Finaleinzug für Chelsea: Triumph des Maurerhandwerks

AFPDer FC Chelsea hat die große Überraschung geschafft und den Titelverteidiger FC Barcelona im Champions-League-Halbfinale gestoppt. Es war ein Sieg des Kampfes über das Spiel. Für den FC Bayern München ist das eine sehr gute Nachricht.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...829596,00.html
  1. #110

    An die Betonfraktion

    Zitat von dfw Beitrag anzeigen
    weshalb man spielstil oder ballbesitz von chelsea überhaupt so thematisiert (z.B. Sammer der von einer "Unverschähmtheit" sprach). Was hätte Chelsea denn nach dem 0:1 und roter karte machen sollen? offensiv und druckvoll nach vorne spielen? in barcelona? ein wunder das man überhaupt ein tor schießen konnte und danach phänomenal verteidigt hat. Glückwunsch Chelsea!
    Als hätte Chelsea vor der roten Karte und vor allem im Hinspiel (im eigenen Stadion!) "offensiv und druckvoll nach vorne" gespielt. Es waren von vornherein 180 Minuten destruktiver Fußball angesagt.

    Viele der Betonstilverteidiger und Chelsea-Bewunderer hier haben vermutlich den gleichen unsäglichen Maurerstil Griechenlands bei der EM und Italiens bei der WM in Grund und Boden verdammt.

    Es gibt nichts Schizophreneres als Fußball"fans".
  2. #111

    Zitat von Peter Gabriel Beitrag anzeigen
    Dann sollten die angeblichen "Weltstars" von Barcelona mal was kreatives machen, und nicht nur stur den Ball hin und her schieben..
    Ja komisch, dass die das nicht jede Minute 24/7 leisten. Ts ts ts ...
  3. #112

    Zitat von Peter Gabriel Beitrag anzeigen
    War das Ivan Lendl? Und hat der gegen Michael Chang gespielt? :)
    Ganz genau. 1989 Paris, Chang-Lendl.
    Chang gewinnt nach 5 Stunden.
    Bestes Match aller Zeiten, für mich zumindest...
    Fly me to the moon...lalalala
  4. #113

    ...

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    Ja, ich war auch bass erstaunt. Vermutlich hat der nie Fussball gesehen.

    Real ist Momentaufnahme. Richtig. Obs irgendwann mal mehr wird, wird sich zeigen. Griechenland war auch mal Europameister, rofl :)
    Deswegen habe ich auch "Im Moment" geschrieben... Mein Gott, lesen sollte man zumindest drauf haben.
  5. #114

    Schön, dass ...

    Zitat von big t Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel: aber das sind nicht die Werte, die Fußball so ansehenswert und attraktiv machen.

    Was sind denn die Werte die Fußball sehenswert und attraktiv machen? Das langweilige rumgeschiebe im mittelfeld, das Barca so zelebriert?

    Es mag zwar DERZEIT die Spitze des Fußballs sein, ist aber langweilig und höchst unansehnlich, dazu bei weitem nicht das Optimum an Effizienz, dass im Fußball herauszuholen ist.

    Ein Optimum, dass zudem schön anzusehen wäre, wäre Barcas Passgenauigkeit unter Vermeidung jeglichen Spiels in die Breite zuzüglich einiger langer gezielter Bälle nach Vorne, so dass die Transition von Abwehr in den Sturm keine 5 Sekunden dauert. Die Spitze des Fußballs wäre eine Mannschaft, die quasi permanent, 90 Minuten am Stück, Konter fährt, natürlich keine richtigen Konter sondern vom Prinzip her, also auch "2 gegen 10 Konter". Ein schnelles felxibles Mittelfeld, dass den Ball effizient und extrem schnell nach Vorne leitet.
    Dazu bräuchte es jedoch
    1. Gute Fußballspieler, die allesamt eine Passquote von 95% und besser aufweisen können.
    2. Gute Fußballspieler, die in der Lage sind, durch langes Training die Bewegungen aller relevanten Spieler zu analysieren, sprich ihren Laufweg, ihre Stopp/Antrittsgeschwindigkeit/ihre Position in 1,3,5,10 Sekunden, quasi bräuchte man exzellente Schachspieler, die ein lebendiges Schach im Kopf beherrschen und instant die nächsten 10 Sekunden im Kopf in allen möglichen Varianten voraussehen können und dementsprechend spielen.

    Das ist möglich, müsste nur trainiert werden und würde sicherlich auch länger dauern als von jetzt bis gleich, sondern die jetzige F-Jugend wäre Anlaufstelle, damit vielleicht in 10 Jahren eine Generation von intelligenten Spielern erwächst. Eine solche Mannschaft könnte ein heutiges Barca sicherlich im hohen 2-stelligen Bereich "vernichten".

    Warum kein Trainer so etwas versucht, ist mir schleierhaft.
    Z.B. Eishockeyspieler müssen dauernd bei einem vielfachen der Spielgeschwindigkeit des Fußballs solche Überlegungen treffen und schaffen es. Das zeigt doch, dass es sehr wohl möglich wäre, eine Mannschaft nach diesem Prinzip aufzubauen.

