlich in der Krise etwas mehr ausprobieren. Hätten die Banken nicht die Garantie im Zweifel vom Michel da rausgehauen zu werden, dann würden die so etwas scheuen wie der Teufel das Weihwasser … jetzt können sie das Weihwasser pur saufen.

    Was haben wir in den letzten Jahren gelernt? „Banken sind Lotteriegesellschaften mit staatlicher Gewinngarantie“ … Link. Und immer noch gilt, die Schuldenkrise ist die Guthabenkrise einiger weniger, deren Rettung jetzt ganze Nationen in Schach hält. Oder wollen wir doch langsam mal über ein anderes Geldsystem nachdenken?
  3. #22

    !

    Zitat von Inuk Beitrag anzeigen
    Über diese neuen Finanzierungsmöglichkeiten landen die toxischen Wertpapiere über Umwegen bei der EZB. Der Bürger haftet und ist wieder der Dumme.
    Ich bin dafür, dass Gewinne aus Kapitalerträgen zu 50% versteuert werden.
    ... es mag jedem wie ein Unding erscheinen aber die Profiteure werden nie zur Kasse gebeten werden. Tatsächlich warte ich jeden Tag auf die Meldung "Börsenumsatsteuer in Höhe von 2% eingeführt. Vermögenssteuer um 1% Punkt angehoben. Das Ende der Krise ist in Sicht".
    Lesen tut man aber "die Politiker können sich nicht darauf einigen Europa wirklich retten zu wollen".
    Warum auch? Mal sehen wann bei uns die Milliardäre ihr Geld zum Heizen brauchen werden.
  4. #23

    Was man bekommen hat

    Zitat von Viva24 Beitrag anzeigen
    Es wäre für die Bundesbank kein Problem, auch vom Personal (schliesslich gehört ja einem die Commerzbank!)der Realwirtschaft direkt Geld zu verleihen. So umgehen wir den Bankenchaos und haben gute Zinsen!. Übrigens, Siemens hat nach der Krise gelernt uns dann selbst eine Bank gegründet. Andere wie die Autobauer haben das schon lange. Übrigens heir kommt bald die nächste Krise, wenn Unternehmen der Realwirtschaft Banken spielen. Fazit: die Realwirtschaft kann sich selbst organisieren (Verbände) und auch Banken gründen und direkt von der Bundesbank/Zentralbank Geld beschaffen!
    Sicherlich können sie das , und das war früher also vor den "Investmentbanken" ja durchaus üblich!
    Man muss nur unterscheiden - Wirtschaft heißt geld verwenden als Zahlungsmittel - Investmentbanking heißt Geld verwenden als Illusionsmittel der Geldvermehrung und dem Schein der "Werthaltigkeit" von wertlosem Giralgeld was man schneller druckt als die Kanichen Kinder kriegen!

    Geld als Zahlungsmittel hat mehr oder weniger immer recht gut funktioniert - aber Geld als "Geldvermehrungsmaschine" funktioniert eben nicht gut , sondern zeigt zwangsläufig den Wunsch nach Aliens die irgendwo dann die Zinsen und Schulden zahlen sollen - weil man will ja immer "Gewinner" spielen!

    Wenn die einen nur Geld drucken (Banken) und die anderen nur Kassieren (Unternehmen) dann gibts keinen Markt mehr der irgendwas regelt, sondern nur die Hoffnung das irgendwo die Aliens auftauchen um all das wertlose Giralgeld mit irgendwas zu füllen!
    Genau das ist das Problem des Kapitalismus - er verspricht Märkte - aber bekommen haben die Menschen ein paar Phychopathen die mit Zaubertricks ohne Hand und Fuss einfach ein Feuerwerk von Illusionen erzeugt haben!
  5. #24

    Repo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Krise haben die europäischen Banken große Schwierigkeiten, an frisches Geld zu kommen. Die Not macht erfinderisch: Laut "Wall Street Journal"* basteln die Institute*an neuen Finanzierungsmöglichkeiten - und gehen dabei*hohe Risiken ein.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...798361,00.html
    Was hier beschrieben wird, ist die Reposition (Repo) von Wertpapieren durch die Geschaeftsbanken, um sich Liquiditaet zu beschaffen. Allerdings kommen die Geschaeftsbanken zwangsweise in Verdrueckung, weil die Kurse der frueher erworbenen Staatsanleihen mit steigenden Zinsen fallen. Sie kriegen also kuenftig weniger und weniger fuer ihr Kollateral.

    Frueher oder spaeter droht der Exitus. Es sei den die EZB nimmt die Anleihen zum ehemaligen Buchwert rein.

