Finanz- und Wirtschaftskrise: FDP-General drängt Griechenland zum Euro-Austritt

AFPDie Krise in Griechenland gefährdet Deutschlands Bonität, warnt die Ratingagentur Moody's. Dennoch beharren deutsche Politiker darauf, Athen keine weiteren Hilfen zu gewähren. FDP-Generalsekretär Döring drängt das Land zum Austritt aus der Euro-Zone, das "könnte an den Märkten Vertrauen schaffen".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...846007,00.html
  1. #160

    zu kurz gesprungen

    Zitat von pdbof Beitrag anzeigen
    Sie hätten genug Geld um damit einen Verein zu unterstützen, wollen das Geld aber natürlich wieder haben, inkl. eines kleinen Zinsgewinnes.
    Nun hat der Verein 17 Mitglieder, wovon einiger dermaßen viel Geld verprassen, dass Sie berechtigte Sorge haben müssen, ob Sie ihr Geld wieder bekommen. Wenn nun der Verein beschließt, dass Mitglied, dass am schlimmsten prasst, dass sogar anderen Gläubigern schon erklärt hat das es seine Schulden nicht bezahlen wird, und das keine ernsthaften Anstrengungen unternimmt, in Zukunft weniger Geld zu verprassen, aus dem Verein zu werfen, dann sind Sie sicher wieder eher bereit den restlichen Mitgliedern Geld zu leihen...

    Zumindest würde es mir so gehen...
    bleiben wir bei der Vereinsmeierei; wenn ich nun bei dem "Prasser" über etliche Jahre einen sehr respektablen Zinsgewinn erzielt habe und als es so aussah, daß er nichts mehr bezahlen kann, diese Schuldtitel (nahezu verlustfrei) an die EZB verkaufen konnte, mache "ich" das doch das gleich beim Nächsten nochmal?

    Das alles bringt nix, wenn die Finanzmärkte nicht entsprechend reguliert werden, und das ist nicht eine läppische Transaktionssteuer. Aber da kommt nix von den "Deregulierern" und "Marktliberalen". Und genau deshalb ist dieses "saudämliche" Geschwalle eines "FDP-Würstchens" völlig überflüssig.
  2. #161

    Idiotie hat einen Namen: PolitikerInnen der FDP

    Jetzt wird nach einem Schuldigen gesucht und dieser aus der Eurozone herausgeredet. Und wir werden alle sehen, dass es nichts bringt wenn sie drausen sind und dann kommt der nächste und so weiter. Die Zinsen werden auch in Deutschland wieder steigen und dann: Oh Wunder, man wird feststellen, dass Deutschland eine der höchsten Pro-Kopf Verschuldungen hat und sich Europa doch nicht zwischen den guten Sparsamen (Deutschen) und den bösen Südländern aufteilen lässt. Es wäre so schön einfach, ist es aber nicht.

    Und dann ruiniert auch noch eine "mal unter - mal über 5 % Partei" den guten Ruf der Deutschen im Ausland in dem sie Austritte aus der Eurozone fordern.

    Dabei liegen die Lösungen auf der Hand:
    1) Kleinstaaterei in Europa in finanzieller Hinsicht auflösen - Bankenunion.
    2)Finanztransaktionen verbieten, die nichts mit realer Wertschöpfung zu tun haben und eine extrem hohe Spekulationssteuer einführen.
    3) Und eine Verschiebung des Kapitals der Bevölkerung (je nach Vermögen Reiche viel, arme wenig bis gar nichts) auf die verschuldeten Haushalte der Staaten und Kommunen.

    Wir werden sehen: es wird für alle genug bleiben! Die Reicheren, werden die Reicheren bleiben. Nur der Abstand zwischen den Reicheren und den Armen wird sich von "abartig und pervers hoch", in "angemessen, der tatsächlichen persönlichen Leistungsfähigkeit entsprechend" umwandeln.

