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"Financial Times Deutschland" am Ende: Ein Blatt für Sturm und Drang

DPAAls die "Financial Times Deutschland" Anfang 2000 auf den Markt kam, schaute Deutschland Harald Schmidt, redete vom Reformstau und hoffte, an der Börse reich zu werden. Das nahe Ende der Zeitung zeigt, wie sehr sich der Zeitgeist verändert hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-868467.html
  1. #1

    Der Autor

    scheint auch so ein neoliberaler Marktgläubiger zu sein. Ihm sei gesagt, dass genau dieser Markt jetzt der FTD den Gar ausgemacht hat. Wir werden die FTD nicht vermissen. Wir haben ja noch die FT und den Spiegel.
  2. #2

    Zitat von wortmannin Beitrag anzeigen
    scheint auch so ein neoliberaler Marktgläubiger zu sein. Ihm sei gesagt, dass genau dieser Markt jetzt der FTD den Gar ausgemacht hat. Wir werden die FTD nicht vermissen. Wir haben ja noch die FT und den Spiegel.
    Anscheinend bringen Sie die FTD mit Neoliberalismus in Verbindung. Haben Sie das Blatt auch nur einmal gelesen?
  3. #3

    Die "Melange aus Marktgläubigkeit und Fortschrittsglauben" gibt doch in der Wirtschaft wie in der Politik nach wie vor den Ton an, oder etwa nicht? So traurig das ist – Ich kann kein Umdenken erkennen.
  4. #4

    gleich mit abschaffen...

    ...kann man die überflüssigen Börsennachrichten, mit denen wir im Stundentakt von diversen Fernsehstationen belästigt werden. Wer braucht so etwas noch?
  5. #5

    FTD war schlecht geschrieben, das ist alles.

    Der Autor hat sich mit EM.TV, Volksaktie etc. natürlich auch die passenden Beispiele für seine These ausgesucht. Welche These? Ich lese daraus,dass alles etwas übertrieben war mit dieser Marktglaubigkeit.
    Also erstmal die FTD ist insolvent, weil die Artikel schlecht waren. FAZ und besonders Handelsblatt informieren erheblich besser über die Wirtschaft.
    Diese paar Reförmchen in Deutschland der letzten 10 Jahre sollen nun also schuld sein? Ja, die Privatisierungen waren gut und richtig. Dass sich die Regulierung dieser Märkte wie Energie, Banken, Post, die zu einem Oligopol neigen, weiter entwickeln muss, ist ja logisch. Wer besitzt schon die hellseherischen Fähigkeiten exakt vorherzusagen, wie sich eine Regulierung exakt auswirken wird? Also muss man ein bisschen an den Stellschrauben drehen, um die Wirkung der Regulierung zu verbessern.
    Und nebenbei: Mir ist eine Regierung lieber, die nicht in der Lage ist Steuern zu senken, als eine, die erfolgreich Steuern erhöht und an die wundersame Wirkung des Staates glaubt.
  6. #6

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Anscheinend bringen Sie die FTD mit Neoliberalismus in Verbindung. Haben Sie das Blatt auch nur einmal gelesen?
    Braucht man doch nicht. "Meinung? Ja, hab ich eine!"
    Es ist schade um die FTD, die eine wohltuende Abwechslung war in diesem ganzen Mainstream-Einheitsbrei.
  7. #7

    Aha

    "Hier schrieben nicht die Steigbügelhalter des Establishment ihr staatstragendes Blabla wie in so vielen anderen Wirtschaftsressorts.
    Damit ist ja klar, welches Urteil sich SPON damit selber ausstellt..
  8. #8

    Wir brauchen jetzt keine FTD mehr sondern eine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als die "Financial Times Deutschland" Anfang 2000 auf den Markt kam, schaute Deutschland Harald Schmidt, redete vom Reformstau und hoffte, an der Börse reich zu werden. Das nahe Ende der Zeitung zeigt, wie sehr sich der Zeitgeist verändert hat.

    Die Financial Times Deutschland und der Zeitgeist der 90er Jahre - SPIEGEL ONLINE
    DTD = Democratie Times Deutschland. um die Reform der Reformen zu beginnen, und eine Lebenswirklichkeit zu schaffen, die allen Bürgern eine faire Partizipation am Gemeinwohl gewährt, vom Säugling bis zum Greis. Wettbewerb und Lohnunterschiede ja, aber kein ruinöser, die Würde des Menschen beschädigender. Eine Zeitschrift, die sich das zum Ziel setzt, würde ich sogar abonnieren.

    Schönen Tag noch. Randolf
  9. #9

    Zitat von liesalott Beitrag anzeigen
    Es ist schade um die FTD, die eine wohltuende Abwechslung war in diesem ganzen Mainstream-Einheitsbrei.
    Ja, so seh ich das auch und bedauere daher die Insolvenz.

    Neben den allgemeinen Problemen von Printmedien hatte die FTD vermutlich damit zu kämpfen, dass sie neoliberal-konservativen Zeitungslesern zu links, zu keynesianisch war, während wirtschaftskritische Zeitungsleser die FTD direkt abgestempelt und in einem Topf mit dem HB geworfen haben.


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