Nintendo Der Japaner Hironobu Sakaguchi gilt unter Konsolenfans als begnadeter Geschichtenerzähler, er erdachte das "Final Fantasy"-Epos. Nach einem grandios gescheiterten Filmprojekt wagt er jetzt mit "The Last Story" ein Comeback.
http://www.spiegel.de/netzwelt/games...818451,00.html
Wenn ich nichts haben möchte, was sich der Geschichte "in den Weg stellt" schaue ich einen Film oder lese ein Buch!
Ein Teil des Niedergangs der Final Fantasy Reihe liegt doch in den schwächer werdenden Spielmechaniken begründet.
Natürlich neben den schlechter gewordenen Stories und der völlig entfernten Freiheit (wonvon in den früheren Teilen am Anfang trotz aller Linearität etwas vorhanden war).
Zumindest ich brauche keine Knöpfchendrückreakionstestspiele wie es viele "interaktive Filme" sind, oder auch in immer mehr andere Spiele (unter anderem JRPGs) eingebaut werden.
Final Fantasy ist seit dem Weggang von Sakaguchi nicht mehr dasselbe.
Man merkt am Werk einer Person , dass auch hervorragende Persönlichkeiten dahinterstecken.
Wer ein anspruchsvolles und hoch spannendes Rollenspiel spielen will muss zu LostOdessey(leider nur auf xbox360) greifen. Ich hätte nicht gedacht das solche Spiele heute noch möglich sind.
Auf der xbox360 ist Lost Odyssey tatsächlich das einzig nennenswerte JRPG aber für die Wii gibt es z.B. Xenoblade Chronicles das unter Kennern als das Beste JRPG seit langer Zeit gilt.
Ach, was habe ich mit 15 monatelang FF8 gezockt... einfach ein phänomenales Spiel! Und die Filmsequenzen haben mir damals den Atem geraubt. Die neueren FF-Teile gefallen mir nicht mehr so. Jetzt weiß ich auch warum...
Square würde in Geld versinken, würden sie FF8 mit moderner Graphik und verbesserten Kampfsystem neu auflegen. Mit FF7 sowieso (auch wenn das eine Winzigkeit vor meiner Zeit war, aber es gilt ja als der beste Teil). Nur ob sie das dürfen, wenn der Entwickler weg ist?
Final Fantasy ist imo immer noch die mit Abstand beste (J-)RPG-Serie. FF VII bis IX sind einfach Meilensteine: sehr komplex, viele Sidequests, open world, komplexe Kampfsysteme, für den Zielmarkt lokalisiert (bei so teuren Spielen sollte es eine Selbstverständlich sein, dass die Sprache auf den Zielmarkt angepasst wird. Ist heutzutage leider eine Ausnahme geworden).
Ab Teil X ging es bergab (auch wenn Teil X komerziell sehr erfolgreich war): sehr linear, kaum Sidequests (und die erst am Ende und die brachten keine brauchbaren Belohnungen), Kampfsystem relativ simpel, Sprachausgabe auf englisch. X-2 war schon überflüssig wie ein Kropf.
XII war imo wieder großartig, obwohl es zum ersten Mal keinen freien Kampfbildschirm mehr gab. Ansonsten ganz in der alten Tradition.
XIII war dann der Super-GAU: reines Grafikspektakel, aber NULL Rollenspiel. Komplett linear, es hieß nur Druckklicken bis das "Spiel" zu Ende war. Das Steppensidequest hat das nicht rausgerissen. Das Kampfsystem ist reinster Müll, Sprache komplett englisch, Sidequests nahezu Fehlanzeige (auch aufgrund extremer Linearität), keine Handlungstiefe, ...
Wenn ich einen Film sehen will, schau ich einen Film. Einen Film durchzuklicken ist nonsens (zu langsam, zu schlecht, zu teuer).
Mal auf FF XV warten und hoffen, dass sie den Schuss gehört haben.
Derweil hab ich reichlich alten RPGs besorgt und zocke momentan Star Ocean 2 (großartig ^^ ).