    Gebt mir eine Mannschaft als Trainer und Zeit und ich Werde den Fußball dominieren.

    ... Sie kein Geld beanspruchen. Wenn Sie es hätten, wäre eine Mannschaft kein Problem, Zeit sowieso nicht. Aber Ihre Schleier würden bleiben.
  6. #115

    Alu, egal ...

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    Nein, das ist kein Schmarrn.

    Der Forist, auf den ich antwortete, meinhte daraus ein Konzept ableiten zu koennen, wie man denn gegen Barca ausspielen koennte.

    Und ich habe damit nur gezeigt, dass die Spielweise Chelseas niemals ein Konzept sein kann: denn 5 Mal Alu in 2 Spielen und zudem noch 1 verschossener Elfer des Gegners kann nie eigenes Konzept sein.

    Womit klar ist, dass Chelsea ein Riesenschwein hatte.

    Klar sind sie aber auch verdient weiter. Denn Schwein gehoert halt zum Fussball.

    ... wie oft, ist immer neben dem Tor, meistens ca. einen halben Meter, der dem Torwart Chancen lässt, den Ball zu halten.
    Also Alu weglassen - knapp daneben ist eben auch vorbei.
  7. #116

    Zitat von dannyinabox Beitrag anzeigen
    Ich denke die Bayern sollten sich nicht auf dieses Mauer-Niveau runterdrücken lassen. Aber ich denke auch nicht dass dies ein Ribery oder Robben einfach so machen würden.
    Nein, diese Pappnasen sind sich zu fein um sich auf das Niveau eines Didier Drogba herabzulassen. Abwehrarbeit? Pfui Teufel... Das is doch nichts fuer uns "Weltklassestuermer" vom FC Bayern.
  8. #117

    Beide Spielweisen haben ihre Berechtigung und können den Zuschauer begeistern.

    In dieser Konstellation aufeinander prallender Systeme den Underdog in Unterzahl einen Sieg erkämpfen zu sehen, das ist für mich ein begeisternder Höhepunkt in einer Fußballsaison.

    Man stelle sich mal vor, alle Mannschaften würden so spielen wie Barcelona. Was für ein langweiliges Ballgeschiebe gäbe das denn?

    Der Autor erkennt richtigerweise die Ähnlichkeit zum Hallenhandball, übersieht aber den entscheidenden Unterschied: Weil diese Spielweise der ewigen Sicherheitspässe eigentlich die defensivste und unattraktivste Spielweise ist, wurden im Handball und auch im Basketball Zeitspielregeln eingeführt, weil das Spiel kaputt gehen würde, wenn alle Mannschaften nach knapper Führung auf ewiges Ballhalten umschalten würden.

    Ich teile also die allgemeine Begeisterung für Barsas Tiki-Taka nicht und bin froh, dass es gestern zumindest mal als brotlose Kunst entlarvt wurde.

    80:20 Prozent Ballbesitzverhältnis, dass ist nicht nur ein Ausdruck spielerischer Schwäche des Gegners, oder enormer Überlegenheit Barsas, das ist auch ein Ergebnis elender Zeitschinderei durch Alibifußball.
  9. #118

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Ich will so etwas sehen. Die ganzen Fußball-Fans, die mit irgendeinem Halbwissen die (zugegebenermaßen göttlichen) Spielzüge von Barca bewundern, kennen sich mit Fußball jedenfalls nicht aus. Zum Fußball gehört auch die Kunst der Defensive und selbst wenn sie Trainer Experten aus anderen Sportarten fragen, dann werden die ihnen auch gerne die immense Wichtigkeit der Defensivarbeit bestätigen können. Zudem wird ein Gegner vor dem Spiel analysiert, damit die Chancen auf einen Sieg bzw. auf ein Weiterkommen verbessert werden. Selbst der blindeste Laie müsste mitlerweile verstanden haben, dass du gegen Barca keine Chance hast, wenn deine Innenverteidiger an der Mittellinien stehen und deine Stürmer die Mittelfeldspieler von Barca angreifen. Meiner Meinung nach gibt es gegen diese Barca Manschaft nur 2 Taktiken: 1 = extreme Härte inkl. der einkalkulierten Verletzung des Gegners oder 2 = extreme Defensive und die Hoffnung aus Kontern oder Standarts ein Tor zu erzielen. Inter und Chelsea haben nicht das Grundgerüst aus 6-8 Spielern, die seit der Jugend zusammenspielen. Das ist nun einmal, gepaart mit der spielerischen Klasse der Einzelspieler, der immense Vorteil von Barca. Wollen Sie sich dieser Tatsache ergeben oder kämpfen bis zum umfallen?


    Ihr 'Vollwissen' haben sie ja schon an anderer Stelle (grösse Spielfläche Camp Nou) bewiesen.
    Und wer sich an der Defensivarbeit oder 'Taktik' von Chelsea gestern ergötzten konnte, kann ich nur beneiden!
  10. #119

    Messi traf uebrigens gestern nicht den Pfosten, sonder das Tor. Das daraus nichts wurde, lag einmal mehr an Petr Czech, der den Ball mit einer Glanzparade an den Pfosten lenkte.