    Aber das wird sich keiner Trauen und die Eurozone wird zerbrechen. Europa wird wirtschaftlich zwischen den Amerikanischen und Asiatischen Märkten aufgerieben. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird weltweit zunehmen und damit alles abnehmen, was wir in little Germany lieben! Es wird langsam verschwinden (Erosion):
    -Chancengleichheit, wie wir sie heute haben
    -(Sozialer) Frieden
    -relative Sicherheit
    -relativ geringe Kriminalitätsraten
    -einen starken und breiten Mittelstand

    Danke an die Deutsch Politik der letzen 40 Jahre, danke an die Wähler der CDU und FDP - ihr dachtet ihr wählt Stabilität, dabei habt ihr immer nur darauf gehofft zu den Bessergestellten zu gehören, die die Politik dieser Parteien erzeugt!

    Ich muss immer an den Zerfall des römischen Reiches denken, wenn ich an Europa denke.
  3. #162

    Politik zur Rechenschaft ziehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland gefährdet Deutschlands Bonität, warnt die Ratingagentur Moody's. Dennoch beharren deutsche Politiker darauf, Athen keine weiteren Hilfen zu gewähren. FDP-Generalsekretär Döring drängt das Land zum Austritt aus der Euro-Zone, das "könnte an den Märkten Vertrauen schaffen".

    Griechenland: Politiker aus Union und FDP schließen weitere Hilfen aus - SPIEGEL ONLINE
    An Griechenland wird deutlich, dass dass die praktizierte Europolitik zum Scheitern verurteilt ist. Die deutsche Bevölkerung, die mehrheitlich schon vor über 2 Jahren gegen Hilfen für Banken und den griechischen Staatsapparat war, sollten die nun fällig werdenden 86 Milliarden denjenigen in Rechnung stellen, die sie veruntreut haben: den unfähigen und verantwortungslosen Politikern in Berlin!
    Angemessen wäre eine Verrechnung mit den üppigen Diäten und Pensionen.
  4. #163

    Die Griechen sind ein stolzes Volk

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krise in Griechenland gefährdet Deutschlands Bonität, warnt die Ratingagentur Moody's. Dennoch beharren deutsche Politiker darauf, Athen keine weiteren Hilfen zu gewähren. FDP-Generalsekretär Döring drängt das Land zum Austritt aus der Euro-Zone, das "könnte an den Märkten Vertrauen schaffen".

    Griechenland: Politiker aus Union und FDP schließen weitere Hilfen aus - SPIEGEL ONLINE
    Den Griechen wäre zu wünschen, dass sie die Kraft finden, ins kalte Wasser zu springen und sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen. Denn die ganz Retterei der letzten zwei Jahre diente nicht den Griechen, sondern der Stabilisierung des Euro. Die Hilfsmittel flossen mehr oder weniger direkt in die Hände der Gläubiger und nicht etwa in die griechische Wirtschaft, die es zum Wiederaufbau dringend benötigt hätte.

    Die Drachme ermöglicht es Athen, individuell auf die Situation zu reagieren. Sich vom Tropf Brüssels zu lösen bedeutet auch, die Pressionen und Gängeleien abzustreifen und zu eigener Stärke zurückzufinden. Die Griechen sind ein stolzes Volk. Das sollte es auch endlich wieder zeigen dürfen.
  5. #164

    ...

    Zitat von fx33 Beitrag anzeigen
    Die Märkte. Die Märkte! Was sind denn die Märkte?

    Das sind skrupellose Geldsäcke, die jede Möglichkeit, von irgendwem mehr Geld zu bekommen, nutzen. *Die Märkte* werden solange "mißtrauisch" sein, wie dieses "Mißtrauen" neues Geld generiert.

    Eigentlich sollte man sagen "Scheiß' auf die Märkte".
    Nun, die Märkte das sind auch du und ich, mit unserer
    Altersvorsorge in Pensionskassen, Fonds etc.
    Und die haben kein Vertrauen mehr marode Banken
    und Staaten.
  6. #165

    Zitat von toi_ Beitrag anzeigen
    Ganz armseliger und durschschaubarer Versuch, mal wieder die 5% Hürde zu schaffen. Man schließt sich der "Meinung des Pöbels" an und hofft auf Sympathien.
    Wenn Gabriel es mit seinen "anti-Banken" Statements auf die Titelseiten schafft, warum soll nicht auch die FDP so etwas probieren. Hier übertreffen sich mal wieder unsere Volksvertreter in Sachen Armseligkeit.
    Yep - die glühen schon für 2013 vor.
    Gabriel als Banken-Basher? Wo war die SPD denn in den letzten Jahren wenn nicht in fester Treue an Seite von Merkel und ihren Eurofightern? Irgendwo Wiederstand geleistet? Wär mir nicht bekannt.
    Und zu der FDP brauch ich wohl nichts zu schreiben...