    Die Differenz waere dann ein leistungsloses Geschenk an die Banker, das die Buerger ueber erhoehte Inflation ungefragt abdruecken muessen.

    Macht nichts. Die meisten von denen, abgelenkt durch Brot und Spiele, merken es erst, wenn es zu spaet und Feuer am Dach ist.
  6. #25

    Re: Woher soll sie denn kommen, die Inflation?

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Tsss , woher soll den die Inflation kommen?
    Warst Du in den letzten Jahren mal tanken? Haste mal Deine Strom/Gas/Heizkostenrechnung angekuckt? Ja? auch letztes Jahr und das Jahr davor? Da siehst Du die Inflation. Beim Essen gehen auch.
    Wenn die eigenen Währung den Bach runtergeht, werden Importgüter teurer. Und da macht die Bundeskanzlerin gar nix dran. Sie probiert es ohnehin nicht, im Gegenteil.

    Und wenn Du mal so richtig wissen willst, wo die Inflation gerade ist, dann behalte mal die Immobilienpreise hier im Rhein-Main Gebiet im Auge. Die Grundstückspreise gehen jetzt gerade im Moment durch die Decke. Die Banker bringen nämlich jetzt gerade im Moment ihre Milliönchen in Sicherheit und investieren in Sachwerte.
  7. #26

    re

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Werfen wir doch endlich mal die Banken den Kräften des Marktes vor. Wer dann übrig bleibt, hat nachhaltig gewirtschaftet und darf dann sich über's Volksvertrauen freuen.
    Dann würde unsere Wirtschaft zusammenbrechen und die kleinen Arbeiter würden das zuerst spüren. Den Kräften des Marktes sind wir alle ausgesetzt und wir alle würden darunter leiden, wenn der Markt zusammenbricht.

    Daher versuchen Politiker und ihre Berater, zusammen mit der Finanzwirtschaft, den Markt zu stabilisieren. Überlassen sie dies den Experten auf diesem Fachgebiet.
  8. #27

    Prima!

    Zitat von endbenutzer Beitrag anzeigen
    Zitat: „...Dabei transferieren die klammen Banken zum Beispiel die von ihr vergebenen Unternehmenskredite an internationale Investmentbanken....“

    Im Klartext also: Diese „internationalen Investmentbanken“ haben auch alle Rechte an den vergebenen Krediten und können auch mal ganz schnell die Rahmenbedingungen wie Tilgung und Zins nach eigenem Gusto anpassen. Das wird den deutschen Unternehmer, (der vielleicht in einem Bereich tätig ist, der gewissen Leuten ein Dorn im Auge ist) aber freuen, wenn irgendwann ein Brief einer US-Investmentbank kommt, in dem mitgeteilt wird, dass der Kredit gekündigt wird.
    Na prima dass mit dem Monti ein Goldman Sachs Berater mit an Bord ist - der wirds schon schaffen dass unser Geld bei diesem Goldman Sachs und griechisch/italienischen Steuerhinerziehern landet.
  9. #28

    Die nächste Blase kommt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der Krise haben die europäischen Banken große Schwierigkeiten, an frisches Geld zu kommen. Die Not macht erfinderisch: Laut "Wall Street Journal"* basteln die Institute*an neuen Finanzierungsmöglichkeiten - und gehen dabei*hohe Risiken ein.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...798361,00.html
    Die hohen Risiken betreffen vor allem wieder mal die Steuerzahler! Je stärker sich die Banken über Finanzierungsinstrumente verschachteln und vernetzen, desto systemrelevanter sind sie und müssen beim Kollaps vom Steuerzahler "gerettet" werden. Das hatten wir doch alles schon vor drei Jahren. Schlimm ist, dass die Politik nach wie vor untätig zuschaut!
  10. #29

    Hmm

    Zitat von mr8 Beitrag anzeigen
    Dann würde unsere Wirtschaft zusammenbrechen und die kleinen Arbeiter würden das zuerst spüren. Den Kräften des Marktes sind wir alle ausgesetzt und wir alle würden darunter leiden, wenn der Markt zusammenbricht.

    Daher versuchen Politiker und ihre Berater, zusammen mit der Finanzwirtschaft, den Markt zu stabilisieren. Überlassen sie dies den Experten auf diesem Fachgebiet.
    Mag sein, aber dafür gibts endlich mal den längst fälligen Schnitt und Neuanfang. Das ist besser als ein ewiges Siechtum.

    Alternativ gern auch Zwangsenteignung, notfalls mit Gewalt, aber das wird nicht passieren.


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