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Finanzinvestoren: Die Heuschrecken sind wieder da

DPAMit der Finanzkrise hatten sie einige Jahre Pause - die umstrittenen Private-Equity-Fonds, die Fimenübernahmen auf Pump finanzieren und im Volksmund Heuschrecken heißen. Doch nun ist billiges Kapital wieder reichlich verfügbar, die renditehungrigen Beteiligungsgesellschaften schwärmen erneut aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/pri...-a-873531.html
  1. #1

    Mißwirtschaft auf mieseste Art.

    Am Ende läuft dieses Spiel regelmäßig darauf hinaus, dass sich die Finanzgeier an den stillen Reserven dieser Firmen, die sonst als Puffer für schlechte Zeiten dienen konnten, bereichern. Leidtragende ist immer die Belegschaft, die am Ende vor der ausgebrannten Hülle ihres Arbeitgebers steht und im Allgemeinen im Elend endet. Diese unsäglichen Praktiken, die auf einen extremen Systemmißbrauch und auf Mißwirtschaft hinauslaufen,werden-wenn umgehemmt fortgesetzt, dem kapitalistischen System das gleiche Ende bereiten wie seinerzeit die andere Art von Mißwirtschaft den sogenannten kommunistischen Ansatz kollabieren ließ.
  2. #2

    Rettungsgeschenke für das Spekulieren!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit der Finanzkrise hatten sie einige Jahre Pause - die umstrittenen Private-Equity-Fonds, die Fimenübernahmen auf Pump finanzieren und im Volksmund Heuschrecken heißen. Doch nun ist billiges Kapital wieder reichlich verfügbar, die renditehungrigen Beteiligungsgesellschaften schwärmen erneut aus.

    Private-Equity-Fonds: Heuschrecken kaufen wieder Firmen - SPIEGEL ONLINE
    Hier zeigt sich wieder einmal, dass man weltweit nach der Banken-, Finanz-, Wirtschafts-, Staatsschuldenrefinanzierungs- und Eurozonenkrise keine grundlegende Reformen bezüglich der Banken, der Hedgefonds und der Kapitalmärkte vorgenommen hat. Auch steuerbegünstigende Wirtschaftsoasen (Kayman Islands, Virgin Islands, Irland, Zypern, die Kanalinseln etc.) tragen zur systemischen Krisenentstehung bei. Diese werden sogar noch steuerlich begünstigt, ein komplexes und unüberschaubares Steuer- und Abgabenrecht trägt ebenfalls dazu bei. Zwar wurde mit Basel III versucht eine gewisse Transparenz zu schaffen, alle schwerwiegenden systemischen Risiken jedoch lassen sich damit nicht erkennen. Die europäische Bankenunion steht zudem auf der politischen Agenda als weiteres sozialisierendes Rettungsinstrument für notleidende Südbanken.

    Man hat mit Steuergeldern gerettet, die man selbst nicht hatte und die die Staatsverschuldungen nach oben trieben. Diese Gläubigerrettungen von Marktteilnehmern, die sich größtenteils verzockt hatten und noch haben, sozialisieren ihre Verluste, teilweise werden diese über die Notenbanken monetarisiert. Hier wurde und hier wird der marktwirtschaftliche Gedanke der Eigenverantwortung für das eigegangene Risiko einfach ins Gegenteil verkehrt. Dazu gehört unabdingbar die Insolvenz (siehe Restrukturierung Island).

    Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Und dies möglichst unter Ausschluß der Bürger und Öffentlichkeit, die Parlamente werden einfach bei den zahlreichen Rettungsaktionen vor vollendete Tatsachen gestellt. Nennenswerten Widerstand sucht man zudem vergebens. Alternativlos, basta.
  3. #3

    wer hat denn gesagt, dass sie jemals weg waren?? Wenn selbst die TLG sich an eine Heuschrecke verkauft hat. Das war für mich die schlechteste Handlung der Regierung, und bisher habe ich mich nie unter den Meckerern befunden.
  4. #4

    Wie im Krieg

    Der Uebernahmekandidat zahlt. Das Unternehmen muss Schulden abtragen welches es vorher gar nicht hatte. Schrecklich, dass so viele Menschen mit dem Zerstoeren von Dingen Geld verdienen.
  5. #5

    deSede

    So ging auch u.a. die bekannte Firma deSede kaputt in der Schweiz.
  6. #6

    Schade ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit der Finanzkrise hatten sie einige Jahre Pause - die umstrittenen Private-Equity-Fonds, die Fimenübernahmen auf Pump finanzieren und im Volksmund Heuschrecken heißen. Doch nun ist billiges Kapital wieder reichlich verfügbar, die renditehungrigen Beteiligungsgesellschaften schwärmen erneut aus.

    Private-Equity-Fonds: Heuschrecken kaufen wieder Firmen - SPIEGEL ONLINE
    ... letztenendes wird man Geld nicht essen können und die Reichen in Revolutionenen untergehen. Das ist der Lauf der Welt!
  7. #7

    Da fragt man sich doch

    wie der Käufer, der diese schuldenbeladene Firma der private equity Firma abkauft, so dumm sein kann, für eine Firma die weniger wert ist (Schulden) auch noch mehr zu zahlen als die pe Firma gezahlt hat....
  8. #8

    Oh Schreck

    Stellt sich die Frage, sind wir in der Lage diese Entwicklung nachhaltig zu beenden!
  9. #9

    Bitte die VERkäufer nicht vergessen

    Zu diesem miesen Spiel gehören allerdings immer zwei. Der Verkäufer ist sich der Ubernähmekonditionen bewusst und weiß, in welche Zukunft er "sein Baby" entlässt. Aber es lässt sich natürlich ein besserer Preis erzielen als bei einem Verkäufer mit sehr hoher EK-Quote. Den seriös und verantwortungsvollen wirtschaftenden deutschen Mittelstand sollte man, zumindest in diesen Fälle, auch von diesem Standpunkt betrachten.


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