    Hoffentlich, hoffentlich ist das Wahlvieh klug genug um nächstes Jahr sich noch an die Taten der Betreffenden zu erinnern, wenn es wieder mit Worthülsen und Nebelkerzen eingedeckt wird... Wäre aber mal was Neues.
    So gesehen wäre ein Euro-Zusammenbruch dieses Jahr noch wünschenswert - die Folgen wären so einschneidend, dass ein Weglabern kaum noch möglich wäre...
  7. #166

    Alles Betrug . . .

    Zitat von kuglerstephan Beitrag anzeigen
    Europäische Zentralbank, Deutsche Bank, Federal Reserve ... klingt so offiziell doch sind das alles Private Unternehmen, das sind keine -KEINE- Staatsbanken das sind -PRIVATE UNTERNEHMEN-. . . . Nun versuchen genau diese Kreaturen mit Kriegerischen Methoden sich ganze, noch mehr oder weniger Souveräne Länder, über den Weg reihenweiser Privatisierungen und Zwangsenteignungen unter den Nagel zu reissen.
    Damit der Betrug - Versicherungen wurden PER GESETZ zum Kauf von "sicheren" Staatsanleihen gezwungen - verdeckt bleibt, rettet man bzw. Frau.
    Es stimmt schon, dass Versicherungen und Pensionsfonds im Regen stehen und ihnen hohe Abschreibungen drohen. Doch ursächlich verantwortlich hierfür ist der Filz aus Politik- und Finanzoligarchie.
    Man möchte an der Macht bleiben . . .

    Es scheint - dank Pisa usw. - nur wenigen aufzufallen.
    Und auch wenn die hohen Zustimmungsquoten seitens des Wählers (lt. Medien) sicher getürkt sind, der Einheitsbrei B90CDUCSUFDPGRÜNESPD bekommt immer noch zuviel Stimmen, leider.
  8. #167

    Zitat von fx33 Beitrag anzeigen
    Die Märkte. Die Märkte! Was sind denn die Märkte?

    Das sind skrupellose Geldsäcke, die jede Möglichkeit, von irgendwem mehr Geld zu bekommen, nutzen. *Die Märkte* werden solange "mißtrauisch" sein, wie dieses "Mißtrauen" neues Geld generiert.

    Eigentlich sollte man sagen "Scheiß' auf die Märkte".
    Sehr amüsant in diesem Zusammenhang fand ich eine Ausührung des Prof. Sinn in einer Unterhaltung des Phoenix:
    Die Vorgehensweise der €-Spitze sieht vor, daß die Staaten der €uro-Zone so viel Geld in die Auslage (EFSF/ESM, Rettungspakete) hinters Schaufenster legen, daß Märkte und Investoren sich beruhigen.
    Also durch herzeigen Vertrauen generieren wollen, "seht her, wir haben´s doch im Griff und die Kohle ist sicher!"
    Ich frage mich allerdings, wo Mutti, Sarkozy, und all die anderen Granden (daran dürfte als Berater auch J. Ackermann seinen Teil haben), die Panzerglasscheibe (Schaufenster; bei wertvollen Ausstellunsstücken sollte man schon klotzen ;-)) gelassen haben.
    Mich erinnert das Vorgehen eher an einen Vollidioten, der vor einem Rudel hungriger Straßenkötern mit einem rohen 4-Pfund-Steak in der Hand den Kasper macht...
  9. #168

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Bevor es nun zum Austritt Griechenlands kommt, muss die Bundeskanzlerin der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen – aber bitte kein weiteres Sülz-Sommerinterview:

    1. Wieviel Schulden muss Deutschland aktuell übernehmen und wie sollen sie bedient werden?
    2. Wofür sind alle die Milliarden verbraucht worden? Wieviel davon floss pauschal in den griechischen Haushalt, wieviel floss an die Banken, und wie haben die Banken das Kapital verwendet?
    3. Wie soll angesichts der Lage in Spanien weiter verfahren werden? Die Praxis des unendlichen Rettungsschirms hat sich als fataler fortlaufender Fehler erwiesen.
    4. Was wird aus dem Euro, wenn weitere Länder aus der Gemeinschaftswährung aussteigen müssen? Kommt ein Rumpf-Euro der wirtschaftlich solideren Staaten?
    5. Griechenland beweist zweierlei: Ein europäische Fiskalunion ist nicht realisierbar, und eine politische Union Europas liegt in weiter Ferne – wie soll die Europäische Union bestehen, in welcher Form? Muss die EU auf einen stabileren Zustand zurückgefahren werden?

    Joachim Gauck hatte schon Recht: Angela Merkel muss sich jetzt erklären, sie muss für ihre Politik geradestehen.
    Wann hat Merkel jemals OFFEN zum eigenen Volk gesprochen ? Muß sie ja offenbar auch nicht - sie ist ja sooooo beliebt. Störenfriede wie Sie, die Inhalte statt Phrasen fordern, sind da einfach eine Minderheit.

    "Wir folgen der Führung, die werden schon wissen was richtig ist". Können Sie jeden Tag auf der Strasse oder in Gesprächen hören - nachdenken ist einfach zu anstrengend.
  10. #169

    Feiner Link!

    Zitat von drouhy Beitrag anzeigen
    der Herr Recht hat, bleiben doch einige unangenehme Fragen offen.

    Warum behaupteten genau diese Politiker, dass es alternativlos sei, die Griechen zu retten - ging es doch nur um die Einlagen deutscher Banken.

    Warum sorgten die Haie der Ratingagenturen für gefälschten Gutachten, dass die Griechen den Euro bekommen können? Und wer befördert diese Knaben ins Kittchen?

    Die Krone jedoch ist die neuteutonische Arroganz deutscher Politiker, die sich vermehrt in die inneren Belange fremder Staaten, nicht nur Griechenlands einmischen. Man kann sich für diese transatlantischen Marionetten anglo-amerikanischer Finanzplätze nur noch schämen.

    Und was diesen Lichtgestalten von Schwarz bis Grün vollkommen entglitt - das deutsche Volk wählte sie und in dessen Auftrag, nicht dem der verschwurbelten Märkte, sollen sie handeln.

    Was die Griechen betrifft, die jahrzehntelang einer zwei Familendemokratie ausgesetzt waren - lest diesen Beitrag und handelt:

    Griechenland und Tschechien: Wo der böhmische Löwe sitzt, muss die attische Eule erst hin - Gérard Bökenkamp - eigentümlich frei

    Ich arbeite in diesem schönen Land und kann das Geschriebene nur bestätigen.
    Feiner Link! Unbedingt empfehelnswert!

    Wie ich es schon vorher geschrieben habe: Osteuropa kann wesentlich bessere Zahlen vorweisen, hat aber einen geringeren Lebensstandard als Griechenland. Da bleibt einem wirklcih das Lachen im Halse stecken.

    Man muss dazu aber auch sagen, dass Tschechien und Polen bspw. von ihren Lage neben Deutschland stark profitieren. Griechenland dagegen hätte allerdings sehr gute Möglichkeiten in den asiatischen / türkischen raum, aber nichts ist da in der Vergangenheit passiert! Stattdessen Steuerhinterzeiheung, Vetternwirtschaft, Korruption etc. Einfach nur eine erbrämliche Performance von Griechenland! Das Land bekommen wir niemals fit für Europa!

    Alleine schon im Hinblick auf die Möglichkeit den Euro nach Osteuropa auszuweiten muss Griechenland raus aus dem Euro! Keinem Tschechen wird man erklären können, warum die Griechen einen höheren Lebensstandard haben bei dieser desaströsen Wirtschaft!